ElektroWende ist nicht mehr aufzuhalten-außer in Deutschland

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Re: ElektroWende ist nicht mehr aufzuhalten-außer in Deutsch

Beitragvon RaikundNici » Mo 27. Feb 2017, 07:44

Bernd_1967 hat geschrieben:
Also, was ich erwarten würde, wäre , dass man es PV-Betreibern einfacher macht:
Wer heute eine Anlage neu baut, bekommt ca. 12ct/kWh netto.
Wer den Strom selbst verbraucht, muss auch nur 12ct/kWh netto zahlen und sonst nix.

Weg mit der EEG-Umlage für Eigenverbrauch ab Anlagen > 10kW Nennleistung
Und vor allem: Warum muss ich bei Privatentnahme die Differenz zum aktuellen Strompreis versteuern und anfangs noch Mehrwertsteuer bezahlen?
Wenn ich den Strom vom Netzbetreiber ziehe, verdient der dran.
Wenn ich den Strom aus eigener PV-Anlage ziehe, verdient das Finanzamt dran. Das darf nicht sein.
Da hat man sich keine Gedanken gemacht um die Elektromobilität nicht unnötig zu verteuern.
Schließlich zahle ich somit statt 12ct ca. 20ct/kWh und das bei demnächst insges. 6000kWh im Jahr. (Lade alles zu hause.)


Gerade als (angehender) PV-Anlagenbetreiber bekommt man den Widersinn des Ganzen EEG-Konstruktes recht hautnah mit:

Wir als 6 köpfige Familie mit WP-Heizung und (bald 2) E-Auto(s), geographisch bedingt keine optimale Ertragsaussichten brauchen eine PV größer 10 kWp wenn wir unseren Strom selbst produzieren möchten. Ich frage mich, wer zur Hölle diese Grenze starr festgelegt hat?! Warum gibt es keine Flexibilität? Als Großfamilie wird man da konkret benachteiligt. Genauso habe ich gerade gelesen, dass auch bei einem Speicher größer 10 kWp dann EEG-Umlage fällig wird. Meldepflichten, Messkonzepte, Strafzahlungen...Echt dufte...Prost, Mahlzeit!!! Da vergeht es Otoonormalverbraucher doch gleich. Und DAS ist wohl auch durchaus so gewollt. :evil:
Renault ZOE, Bj 2003, seit 10/2016, Renault ZOE Zen R40 seit 10/2017 - Wärmepumpenheizer mit Flächenkollektor kontrolliertem, zentralen Lüftungssystem, 10 kWp PV inkl. 10 kWh LG Chem Batteriespeicher
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Re: ElektroWende ist nicht mehr aufzuhalten-außer in Deutsch

Beitragvon 150kW » Mo 27. Feb 2017, 08:52

Karlsson hat geschrieben:
150kW hat geschrieben:
Nö, 40km erschlägt die meisten Strecken die durchschnittlich gefahren werden.
Es werden 40km REAL gefahren, oft auch mehr. Da sind 40 NEFZ, die real 20-30km bedeuten, total mau.
Von einem tauglichen Phev erwarte ich, dass ich 20-25km zur Arbeit und wieder zurück ganzjährig mit Heizung ohne Windschatten rein elektrisch schaffe.
Da gab es ja schon etliche Tests. Gezeigt hat sich das auch mit geringer Reichweite der E-Betrieb oft genutzt wird:

"In der zweiten Welle des Förderprogramms waren die Probanden in den 40 Audi A3 Sportback e-tron im Schnitt zu rund 70 Prozent im Elektro-Betrieb unterwegs. Dabei legten die Testfahrer Audi zufolge pro Tag meist weniger als 50 Kilometer zurück – und blieben damit im Bereich der elektrischen Reichweite des Plugin-Hybridautos A3 e-tron. Etwa die Hälfte aller Fahrten der Nutzer war im Versuchsalltag sogar kürzer als zehn Kilometer."
https://ecomento.tv/2016/04/18/elektrom ... esuemiert/

Aber ich gebe dir Recht das für eine Förderung die elektrische Reichweite ggf. stufenweise gesteigert werden sollte.

Karlsson hat geschrieben:
Das beste Phev Konzept ist für mich der i3 RE.
Das ist aber auch kein klassischer PHEV, sondern BEV+REX.



CCS=SuperPlus135 hat geschrieben:
Ein Panamera hybrid wird in den Himmel gelobt,..
Von wem?

CCS=SuperPlus135 hat geschrieben:
Diese Hersteller bedienen eben die petrol brains, leute die sich zum selber denken zu schade sind. Die würden selbst beim E-Auto noch aufpreispflichtige Fehlzündungen im Teillastbetrieb ankreuzen. Aber DIESE Klientel bringt Geld ein. Frei nach dem Sprichwort: Ist der HAufen noch so groß, wenn es was bringt kack auch du noch drauf..
Der normale Durchschnittbürger ist wohl kaum ein petrol brain, der schaut einfach was die Elektroautos können und was sie kosten. Und da kommt man nun mal unweigerlich zum Schluss das sie zwar Vorteile aber eben auch Nachteile hat die man so vorher nicht kannte. Das sich daher etliche dazu entschließen kein E-Auto zu kaufen ist für mich nicht verwunderlich.

CCS=SuperPlus135 hat geschrieben:
Der Panamera fährt nach nefz 50 km elektrisch, dann muss er laden. 6 Stunden. DAS ist STAND 2017 die Evolutionsstufe bei PORSCHE.
Das ist schlicht gängige Praxis bei fast allen Herstellern/PHEVs.
Ich verstehe auch die Kritik an Porsche generell nicht. Selbst wenn der Mission-E jetzt früher kommen sollte, welchen Anteil hat Porsche am Markt'? Das tendiert doch eh gegen Null. Und Porsche hat noch nie "vernünftige" Autos gebaut, das waren schon immer Sportwagen für Leute die sich zum Spaß ein Auto kaufen.

CCS=SuperPlus135 hat geschrieben:
Deutschland ist deshalb ausser vor, wegen der Autoindustrie, die sich einen ***** um dieses Thema interessiert.
Interessiert haben sie sich schon immer für das Thema.
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Re: ElektroWende ist nicht mehr aufzuhalten-außer in Deutsch

Beitragvon 150kW » Mo 27. Feb 2017, 08:57

Ralfi hat geschrieben:
Wer wach ist, kauft dann eben ZOE, Leaf, Tesla o.Ä..
Sollen die deutschen Autofirmen auf ihren Verbrennern verenden!!!!!!!!!!!!!
BWM i3 ist im Januar auf Platz zwei in Europa ;)
http://ev-sales.blogspot.de/2017/02/eur ... -2017.html
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Re: ElektroWende ist nicht mehr aufzuhalten-außer in Deutsch

Beitragvon juliusb » Mo 27. Feb 2017, 22:37

150kW hat geschrieben:
Alex1 hat geschrieben:
Wohin soll unser Geld lieber fließen: Zum heimischen Solarteur oder zur Opec?
Den Solarmarkt beherrschen längst chinesische Solarmodule.

In diesem Thread wird sich darüber beschwert, daß der "gemeine deutsche Verbrenner-User" EVs - falls überhaupt - nur oberflächlich, realitätsverzerrend und garniert mit Stammtisch-Weisheiten betrachtet. Wenn man nun etwas mehr Offenheit, Flexibilität und Recherche-Qualität von dieser Klientel erwartet, müssten dann die Forums- und EV-User nicht bei anderen mindestens ebenso wichtigen Themen wie der PV mit gutem Vorbild voran gehen?

Die Aussage, unseren Markt würden chinesische Module beherrschen, entbehrt jeglicher Grundlage. Aufgrund der vor einiger Zeit eingeführten EU-Strafzölle werden um Faktoren weniger China-Module bei uns verkauft. Es ist mein täglich Brot, meinen Kunden zu helfen, PV-Anlagen & Co. umzusetzen, und kein einziger (!) meiner Kunden hat in den letzten Jahren ein China-Modul gekauft, es waren ausnahmslos europäische oder japanische/koreanische. Da musste ich nichtmal viel nachhelfen, diese Selektion nach Herkunftsland kam meistens ganz von allein.

Beim Bau von großen Solarparks mag das etwas anders sein als beim Privatkunden bzw. im Vergleich relativ kleinen Anlagen auf Wohngebäuden. Aber die großen PV-Parks sind bei uns in Österreich ja auch viel seltener als in der BRD, wo man vor ein paar Jahren noch auf Kosten der Privathaushalte (EEG) zweistellige Renditen mit solchen Großanlagen machen konnte. Da gings ja auch nicht primär um die beste Nachhaltigkeit, sondern um maximalen ROI. Da waren die billigeren China-Module dann doch wieder gern gesehen. Der aktuelle Markt wird jedoch großteils von Kleinanlagen angetrieben, da hat sich vieles geändert in letzter Zeit (Eigenverbrauch im Fokus anstatt Überschusseinspeisung, usw.)

Es stimmt schon, auch europäische PV-Modulhersteller verwenden z.T. chinesische Komponenten, wie z.B. PV-Zellen. Aber dennoch wird ein guter Teil der Wertschöpfung hier erbracht, und es gibt auch genügend deutsche/europäische Modulhersteller, welche die Zellen auch hier fertigen.

Und selbst wenn man sich das Dach mit den ach-so-bösen China-Modulen zupflastern würde, ist der hier damit produzierte Sonnenstrom immer noch lärm- und emissionsfrei, er ersetzt gesundheitsschädlichen und gefährlichen Kohle- und Atomstrom, und es werden um ihn keine Kriege geführt, Menschen getötet, ganze Regionen verwüstet und Meere vergiftet, wie es für die Öl- und Gasförderung ganz normales und offenbar noch immer von vielen akzeptiertes business-as-usual darstellt.

Allzeit gute Fahrt wünscht

Julius
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Re: ElektroWende ist nicht mehr aufzuhalten-außer in Deutsch

Beitragvon Alex1 » Mo 27. Feb 2017, 23:27

@Julius: Wie wahr!

+++Of-Topic+++
Du kennst den alten Klapphornvers:

Zwei Knaben baben sich ´nen Kuss,
Der Eine, der hieß Julius,
Der Andre, der hieß Gretchen,
Ich glaub, das war ein Mädchen.
:back to topic: :lol:
Herzliche Grüße
Alex
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Re: ElektroWende ist nicht mehr aufzuhalten-außer in Deutsch

Beitragvon 150kW » Di 28. Feb 2017, 08:37

juliusb hat geschrieben:
Die Aussage, unseren Markt würden chinesische Module beherrschen, entbehrt jeglicher Grundlage. Aufgrund der vor einiger Zeit eingeführten EU-Strafzölle werden um Faktoren weniger China-Module bei uns verkauft
Hättest du da aktuelle Statistiken? Ich konnte leider keine finden.

juliusb hat geschrieben:
Und selbst wenn man sich das Dach mit den ach-so-bösen China-Modulen zupflastern würde, ist der hier damit produzierte Sonnenstrom immer noch lärm- und emissionsfrei, er ersetzt gesundheitsschädlichen und gefährlichen Kohle- und Atomstrom, und es werden um ihn keine Kriege geführt, Menschen getötet, ganze Regionen verwüstet und Meere vergiftet, wie es für die Öl- und Gasförderung ganz normales und offenbar noch immer von vielen akzeptiertes business-as-usual darstellt.
Es ging bei dem Vergleich um die Unterstützung von politischen Systemen.

In dem Zusammenhang interessant:
"Seit Jahresbeginn tobt an den Finanzmärkten ein Dreikampf um ein Metall, das als Schlüssel für so ziemlich alle modernen Technologien gilt: Kobalt. Peking, Donald Trump und die gesamte Elektroautobranche rittern um das knappe Nebenprodukt der Kupfer-, Gold- und Nickelerzeugung. "
[...]
Erstens kommen 60 Prozent der gesamten Produktion aus dem afrikanischen Kongo, wo das Material unter menschenverachtenden Bedingungen gefördert wird. Die internationale Kritik am sogenannten Blutkobalt wird zusehends lauter, ..."

http://diepresse.com/home/wirtschaft/ec ... -Elon-Musk
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Re: ElektroWende ist nicht mehr aufzuhalten-außer in Deutsch

Beitragvon AndiH » Di 28. Feb 2017, 10:43

Jetzt weiß man auch warum die Akku Verwerter mit den Hufen scharren, das Lithium interessiert keinen...

Das ist das schöne am E-Auto im Vergleich zum Smartphone oder anderen Akku Geräten, der Akku ist relativ groß und sauber trennbar von Glas, Elektronik, Metall und Kunststoff...

http://www.zeit.de/mobilitaet/2015-08/e ... -recycling

http://www.deutschlandfunk.de/recycling ... _id=341633

Nur die ausgelutschten Akkus fehlen noch, das lässt wohl auf eine lange Haltbarkeit hoffen.

Gruß

Andi
Seit 02/2016 über 1.200 Liter Diesel NICHT verbrannt...
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Re: ElektroWende ist nicht mehr aufzuhalten-außer in Deutsch

Beitragvon Alex1 » Di 28. Feb 2017, 11:42

AndiH hat geschrieben:
Nur die ausgelutschten Akkus fehlen noch, das lässt wohl auf eine lange Haltbarkeit hoffen.

Gruß

Andi
...und dann kommt noch das Second Life... :mrgreen:
Herzliche Grüße
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Re: ElektroWende ist nicht mehr aufzuhalten-außer in Deutsch

Beitragvon mcspar » Di 28. Feb 2017, 12:09

"In the manufacturers ranking, BMW started where it left off last year, in the leadership, with 21% share, followed by Renault (15%) in Second Place and Volkswagen (12%) in Third. A surprise follows in Fourth Place, with Mercedes showing up just below the podium, with 10% share." Das gilt für Europa.

Und auch das hier:

"Some 2.715 plug-in passenger cars were registered last month in Germany, up 90% YoY, with the EV Share starting the year at a record 1.12%"

Damit haben wir die USA beim Marktanteil überholt und das obwohl die USA deutlich höhere Förderungen zahlen als unsere läppischen 2000€.
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Re: ElektroWende ist nicht mehr aufzuhalten-außer in Deutsch

Beitragvon Fredde » Fr 3. Mär 2017, 09:03

RaikundNici hat geschrieben:

Gerade als (angehender) PV-Anlagenbetreiber bekommt man den Widersinn des Ganzen EEG-Konstruktes recht hautnah mit:

Wir als 6 köpfige Familie mit WP-Heizung und (bald 2) E-Auto(s), geographisch bedingt keine optimale Ertragsaussichten brauchen eine PV größer 10 kWp wenn wir unseren Strom selbst produzieren möchten. Ich frage mich, wer zur Hölle diese Grenze starr festgelegt hat?! Warum gibt es keine Flexibilität? Als Großfamilie wird man da konkret benachteiligt. Genauso habe ich gerade gelesen, dass auch bei einem Speicher größer 10 kWp dann EEG-Umlage fällig wird. Meldepflichten, Messkonzepte, Strafzahlungen...Echt dufte...Prost, Mahlzeit!!! Da vergeht es Otoonormalverbraucher doch gleich. Und DAS ist wohl auch durchaus so gewollt. :evil:


Das ist wahr und betrifft mich auch. Du kannst aber ein Jahr später eine weitere PV-Anlage bauen, die als eigenständige Anlage gezählt wird. Somit bleibst du unter den 10 kWp. Ist zwar technischer Unsinn, aber genau so werde ich es machen: Letztes Jahr 10 kWp und dieses Jahr noch mal 5 kWp.
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