Elektroautos rechnen sich wirklich, aber nur für Vielfahrer

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Re: Elektroautos rechnen sich wirklich, aber nur für Vielfah

Beitragvon eNico » Mi 26. Sep 2018, 12:57

Ein Spritpreis um 5.- pro Liter wäre spitze. Ich wäre dank Heizöl wohl auch stark betroffen - hätte aber dann wenigstens endlich ein Argument für die Miteigentümer, endlich auf andere Energieformen zu setzen. Ich wär sofort dabei.
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Re: Elektroautos rechnen sich wirklich, aber nur für Vielfah

Beitragvon c2j2 » Mi 26. Sep 2018, 12:57

Komisch, ich finde einen Preis unsozial, der jedem ermöglicht, Auto zu fahren und die Umwelt aller unnötig zu schädigen.

Insbesondere, unnötig viel zu verbrauchen von nicht wiederherstellbaren Gütern,die in dem Prozess auch noch schädlich sind. Bei 3-Liter-Autos, sparsam verwendet, können wir noch diskutieren.

Auch eine Interpretation von "unsozial".

Jaja, mein Idealismus.
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Re: Elektroautos rechnen sich wirklich, aber nur für Vielfah

Beitragvon HW120 » Mi 26. Sep 2018, 13:35

Wenn wir ganze Branchen und Arbeitnehmergruppen lahmlegen ist das natürlich auch eine Form von Umweltschutz. Ich glaube aber nicht, dass dies zum sozialen Frieden in diesem Land beiträgt. Dann ist AFD nicht mehr nur die zweitstärkste Kraft in den Umfragen. Ein schauriges Land wäre das dann, in dem ich nicht mehr leben wollte.

Unser Lebensstil und Standard ist so wie er ist sehr gut, trägt dazu bei, dass sich nicht alle an die Gurgel gehen und dass wir den so umweltfreundlich wie möglich gestalten müssen ist klar, aber dazu brauchen wir auch die Alternativen. Alleine wenn ich an den Schwerlastfernverkehr denke gibt es elektrisch bislang nur Versuche.
Elektrisch funktioniert es in vielen anderen Bereichen aber immer besser, dies zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, aber wir brauchen Geduld. Was aus meiner Sicht kein Problem darstellt, da die alte Technik bis zur Ablösung zur Verfügung steht.
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Re: Elektroautos rechnen sich wirklich, aber nur für Vielfah

Beitragvon c2j2 » Mi 26. Sep 2018, 13:45

Ja, das ganze ist mehr ein Traum.

Und es sagt auch keiner, dass es von heute auf morgen zu realisieren ist.

Was ich aber nicht mehr hören möchte, ist die Gefährdung von Arbeitsplätzen. Ich glaube dass die neue Alternative wesentlich mehr Arbeitsplätze benötigt als die alte.
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Re: Elektroautos rechnen sich wirklich, aber nur für Vielfah

Beitragvon Fire » Mi 26. Sep 2018, 13:47

Was man bei Langzeitbetrachtungen ev. auch noch sehen muss ist dass es durchaus sein kann dass gewisse Vergünstigungen in Zukunft wegfallen.
Im Moment ist die Elektromobilität noch in der Anlaufphase und wird so gut wie möglich gefördert, sobald ein ausreichender Teil der Mineralölsteuer wegbricht wird aber vermutlich ein Ersatz dafür kommen, sei es über eine Maut, höhere KFZ-Steuern oder einfach generell höhere Strompreise.

In der Schweiz ist das schon in Diskussion. Da geht es aktuell in Richtung eines fixen Betrages pro Jahr der etwas tiefer als die Mineralölsteuer bei durchschnittlicher Fahrleistung beträgt. Die Rede war nach meinem aktuellen Stand von etwa 400-500.-

Ich denke 5-10 Jahre wird das zwar noch dauern bei einer Vollkostenrechnung über 10 Jahre könnte es aber am Rande relevant sein.
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Re: Elektroautos rechnen sich wirklich, aber nur für Vielfah

Beitragvon eNico » Mi 26. Sep 2018, 13:48

Gerade wenn ich an den Schwerlastverkehr denke, wünschte ich mir höhere Spritpreise.
Güter werden quer über Kontinente gefahren, nur um Subventionen und Lohnunterschiede in verschiedenen Bereichen auszunutzen.
Teurerer Sprit würde in der Folge weniger "billige" Globalisierung und weniger unnötige Verschwendung bedeuten. Gleichzeitig wäre der Wechsel auf die Erneuerbaren und Investitionen in Erhaltung und Effizienzsteigerung von Gebäuden und Maschinen indirekt belohnt.

Hier in der Fußgängerzone in der ich arbeite steht der Hummer H3 eines Anwohners mit dem Aufkleber "Hummer, like nothing else". Manchmal hätte ich Lust nach dem Komma noch ein "stupid" dazuzukritzeln. :evil:
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Re: Elektroautos rechnen sich wirklich, aber nur für Vielfah

Beitragvon HW120 » Mi 26. Sep 2018, 14:46

Ich kann erst eine Technik als Standard setzen wenn die alte Technik tatsächlich abgelöst werden kann. Natürlich kann ich mir was wünschen, aber es bleibt beim Wunsch. Die Technik kann es noch nicht.

Dass Güter eigentlich auf die Schiene und nicht auf Autobahn gehören wäre mein Wunsch, nur weis ich, dass die Bahn dermaßen unzuverlässig ist und wenn noch mehr Güterzüge fahren wird der ICE noch öfter aufgehalten. Daher kann man das getrost vergessen, zumal ein Spediteur teilweise hohe Vertragsstrafen zahlen muß wenn er verspätet liefert.
Da verlässt sich keiner auf die Deutsche Bahn.

Hinzu kommt der Anspruch, dass der Amazonkunde sein Paket schnell haben will und die LKW rollende Lager sind die Just-in-Time ans Fließband liefern müssen.
Das wird sich so schnell nicht ändern schon gar nicht ohne Schaden.

Daher, wir müssen den Austausch der Antriebstechnik abwarten, dann kann man über höhere Spritpreise diskutieren. Die Alternative muß da sein, sonst lohnt sich Fracking um den steigenden Ölpreisen entgegenzuwirken. Und wenn es über eine Steuer läuft würgen wir nur unsere Wirtschaft ab, weil Steuern Ländersache sind, andere Länder anders entscheiden können und werden.
Ein Beispiel dazu, In vielen Ländern in Europa gibt es dieses Dieselbashing wie in Deutschland nicht, dass die Kritik am Diesel seine Berechtigung hat will ich damit nicht bestreiten, aber ich bin dafür es mit Augenmaß zu betreiben. Es bringt nichts wenn ganze Branchen gefährdet werden. Die Betriebe wandern im günstigsten Fall ab und produzieren in anderen Ländern eben weiter. Das wissen auch die Politiker.


Nur Geduld, die Umwelt wird immer sauberer, da mache ich mir gar keine Sorgen.
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Re: Elektroautos rechnen sich wirklich, aber nur für Vielfah

Beitragvon c2j2 » Mi 26. Sep 2018, 14:57

Das ist ein etwa wie der Kapitän, der hofft, dass der Eisberg schnell genug schmilzt, auf den er zufährt, weil beim Ausweichmanöver Passagiere zu Schaden kommen könnten. Wir können eh nicht mehr ausweichen, allenfalls den Schaden versuchen zu begrenzen.

Über einen Preis von 5 € braucht man nicht diskutieren, die Politik schreibt das bestimmt nicht vor, wenn man das realistisch sieht. Nur Kriege und Knappheit, beides Katastrophen für Mensch und Umwelt, können das bewirken.

Aber wem sage ich das <seufz>.
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Re: Elektroautos rechnen sich wirklich, aber nur für Vielfah

Beitragvon HW120 » Mi 26. Sep 2018, 15:16

Es ist eher so, dass ein weiser Käpt`n am Ruder steht, der weis wie er eine Revolte auf dem Schiff verhindert. Wenn Du den Spritpreis so hoch setzt, dass sich am Ende nur noch Reiche den Individualverkehr leisten können wirst Du schlimmere Demos als in Chemnitz erleben, die Populisten feiern das dann.

Natürlich muß man die Umwelt schützen, aber es bringt nichts dies auf Biegen und Brechen durchzuziehen, das mußten die Grünen schon schmerzlich erfahren. Nicht umsonst hängt denen immer noch der Nimbus der Verbotspartei an. Was noch recht harmlos ist.

Anders sieht es aus wenn die Elektroautos tatsächlich so weit sind, dass die Verbrenner weitgehend komplett abgelöst werden können. Darauf läuft es ohnehin raus, warte noch 10 - 15 Jahre. Sobald die Alternative da ist und bezahlbar kann ich das über Steuern entsprechend lenken. Es jetzt zu machen würde nur bedeuten Schaden anzurichten, was gleichbedeutend wäre auf den Eisberg mit Vollgas zuzusteuern, um bei Deinem Beispiel zu bleiben.
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CNG / Hybrid

Beitragvon motion » Mi 26. Sep 2018, 19:24

Für Vielfahrer (Überland, Autobahn) rechnet sich vor allem CNG! Kostenmäßig gibt es derzeit nichts besseres.
Die CNG-Autos mit 400-500km reichweite kosten im Premiumbereich die Hälfte von Elektroautos.
Auch von den Kraftstoffkosten hat Strom derzeit keinen Vorteil gegenüber CNG:

Und im Stadtverkehr hingegen rechnen sich vor allem Voll-Hybride.

Ihr wisst doch selbst, was die Autos mit einer ordentlicher Reichweite kosten!
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