Elektroautos als Teil der Energiewende

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Elektroautos als Teil der Energiewende

Beitragvon PowerTower » Mo 2. Nov 2015, 16:55

Es gibt doch noch tausend andere Gründe um ein Elektroauto zu kaufen oder eben nicht.

Hat Otto Normal beim Autokauf jemals auf die Umweltbilanz geachtet?
- "Der da sieht schick aus, nehm ich!"
- "Der da ist günstig im Unterhalt, nehm ich!"
- "Der da hat tolle Fahrleistungen, nehm ich!"

Jemand der Wert auf eine gute Umweltbilanz legt und das auch konsequent durchzieht, wird ein Autohaus zu keinem Zeitpunkt von innen sehen. Über die Vernunftsschiene kommt E-Mobilität nicht zur Masse, zumindest nicht in D. Es klappt nur über den Geldbeutel oder über Emotionen. Ersteres klappt immer besser und letzteres haben wir schon. Wenn man aber immer nur das Model S als Maßstab nimmt kommt die falsche Botschaft an. Dann erfährt Otto Normal nämlich nicht, dass es auch neue Elektroautos für 20.000 Euro gibt, die diesen "will haben" Faktor auslösen und zudem alltagstauglich sind.
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Re: "Der Tesla-Trugschluss" - Hetzt im Tagesanzeiger

Beitragvon Spüli » Mo 2. Nov 2015, 17:03

PowerTower hat geschrieben:
Es gibt doch noch tausend andere Gründe um ein Elektroauto zu kaufen oder eben nicht.


Einem Kollegen sind hier binnen kurzer Zeit zwei Verbrenner um die Ohren geknallt.
Beim ersten Wagen war es im Frühjahr mit langer Ansage wohl der Turbolader. Der Wagen wurde durch einen Diesel ersetzt. Jetzt war dann auch der Zweitwagen mit der ZKD fällig. Er hat nun keinen Bock mehr auf den Trödel mit der Verbrennertechnik und hat einen Kia-Vorführer gekauft.

Die Themen Umwelt, Kosten oder Verbrauch sind also nicht immer an erster Stelle. Es kann auch die Unzufriedenheit an ganz anderer Stelle sein.

Es gibt aber auch Hardliner. Einer Bekannten ist jetzt schon das dritte Mal ein Motor im Golf um die Ohren geflogen. Was wurde jetzt angeschafft? Richtig, ein Golf. :roll:
Gruß Ingo
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Re: "Der Tesla-Trugschluss" - Hetzt im Tagesanzeiger

Beitragvon spark-ed » Mo 2. Nov 2015, 17:31

Spüli hat geschrieben:
Es gibt aber auch Hardliner. Einer Bekannten ist jetzt schon das dritte Mal ein Motor im Golf um die Ohren geflogen. Was wurde jetzt angeschafft? Richtig, ein Golf. :roll:

Bei manchen Autofahrern scheint blinder Markenpatriotismus kombiniert mit Marketingparolen ("Das Auto") den gesunden Menschenverstand auszuschalten. :?
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Re: "Der Tesla-Trugschluss" - Hetzt im Tagesanzeiger

Beitragvon Alex1 » Mo 2. Nov 2015, 18:03

Mein Vadda hat schon Golf gekauft, mein Großvadda auch... :lol:
Herzliche Grüße
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Re: "Der Tesla-Trugschluss" - Hetzt im Tagesanzeiger

Beitragvon André » Mo 2. Nov 2015, 18:51

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Re: "Der Tesla-Trugschluss" - Hetzt im Tagesanzeiger

Beitragvon volker » Mo 2. Nov 2015, 22:41

Albert Einstein hat geschrieben:
Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.

;)
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Re: "Der Tesla-Trugschluss" - Hetzt im Tagesanzeiger

Beitragvon Toumal » Di 3. Nov 2015, 09:22

AQQU hat geschrieben:
Ohne Elektroauto gibt es keine Energiewende. Allen Einwänden zum Trotz: Stromgetriebene Fahrzeuge sind die umweltfreundlichste Form der Mobilität. Der Tesla ist bloss ein schlechtes Beispiel.

Tagesanzeiger, 02.11.2015, 19:24 Uhr


Ah, der "Elektroautos als Netzentlastung"-Vektor. Nur schade dass ich absolut gar keinen Grund sehe, einem riesigen Energieversorger der sowieso schon Steuergelder geschenkt bekommt und nach Kraeften jegliche heterogenisierung des Netzes zu Verhindern versucht, auch noch mit meiner Investition in ein Elektroauto zu Unterstuetzen. Ich zahle eh schon fuer meinen Strom, da muss ich dem nicht auch noch Infrastruktur unter Verlust zur Verfuegung stellen.
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Re: "Der Tesla-Trugschluss" - Hetzt im Tagesanzeiger

Beitragvon tom » Di 3. Nov 2015, 09:29

Ich finde auch das Argument mit dem E-Auto-Akku als Netzentlastung könnte man langsam einstampfen. Die E-Autos sind bereits derzeit mit dem EU Strommix umweltfreundlicher unterwegs als Verbrenner. Mit eine Mix wie in der Schweiz sowieso um Faktoren. Wen das nicht interessiert den dürfte vielleicht interessieren, dass die Abhängigkeit von Öl-Potentaten reduziert wird. Vielleicht auch nicht gerade die übelste Eigenschaft der Elektromobilität...

Man kann am E-Auto und den Prozessen deren Herstellung und Betrieb sicher vieles zurecht bemängeln. Und auch diese Mobilität ist weit davon entfernt Klima- und vor allem Resourcenneutral zu sein. Aber im Vergleich zur Fossilen Mobilität sind es eben bereits heute Welten!
Wer wegen den zugegebenermassen vorhandenen Schwachstellen weiter beim Verbrenner bleibt, macht entweder einen schweren Logikfehler oder hat gar kein Interesse daran die Situation zu verbessern.

Gruss Thomas
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Re: "Der Tesla-Trugschluss" - Hetzt im Tagesanzeiger

Beitragvon Alex1 » Di 3. Nov 2015, 20:16

@Toumal, tom: Die Netzentlastung ist doch eine win-win-Situation! Die Überschrift über Allem sind doch "intelligente Zähler" oder "smart Grid". Das ist dann die schlaue Version des Nachtstroms.

Will heißen, ich lade mein Auto dann, wenn es besonders viel Wind/Sonne gibt. Wenn also der Strom besonders billig ist.

Nur ob eine Rückspeisung aus aktiven AutoAkkus sinnvoll ist, mag bezweifelt werden. Dazu sind sie schlicht zu teuer. Wenn sie mal ausgelutscht sind, dann schon ("second life").
Herzliche Grüße
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Re: "Der Tesla-Trugschluss" - Hetzt im Tagesanzeiger

Beitragvon spark-ed » Di 3. Nov 2015, 20:33

Alex1 hat geschrieben:
Die Netzentlastung ist doch eine win-win-Situation! Die Überschrift über Allem sind doch "intelligente Zähler" oder "smart Grid". Das ist dann die schlaue Version des Nachtstroms.

Will heißen, ich lade mein Auto dann, wenn es besonders viel Wind/Sonne gibt. Wenn also der Strom besonders billig ist.

Ein itelligentes Netz sehe ich aktuell als die einzige Möglichkeit die Energiewende deutlich voranzubringen. Nur welcher Anbieter hätte unter den derzeitigen Rahmenbedingungen das Potential und das wirtschaftliche Interesse daran?

Alex1 hat geschrieben:
Nur ob eine Rückspeisung aus aktiven AutoAkkus sinnvoll ist, mag bezweifelt werden. Dazu sind sie schlicht zu teuer. Wenn sie mal ausgelutscht sind, dann schon ("second life").

Intakte (hochleistungsfähige) Fahrzeugakkus künstlich herunteraltern nur um einige kWh im Netzt hin- und herzuschubsen ist definitiv nicht sinnvoll. Restkapazitätsnutzung von 80% bis end of life über viele 1000 Zyklen schon eher.

Da wird es Zeit, daß jemand ein Universalmodul für PKW-Traktionsakkus entwickelt (Multivoltage DC Eingang und BMS Schnittstelle für alle verfügbaren Fahrzeugakkus). Der Markt dafür entsteht aber erst in gut 5 Jahren wenn die ersten Drillinge etc. den Weg alles irdischen gehen.

Edit:
OT Falle hat wieder zugeschlagen. Schon wieder völlig neben dem eigentlichen Thema :?
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