Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon e-lectrified » Mo 5. Jan 2015, 00:24

Ich klinke mich da jetzt auch mal ein (oh nein, der schon wieder ;-) ) :

1. Auch ich tanke überwiegend kostenlos Strom und fahre mit meinem Leaf am Tag 60 km zur Arbeit und zurück.
2. Meine Bahnverbindung sähe so aus, dass ich mit der schnellsten Verbindung 1:19 h bräuchte und mit der langsamsten 1:35 h und das ohne potentielle Verspätungen.
3. Mit dem Leaf schaffe ich das je nach Tag in 25-45 min. (mit dieser Spanne sind sogar die meisten Staus abgedeckt, weil ich per Google Maps auch immer recht schnell abschätzen kann, was auf der Autobahn geht oder nicht) - und ich rase keinesfalls!

Ergo, ist meine Fahrt mit dem Auto alternativlos. Liegt übrigens an der Verbindung, da in Pforzheim, wo ich arbeite, nur Busse fahren und die brauchen Zeit... also, selbst, wenn die Öffentlichen günstiger wären, was sie beim Szenario kostenlos laden nicht sind, wäre es mir die DIfferenz wert, auch etwas draufzuzahlen. De facto werde ich noch gewinnen, da ich das ja als Werbungskosten geltend machen kann (klar, sind das nur 0,30 Euro pro Kilometer, aber ich bin mir sicher, dass die tatsächlichen Kosten weit darunter liegen).

Jetzt zur allgemeinen Akzeptanz des Zugs:

a) Ich glaube, es kommt darauf an, mit wem man sich unterhält. Man liest und hört sehr oft, dass die jüngere Generation nicht mehr so stark an Besitz gebunden ist und andere Werte in den Vordergrund stellt.
b) Carsharing ist auf dem Vormarsch und vereinnahmt schon viele von diesen jungen Menschen, die auf ein eigenes Auto verzichten können.
c) Und ich denke auch, dass relativ bald viele junge Menschen auch ganz auf ein eigenes Auto verzichten und ihre Strecken überwiegend öffentlich erledigen werden. Ich denke, dass zum Durchbruch vielleicht noch ein Mosaikstein fehlt: es fehlen noch Carsharing-Dienste, bei denen es egal ist, wo du dein Auto abstellst (ich weiß, dass es das auch schon gibt!). Das macht viele Dinge praktischer und du musst nicht extra für die Rückfahrt zur Station zahlen, wenn diese vielleicht gar nicht nötig wäre.
d) So wird dann in Zukunft die Pendelfahrt für manche dann in etwa so aussehen können: Mit dem Fahrrad 2 km zur Straßenbahn, mit der Straßenbahn zum Bahnhof und in den Zug, mit dem Zug zum Zielort, am Bahnhof ein Fahrzeug vom Carsharing geliehen. Abstellen an der Dienststelle - nicht weiter dafür zahlen müssen. Am Ende des Arbeitstags: Glück gehabt, das Auto wurde nicht bewegt, wieder einsteigen, zum Bahnhof fahren, dort abstellen und das gleiche Procedere zurück. Klingt kompliziert, wird aber einige gar nicht mal so viel mehr Zeit kosten als die direkte Autofahrt.

Vielleicht gibt es in Deutschland auch mal so was wie Hyperloop für die weiteren Strecken, wobei die wohl unbestritten besser öffentlich zu bewältigen sind, vielmehr ist es schwierig bei den Kurz- bis Mittelstrecken ab 20 km einfach. Würde auch cooler klingen, wenn man den Kollegen auf die Frage, wie man gekommen sei antwortet: "Du, ich bin heute Hyperloop gefahren" ;-) .
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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon Zoelibat » Mo 5. Jan 2015, 00:33

DeJay58 hat geschrieben:
Sicher ist es viel Geld, aber ein Auto kostet ungefähr dasselbe auf der Strecke, eher mehr. Jedenfalls ein Verbrenner.


Mag womöglich auch so sein (wenn man allein fährt mit dem Auto), hab es nicht nachgerechnet. Hängt ja von mehreren Faktoren ab.
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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon Berndte » Mo 5. Jan 2015, 08:30

Ich hatte ja auch schon unseren Besuch bei meiner Schwester geplant.
Ladestationen rausgesucht und so weiter.
Aber eigentlich ist die Bahn doch um längen bequemer.

Also werden wir 7km zur Bahnhof in Achim (bei Bremen) fahren, dort das Auto abstellen und dann 350km mit dem Zug nach Machern (bei Leipzig), hier wohnt meine Schwester ca. 500m vom Bahnhof entfernt.

Das ganze kostet uns dann mit 2 Personen und 1 kostenfreies Kind Hin und Zurück knapp 100,- für die zweite Klasse.
Kommen evtl. noch Upgrade auf erste Klasse und Kinder-Abteilreservierung dazu.
Letzte Fahrt war sehr entspannend, Sohnemann hatte das Spielabteil und faktisch den ganzen Zug zum erkunden.
Fahrdauer ist ca. 6h ... davon 1h Umsteigezeit in Hannover, dass passt sehr gut... bei der Hinfahrt essen wir hier Frühstück und beim Rückweg Abendessen.
Mit dem Auto (auch mit dem Verbrenner) ist das weder günstiger, noch schneller!

Gruß Bernd
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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon MarkusD » Mo 5. Jan 2015, 09:22

Alex1 hat geschrieben:
Ach, irgendwo hast Du von kostenlosem Strom geschrieben. Soso. Du entschuldigst, dass ich das nicht ausgiebig recherchiert hatte :roll: Mit kostenlosem Strom ist die Rechnung ja nun völlig hinfällig, nicht wahr?
...
Mein Arbeitsweg beträgt 20km einfach. Das mit den Stromkosten habe ich dargelegt ... wie ich bereits schrieb, manche haben hier ein Problem beim Lesen-Verstehen.
Desweiteren hast du mir noch keine Begründung geliefert, warum ich etwa den 10fachen Preis bei deutlich weniger Komfort bezahlen soll.
Ansonsten lohnt es sich nicht, weiter auf dein Dummgeschwätz einzugehen. Der Duktus ist ja sehr aufschlussreich.
MarkusD
 

Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon e-lectrified » Mo 5. Jan 2015, 09:45

MarkusD hat geschrieben:
Ansonsten lohnt es sich nicht, weiter auf dein Dummgeschwätz einzugehen. Der Duktus ist ja sehr aufschlussreich.


Frei nach Pispers und unserer Kanzlerin:
Für dieses Problem müssen wir eine gemeinsame Lösung finden, denn das ist nicht mein Duktus.

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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon Kim » Mo 5. Jan 2015, 10:31

Was ich von diesem Thread gelernt habe ist, dass es Nutzerprofile gibt bei denen die Bahn (oder ÖV allgemein) klar gegen das Elektroauto gewinnen würde, und dass es Nutzerprofile gibt, bei denen der ÖV ganz klar die ungünstigere Alternative darstellt.
Hoffe doch, wenigstens in dieser Aussage sind sich alle einig.

Wer zu welcher Fraktion gehört muss jeder für sich herausfinden, ermitteln, berechnen, abwägen.

Für mich persönlich stellt es sich sogar noch extremer als für MarkusD dar (ja, auch für mich ist der Strom beim Arbeitgeber kostenlos, wogegen keiner irgendwelche Zuschüsse für Sprit oder ÖV bekommt!).

Meine Gegenüberstellung:
Zug+ÖV = min. 1.30' bei umgerechnet EUR 13 (pro Arbeitstag also 3 Std und EUR 26, bzw. EUR 13 mit Halbtaxermässigung)
E-Auto = 25 Minuten pro Weg, Strom kostenlos

Der ÖV böte in meinem Fall nicht einmal eine geringste Erholungszeit, da neben einem 10 Minuten Fussweg, zweimal Umsteigen pro Weg anfielen.

ABER:
Was ich von diesem Thread gelernt habe ist, dass es Nutzerprofile gibt bei denen die Bahn (oder ÖV allgemein) klar gegen das Elektroauto gewinnen würde, und dass es Nutzerprofile gibt, bei denen der ÖV ganz klar die ungünstigere Alternative ist.
Hoffe doch, wenigstens in dieser Aussage sind sich alle einig. ;)
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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon Zoelibat » Mo 5. Jan 2015, 11:48

Ich würde vorschlagen, sich zumindest mit dem Zug als Alternative zum Auto zu beschäftigen. Nicht von vornherein bei einer Reise z.B. nur die Autobahnrouten durchzusehen, sondern auch die Bahnverbindungen.

Denn eventuell geht es mit Bahn günstiger, entspannter und schneller. Man sollte für Alternativen der Mobilität offen bleiben, ebenso für die Meinungen anderer.
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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon Kim » Mo 5. Jan 2015, 13:02

Flugzeug nicht vergessen.
Ist gerade auf Strecken >500km meisst eine überraschend günstige Alternative. ;)
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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon Elektrolurch » Mo 5. Jan 2015, 14:20

Kim hat geschrieben:
Flugzeug nicht vergessen.
Ist gerade auf Strecken >500km meisst eine überraschend günstige Alternative. ;)

:shock: Aber nur, wenn man den Umwelt-Impact des Flugs komplett ausblendet.
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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon Zoelibat » Mo 5. Jan 2015, 14:34

Kim hat geschrieben:
Flugzeug nicht vergessen.
Ist gerade auf Strecken >500km meisst eine überraschend günstige Alternative. ;)


Günstig vielleicht schon, aber sicher die umweltschädlichste Variante. :evil:
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