Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon Alex1 » Fr 2. Jan 2015, 23:00

Und nochmal gegen das Vergessen:

Die Bahn (und die anderen öffentlichen Verkehrsmittel) hat einen gesellschaftlichen Auftrag, nämlich Menschen zu transportieren, die sich ein Auto nicht leisten können/wollen oder die nicht (mehr) Auto fahren können/dürfen.

Insofern ist es schlichtweg unehrlich, eine gesellschaftlich notwendige Dienstleistung rein betriebswirtschaftlich zu sehen. Aber in Zeiten des Neoliberalismus ist sowas ja en vogue.

Insofern MUSS ich davon ausgehen, dass der Zug auch gefahren wäre, wenn ich nicht drin gesessen hätte. Das Auto nicht.
Herzliche Grüße
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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon MarkusD » Sa 3. Jan 2015, 09:19

Meine Werte, mit denen ich gerechnet habe, sind gemessen ab "Akku", wenn man so will.
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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon Kim » Sa 3. Jan 2015, 12:29

Alex1 hat geschrieben:
Die Bahn (und die anderen öffentlichen Verkehrsmittel) hat einen gesellschaftlichen Auftrag, nämlich Menschen zu transportieren, die sich ein Auto nicht leisten können/wollen oder die nicht (mehr) Auto fahren können/dürfen.

Bzw.: Wer viel mit der Bahn fährt, kann sich eh kein Auto mehr leisten...
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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon Alex1 » Sa 3. Jan 2015, 12:57

Kim hat geschrieben:
Bzw.: Wer viel mit der Bahn fährt, kann sich eh kein Auto mehr leisten...

Ungedreht: Wer sich ein Auto leisten kann, könnte alleine von den Fixkosten her erste Klasse reisen. Da lügen sich viele Autobesitzer in die eigene Tasche.

Der ADAC (und der muss es ja wissen... :roll: ) hat ja für die Zoe mehr als 43 ct/km ausgerechnet. Dafür kannst Du wirklich Alles komplett per Bahn fahren. Tip: Es gibt da sowas wie eine BahnCard, für weniger als eine Metalliclackierung oder einen Satz Reifen kannst Du da das ganze Jahr zum halben Preis fahren...

Wenn schon Rechnungen hinbiegen, dann richtig!
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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon imievberlin » Sa 3. Jan 2015, 13:40

Kim hat geschrieben:
Bzw.: Wer viel mit der Bahn fährt, kann sich eh kein Auto mehr leisten...


Kommt nicht hin.
Ich fahre seit April 2013 fast jedes 2. WE mit dem ICE Berlin-Marburg-Berlin . Ich habe mir im Januar 2014 einen 2. Wagen zugelegt und bin trotzdem noch solvent.
Wie schon erwähnt wurde gibt es noch div. sparmöglichkeiten für die Bahn. Ich habe die BC25 und Buche immer Spartickets . Für die kommende Fahrt zahle ich 53,50euro inkl. Sitzplatz hin und zurück. Das schaff ich mit meinem Diesel bei gesamt 1100km nicht.
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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon Alex1 » Sa 3. Jan 2015, 14:18

imievberlin hat geschrieben:
Kim hat geschrieben:
Bzw.: Wer viel mit der Bahn fährt, kann sich eh kein Auto mehr leisten...


Kommt nicht hin.
Ich fahre seit April 2013 fast jedes 2. WE mit dem ICE Berlin-Marburg-Berlin . Ich habe mir im Januar 2014 einen 2. Wagen zugelegt und bin trotzdem noch solvent.
Wie schon erwähnt wurde gibt es noch div. sparmöglichkeiten für die Bahn. Ich habe die BC25 und Buche immer Spartickets . Für die kommende Fahrt zahle ich 53,50euro inkl. Sitzplatz hin und zurück. Das schaff ich mit meinem Diesel bei gesamt 1100km nicht.

Wer nicht richtig rechnen WILL, dem ist eben schwer zu helfen... :lol:

PS: Was die Meisten nicht einrechnen: Im Zug kann ich lesen, arbeiten, essen (und das Gegenteil), schlafen etc. Autofahren ist Arbeit. Sonst würden Taxi-, Lkw- und Busfahrer ja gar nicht arbeiten. Die fahren ja nur... :D

PPS: Außerdem ist eine Zugfahrt etwa 100-mal sicherer als eine Autofahrt.
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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon Kim » Sa 3. Jan 2015, 15:04

Wenn ich gelegentlich Bahn fahre, dann nur hier in der Schweiz, und nur zum Flughafen.
Die 25 Kilometer kosten mich pro Strecke CHF 8.60
Also ich find das recht heftig.

Und mein Post weiter oben hatte natürlich auch eine gute Prise Sarkasmus intus...
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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon MarkusD » Sa 3. Jan 2015, 15:41

Alex1 hat geschrieben:
PS: Was die Meisten nicht einrechnen: Im Zug kann ich lesen, arbeiten, essen (und das Gegenteil), schlafen etc. Autofahren ist Arbeit. Sonst würden Taxi-, Lkw- und Busfahrer ja gar nicht arbeiten. Die fahren ja nur... :D
Ich kann von alledem fast nichts. Schlafen, ja, geht so. Essen, ok. Sobald ich im ICE in ein Buch gucke oder auf einen Monitor schaue, bekomme ich nach wenigen Minuten Kopfschmerzen.
Was mich am meisten beim Schlafen stört: Die Leute, die trotz Ruhezone telefonieren und auch freundliche Bitten, das zu unterlassen, ignorieren. Und die Leute, die wie blöd auf ihrer Tastatur herumhacken. Einmal habe ich so einem Typen das Ding schon auf die Finger zugeklappt, weil er auch die zweite Aufforderung, in der Ruhezone leiser zu sein, ignoriert hat.

Zudem: Wenn ich im Zug arbeiten würde, dürfte ich am Ankunftsort nur noch entsprechend weniger arbeiten. Blöd, wenn man dann eine 10h-Schicht vor sich hat. Hat was mit Arbeitszeitgesetzen zu tun. Ja, solange nichts passiert ... aber wenn doch, dann hast du ein Problem. Ein großes Problem.

Bei meinem Arbeitsweg ist der Zug überhaupt keine Alternative. Dauert zu lang (in aller Regel doppelt so lang und da sind noch 2x15 Minuten Fußweg mit drin). Ist viel zu teuer. Kein garantierter Sitzplatz. Laut. Mit dem Auto kostet mich der Weg nur anteilig Versicherung und Verschleiß. Sonst nichts. D.h. ein Arbeitsweg hin und zurück kommt mich auf nichtmal 50 Cent, während es mit dem ÖPNV unter Ausnützung sämtlicher gleichzeitiger Vergünstigungen etwa 4.50 Euro kosten würde.

Mit dem Zug fahre ich in aller Regel nur dann, wenn ich es bezahlt bekomme. Sonst nicht.

Gruß
Markus
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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon energieingenieur » Sa 3. Jan 2015, 15:47

Das Ding mit der Bahn ist: "Es kommt drauf an":

Wer von ICE-Bahnhof zu ICE-Bahnhof in einen sauberen, nicht überfüllten Zug 5h in Ruhe durchfahren kann, wird sich vermutlich nicht vorstellen können, das Auto fahren Vorteile bietet.

Wer mit einem alten, gammeligen RE oder S-Bahn erstmal 45min zum ICE-Bahnhof hinfahren muss, dort mit seinen 7-Sachen 30min im kalten auf den nächsten Zug wartet, auf seiner Strecke insgesamt 2-3 Mal umsteigen muss, dann seinen leider doch nicht reservirten Sitz (weil der Wagen einfach fehlt,aber die Reservierung trotzdem abgerechnet wird...) erstmal von Chipsresten und Getränkedosen befreit und einen Sitznachbarn bekommt, der von Hygiene wenig versteht und Möchtegern-Managerlike stundenlang laut telefoniert, während 3 Reihen weiter 6 junge Frauen mit 3 Sektflaschen ihren Junggesellinenabschied lauthalts feiern... der wird eine Autofahrt als wahren Genuss empfinden.

Man kann lange darüber diskutieren, bei welchem Verkehrsmittel der Verbrauch oder die Kosten geringer sind. Sowohl bei der Bahn, als auch beim KFZ gibt es da sicherlich eine starke Streuung. Ein voll besetzter ICE Hamburg-München wird sicherlich gegen einen 1-Mann-PKW gewinnen. Auf einer Regionalstrecke mit einem wenig besetzten RE, gewinnt ggf. auch der PKW - vor allem dann, wenn dieser voll besetzt ist. Aber um was geht es hier wirklich? Geht es nur darum, was ein Verkehrsmittel von A nach B rein technisch pro Person verbraucht? Oder geht es darum, welche Gesamtbelastung durch eine Reise vom Individuum von Ort A nach B entsteht?

Das ist so ein bißchen wie die Verspätungsstatistik der Bahn. Es werden nur einzelne Züge erfasst. Verpasste Anschlüsse gehen nicht in die Statistik ein, auch wenn der Kunde dann 2h zu spät ankommt: Die einzelnen Züge waren ja jeweils nur 10min zu spät.

Eine Gesamtverbrauchsbewertung kann in meinen Augen nur dann stattfinden, wenn man die gesamte Reisekette bewertet, von der Starthaustür, bis zur Zielhaustür. Und dann müsste in die Bahnreise-Verbrauchsdiskussion auch eingebracht werden mit welchem Energieaufwand der Reisende bis zum Bahnhof kommt. Er kann ja schließlich nur Zug fahren, wenn er am Bahnhof steht. Und da macht es einen Unterschied, ob er 5min laufen kann oder erstmal 20min Auto/Taxi/Bus fahren muss.

Ich empfehle da, einfach mal ein paar Strecken mit der Website http://www.qixxit.de auszuprobieren. Diese zeigt Reisezeiten, Kosten und Umweltbewertung an. Ich finde das hochinteressant! Natürlich kann man auch da wieder über die hinterlegten Faktoren streiten, aber ich denke der Ansatz ist schon nicht so schlecht.

Wenn es um den reinen technischen Verbrauch des Verkehrsmittels an sich geht und nicht um irgendwelche sozialen, zeitlichen oder sonstwelche Aspekte, stelle man einfach einen ICE und ein E-PKW nebeneinander, fahre eine bestimmte Strecke und messe die Energie. Dabei müssen beide natürlich die gleiche Geschwindigkeit fahren. Man kann dass dann gerne noch durch die theoretische Transportkapazität teilen. Kann Jemand Messwerte für 100km ICE/IC/RE liefern, welcher 100km/h gefahren ist? Einen 300km/h-ICE mit einem 100km/h-E-PKW zu vergleichen wäre unfair dem Zug gegenüber.
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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon imievberlin » Sa 3. Jan 2015, 16:28

Also ich kann natürlich nur von mir berichten. Ich kann aber auch die Argumente verstehen die dagegen sprechen.
Für mich ist die Fahrt meist eine Entspannung weil ich oft im Forum lese, Filme gucke, Musik höre und/oder Mails abarbeite.
Am Zielort bin ich dann entspannt und kann voll los legen.
Plärrende Kinder, laute Manager und nervende Telefonierer bekomme ich meistens nicht mit weil ich mittels Inears eh nicht höre.
Sollte ich mich dennoch gestört fühlen dann gibt es einen Hinweis bevor ich zum Zugbegleiter gehe. Nicht das erste Mal würde dann ein unbelehrbarer Mitreisender am nächsten Bhf des Zuges verwiesen. Ich selbst war noch nicht schuld daran jedoch hab ich es öfter mitbekommen.
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