Elektroauto - für wen eigentlich?

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Re: Elektroauto - für wen eigentlich?

Beitragvon agentsmith1612 » Fr 26. Jul 2013, 15:50

Karlsson hat geschrieben:
Einfache Strecke oder in Summe? Also viel mehr als 20km einfache Strecke ist mir zu viel. Besser finde ich max 15km - weil da kann ich noch viel das Fahrrad nutzen.


Einfache Strecke, das reicht dann auch noch locker für einen Twizy oder ein Zweirad (kein Fahrrad da wären mir selbst 10 km zu viel) ;-)
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Re: Elektroauto - für wen eigentlich?

Beitragvon Karlsson » Fr 26. Jul 2013, 16:18

agentsmith1612 hat geschrieben:
Einfache Strecke, das reicht dann auch noch locker für einen Twizy oder ein Zweirad (kein Fahrrad da wären mir selbst 10 km zu viel) ;-)

50km einfache Strecke für nen Twizy? Mit Lademöglichkeit auf beiden Seiten...und im Winter wirds trotzdem eng.
Zweirad gibts noch nicht so viel. Die 45km/h Roller willst Du garantiert nicht über 2 Stunden am Tag besteigen, um zur Arbeit zu kommen. Für die halbe Strecke dann vielleicht. Also 100km in Summe am Tag fände ich völlig inakzeptabel - sofern es irgendwie anders geht. Außer ich müsste in Wolfsburg arbeiten...da fährt man lieber 30 Minuten ICE :mrgreen:

eDEVIL hat geschrieben:
Der Kernbereich kann man in ner Studne zu Fuß durchqueren - da ist man grad mal vom Alex bis zum Hauptbahnhof :twisted:
2 Promille, was? :lol:

eDEVIL hat geschrieben:
Die Preisgestaltung ist auch eher auf häufige Nutzung optimeirt und schafft Anreize dafür.

Geht so. Wir haben 2 und 8km zur Arbeit und müssten 2 bzw 3x umsteigen. Auf den Kilometer gesehen ist das mit 51 / 61€ eine recht teure Angelegenheit, wenn man damit nur zur Arbeit fährt. Dazu unflexibel und langsam.
Im Winter kommt der erste Bus gerne so spät, dass ich die S-Bahn im Anschluss verpasse.

eDEVIL hat geschrieben:
Auch in Hannover gibt es recht schmuddelige Ecken...

Welche Stadt hat das nicht? Ich hatte mich aber auch nur auf U-Bahn und Bahnhof bezogen.

eDEVIL hat geschrieben:
wobei ich die Hochbahnsteige für mich eine Verschandelung der Innestadt sind - aber wenn es wirtschaftlicher ist... :?

Eine deutliche Aufwertung! Früher hielten die Bahnen dann einfach auf der Straße und die Ampel davor wurde rot. Gut, dass die deutlich ausgebaut wurden.

eDEVIL hat geschrieben:
Bin mal gespannt, wann der "Disco-U-bahnhof" für seinen geplanten Zweck zum Einsatz kommt - hab da mal ne interessante Führung mit gemacht.

Der Raschplatz ist leider noch kein so tolles Beispiel. Aber schon besser geworden gegenüber früher.

eDEVIL hat geschrieben:
Region Hannover wäre auf jeden Fall ein gutes Testgebiet für eine gute Ladeinfrastruktur, da die Fläche allerhand Speckgürtel-pendler mit sich bringt.

Auf der Suche nach einem Haus habe ich festgestellt, dass es viele schmuddelige Ecken gibt, in denen ich nichts investieren möchte und auch beim Umland ist vieles nicht akzeptabel. Isernhagen zB als völlig überteuerte Einflugschneise - warum das toll sein soll, kann ich nicht nachvollziehen. Großburgwedel ist ein Kaff neben der lauten Autobahn wo 1x in der Stunde ein Metronom durchfährt. Gute Anbindung stelle ich mir anders vor. Bissendorf ist sehr nett, hat aber kein wirkliches Zentrum.... und so weiter. In der Stadt wären Bothfeld, Kirchrode, Bemerode, Waldheim, Bult, List, Oststadt...schön, aber nicht erschwinglich oder extrem klein.
Während die Wohnungsmieten recht moderat sind, gehen die Hauspreise schon ganz gut ab.
Also vielleicht werde ich auch so ein Umland-E-Pendler im fahrradtauglichen (Schallgrenze 20km) Umkreis.
Reihenhäuser, die wir uns angesehen haben, hatten aber auch durchaus nur einen Stellplatz am Ende der Reihe. Könnte man vielleicht irgendwie Strom hin bringen, aber mein Traum sah eigentlich anders aus.
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Re: Elektroauto - für wen eigentlich?

Beitragvon PowerTower » Fr 26. Jul 2013, 17:46

Elektromobilität interessiert mich schon länger - seit etwa 2007 als die Quantya auf den Markt kam. Elektroautos fand ich zwar auch damals schon interessant, das war für mich als Innenstadtbewohner ohne eigenen Parkplatz mit 500 Euro Ausbildungsgehalt aber mal sowas von völlig ungeeignet, dass ich mich damit nicht weiter beschäftigt habe, um nicht in irgendwelche Träumereien zu verfallen. Gab ja auch kaum neues zu der Zeit.

Im Frühjahr 2012 dann der Umzug in eine Vorstadt mit eigenem Stellplatz zur Wohnung. Das war aber eher rein zufällig, denn auch zu diesem Zeitpunkt beabsichtigte ich noch keine ernsthafte Anschaffung. Zwar wollte ich immer gern, aber für 3 Mark 50 gab der Markt halt nix her. Dann hatte ich Glück und zur Einweihungsfeier kam ein guter Kumpel von mir vorbei, der in einer Elektroautowerkstatt arbeitet. Da bin ich dann mal eines Tages hingefahren und habe viele schöne Fahrzeuge gesehen und durfte auch einige davon Probe fahren. Die meisten davon gab es gebraucht für unter 10.000 Euro. Das war dann der springende Punkt - bezahlbare Elektromobilität auch für jemanden wie mich, der keine 2.000 Euro Netto nach Hause schleppt.

Der Benziner wurde verkauft, für 100 Euro Investition in drei Tagen Eigenleistung eine CEE Steckdose vom Balkon zum Parkplatz gelegt, der Think hingestellt und alles supi. ;) Also man muss nicht zwingend Manager sein, um Elektroauto fahren zu können, wenn man dafür bereit ist auch einen Gebrauchtwagen zu nehmen - bei dem man im übrigen die Akkutechnologie aufrüsten und das Fahrzeug somit reichweitenmäßig immer auf dem Stand der Technik halten kann, wenn man das möchte (was natürlich auch mit Investitionen verbunden ist). Vom Antrieb her sind sie - Peugeot 106, Citroen Saxo, Citroen Berlingo, Renault Clio, Hotzenblitz, Think und Co. - zwar nicht mit Smart, Leaf und Zoe zu vergleichen, aber Spaßbremsen sind sie definitiv nicht.

In Zukunft werden die Autos wohl auch als Neuwagen billiger. Gerade Streetscooter verspricht, seinen Compact für 5.000 Euro ohne Batterien anbieten zu wollen. Sollten sie das tatsächlich umsetzen, wäre das tauglich für den Massenmarkt.

Der passende Stellplatz oder eine Garage sind bei der heutigen öffentlichen Infrastruktur aber fast schon notwendig. Und das macht es eben für Großstadtbewohner recht schwierig. Aber wenn man den Wunsch nach einem Elektroauto hat, dann kann man auch beim nächsten Wohnungswechsel darauf achten, dass die neue Wohnung dem Wunsch gerecht wird mit einem eigenen Stellplatz. Sowas lässt sich finden, wenn man will.
Zuletzt geändert von PowerTower am Fr 26. Jul 2013, 18:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Elektroauto - für wen eigentlich?

Beitragvon Efan » Fr 26. Jul 2013, 18:29

Aki66 hat geschrieben:
... Für den allgemeinen Deutschen, für den zumeist das Auto ja auch noch ein Statussymbol ist, bringt ein E-Auto keinen Vorteil, es fährt nicht schneller, nicht weiter, kann nicht fliegen (;-)) usw.. ...


Dem möchte ich energisch widersprechen! Gerade jetzt, da Elektroautos noch richtig selten sind, ist ein Elektroauto auf jeden Fall ein Statussymbol. Noch niemals wurde ich von wildfremden oder bekannten Menschen so oft angesprochen wegen meines Autos, wie zur Zeit, in der ich die vielen E-Autos probegefahren bin.

Nur die ganzen statusgeilen Menschen werden das erst bemerken, wenn Leute wie wir so ein Auto fahren, und Fremde eher unsere kleinen Autos bewundern als den neuen BMW oder Audi mit 300 PS.

Ich würde sogar behaupten, daß ein Tesla S wesentlich mehr Leute anspricht als ein Ferrari.
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Re: Elektroauto - für wen eigentlich?

Beitragvon Tachy » Fr 26. Jul 2013, 18:42

Was habt ihr eigentlich dagegen, dass die Hauptzielgruppe der E-Auto-Käufer nunmal die Eigenheimbesitzer ( meiner Meinung nach idealerweise mit PV auf dem Dach ) sind?

Das ist doch schon "Masse" genug, oder? Die können die gesamte Technik voranbringen, so weit, dass sie auch für den restlichen Massenmarkt taugt.
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Re: Elektroauto - für wen eigentlich?

Beitragvon meta96 » Fr 26. Jul 2013, 18:45

Efan hat geschrieben:
Aki66 hat geschrieben:
... Für den allgemeinen Deutschen, für den zumeist das Auto ja auch noch ein Statussymbol ist, bringt ein E-Auto keinen Vorteil, es fährt nicht schneller, nicht weiter, kann nicht fliegen (;-)) usw.. ...


Dem möchte ich energisch widersprechen! Gerade jetzt, da Elektroautos noch richtig selten sind, ist ein Elektroauto auf jeden Fall ein Statussymbol. Noch niemals wurde ich von wildfremden oder bekannten Menschen so oft angesprochen wegen meines Autos, wie zur Zeit, in der ich die vielen E-Autos probegefahren bin.

Nur die ganzen statusgeilen Menschen werden das erst bemerken, wenn Leute wie wir so ein Auto fahren, und Fremde eher unsere kleinen Autos bewundern als den neuen BMW oder Audi mit 300 PS.

Ich würde sogar behaupten, daß ein Tesla S wesentlich mehr Leute anspricht als ein Ferrari.


Das gleiche kann ich von meiner Zeit mit dem Twizy berichten. Wir sind damit einmal zu einer Veranstaltung, wo der halbe Parkplatz mit x5, X6, A5, A7 und Porsches besetzt war ... frage nicht, wer sich dann alles für den twizy interessiert hat ...
... und beim i3 wird es ähnlich sein, auch wenn er vielen zu teuer ist, er wird Interesse und Aufmerksamkeit wecken und auch die ZOEs und Leafs noch mehr strahlen lassen ... mehr als der Model S, weil eben madeingermany
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Re: Elektroauto - für wen eigentlich?

Beitragvon Efan » Fr 26. Jul 2013, 19:58

meta96 hat geschrieben:
... mehr als der Model S, weil eben madeingermany


Du lachst dich tot, aber ich wundere mich wirklich, wie auch in diesem Forum der BMW so gehyped wird. Ich finde den weder innovativ noch "besonders" bei irgendetwas, der Preis wundert mich auch überhaupt nicht, halt nochmal viel zu teuer, wie fast alle anderen E-Autos auch. Dabei reden da manche Leute offensichtlich vom "Kampfpreis", finde ich schon sehr übertrieben.

Offenbar sind deutsche Autokäufer eine ganz besondere Art von Käufern ;-)

Und @Tachy: ich hätte ja überhaupt nichts dagegen, wenn die Zielgruppe "Hausbesitzer" angegangen würde, nur wird sie das von der Autoindustrie eben nicht, außer daß Preise verlangt werden, wie sie nur Hausbesitzer zahlen können, die sonst keine Probleme haben.

Im Grunde genommen müßten schwule Paare und kinderlose Hetero-Paare (no kids-double income) die Zielgruppe sein, wenn ich mir die Preise ansehe, und zumindest die Zoe-Werbung gibt mir da recht. Aber Hausbesitzer haben, glaube ich, meist andere Sorgen als noch mehr Geld fürs Auto auszugeben.
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Re: Elektroauto - für wen eigentlich?

Beitragvon Yardonn » Fr 26. Jul 2013, 20:45

Efan hat geschrieben:
Im Grunde genommen müßten schwule Paare und kinderlose Hetero-Paare (no kids-double income) die Zielgruppe sein, wenn ich mir die Preise ansehe, und zumindest die Zoe-Werbung gibt mir da recht. Aber Hausbesitzer haben, glaube ich, meist andere Sorgen als noch mehr Geld fürs Auto auszugeben.

Im übrigne gibts das ne Abkürzung "dinks"(double Income....).
Es gibt halt solche und solche Hausbesitzer.
Nicht wenige haben eine Abbezahlte Hütte und wissen nicht wohin mit der kohle. Oder an wen sonst verkauft Audi, BMW oder Mercedes ihre (leicht überteuerten...) Statussymbole....
Dazu noch die, die glauben, so ein E-Auto mit (ab Steckdose) 20 kWh/100 km wäre umweltfreundlich (man bezieht ja Ökostrom :lol: ), und dafür die Wirtschaftlichkeit hinten anstellen.
Kommen schon ein paar zusammen.

Wird sich aber trotzdem in Grenzen halten. Was man bauen müsste, um "billig" unterwegs zu sein, will kaum einer kaufen weil es auch "billig" aussieht oder kein rollendes Wohnzimmer ist.
Und der Rest ist halt ein bisschen Teuer für die breite Masse, und wird es auch bleiben. Es könnte nur sein, das der Sprit mal so teuer wird, das das E-Auto relativ gesehen billiger wird. Allerdings könnte man ja dann erst mal anfangen, die 3-Liter Autos zu bauen, die man schon vor Jahrzehnten mal kurz gebaut hat...
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Re: Elektroauto - für wen eigentlich?

Beitragvon Efan » Fr 26. Jul 2013, 20:55

Yardonn hat geschrieben:
...
Wird sich aber trotzdem in Grenzen halten. Was man bauen müsste, um "billig" unterwegs zu sein, will kaum einer kaufen weil es auch "billig" aussieht oder kein rollendes Wohnzimmer ist.
...


Mir würde der Reva E20 reichen.
http://www.mahindrae2o.com/

Kostet wohl um die 8500 Euro, mit Transport in die EU vielleicht 10.000 Euro. Warum baut man sowas nicht hier?
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Re: Elektroauto - für wen eigentlich?

Beitragvon PowerTower » Fr 26. Jul 2013, 21:02

Macht man doch. Wie ich bereits schrieb, nennt sich Streetscooter.
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