Elektroauto - für wen eigentlich?

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Re: Elektroauto - für wen eigentlich?

Beitragvon eDEVIL » Do 25. Jul 2013, 18:47

Carsharing/Kurzzeitmiete ist zumindest in Berlin aber schon deutlich flexibler geworden. Nutz mir zwar kaum etwas, da ich nun nicht mehr in Berlin wohne, aber zumindest im Innnenstadtring kann man da flexibel sein. Macht auch durchaus Sinn, wenn man zwar ein eigens Auto hat, aber keine Lust hat sich eine Quer "durchzugraben" - zumindest wenn man nix zu transportieren hat..

Für meine üblichen Strecken in die Kerncity braucher ich mit dem Auto min. doppelt so lange und habe eingentlichs chon genug für den tag - zurück muss ich dann aber auch noch... :?
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Re: Elektroauto - für wen eigentlich?

Beitragvon Efan » Do 25. Jul 2013, 18:50

Twizyflu hat geschrieben:
...(350 km eine Richtung) ...


Ich hingegen finde solche wöchentlichen Pendler-Entfernungen genauso merkwürdig, wie Du mich vielleicht merkwürdig findest ;-)

Menschen sind wirklich sehr unterschiedlich ...
Seine Exzellenz Efan, Botschafter vom Leaf ;-) 12.09.2013

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Re: Elektroauto - für wen eigentlich?

Beitragvon Karlsson » Do 25. Jul 2013, 20:08

Ich bin in einer Kleinstadt groß geworden und dann zum Studium in eine Großstadt gezogen. Das hatte mir zunächst nicht so gefallen. Nach dem Studium habe ich 4 Jahre in einer anderen Kleinstadt gewohnt und gearbeitet - und gemerkt, was ich an der Großstadt verloren habe. Wenn man in einer Kleinstadt groß geworden ist und dazu einen Bezug hat, mag das ja toll sein. Wenn nicht, kann es sein, dass man das einfach als blödes Kaff aufm Baum hinterm Mond empfindet wo sich Hund und Katze gute Nacht sagen. Wo Lehrer schon als Intellektuelle zählen.

Drum sind wir jetzt ganz bewusst wieder in eine Großstadt gezogen. Wir nutzen die Möglichkeiten der Großstadt nicht so oft, dass man deswegen da wohnen müsste, aber wir mögen das Gefühl.
Parken ist nicht direkt ein Problem in meinem Viertel (2km weiter rein sieht das schon völlig anders aus). Die meisten Nachbarn haben aber keinen eigenen Parkplatz. Ich bin sogar einer der wenigen mit inzwischen eigenem Parkplatz und könnte auch per Schuko laden.
Im Alltag könnte ich auch ohne Auto auskommen und kenne auch Leute, die das tun. Bei gutem Wetter fahre ich viel Rad, ansonsten gäbe es auch ÖPNV. Ist für mich aber zur Arbeit unpraktisch weil es 2,5x so lange wie mit dem Auto oder 2x so lange wie mit dem Fahrrad dauert. Daher hab ich nur im Dezember ein Monatsticket - dann kann man nach 19h immer noch schön zu zweit auf den Weihnachtsmarkt fahren.

Das Auto ist in meinem Fall im Alltag also Komfort um bei Regen zur Arbeit zu kommen oder größere Einkäufe zu erledigen. Dazu brauche ich es für mein Hobby (UL-Pilot), um die Familie zu erreichen (15 / 100 / 300 / 550km), für Ausflüge oder den Urlaub. Verzichten möchte ich darauf nicht und es soll auch schon etwas Spaß dabei sein. Also auch wenn es nur ein Kleinwagen ist, kann der ja ansprechend aussehen.
Also für mich persönlich würde das momentan hier mit dem E-Auto wohl funktionieren, für 95% meiner Nachbarn aber halt eben nicht. Gerade in den etwas angesagteren Stadtteilen ist Parken schon ein echtes Drama. Und zwar nicht nur für arme Leute - eine 4 Zimmerwohnung in guter Lage liegt preislich ja auf dem Niveau eines Hauses auf nem Dorf.

Und das meine ich - ich hoffe ja auf einen echten Durchbruch für E-Autos, sehe aber breite Teile der Bevölkerung einfach von den Möglichkeiten davon ausgeschlossen.
Also wie gesagt zumindest solange der 85kWh Akku nicht Standard ist und man ohne eigene Lademöglichkeit halt einmal die Woche Einkaufen/Laden geht.

ZoePionierin hat geschrieben:
Selbst bei innerstädtischen Wohnneubauten ist die Tiefgarage heute oft obsolet.

Gibts bei uns kaum. Die Stadt besteht im wesentlichem aus altem Bestand. Da wird mal umfassend renoviert, aber nicht abgerissen. Es gab auch schon vor ein paar Jahren so Ökosiedlungen (Reihenhäuser mit viel Holz und Dachbegrünung), wo die Autos komplett draußen bleiben sollten, um den Wohnwert zu erhöhen. Hat überhaupt nicht funktioniert. Total zugeparkt heute, weil man den Platz ja nicht vorgesehen hatte.

ZoePionierin hat geschrieben:
Laden an öffentlicher Infrastruktur

Wie toll das funktioniert, lese ich ja hier ständig :roll:
Und dann ist man gerade mal ein paar km weiter. Und gerade wenn man mal weiter fahren will, ist er wieder 4 Tage nicht geladen worden...also in meiner naiven Vorstellung kommt man mit 150km perfekt im Alltag zurecht wenn der Akku morgens immer voll ist.

ZoePionierin hat geschrieben:
Wer in der Innenstadt wohnt, wird immer mehr auf das eigene Auto verzichten können, dank besserem ÖPNV und Carsharing.

Carsharing ist für mich allenfalls ein Ersatz für den Zweitwagen. Was soll daran ökologischer sein, wenn ich mit einem anderen statt dem eigenen Auto dieselben Kilometer fahre? Nichts. Ökologischer ist es trotzdem - weil es unpraktisch ist, so dass man seine Fahrten auf ein Minimum reduziert, sich einschränkt. Einschränkung ist aber nun nicht gerade das, was ich mir als tolle Zukunft vorstelle. Ich will einfach ein Umwelt verträgliches Auto.
"Besserer" ÖPNV heißt in der Regel, dass er überhaupt vorhanden ist. Wenn man sich bei uns ausschließlich sternförmig zum Zentrum bewegt, funktioniert das auch ganz toll. Zwischen verschiedenen Randzonen aber dafür überhaupt nicht toll, weil man evtl ganz rein und wieder ganz raus fahren muss.
Wenigstens ist der ÖPNV bei uns halbwegs sauber und sicher - kann man nicht von jeder Großstadt behaupten.

agentsmith1612 hat geschrieben:
Für mich ganz einfach ein Grund nicht in der Stadt wohnen zu wollen, allein schon wegen dem Preis.

Nun ja, wenn Du da arbeitest, hast Du vielleicht nicht Lust, jeden Tag 150km zu fahren, nur weil Du das Bauland dann für 50€ statt 400€/m² bekommst. Da sparst Du zwar einmal, dafür verlierst Du über Jahrzehnte wertvolle Zeit Deines Lebens und das Pendeln wird halt auch immer teurer.
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Re: Elektroauto - für wen eigentlich?

Beitragvon eDEVIL » Do 25. Jul 2013, 21:15

Das Problem mit dem PArkplatz kenne ich noch aus meienr Zeit in Friedrichshain. Hatte mir dann nur kurzer zeit einen Mietparkplatz gegönnt, da man mit 2 Knöllchen pro Monat auch nicht billig kommt. Bis man in solchen Konstelationenn aber wirklich mal Laden kann, wird noch allerhand Zeit vergehen. Bei hochpreisigen Wohnungen wird das aber schneller kommen.

Karlsson hat geschrieben:
Nun ja, wenn Du da arbeitest, hast Du vielleicht nicht Lust, jeden Tag 150km zu fahren, nur weil Du das Bauland dann für 50€ statt 400€/m² bekommst. Da sparst Du zwar einmal, dafür verlierst Du über Jahrzehnte wertvolle Zeit Deines Lebens und das Pendeln wird halt auch immer teurer.

Ja, so eine Milchmädchenrechnung machen viele. Wichtig ist vor allem einen gute Verkehrsanbindung. Die Auswahl an möglichen Immobilien schrumpft stark ein, wenn man Kriterien, wie vieles Fußläufig erreichbar, nicht zu weit zu bahnhof. Schnelle Anbindung in die Großstadt, Autobahn nicht weit weg, Altstadtflair etc. als must have nimmt.
Pendelzeit ist verlorene zeit und die muß man dann bei der Berechnung des effektiven Nettoeinkommens mit einrechnen.
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Re: Elektroauto - für wen eigentlich?

Beitragvon agentsmith1612 » Fr 26. Jul 2013, 07:10

Karlsson hat geschrieben:
Nun ja, wenn Du da arbeitest, hast Du vielleicht nicht Lust, jeden Tag 150km zu fahren, nur weil Du das Bauland dann für 50€ statt 400€/m² bekommst. Da sparst Du zwar einmal, dafür verlierst Du über Jahrzehnte wertvolle Zeit Deines Lebens und das Pendeln wird halt auch immer teurer.


In der Tat, auf 150 km hätte ich keine Lust, meine persönliche Schmerzgrenze ist 50 km mehr nicht, dann müsste aber meine Partnerin es näher haben.
Ich habe schon einige Male auch Pendeln müssen, mal täglich mal am Wochenende wie Twizyflu, das geht so ziemlich auf die Nerven.
Zwar sind die Fahrkosten mit einem E-Auto etwas anders aber ob ich nun in der Stadt viel Geld für eine Wohnung bezahle und in Sachen Raum, Prakplatz und evtl. dann im x. Stock wohnen eingeschränkt bin zahle ich auf dem Land weniger hab aber die Fahrkosten incl. der Zeit.
Das muss jeder für sich selber wissen, was besser ist.
Für mich zumindest ist eine Mietwohnung oder Eigentumswohnung ohne festen Parkplatz auf dem Grundstück ein no go.
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Re: Elektroauto - für wen eigentlich?

Beitragvon Gerald » Fr 26. Jul 2013, 08:10

Karlsson hat geschrieben:
Da sparst Du zwar einmal, dafür verlierst Du über Jahrzehnte wertvolle Zeit Deines Lebens und das Pendeln wird halt auch immer teurer.


Jede Fahrt mit einem Elektroauto ist doch ein Genuss und Entspannung pur! 8-) :ironie:

Viele Grüße
Gerald
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Re: Elektroauto - für wen eigentlich?

Beitragvon Aki66 » Fr 26. Jul 2013, 12:06

Karlsson hat geschrieben:
Wo Lehrer schon als Intellektuelle zählen.


Hi,

der Satz zeigt eigentlich schon das Du vom aktuellen Landleben wohl nicht viel Ahnung hast, die Zeiten sind längst vorbei.
Das geht so in die Richtung wie der Satz "Dummer Bauer" oder "der dümmste Bauer hat die dicksten Kartoffeln". Das war eigentlich noch nie so und wird wohl auch nie so sein!
Ich will aber jetzt nicht eine Diskussion führen über die interlektuellen Strukturen auf dem Land, da das weder hier ins Forum passt noch zum Thema.

Ich selbst bin ein Landei. Ich bin in einer 8000 Einwohner großen Kleinstadt groß geworden und lebe jetzt, seit fast 30 Jahren, in einem Dorf mit 650 Einwohnern. Trotzdem sehe ich meinen heimatort nicht als allzu ländlich an, da er im Speckgürtel des Rhein-Main Gebietes liegt und ich um Umkreis von 25km eigentlich alles erreiche was man so braucht.

Die Disussion hier, mit der Frage "Elektroautos - für wen eigentlich?" vermicht ja einige Apekte:
Nur für Reiche
Nur für spezielle Gebiete
Nur für spezielle Lebenssituationen
usw.

Ich denke das an allem etwas dran ist. Zum einen sind neue Technologien immer zunächst teuer und von daher zunächst etwas für die Oberschicht. Das war bei der Erfindung des Autos so, beim Ferrnseher, Kühlschrank, Telefon, Handy, Internet, Smartphone, die Liste ist unendlich.
Im zweiten Schritt werden und wurden Technologien immer zuerst regional verbeitet. Gutes Beispiele sind hier Handy und Internet. Hier waren die Städte schon immer führend gegenüber dem Land, siehe Internetbandbreiten, UMTS usw. Im Verhältnis Aufwand/Ertrag ist halt in der Stadt schneller und einfacher etwas zu holen.
Auch der dritte Punkt war schon immer so, z.B. die ersten die ein Handy hatten waren Ärzte und Berufsgruppen die (glaubten) immer erreichbar sein (zu) müssen.

Das ist in dem Sinn alles nichts neues, beim E-Auto ist es aber ähnlich wie bei den erneuerbaren Energien, die Technik bringt im Vergleich zu vorrangegangenen keinen umittelbar bemerkbaren Vorteil. Was ich damit sagen will, als das Internet aufkam und jeder mitbekam was man da so alles machen kann, wollte es jeder haben. Seit dem will jeder, auch auf Grund der Änderungen des Angebotes, immer noch schnellere Anschlüsse. Ja da gab es sogar auf dem Land schon Demos für den Ausbau der Leitungen oder man hat fix selbst Hand angelegt nur damit man endlich "Drin" war.
Ich denke es ist aber kaum vorstellbar das, wo auch immer, für die Installation einer Ladestation demonstriert wird. Für den allgemeinen Deutschen, für den zumeist das Auto ja auch noch ein Statussymbol ist, bringt ein E-Auto keinen Vorteil, es fährt nicht schneller, nicht weiter, kann nicht fliegen (;-)) usw.. Es hat sogar (noch) einige Nachteile, geringere Reichweite, limitierte Höchstgeschwindigkeit, lange "Tankzeiten" (Tesla mal allg. ausgenommen) und hoher Anschaffungspreis.
In sofern wird sich aktuell nur jemand für ein E-Auto interssieren, der dies aus Überzeugung (Umweltschutz usw.) und/oder Technikverliebtheit tut. Und da denke ich, ist es recht unerheblich ob man auf dem Land in einem Bauernhof oder in der Stadt im Wohnblock wohnt. Wer ein E-Auto aus Überzeugung kauft, der findet auch einen weg zur heimischen Ladestation.

Aus meiner Sicht machen es Staaten wie Frankreich richtig, die durch die Subventionen, den Anreiz schaffen ein Elektroauto zu erwerben. Vielleicht kommt die Förderung in Deutschland ja auch noch, wenn die ersten deutschen Hersteller ihre Modelle auf dem Markt haben.

Gruß Aki

P.S.: Ich habe gestern von Nissan das Angebot für das Botschafterprogramm erhalten und werde nach meinem Urlaub zunächst probe fahren und dann vermutlich bestellen!
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Re: Elektroauto - für wen eigentlich?

Beitragvon Karlsson » Fr 26. Jul 2013, 12:42

eDEVIL hat geschrieben:
Wenigstens ist der ÖPNV bei uns halbwegs sauber und sicher - kann man nicht von jeder Großstadt behaupten.

Welche Großstadt ist das?

Hannover. Von dem Bahnhof und der U-Bahn können sich viele eine Scheibe abschneiden. Frankfurt hab ich auch durch Fernbeziehung mal öfter in dem Punkt kennengelernt - wirkte ziemlich schmuddelig auf mich dagegen. Auch Hamburg kommt da nicht an seinen schicken Ruf ran.

Aki66 hat geschrieben:
der Satz zeigt eigentlich schon das Du vom aktuellen Landleben wohl nicht viel Ahnung hast, die Zeiten sind längst vorbei.

Naja, rund 25 Jahre in 2 Kleinstädten. Aus der letzten bin ich vor 2 Jahren weg. Doch, ich denke schon.
Der Satz war ein Zitat von Andreas Rebers - und ich als Lehrerkind konnte mich da nur zu wegschmeißen - wollte das immer schon mal irgendwo schreiben 8-)
Mein Traum wäre eigentlich ein idyllisches Dorf mit 800qm eigenem Grundstück und alles schön und nett und wenn ich das Ortschild passiere, stehe ich 3km weiter in einer Metropole, die alles bietet. Und es fährt natürlich ein Bus die ganze Nacht, der einen aus der Kneipe heim bringt.

Aki66 hat geschrieben:
Wer ein E-Auto aus Überzeugung kauft, der findet auch einen weg zur heimischen Ladestation.


Na, jetzt glaube ich aber, dass Du die Stadt nicht kennst ;)
Also in vielen Stadtteilen mag das gehen, aber in anderen - wirklich no Chance!

Aki66 hat geschrieben:
Nur für Reiche
Nur für spezielle Gebiete
Nur für spezielle Lebenssituationen

Ich denke, bzw hoffe ja, dass sich das mit der voranschreitenden Verbreitung zunehmend egalisiert. Weil die Akkus werden halt größer, billiger und können an viel mehr Stellen in kürzerer Zeit geladen werden.

Also ich hatte Jahre lang für die Beziehung zu pendeln - 100, 200 oder 300km einfache Strecke. Das ist halt oft die Situation in den ersten Berufsjahren. Und da gab es dann Twike und City El zu kaufen... braucht man keinen Gedanken dran zu verschwenden. Eine akzeptable Zugverbindung war da übrigens nie vorhanden, weil immer einer irgendwo in der Provinz schlecht angebunden war. Die Pendelei hat zum Glück ein Ende, Nerven und Geldbeutel jubeln!
Ich denke aber, dass man in einigen Jahren selbst in dieser Situation über ein E-Auto nachdenken kann.

agentsmith1612 hat geschrieben:
In der Tat, auf 150 km hätte ich keine Lust, meine persönliche Schmerzgrenze ist 50 km mehr nicht, dann müsste aber meine Partnerin es näher haben.

Einfache Strecke oder in Summe? Also viel mehr als 20km einfache Strecke ist mir zu viel. Besser finde ich max 15km - weil da kann ich noch viel das Fahrrad nutzen.
Bloß die Orte bei uns drum herum in der Entfernung sind dann meist reine Schlafdörfer, weil die Großstadt zu nah ist.

Momentan habe ich in der Stadt in 3 Minuten zu Fuß 3 Supermärkte, 2 Friseure, einen Drogeriemarkt, 2 Bäcker, 2 Apotheken, einen Blumenladen, Eisdiele, mehrere Restaurants und eine Tankstelle, die zu jeder Tages- und Nachtezeit frische Brötchen und kaltes Bier verkauft - TOP!

agentsmith1612 hat geschrieben:
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Das muss jeder für sich selber wissen, was besser ist.

Da gibts keine pauschale Antwort. Aber damit es wirklich billiger wird, musst Du in einigen Städten schon ziemlich weit fahren. Ich emfände es zB auch als großen Nachteil, auf das Auto angewiesen zu sein.
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Re: Elektroauto - für wen eigentlich?

Beitragvon eDEVIL » Fr 26. Jul 2013, 12:56

Die Großstadt Hannover , so, so... :mrgreen:
Der Kernbereich kann man in ner Studne zu Fuß durchqueren - da ist man grad mal vom Alex bis zum Hauptbahnhof :twisted:
Ne, ne.. scherz beiseite - kennen einige in Hannover und war auch schon öfter dort. ÖPNV ist da schon recht gut gelöst, wobei ich die Hochbahnsteige für mich eine Verschandelung der Innestadt sind - aber wenn es wirtschaftlicher ist... :?

Bin mal gespannt, wann der "Disco-U-bahnhof" für seinen geplanten Zweck zum Einsatz kommt - hab da mal ne interessante Führung mit gemacht.

Die Preisgestaltung ist auch eher auf häufige Nutzung optimeirt und schafft Anreize dafür. Bezahlsysteme auch sehr modern.
Bzgl. der Straßeninfrastruktur ist Hannover auch recht gut aufgestellt -durch den krieg war ja genügend Platz da - hat leider einige Stadtteile entzweit. Auch in Hannover gibt es recht schmuddelige Ecken...

Region Hannover wäre auf jeden Fall ein gutes Testgebiet für eine gute Ladeinfrastruktur, da die Fläche allerhand Speckgürtel-pendler mit sich bringt.


@aki Fahr mal den Leaf ausgiebig und Du wirst den Mehrwert und die Vorteile eines Elektroautos erfahren. :D
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Re: Elektroauto - für wen eigentlich?

Beitragvon Aki66 » Fr 26. Jul 2013, 13:45

eDEVIL hat geschrieben:
@aki Fahr mal den Leaf ausgiebig und Du wirst den Mehrwert und die Vorteile eines Elektroautos erfahren. :D


Meine Aussagen waren eher allgemein gesprochen. Ich sehe mich eigentlich in der Gruppe der Idealisten und Technikinteressierten.
Ich habe seit einigen Jahren, trotz Landleben, für mich kein eigenes Auto gebraucht, da ich in der glücklichen Lage bin, selbstständig zu sein und meine Büroräume nur 300m von meinen Wohnhaus liegen. Da meine Kunden mittlerweile fast ausschließlich via Telefon und Email mit mir kommunizieren, gibt es Zeiten, da verlasse ich 2-3 Wochen den Ort nicht.
Meine Frau fährt unsere Familienkutsche (VAN) zu Ihrem Job in rund 12km Entfernung. Das Auto habe ich vor 7 Jahren mit dem festen Vorsatz gekauft, das es gefahren wird bis es Schrott ist und dann das letzte mit Verbennungsmotor für uns war.
Der Grund, das ich jetzt über ein E-Auto nachdenke, ist recht einfach, da ich eine Projektanfrage habe, die mir eine längerfristige Auftragssicherheit geben würde, aber ein häufiges penden zum 60km entfernten Kunden erfordern würde.
Wenn das so kommt, würde ein Zweitwagen notwendig und der wäre dann elektrisch. Wer den dann fährt, meine Frau oder ich, würde wir dann sehen. 60km hin plus 60km zurück im Winter könnten ohne Zwischenladen eng werden. Am Zielort ist zwar eine Ladestation (sogar kostenlos), aktuell aber nur Schuko, daher müsste man das mal sehn.
Wenn so kommt werde ich natürlich berichten!

Gruß Aki
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