Lars Thomsen: Ein "Muß" für E-Mobilisten

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Re: Lars Thomsen: Ein "Muß" für E-Mobilisten

Beitragvon e-lectrified » Mo 9. Mär 2015, 23:07

Karlsson hat geschrieben:
...und ist damit auf die Schnauze gefallen.


Auf den Nachsatz habe ich nur gewartet. Es war klar, dass du das wieder nur von der monetären Seite her siehst. Ja, GM / Opel hat einen Fehler gemacht: die Art, wie sie die Plugin-Hybrid-Technologie verwirklicht haben, war zu komplex für den Normalsterblichen. Sogar ich als von Karlsson zertifizierter "Freak" habe da heute noch Schwierigkeiten damit bis ins letzte Detail dahinter zu kommen. Hätte man damals einen Ansatz wie BMW mit dem REX des i3 gemacht, wäre der Erfolg wahrscheinlich ganz anders gewesen. Aber diese Pleite ist etwas wert! Opel wird sich auf die komplexe Hybridtechnologie nicht mehr einlassen und nur noch einen BEV als nächsten Kandidaten bringen und da rechne ich fest mit einem Erfolg.
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Re: Lars Thomsen: Ein "Muß" für E-Mobilisten

Beitragvon Karlsson » Mo 9. Mär 2015, 23:21

e-lectrified hat geschrieben:
Auf den Nachsatz habe ich nur gewartet. Es war klar, dass du das wieder nur von der monetären Seite her siehst.

Woran willst Du den Erfolg einer Firma denn sonst messen? Es ist kein Wohlfahrtsverein.

e-lectrified hat geschrieben:
Ja, GM / Opel hat einen Fehler gemacht: die Art, wie sie die Plugin-Hybrid-Technologie verwirklicht haben, war zu komplex für den Normalsterblichen. Sogar ich als von Karlsson zertifizierter "Freak" habe da heute noch Schwierigkeiten damit bis ins letzte Detail dahinter zu kommen.

Nö, so kompliziert ist das nicht. Durch seine Kupplungen ein Tickerl mehr als ein Prius halt.

e-lectrified hat geschrieben:
Opel wird sich auf die komplexe Hybridtechnologie nicht mehr einlassen

Ach was Opel. Der Ampera ist doch mir ein umgelabelter Chevy Volt und da produziert Chevy dann jetzt munter die 2. Generation. In den USA läuft der ja nicht so schlecht wie hier. Nur in Europa wollte ihn halt kaum einer haben. Lag auch mit am schlechten Marketing.
Auf meine Anfrage an Opel zum Preis des Ersatzakkus hin habe ich nie eine zufriedenstellende Antwort erhalten. Der Verkäufer im Autohaus war auch nicht wirklich interessiert dran, mir einen Ampera zu verkaufen, man merkte da total die Unlust. Rechnet sich doch eh alles nicht und die blöde Kiste stellt nur den Verkaufsraum zu, obwohl den keiner haben will.
Dabei ist das eigentlich ein sehr geiles Auto. War eindeutig seiner Zeit voraus und wirs später in der Geschichte Opels bestimmt einen festen Platz bekommen....hoffentlich nicht unter dem Aufhänger der Anfang vom Ende.
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Re: Lars Thomsen: Ein "Muß" für E-Mobilisten

Beitragvon Robert » Di 10. Mär 2015, 07:08

Den Ampera hätten viele gewollt wenn er die Hälfte gekostet hätte. :?
Wie viel Spass macht dein Auto ?
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Re: Lars Thomsen: Ein "Muß" für E-Mobilisten

Beitragvon Twizyflu » Di 10. Mär 2015, 08:51

Ja der war viel zu teuer. :/
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Re: Lars Thomsen: Ein "Muß" für E-Mobilisten

Beitragvon e-lectrified » Di 10. Mär 2015, 19:59

Karlsson hat geschrieben:
Woran willst Du den Erfolg einer Firma denn sonst messen? Es ist kein Wohlfahrtsverein.


Wenn wir Tesla so messen würden, dann würde keiner mehr an die elektrische Revolution bei den Autos glauben...

Der Ampera ist doch mir ein umgelabelter Chevy Volt und da produziert Chevy dann jetzt munter die 2. Generation.


Richtig, aber Opel wird definitiv nicht mehr die zweite Generation in Europa vertreiben! Die werden nur den rein elektrischen Bolt-Ableger verkaufen. Warum wohl? "You cannot split the baby"...

Robert hat geschrieben:
Den Ampera hätten viele gewollt wenn er die Hälfte gekostet hätte. :?


Aber wie billger machen, wenn die Technik dahinter so kompliziert ist? Da beißt sich die Katze in den Schwanz :( ...
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Re: Lars Thomsen: Ein "Muß" für E-Mobilisten

Beitragvon Karlsson » Di 10. Mär 2015, 22:25

e-lectrified hat geschrieben:
Wenn wir Tesla so messen würden, dann würde keiner mehr an die elektrische Revolution bei den Autos glauben...

Wenn Du etwas differenzierter schaust, wirst Du da bei Tesla schon ein positives Ergebnis erkennen. Die machen ja nicht wie Opel mangels Nachfrage minus, sondern der Absatz sieht gut aus und das Minus ergibt sich nur durch die massiven Investitionen in die Zukunft - Gigafactory, Model III, Model X, Ausbau der Produktionskapazitäten, Ausbau der Supercharger.

Beim Ampera läuft dagegen der Verkauf einfach schleppend.

e-lectrified hat geschrieben:
Warum wohl? "You cannot split the baby"...

Für die Amis lässt sich das anscheinend ja doch ganz gut splitten.

e-lectrified hat geschrieben:
Aber wie billger machen, wenn die Technik dahinter so kompliziert ist? Da beißt sich die Katze in den Schwanz :( ...

Am Ampera ist ja nicht nur der Antrieb teuer. Bei dem ganzen Fahrzeug hatte ich da einen recht wertigen Eindruck und die meisten haben Vollausstattung. Der Wagen ist zb auch sehr gut gedämmt und war bei meiner Testfahrt auch bei 150km/h noch angenehm leise. Das kostet auch Geld, wäre bei einem Opel aber jetzt nicht unbedingt Pflicht gewesen.
Dazu wurde der Preis ja auch später deutlich gesenkt. Der Anfangs höhere Preis war wohl mehr veranschlagt, um die Entwicklungskosten wieder reinzuholen.
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Re: Lars Thomsen: Ein "Muß" für E-Mobilisten

Beitragvon e-lectrified » Mi 11. Mär 2015, 00:09

Also nur, dass wir uns verstehen: ich würde es auch viel lieber sehen, wenn Opel erfolgreicher wäre - mein erstes Auto war ein Opel Astra und das war ein ganz ein guter... der fährt immer noch im Ausland bei einem Verwandten von mir. Der Ampera hat keinen Nerv getroffen! Viel zu bieder, Technik zu komplex und damit zu teuer. Emotionen, Fehlanzeige. Der Adam (ich muss einen Verbrenner als Vergleich nehmen, weil es an Alternativen mangelt!) dagegen geht ab wie Schmidts Katze. Und das ist der Punkt: sexy muss das absatzstarke EV sein - nicht kompliziert! Wenn man sich mal Werbevideos vom Ampera anschaut, wie ein Hilfsmotor den nächsten unterstützt und hin und her... das ist alles andere als attraktiv, geschweige denn sexy. Sexy gewesen wäre damals ein Fahrzeug mit den Maßen zwischen Corsa und Astra, einem REX-Modell, wie es beim i3 gepflegt wird und ich denke dann hätte sogar der Preis gestimmt.

Was ich sagen will: du betrachtest das Thema m.E. viel zu eng - den Erfolg von EVs kann man nicht in Zahlen pressen und man muss ein Risiko eingehen, um zum Erfolg zu kommen. Als Ghosn beschlossen hat, dass Nissan EVs herstellt, haben ihn alle für wahnsinnig gehalten und nun steht er da und grinst sich eins angesichts der sich anbahnenden Konkurrenz von Apple und Google. Klar, er hat den richtigen Riecher gehabt und weltweit so viele EVs abgesetzt, wie alle anderen Hersteller zusammen (nach eigener Aussage... und selbst, wenn er übertreibt, so weit weg ist er da nicht von). Er hätte auch krass auf die Nase fallen können und keiner kann sagen, dass es von der ersten Stunden an rosig aussah für den Leaf. Inzwischen hat er mit dem e-NV sogar noch einen draufgesetzt, wenn auch m.E. etwas zu konservativ von der Akkukapazität her (eigentlich sehr schade, weil einen 1a Markt hätte er, denn die Gewerbekunden scharren jetzt schon alle mit den Hufen und wollen elektrisch werden, WEIL ES SICH RECHNET!).
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Re: Lars Thomsen: Ein "Muß" für E-Mobilisten

Beitragvon Rudi L. » Mi 11. Mär 2015, 09:26

ich glaube ein Sargnagel für den Ampera war das Styling. Dieses Kofferfischdesign wie beim Prius und dem einen Honda ist nicht jedermanns Sache.

Hätte man die Technik z.B. im Insignia verbaut, in allen Karosserievarianten, der Erfolg wäre höher gewesen. Weil mehr Nutzwert und gefälligeres Design.

Ein weiteres Problem, Opel baut mittlerweile seit über 15 Jahren wieder sehr gute Autos, hat es aber nicht geschafft dies so zu kommunizieren, daß es vom Markt verstanden wird. Rein vom Marketing machen die aus meiner Sicht einen ZickZack Kurs. Mal "leben sie Autos" dann sind wieder "Umparkwochen". Bei Modellwechsel brechen sie aus meiner Sicht zu radikal mit dem Stil des Vorgängers. Das können andere Hersteller deutlich besser.

Schade um die Marke, da steckt bestimmt viel Potential drin.

Grüße
Rudi
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Re: Lars Thomsen: Ein "Muß" für E-Mobilisten

Beitragvon mutle » Mi 11. Mär 2015, 11:50

Während Chevy den Preis des Volts mehrmals gesenkt hat und insgesamt relativ günstig anbietet ist Opel immer noch sehr nahe am Startpreis des Amperas. Erst mit den Preissenkungen hat sich der Volt in Amerika etabliert. Der Ampera war immer deutlich zu teuer.
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Re: Lars Thomsen: Ein "Muß" für E-Mobilisten

Beitragvon E-Fan » Mi 11. Mär 2015, 13:01

e-lectrified hat geschrieben:
... Der Adam...dagegen geht ab wie Schmidts Katze. ...

Der VW-up geht ab wie Schmidts Katze, der Fiat 500 geht ab wie Schmidts Katze, der Seat Mii geht ab wie Schmidts Katze.

Das liegt alles zu 95% am erschwinglichen Preis für die Fahrzeugklasse. Irgendwelche Designdetails, die Technik usw. dürften in dieser Liga völlig wurscht sein; Hauptsache, dass Ding ist neu, bezahlbar und fährt wasserdicht von A nach B.
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