E-Kennzeichen ad absurdum?

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Re: E-Kennzeichen ad absurdum?

Beitragvon eDEVIL » So 27. Aug 2017, 20:16

Bei PHEV sollten folgende mindestvorausetzungen gelten.
Reichweite el. min. reichweite Verbrenner /2 nach NEFZ
Leistung eAntrieb > Leistung Verbrenner
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Re: E-Kennzeichen ad absurdum?

Beitragvon zoppotrump » So 27. Aug 2017, 21:02

eDEVIL hat geschrieben:
Bei PHEV sollten folgende mindestvorausetzungen gelten.
Reichweite el. min. reichweite Verbrenner /2 nach NEFZ
Leistung eAntrieb > Leistung Verbrenner

Das halte ich für falsch und zwar darum:

Reichweite: Mit einem relativ kleinen Tank schafft man heute locker 500km. Nach Deiener Formel müsste der Akku also für 250km reichen. Bei ca. 20KW/100km wären also ein 50KWH Akku nötig.
--> a) wozu? Der Elektroteil des Wagens ist prädestiniert für die Stadt und nicht für die Autobahn. Eine Reichweite von 250km braucht kein Mensch für die Stadt. Da reichen weniger als 100km locker, sofern man nicht Taxifahrer ist. Wie gesagt komme ich derzeit mit 30km Reichweite aus. Klar, mehr wäre schöner, aber da kommen wir zu Punkt b...
--> b) Mehr Akku bedeutet ein schwereres Auto und in Kombination mit a) unnötiges Gewicht. Die Autos sind heute schon sehr schwer und verbrauchen damit wieder mehr Energie. Das Verhältnis noch weiter zu verschlechtern halte ich für den falschen Weg.

Leistung: Jeder downgesizde Turbomotor für die Autobahn auf der Langstrecke hat locker 150 bis 250 PS. Siehe Mercedes, BMW, Volvo, VW, etc. Nach Deiner Formel müsste der E-Motor also noch mehr Leistung haben. Wozu?
Mein E-Motor hat derzeit 116 PS und das reicht von 0 bis 130 km/h locker aus. Im idealen Betriebsumfeld Stadt reicht das erst recht. Da brauche ich nicht noch mehr. Bin so schon fast immer der flotteste an der Ampel mit dem direkten Anzug des E-Motors.

Von daher halte ich Deine Formeln für den idealen Einsatzzweck eines PHEV für kontraproduktiv und daher falsch.
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Re: E-Kennzeichen ad absurdum?

Beitragvon sensai » Di 29. Aug 2017, 08:15

Mein Nachbar hat ganz stolz "Hallo Kollege" über den Zaun gerufen, als er seinen Porsche PHEV bekommen hat.
Ein Jahr und später hat er zugegeben, dass er sein Auto nur einmal aufgeladen hat. Und zwar, bei der
Fahrzeugübergabe beim Händler......
Gefördert, geringere KFZ - Steuer, Parkgebührenbefreit, aber hier in AT zumindest kein grünes Kennzeichen.
?????
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Re: E-Kennzeichen ad absurdum?

Beitragvon Karlsson » Di 29. Aug 2017, 08:39

sensai hat geschrieben:
Ein Jahr und später hat er zugegeben, dass er sein Auto nur einmal aufgeladen hat. Und zwar, bei der
Fahrzeugübergabe beim Händler......

Extreme Ausnahme.
Nichtsdestotrotz sollten mindestens 50km in der Realität (ab 2020 100km) und ein E-Motor als Hauptantrieb (größere Leistung als der Verbrenner) nötig sein für ein E-Kennzeichen und nicht Phev, die nach NEFZ 30km und im wirklichen Leben 18km schaffen.
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Re: E-Kennzeichen ad absurdum?

Beitragvon eDEVIL » Di 29. Aug 2017, 09:06

@zoppotrump man sollte sich mal von den aktuell üblichen "Schweinereien" lösen.

Um die Formel zu erfüllen muss man ja keinen riesen Akku einbauen, sondern einfach den tank verkleinern.
Damit steigt halt auch den Ansport für den Nutzer über die Sinnhaftigkeit der vielen tankstops anchzudenken. :twisted:

20 kWh netto Akku und 30l Tank wären doch ok.

Thema Motorleistung. ziel sollte es ja beim PHEV sein, das der VErbrenner möglichst wenig läuft und auch mit möglichst wenig Abgas(umwletgiften d.h. kein rauspressen von möglichst viel leistung aus kleinem hubraum, sondern brauchabre Dauerleistung für die Langstrecke. Den Rest erledigt der eMotor. Der Ansatz vom Outlander ist da schon ganz gut oder wie beim i3 Rex nur einen Benzingenerator nehmen

Luxusbeispiel Porsche Panamera Torbo S e-hybrid

aktuell: 8 Zylinder 404 kW Verbrenner 100kW eMotor 16,2 kwh/100 9,4 l/100 km (wert vom turbo ohne "e") 80l Tank, Akku 14 kwh

Ziel: 6 Zylinder mit 243 KW entsprechend auf Umweltfreundlich herunter optimiert auf 200 KW (Damit ist man kein verkehrshindernis)
Dazu vorn und hinten jeweils 150 KW eMotor
Akku 28 kwh netto = ~170 km NEFZ und Tank 32l
Ladung mit CCS max 70 KW

Besser wäre allerdings, wenn man man einen 4 zylinder wie im macan nehmen würde und denn entsprechend zähmt, feste übersetzung und 2x250kW eMotor mit 40 kwH netto Akku und Ladung CCS 100KW

Dann packt man auch bei sehr sportlicher Fahrweise 80-100 km und der Verbrenner läuft dann nur noch auf der Autobahn
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Re: E-Kennzeichen ad absurdum?

Beitragvon zoppotrump » Di 29. Aug 2017, 10:36

Den Benzintank zu verkleinern halte ich für völligen Quatsch. Das wäre reine Schickane. Denn wenn ich 400km zur Oma über die Autobahn fahre, dann muss ich das mit einem PHEV über den Verbrenner lösen. Dazu ist er ja da und er hat dort auch einen guten Wirkungsgrad. Wenn man den Tank verkleinert, könnte ich diese Strecke dennoch nicht elektrisch fahren. Außer Schikane wäre also nix gewonnen.

Die Sache mit der Leistung verstehe ich noch immer nicht. Wozu mehr Leistung des E-Motors fordern, wenn sie heute doch schon ausreicht. Und das Beispiel mit dem Porsche ist ein extremes Randthema. Das ist doch kein Massenmarkt. Solche plakativen Beispiele klingen immer toll, aber kann man IMHO aufgrund der geringen Relevanz vernachlässigen.
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Re: E-Kennzeichen ad absurdum?

Beitragvon Toumal » Di 29. Aug 2017, 11:42

Ganz einfache Loesung:

1) Laden in D sollte fuer alle Autos mit Stecker (egal ob E-Kennzeichen oder nicht) moeglich sein, ausser ein Betreiber sieht z.b. vor dass seine Schnelllader nur mit einer gewissen Mindestleistung verwendet werden duerfen.

2) E-Kennzeichen sollte es in D nur fuer reine Elektroautos geben.

So ist es in Oesterreich geloest und ich halte das fuer den richtigen Weg. Ein Auto dass am Ladeplatz steht und nicht angesteckt ist hat dort nichts verloren - egal ob BEV, PHEV oder Verbrenner. Um das zu erkennen braucht es kein E-Kennzeichen. Warum in Deutschland selbst ein Tesla ohne E-Kennzeichen an der Ladesaeule eine Strafe bekommt ist nicht mit Logik zu erklaeren.
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Re: E-Kennzeichen ad absurdum?

Beitragvon 150kW » Di 29. Aug 2017, 11:50

Warum in Deutschland selbst ein Tesla ohne E-Kennzeichen an der Ladesaeule eine Strafe bekommt ist nicht mit Logik zu erklaeren.
Woher soll man denn sonst einwandfrei erkennen das es sich um ein E-Fahrzeug handelt?
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Re: E-Kennzeichen ad absurdum?

Beitragvon eDEVIL » Di 29. Aug 2017, 12:17

150kW hat geschrieben:
Warum in Deutschland selbst ein Tesla ohne E-Kennzeichen an der Ladesaeule eine Strafe bekommt ist nicht mit Logik zu erklaeren.
Woher soll man denn sonst einwandfrei erkennen das es sich um ein E-Fahrzeug handelt?

Am verbundenen Typ2 stecker und dem aktiven ladevorgang? :twisted:

@zoppotrump MAssive Umweltvershcmutzung wird dem Nutzer von Stinkern viel zu leicht gemacht. Nach 300km fahrt ist ein Pause auch für die gesundheit des Fahrer und der VErkehrssicherheit dienlich. ;)

Es muss ja nicht unbedingt die Leistung des eMotos gesteigert werden, wenn diese genügt . Warum muss beispielweise ein Passat GTE einen 1.4 l 115 KW Benziner haben? Da genügen doch auch 1.2l 70KW und dann passt das doch mit bem 85KW eMotor.
Oder den 1.4er eben mehr auf sparsam und Abgasarm trimmen.

Für ein brauchbares Autobahnreisetempo sollten 70KW doch genügen und fürs Beschleunigen hat man den eMotor
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Re: E-Kennzeichen ad absurdum?

Beitragvon zoppotrump » Di 29. Aug 2017, 12:29

eDEVIL hat geschrieben:
@zoppotrump MAssive Umweltvershcmutzung wird dem Nutzer von Stinkern viel zu leicht gemacht.

Wenn ich mit einem downgesizten Benzinmotor über eine deutsche Autobahn fahre und das Auto idealerweise noch mit mehreren Personen besetzt ist, hat das mit massiver Umweltverschmutzung nichts zu tun. Genau dann ist ein moderner Verbrenner sogar recht effizient.
Dazu gabs erst neulich hier das Video wieder des Professors von der TUM und seinem Vortrag vor der IFO.
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