Diskussion um Fahrstromtarife

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Diskussion um Fahrstromtarife

Beitragvon Themse » Di 21. Nov 2017, 22:43

Ich finde es zwar auch ganz nett, dass man sich mit dem Naturstromaufkleber auf dem Elektroauto
ein paar €uros im Jahr bei der Stromrechnung gutschreiben lassen kann,
aber insgesamt finde ich, halten sich die gesamten Ökostromanbieter, nicht nur Naturstrom,
bei der Elektromobilität ziemlich zurück :-(

Ich bin der Meinung, dass es höchste Zeit ist, dass für Elektroautos spezielle Fahrstromtarife angeboten werden.

Elektroautos müßten dafür, ähnlich wie es schon seit Jahrzehnten bei Elektrospeicherheizungen möglich ist,
als "abschaltbare Last" klassifiziert werden und somit könnte der Fahrstromtarif deutlich billiger
als der normale Haushaltsstrom angeboten werden.
Bei Nachspeicherheizungstarifen gibt es zB. die kWh schon zwischen 16 und 20 €ent.

Solche Preise würden die Attraktivität der Elektromobilität natürlich deutlich steigern
und wären ein erster Schritt der Elektromobilität in Richtung "Regelenergie für die Netzstabilität".

Außer dem Ökostromanbieter Lichtblick macht sich jedoch offensichtlich kein weiterer Ökostromanbieter
dafür stark, dass das Elektroauto als "abschaltbare Last" klassifiziert wird.

Es kommt mir dabei so vor, als ob sich die "alten Kämpfer gegen Atomkraft" noch nicht so richtig
mit der Elektromobilität anfreunden können, obwohl dies doch Wasser auf ihre Mühlen ist !?

Eigentlich müssten die Ökostromanbieter schon aus Eigeninteresse, sich für diese Sache stark machen
und gemeinsam beim Wirtschaftsminister sich dafür stark machen.

Wer soll es denn sonst machen :-(
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Beitragvon Fluencemobil » Di 21. Nov 2017, 23:14

Meines Wissens sind Elektroautos schon eine ganze Weile (2016) als abschaltbare Last eingeordnet. Das Problem in thüringen ist nur, das wir nur feste schaltzeiten haben, an denen immer geschaltet wird. Das die Option sein Auto von 17-20 Uhr gar nicht laden zu können Käse ist, haben unsere Stadtwerke schon nach ein paar Wochen gemerkt und den Tarif wieder geändert.

In der Regel würde ja schon ein vernünftiger NT/HT Tarif reichen, da die meisten Autos ja sowieso über Nacht geladen werden und der ladebeginn im Auto oder der App eingestellt werden kann.( leider nicht im fluence.)
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Re: Naturstrom.de - Infos zur eMobilität

Beitragvon Poolcrack » Di 21. Nov 2017, 23:27

Bei Netze BW (wichtiger Stromnetzbetreiber in Baden-Württemberg) kann man 100 € einmalig und 4,11 Cent pro kWh an Netzentgelten sparen, wenn man eine Box zur Notabschaltung der Ladebox installiert: https://www.netze-bw.de/Hausanschluss/Ladepunktbonus
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Re: Naturstrom.de - Infos zur eMobilität

Beitragvon Themse » Mi 22. Nov 2017, 00:07

Ich sehe gerade, dass ich die falschen Begriffe verwendet habe.
Es handelt sich nämlich richtg formuliert um
[url]festinstallierte unterbrechbare Verbrauchseinrichtung[/url]
und da sollen Elektroautos tatsächlich dazuzählen :-)

Jetzt muss ich doch mal mit meinen Stromanbietern reden, wie das von Ihnen gehandhabt wird !??

Netze BW hat da ja klare Vorgaben, aber der stromanbieter muss ja auch noch mitmachen.

Mein Netz wird jedoch von den Stadtwerken betrieben.

Werde morgen mal bei denen anfragen, wie das gehandhabt wird.

Hat hier im Forum denn schon jemand einen speziellen Fahrstromtarif ?

Und wenn ja, bei welchem Anbieter ?
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Re: Naturstrom.de - Infos zur eMobilität

Beitragvon wp-qwertz » Mi 22. Nov 2017, 10:03

Themse hat geschrieben:
...
Ich bin der Meinung, dass es höchste Zeit ist, dass für Elektroautos spezielle Fahrstromtarife angeboten werden.
...


klar, dass wäre natürlich spitze :!: aber weil es das eben bisher mW nicht wirklich gibt, ist mein naturstromanbieter mir der liebste - vor allem wegen der quellen des stroms :D

dann: hier bitte nicht weiter darüber diskutieren.
hier geht es "nur" um die infos vom anbieter.
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Re: Naturstrom.de - Infos zur eMobilität

Beitragvon Ladeheld » Mi 22. Nov 2017, 16:49

Themse hat geschrieben:
Ich bin der Meinung, dass es höchste Zeit ist, dass für Elektroautos spezielle Fahrstromtarife angeboten werden.

Elektroautos müßten dafür, ähnlich wie es schon seit Jahrzehnten bei Elektrospeicherheizungen möglich ist,
als "abschaltbare Last" klassifiziert werden und somit könnte der Fahrstromtarif deutlich billiger
als der normale Haushaltsstrom angeboten werden.
Bei Nachspeicherheizungstarifen gibt es zB. die kWh schon zwischen 16 und 20 €ent.


Guter Hinweis. Generell ist sauberer Strom zu sehr belastet, ganz im Gegensatz zum Kohlestrom.
Auch die 2 Cent Stromsteuer sind nicht mehr zeitgemäß. Die Stromsteuer sollte dringend durch eine CO² Abgabe ersetzt werden. Sehr gut hier erklärt:

https://co2abgabe.de/

Mit dieser CO² Abgabe würden auch die BEVs und Naturstrom gleich sehr viel besser abschneiden. Wie meint dazu Bene Müller von Solarcomplex:

Bene Müller

"Was die Verschmutzung unserer Umwelt angeht, haben wir zwei zivilisatorische Selbstverständlichkeiten umgesetzt: Feste Abfälle werden nicht mehr "in den Wald geschmissen", sondern einer geregelten Müllabfuhr zugeführt. Und bezahlt. Flüssige Abfälle werden in die Kanalisation geleitet und für deren Reinigung wird ebenfalls bezahlt.
Der dritte Schritt fehlt noch, denn gasförmige Abfälle - insbesondere aus der Verbrennung fossiler Energien - dürfen nahezu kostenlos in die Atmosphäre "entsorgt" werden.
Warum das so ist? Wir sind Augenwesen und gasförmige Abfälle sieht man nicht. Das muß sich ändern, auch für diese brauchen wir selbstverständlich ein Preisschild. Das ist die CO2-Abgabe."

Auch Naturstrom unterstützt übrigens diese Initiative. 8-)
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Beitragvon zitic » Do 23. Nov 2017, 01:26

Als Stromanbieter sollten sie in aller erster Linie den Ausbau der EE voranbringen. Die echten Ökostromler(Naturstrom, Lichtblick, Greenpeace, EWS und wohl jetzt auch Polarstern) sind ja recht kleine Rädchen und entsprechend hoffe ich da eher auf entsprechende Investionen in die Erzeugung. Da sind große Ausgaben in extra Gebiete wie EV-Förderung eher falsch angesiedelt. Solche kleinen Dinge wie die Naturstromwerbe-Aktion finde ich da in Relation schon viel und sinnvoll, da die Unkosten mit dem deutlich höheren Umsatz dann wahrscheinlich auch einigermaßen eingespielt werden können.

Ansonsten wird es ja schon wieder problematisch mit entsprechender Tarifierung. Tag/Nacht sehe ich da noch als einigermaßen machbare Möglichkeit ohne zu vielen Aufwand, der die Vorteile frisst.


Dabei muss man aber beachten, dass sich das generell für Anbieter nicht mehr so rentiert wie früher, weil der Tag/Nacht-Preishub nicht mehr so da ist wie früher. Da beklagen sich ja schon die alpinen Wasserkraftbetreiber trotz oft abgeschriebenen Anlagen, dass sich’s nicht mehr rechnet.

Und bei den echten Ökostromlern kann da auch nicht so wie bei anderen hin und hermanipuliert werden. Da kommen die günstigen Nachttarife von den unflexiblen konventionellen Kraftwerken, die in der Nacht ausgelastet werden müssen. Entsprechende Ökostromtarife sind da ja nur Bilanztricks.

Bei den echten fällt die Erzeugung halt z.T. nicht konstant an. Entsprechend wären komplett flexible Mechanismen angesagt mit Smartmeter, was im Kleinbereich rein von Verwaltung und Betrieb alle Vorteile frisst und dann für den Verbraucher auch weniger attraktiv. Nachts steht der Wagen eh in der Garage für den NT, aber wenn es dann auf ein mal Mittags günstig und abends relativ teuer wird .

Sind halt wieder einige der grundsätzlichen Probleme von EV + Smartmetering im kleinen(privaten) Bereich.
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Re: Naturstrom.de - Infos zur eMobilität

Beitragvon E-lmo » Do 23. Nov 2017, 09:14

Hier mal ein Beitrag zum Betrieb der Wallbox als abschaltbare Last:
ladeequipment/private-wallbox-als-steuerbare-verbrauchseinrichtung-t22951.html

Ab dem zweiten e-Auto werde ich das so lösen. Noch ist mir der Aufwand für die Installation eines zusätzlichen Zählers zu aufwändig.
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Re: Naturstrom.de - Infos zur eMobilität

Beitragvon wp-qwertz » Do 23. Nov 2017, 09:48

habe um abtrennung der diskussion gebeten, weil nicht mehr zum thema "naturstrom-news" dazugehörig.
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