Die Story im Ersten: Das Märchen von der E-Mobilität

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Re: Die Story im Ersten: Das Märchen von der E-Mobilität

Beitragvon Elektrolurch » Mo 10. Aug 2015, 18:48

Super Bericht! Entlarvend. So Klartext ist in den Medien (noch) selten.
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Re: Die Story im Ersten: Das Märchen von der E-Mobilität

Beitragvon beemercroft » Mo 10. Aug 2015, 19:03

Die Sache mit dem Smart ED erinnert stark an den EV1. Den konnte man auch nicht liefern, obwohl die Kunden das Teil kaufen wollten, im Nachgang hiess es dann, die Nachfrage sei zu gering :roll:
Tesla Model X 75D, BMW i3 REX 21 KWh, Tesla Model 3 reserviert am 31.03.2016.
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Re: Die Story im Ersten: Das Märchen von der E-Mobilität

Beitragvon ElectricRevolution » Mo 10. Aug 2015, 19:08

War schon interessant!
im Kern ist es doch ganz klar ein Politisches problem. Die lässt sich von den Herstellern an der Nase herumfühen....
Das die Batterietechnologie aber jetzt quasi nur noch aus Asien kommt, ist echt ein Armutszeugnis!!
Und statt dass Fördergeld sinnvoll auszugeben, schmeißt man es für überteuerte Ladesäulen wie die BMW Säule für 900.000,- raus. :wand:
Mercedes F 015: https://www.youtube.com/watch?v=dZSMmYnKtBA
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Re: Die Story im Ersten: Das Märchen von der E-Mobilität

Beitragvon TimoS. » Mo 10. Aug 2015, 19:15

Arrggh, ich hätte es mir nicht ansehen sollten. Gerade der letzte Teil zeigt doch wieder wie sich de Politik von der Industrie einlullen lässt. Da hat keiner mal die Eier was dagegen zu unternehmen. :wand: :evil:
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Re: Die Story im Ersten: Das Märchen von der E-Mobilität

Beitragvon Elektromote » Mo 10. Aug 2015, 19:19

Schön das hier die gleichen Leute in drei verschiedene Threads posten. Wo sind die Moderatoren?
Zoe 2013 (neuer Motor)
Der Übertragungsnetzausbau wird nur durch einen langfristigen Blackout Akzeptanz finden.
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Re: Die Story im Ersten: Das Märchen von der E-Mobilität

Beitragvon Eagle_86 » Mo 10. Aug 2015, 19:40

Wenn die Fördermittel vom Bund nicht an die Geldschwangeren Hersteller gegangen wären, sondern eine Kaufförderung damit erzeugt worden wäre, würden jetzt mehr e-Autos fahren.
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Re: Die Story im Ersten: Das Märchen von der E-Mobilität

Beitragvon Cavaron » Mo 10. Aug 2015, 19:42

Also die Kritik an den deutschen Autobauern und an der verkorksten Förderungspolitik der Bundesregierung - alles auf den Punkt, astrein.

Aber etwas Manöverkritik gibt es doch. Da werden wieder Ladesäulen vor Ort optisch gesucht (hab keine gesehen... jetzt frag ich mal ne App), dann filtert man nach >43kW Lademöglichkeiten und landet offenbar doch an einer mit 20kW und bei der angezeigten Ladezeit wird das Balancing mit eingerechnet (Schnellladezeit wird üblicher Weise bis 80%). Eine Mutter klagt, dass sie ihr Kind mit dem Auto nicht ins Krankenhaus bringen konnte (ja, alltägliche Situation... nur schön Ängste schüren... ist ja auch nicht so, dass man einen Krankenwagen rufen sollte weil man in der Situation als Autofahrer sowieso nicht mehr rational lenken kann). Dann führt man eine Uni-Entwicklung aus Carbon vor, die elektrisch 160km für 16.000 Euro Kaufpreis im Jahr 2020 können soll. Kann das der Zoe nicht heute schon?

Ok, in diesem Fall diente die Dramatisierung zum bashing der deutschen Verpennerindustrie... aber ich wäre zufriedener wenn die deutsche Medienlandschaft ohne solch billigen Mittel funktionieren könnte. Zumal die Aussage der deutschen Hersteller schon die Knüller schlechthin waren: Wir sind Technologieführer... aber kaufen unsere Akkus in Asien und die Antriebsstränge von Tesla - klasse :lol: Wer muss da noch dramatisieren?
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Re: Die Story im Ersten: Das Märchen von der E-Mobilität

Beitragvon rolandk » Mo 10. Aug 2015, 19:44

Wer hätte gedacht, das mir der Gabriel mit einer Aussage mal sympatisch wird.... Wenn daraufhin wenigstens was passieren würde. Aber ich vermute das war ein Lippenbekenntnis und es steckte wie bisher auch nichts dahinter. Aber der Spruch war schon gut: "die Chinesen haben uns beim Transrapid gezeigt, das der nicht nur im Kreis fahren kann, sondern auch geradeaus, das darf uns nicht noch einmal passieren"

Und wer einmal die Möglichkeit hatte mit dem Transrapid zu fahren (ich hatte es), der kann auch nicht verstehen, das dieses Projekt, was es schon seit den 50er Jahren in Deutschland gab, hier nicht umgesetzt wurde.

Hoffentlich kapieren die deutschen Hersteller endlich mal, das auch sie wie Nokia enden können. Größe schützt nicht. Das mußten auch schon Telefunken und Quelle bitter feststellen.

Ich fand den Bericht sehr interessant, wobei ich ich viele Dinge auch schon über das Forum oder in Gesprächen bestätigt bekomme hatte.

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Re: Die Story im Ersten: Das Märchen von der E-Mobilität

Beitragvon Pivo » Mo 10. Aug 2015, 19:53

Im grossen und ganzen war es wohl für einen "investigativen" TV-Bericht eines Deutschen Senders okay.
Insbesondere wenn man es mit dem vergleicht, was bisher so kam.
Der Kernpunkt, dass die Deutsche Industrie nicht wirklich will und wenn, dann nur nach Münzeinwurf seitens der Politik, wurde schon getroffen.

Was ich gut fand:
Dass die Fahrer im Prinzip die EVs gerne fahren/kaufen würden.
Man redet auch nicht mehr vom Steckerchaosmärchen und der Bericht ist ohne Abschlepper ausgekommen.

Was mir nicht gefallen hat:
Die Überbetonung vom Umwelt/CO2-Aspekt.
Die Sticheleien mit dem Kind und dem Krankenhaus (wann fährt schon jemand einen mit dem privaten PKW im Notfall ! ins KKH) oder der vermeintlichen Schnellladesäule.

Was ich gerne gesehen hätte:
Ein paar vergleichende Hinweise auf Leafs, ZOEs und SoulEVs, anstatt nur von Japanern bzw. Franzosen zu reden.
Ein, Zwei Vergleichszahlen bzw. "die gibts auch noch" hätten schon gereicht.
Weiterhin hätte ich gerne ein paar Protagonisten gesehen, die schon länger EV fahren.
Imho lernt man mit einem lediglich geliehen EV in nur 14 Tagen nicht, wie man damit richtig umgeht bzw. es ausreizt.
Auch einen deutlicheren Hinweis auf den Fahrspass und das schöne Fahrgefühl u.a. der Entschleunigung kam zu knapp.

Überhaupt war der Grundtenor wieder leicht negativ, was zwar an die Industrie und Politik gerichtet war, aber beim Michel eher so ankommt, dass es (noch) nix taugen würde.
Was ich immer wieder vermisse ist die Betrachtung der nichtlinearen Entwicklung.
Ganz ganz grob bzw. sehr stark vereinfacht haben wir seit 2010 etwa eine jährliche Verdoppelung der Zulassungen.
Das ist eine exponentielle Steigerung, aber Politiker und insbesondere Journalisten können eben nicht exponentiell denken.
Denn nimmt man mal einen gerundeten Bestand von 25000 EV Anfang 2015 an, dann wären wir Anfang 2021 bei 1,6Mio, vorausgesetzt die Entwicklung ginge mit einer jährlichen Verdoppelung so weiter (was sie nicht ganz tut).
Bin mal auf den Schub durch die neuen Modelle um 2017/18 gespannt.
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Re: Morgen in der ARD

Beitragvon Poolcrack » Mo 10. Aug 2015, 19:56

Beschwert Euch bei den Politikern wofür Subventionen ausgegeben werden. Auch in Frankreich, Japan und USA erhalten Automobilbauer großzügige Subventionen, auch Tesla. Mir ist schon klar, dass Tesla das Geld für umweltfreundlichere Technologien sinnvoller ausgibt. Subventionen sind also nicht automatisch schlecht, aber immer umstritten. Besonders in D sind aber Politiker scheinbar uninformiert, träge (konservativ statt progressiv) und/oder oportunistisch statt wirklich nach vorne zu blicken.
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