Die Ladeleistungsdiskussion

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Re: Die Ladeleistungsdiskussion

Beitragvon MarkusD » Sa 15. Nov 2014, 17:24

Rudi L. hat geschrieben:
MarkusD, ich benenne hier einen Misstand und ...

Zum zusammenkommen, ich geb Dir gerne einen Tag die Zoe und ...
Ein Mißstand ist das wohl nur aus deiner Sicht. Daher solltest du die Aussage oben umformulieren. Du wirst wohl kaum für alle E-Fahrer sprechen.

ZOE fahren?
Habe ich doch schon längst. Ich kann hier auf einen Pool der unterschiedlichsten E-Fahrzeuge zurückgreifen, sofern mir die jeweiligen Besitzer das Fahrzeug zum Ausprobieren überlassen.

Gruß
Markus
MarkusD
 

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Re: Die Ladeleistungsdiskussion

Beitragvon joa » Sa 15. Nov 2014, 18:13

Boah, was geht hier denn ab? Muss ich jetzt schon Angst haben, nur aufgrund meines Pseudonyms hier gedisst zu werden? Eine Arroganz der Zoe-Fahrer habe ich eigentlich in diesem Forum bisher noch nicht feststellen können, ich glaube, es sind hier eher einige Persönlichkeiten, die nicht so ganz gut miteinander können.

Ich habe mir nun aus ganz persönlichen Gründen eine Zoe angeschafft (und hatte vorher einen i-MiEV), weil ich so das VORHANDENE Ladenetz in Deutschland am besten ausnutzen kann. Ich komme mir deswegen nicht besser oder schlechter vor als andere E-Mobilisten. Ist es denn nicht so, dass wir letztendlich gleiche Interessen haben, nämlich die, wenn wir längere Strecken fahren, schnellladen zu können? Ist ja o.k., wenn manche mit einem Radius um die heimische Steckdose mehr oder weniger zufrieden sind, aber andere wollen eben das meiste oder auch alles elektrisch fahren (wir haben z.B. nur noch die Zoe, ansonsten noch eine Stadtmobil-Mitgliedschaft).

Die einen sagen eben, ich muss nehmen, was es zur Zeit gibt, und kaufe deshalb z.B. eine Zoe, den anderen gefällt der Leaf besser und sie hoffen, dass es bald mehr Chademos gibt und die nächsten setzen eben auf CCS. Die Auswahl der Fahrzeuge ist eben einfach noch nicht so riesig, so muss man sich irgendwie entscheiden. Aber die Interessen sind doch die gleichen.

Aber, bedenkt mal Folgendes: immer, wenn man von E-Autos spricht, schreien doch alle nach Reichweite. Ich unterstelle mal, die meisten von uns wären über 250 oder auch 300 km nicht ganz unfroh. Das geht aber nur mit größeren Batterien. Es will aber doch ernsthaft keiner eine 40 kWh-Batterie oder größer an der Schukodose aufladen. Auch, wenn derzeit noch viele Autos an Schuko laden oder laden können, bei größeren Batterien kommt man mit 230 V einphasig auf Dauer nicht weiter. Also muss auch die entsprechende Ladeinfrastruktur vorhanden sein. Von daher verstehe ich auch die Leute gut, die sagen, 2 x 11 kW bringt mir nichts, eben auch in die Zukunft gedacht.

Ich habe das Glück, dass meine "Stammtankstelle" im benachbarten Bruchsal meistens frei ist (es gibt dort zwei sehr günstige Parkhäuser mit kostenlosem Strom). Aber vor einiger Zeit ist es mir auch passiert, dass ich eine Zoe auf dem Ladeplatz gesehen habe, die noch nicht mal eingestöpselt war (da konnte ich gleich mal eine meiner netten Hinweiskarten für Falschparker hinterlassen), das Parkhaus war voll und da hat der Kollege wohl auch nicht richtig nachgedacht. Aber nett ist das genauso wenig, wie wenn ein Verbrenner den Stellplatz zuparkt.

Also, kriegt Euch wieder ein, die Interessen von uns allen sind doch: Schnellladen bei Bedarf (egal, ob AC oder DC) und freier Zugang zu Ladesäulen. Mir ist das auch wurscht, ob jetzt ein Verbrenner, ein nicht angestöpseltes E-Auto oder ein angestöpseltes E-Auto die Ladesäule besetzt. In allen Fällen ist für mich erstmal die Konsequenz, dass ich nicht laden kann. Ob ich jetzt 1,5 oder 4 Stunden warten müsste, ist mir auch egal, weil beides indiskutabel ist. Und das kann nur dadurch verbessert werden, dass ich gleich im nahen Umkreis die nächste Säule finde, d.h. entweder ist eben (innerstädtisch) die Dichte so groß, dass man nach möglichst kurzer Suche was freies findet oder es sind (außerstädtisch) am besten Mehrfachladestationen à la SC.

Ich hatte gestern ein Telefonat mit der Pressedame der VR Südpfalz, weil mir auch gar nicht gefiel, dass deren neue Ladesäule in Landau im kostenpflichtigen Parkhaus steht, das noch dazu abends und sonntags geschlossen ist. Die arme Dame war ein bisschen unglücklich, dass sie (nicht nur von mir) Kritik einstecken musste, obwohl sie doch der Meinung war, sie täte Gutes. Da gibt's also noch einiges an Aufklärungsbedarf, darauf sollten wir unsere Energie lenken.

Ich vergleiche die Situation mal gedanklich mit Benzin-Tanken:

-für jede Tankstelle brauche ich eine eigene Tankkarte (nix Bezahlen mit EC)
-jede zweite Tankstelle ist abends/nachts/sonn- und freitags geschlossen oder gleich ganz außer Betrieb
-die Zapfsäulen sind oft durch Dauerparker belegt und daher nicht zu nutzen
-nur an ungefähr jeder 10. Tankstelle kann ich Diesel tanken
-während des Tankvorgangs werden zusätzlich Parkgebühren verlangt

Hört sich ein bisschen pervers an, aber ist ja genau unsere Situation und - wohl gemerkt - ich habe gar nichts von der Analogie zur Ladegeschwindigkeit unserer Autos geschrieben. Schnell- oder Langsamladen bleibt jedem selbst überlassen, aber hätten wir die o.g. Probleme nicht, müsste es hier auch gar keine Diskussion über "Schnarchlader" geben.

Also, kriegt Euch doch wieder ein (mit Bier oder ohne).

Grüße, Joachim
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Re: Die Ladeleistungsdiskussion

Beitragvon stromer » Sa 15. Nov 2014, 19:17

April2015 hat geschrieben:
Das ganze Problem erledigt sich von selbst. Es wird in Zukunft Schnellladesäulen geben mit mehr als 40 kW.

Wo ? In Deutschland ? Gibt es da Neuigkeiten ?

April2015 hat geschrieben:
Aktuell herrscht noch ein Durcheinander, aber das legt sich. Auch die Definition was schnell und was langsam ist fehlt noch. Bei BMW (i3) wird die Schnellladeoption kostenpflichtig für 4,6 kW AC angeboten. Bei Tesla sind 11 kW sicherlich noch keine Schnellladung. Dort gibt es dann den Doppellader optional für 22 kW AC.


Selbstverständlich gibt es diese Definition. Schnellladen ist mind. 2C, also bei den üblichen Akkugrößen 50 kW. Beim BMW bezieht sich die Schnellladeoption auf die DC-Ladung und da ist der Doppellader lediglich zusätzlich im Paket. Es sind übrigens nicht 4,6 sonden 7,4 kW.
Und auch bei Tesla wird der Doppellader nicht als Schnelllader bezeichet. 4 Stunden Ladezeit ist nicht schnell.,
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Re: Die Ladeleistungsdiskussion

Beitragvon eDEVIL » Sa 15. Nov 2014, 19:21

Zoe-Fan hat geschrieben:
-für jede Tankstelle brauche ich eine eigene Tankkarte (nix Bezahlen mit EC)
-jede zweite Tankstelle ist abends/nachts/sonn- und freitags geschlossen oder gleich ganz außer Betrieb
-die Zapfsäulen sind oft durch Dauerparker belegt und daher nicht zu nutzen
-nur an ungefähr jeder 10. Tankstelle kann ich Diesel tanken
-während des Tankvorgangs werden zusätzlich Parkgebühren verlangt

Hört sich ein bisschen pervers an, aber ist ja genau unsere Situation...

Würde man Verbrennerfahrer damit von heute auf morgen konfrontieren, würde das eskalieren.. :twisted:

Auf Langstrecken habe ich bisherauch nie solche Probleme gehabt, aber ich bin auch meist in Regionenn unterwegs, wo es nicht ganz so viel Elektroautofahrer gibt.

Bzgl. Wartezeiten wird es wohl nocht recht lange so sein, das man 30min auf Fernstrecken Pause machen muß. Eine entsprechende Stückzahl an aldepunkten ist also nötig.
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Re: Die Ladeleistungsdiskussion

Beitragvon Robert » Sa 15. Nov 2014, 19:22

Zoe-Fan, ich darf deinen Text mit dem Tankstellenvergleich kopieren ? Eignet sich nämlich wunderbar um ihn an diverse Ladesäulenbetreiber und EVU zu versenden. :applaus:
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Re: Die Ladeleistungsdiskussion

Beitragvon Mike » Sa 15. Nov 2014, 20:02

@ZOE-FAN
1+ :thumb:
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Re: AW: Die Ladeleistungsdiskussion

Beitragvon Karlsson » Sa 15. Nov 2014, 20:08

MarkusD hat geschrieben:
Erstens trinke ich nie alkoholhaltige Getränke. Sowas schadet der kognitiven Leistung.

Na, wenn Du so nüchtern schon so wenig mit bekommst, dann lass das auch mal lieber mit der Sauferei.
Obwohl Substanzen, die das Bewusstsein erweitern, Dir ja vielleicht auch helfen könnten, andere Menschen zu verstehen, da hast Du offensichtlich Defizite.

Aber ich lasse mir das Elektroauto von Dir nicht madig machen, auch wenn Du meinen Weg dahin wohl weder verstehen kannst noch willst.

Zum Thema fällt mir noch ein, dass es sich mit dem Ende der kostenlosen Ladungen auch ohnehin erübrigen könnte wenn an Schnellladern der Tarif einen hohen zeitgebundenen Anteil hat.
Gerechtfertigt ist das durch die höheren Investitionen (bei DC zumindest) ja durchaus. Dann wird es einfach preislich unattraktiv, da nicht volle Leistung abzurufen.
Dafür gibt es dann vielleicht andere Säulen mit anderen Konditionen, so dass jeder seins bekommt.

Unterscheiden muss man aber wohl auch je nach Ort. Vor einer Saunatherme muss wohl nicht in 30 Minuten fertig geladen haben, wenn man eh 4 Stunden drin ist.
Schön wäre es aber, die Säule reservieren zu können, wenn man auf die Ladung angewiesen ist, um wieder zurück zu kommen.
Und wenn man es nicht ist und der Strom muss bezahlt werden und ist auch nicht gerade drastisch billiger als Zuhause - warum sollte man dann da überhaupt laden?

An einer Autobahnrastätte wird dagegen kaum einer auf die Idee kommen, da mit 3,7kW zu laden - die Reise würde mit dem Wagen eher gar nicht angetreten werden. Von daher wird sich das Problem ja selten überhaupt stellen.
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Re: Die Ladeleistungsdiskussion

Beitragvon joa » Sa 15. Nov 2014, 20:10

@Robert: Erlaubnis erteilt!
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Re: Die Ladeleistungsdiskussion

Beitragvon axlk69 » Sa 15. Nov 2014, 20:21

Rudi L. hat geschrieben:
......... Vom vertreiben anderer Nutzer wie Du es mir in den Mund legen willst war nie die Rede. .........Weil ich mir dieses Ladechaos unterwegs nicht mehr geben muss bzw will........ oder Model S, dessen SC Du mit Deinem Schnarchlader zum Glück nicht blockieren kannst :D ......


Lieber Rudi!
Du scheinst irgendwie nicht zu bemerken, dass sich sogar viele hartgesottene Zoeisten von Dir distanzieren!
Dafür zählen zu Deinen Fürsprechern aber natürlich der Karlsson! Meine Verwunderung hält sich in Grenzen!

Auch wenn Du, vielleicht nie geschrieben hast, dass Du uns "Schnarchlader" vertreiben willst, war aus Deinen Postings doch deutlich zu erkennen, wie sehr wir Dich nerven und wie gerne Du uns fernab "Deiner" Schnellader sehen würdest!

Auch wenn Deine Art dich auszudrücken noch so gewählt und gepflegt sein mag, bist Du für mich ein unrühmliches Beispiel, wie intolerant und ichbezogen der Mensch sein kann!

Jeder elektrische Kilometer auf der Welt ist wichtig und mir persönlich wäre es lieber, Du würdest Dir wieder einen Verbrenner kaufen und die tausenden "Schnarchlader" würden weiter freudige, freundliche und engagierte Elektroautofahrer bleiben!
Der Verlust für die Elektromobilität würde sich in Grenzen halten!
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Re: Die Ladeleistungsdiskussion

Beitragvon TeeKay » Sa 15. Nov 2014, 22:49

Rudi L. hat geschrieben:
@Teekay, ist ja schön wenn Du diese Erfahrung mit einer stundenlang blockierten Säule ohne Alternative nicht so häufig hattest. Weniger schön ist, dass Du dies als Gequatsche abqualifizierst. Jeder erlebt es anders, Zugangsbeschraenkungen und derartige Umstände beim laden wie Du sie beschreibst sind in meinem Alltag jetzt nicht so das Thema. Aber ich würde mir nicht anmassen Deine Erfahrungen als unwichtig zu sehen, nur weil es in meiner Lebenswirklichkeit nicht so häufig vorkommt wie bei Dir ;)

Da du so ziemlich der einzige bist, der so große Probleme mit von anderen Elektroautos genutzten Ladesäulen hat, würde ich an deiner Stelle mal die Ladesäulenvorauswahl vor der Reise überprüfen...
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