Die Ladeleistungsdiskussion

Alle Themen über Elektroautos, zu denen es kein eigenes Forum gibt

Re: Die Ladeleistungsdiskussion

Beitragvon axlk69 » Sa 15. Nov 2014, 08:04

Eins möchte ich diesem Thema noch zusteuern!

In diesem Forum findet man häufig Einträge und "tollle" Kommentare, wenn jemand eine, dem geneigten Zoeisten zu langsame Ladesäule aufstellt!

Ein gutes Beispiel wären die Laternen mit Ladepunkt, die BMW vorgestellt hat!
Von einigen hagelt es da Spott und Kritik. Genau solche Lademöglichkeiten, würden aber die ganze Diskussion hier entbehrlich machen!

Wären ausreichend "langsamlader" Ladeplätze vorhanden, und damit meine ich nicht in allen Städten 3 Plätze, und eben ein paar gesonderte Schnelladeplätze kämen wir Langsamlader gar nicht in die Notwendigkeit, einen Schnellladeplatz benützen zu müssen!
Ich habe mal gemeint, ein Ladeplatz pro Parkscheinautomat, wäre leicht bewerkstellbar, auch könnte die Abrechnung so leicht realisierbar werden!
Was war? Kritik hats gehagelt! Was, nur 3,7 bla bla bla........?

80% der derzeitigen Stromer sind in Ermangelung von Chademo hierzulande Langsamlader! Somit liebe Zoeistengemeinde seid Ihr eine Minderheit!
Für Euch und künftige allfällige Schnelllader vorallem auf Autobahnraststätten schnellere Ladepunkte aufzustellen, würde ohne Zweifel Sinn machen!
In Städten und in deren Nahbereich zB bei EInkaufszentren wäre eine höhere Anzahl an Langsamladern wünschenswert!

Der Ausbau geht voran und das großteils gar nicht so langsam! Wenn immer der Vergleich mit den Verbrennertankstellen bemüht wird, meinen Manche, die seien aus der Erde gewachsen wie Schwammerln!
Ich denke, das seht Ihr falsch!
Wir haben gerade mal ca 4 Jahre ernsthaften Elektroautozwachs! Was erwartet Ihr also!
Ein wenig Zeit müsst Ihr den Errichtern schon auch geben! Schneller wäre immer schön, aber ein wenig Zufriedenheit und Einsicht, dass täglich neue Ladestationen dazukommen, täte Vielen von Euch nicht schlecht!
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Re: Die Ladeleistungsdiskussion

Beitragvon Keepout » Sa 15. Nov 2014, 09:44

Robert hat geschrieben:
Konnte man schon mehrmals im Forum lesen, dass Plug-In Hybride zwar schöne Brückenmodelle in die Zukunft sind, .....
VW Audi wird diese Technologie sicher sehr gerne aufgreifen, können sie doch weiter ihre Dino-Verbrenner-Technik verbauen und verkaufen.


Da muss ich jetzt doch nachfragen. Ist es nicht so, dass in die Hybriden nicht die hochtechnischen TSIs und TDIs reinkommen sondern nur einfache Motoren zur Stromerzeugung - so wie beim Outlander. Dort werkelt ja auch nicht der technisch gereifte Japanerturbo sondern ein Mivec Motor. Oder habe ich das falsch verstanden?
Fragt
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Re: Die Ladeleistungsdiskussion

Beitragvon ATLAN » Sa 15. Nov 2014, 10:08

Sorry, so kann man das auch nicht stehen lassen, von wegen Drehstromlader sind eine Minderheit:

Bild

Micky4 hat in seinem Blog immer recht nette Statistikdaten (von dort hab ich diese Grafik entliehen) ,daraus ergibt sich für AT:

Fahrzeuge mit Chademo: 958 (Nissan, Kia & die Drillinge)

Fahrzeuge mit AC 3~ : 801 (Zoe & Tesla S)

Fahrzeuge mit CCS: 509 (BMW,VW)

Wobei die 185 Smart ED hier bei den AC-Ladern nicht berücksichtigt sind, da hier nicht feststellbar ist, wer den 22kW-Lader geordert hat, vermutlich 20%, == 37Stk.

Bei Chademo sind es die Drillinge mit 708 Stk. , die den Löwenanteil ausmachen, bei AC der Zoe mit 650 Stk.

Ansonsten muss ich dir vollinhaltlich zustimmen.. ;)

Zu deiner Idee mit den Parkscheinautomaten: Wäre ja eine prima Idee, damit hätten die Dinger mal wirklich einen Sinn... ;)
Im Zeitalter des "Handyparkens" wäre das ein Sinnvoller zusatznutzen, wenn ausreichend vorhanden muss hier auch nicht mal ein extra Stellplatz ausgewiesen werden. Hier geht's schon ein wenig in die Richtung: http://www.goingelectric.de/stromtankst ... tz-8/1881/

MfG Rudolf
Ab 18-11-2013 Fluence, seit 16-6-2015 MS 85D, seit 16-6-2017 MX 90D :-D Gratis SuC gefällig? :) http://ts.la/rudolf798
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Re: Die Ladeleistungsdiskussion

Beitragvon spark-ed » Sa 15. Nov 2014, 10:17

In dieser Diskussion wird das Verhältnis Ladesäulenstandort zu typischer Nutzung und Aufwand zu Nutzen scheinbar zu wenig berücksichtigt.

Wenn ich häufig längere Strecken zurücklegen muss, brauche ich an den Schnellstrassen 43kW AC/ Chademo/ CCS oder (am sinnvollsten) ein ModelS, dass leuchtet mir ein.
Ein Schnelllader beansprucht nun jedoch vollständig einen eigenen Anschluss an das Netz des Energieversorgers (Standard Hausanschluss 63A= 43kW) mit Tiefbauarbeiten etc. und das kostet.

Wie kann man dann dagegen sein, in Städten statt dessen z.B. mit dem gleichen Budget 15 Laternensäulen zu installieren?
Gerade in den Städten wird ja kaum jemand die eigene Garage mit Lademöglichkeit haben.
Einphasige 16A Anschlüsse kann man praktisch überall ohne grossen Aufwand aus bestehender Installation anzapfen.

Atlan hatte hier die Unterscheidung "Destination- und Travelcharging" eingebracht, nach meiner Interpretation bedeutet das:
Travel = Schnellstrassen/ Autobahnen = Aufenthalt so kurz wie möglich, man bleibt dort ohnehin nicht freiwillig länger als nötig.
Destination = zu Hause, Parkplatz, Ausflugsziel = längerer Aufenthalt, Ladezeit ausreichend vorhanden.

Bei meinem Nutzungsprofil reicht mir die Smartreichweite sogar ohne Schnelllader aus. Ich habe zum Glück gar keinen Bedarf ständig zwischen irgendwelchen Metropoeln zu pendeln. Falls dem so gewesen wäre, hätte ich mir vermutlich auch noch kein Elektroauto angeschafft, da Tesla bei mir (noch) nicht im Budget liegt.
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Re: Die Ladeleistungsdiskussion

Beitragvon stromer » Sa 15. Nov 2014, 10:41

Ich denke es gäbe die ganze Diskussion hier nicht, wenn man in Deutschland die Hausaufgaben gemacht hätte und an Autobahnen und den wichtigsten Bundesstraßen eine vernünftige Schnellladeinfrastruktur aufgebaut hätte.
Aber aktuell ist es ja so, daß ich auf einer längeren Autobahnstrecke, trotz begrenzter Reichweite, 20-30 km Umweg in Kauf nehmen muß, um in irgendeiner Stadt nach freien Lademöglichkeiten zu suchen. Ich bin da nicht scharf drauf, aber mir bleibt einfach nichts anderes übrig.
Mir fehlt hier einfach der große Plan im angeblich so wohlorganisierten, durchstrukturierten Deutschland.
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Re: Die Ladeleistungsdiskussion

Beitragvon TeeKay » Sa 15. Nov 2014, 11:16

Ich habe mir nicht den ganzen Thread durchgelesen, auch weil ich die Diskussion für unsinnig halte. Dennoch steuere ich gern meine Erfahrung aus inzwischen fast 25.000 elektrischen Kilometern, davon die Hälfte auf Langstrecke, in 11 Monaten bei. Auf KEINER einzigen Fahrt durch Deutschland, Polen und Dänemark mit dem Zoe und C-Zero wurde ich aufgehalten, weil eine Säule von Schnarchladern blockiert war. Es gab ohnehin nur ein paar Fälle, in denen ich überhaupt ein anderes Elektro-Auto an den Säulen sah.

Was Zeit kostet, sind die unmöglichen Standorte und Zugangskonditionen. Erst gestern wieder habe ich geschlagene 20min vergeudet, weil das Procedere so absurd war. Zur Kasse gehen, bezahlen, ums Haus fahren, anschließen, wieder ums Haus laufen, auf Personal warten und drum bitten, die Sicherung reinzudrehen. Dann wieder ums Haus um zu gucken, ob alles läuft. Läuft nicht. Also wieder ums Haus, abermals nachfragen. Jetzt ginge es. Wieder ums Haus, und es läuft. 20min bedeutete, dass ich dort 50% länger stand als nötig.

Beim nächsten Ladehalt der gleiche Mist. Statt am Fährhafen während der Wartezeit zu laden, musste ich in die Innenstadt gondeln. Und auch wieder aus selbiger raus. 12km Umweg und natürlich einkalkulierte Pufferzeit. Zeitaufwand für 20min Zwischenladung: eine Stunde. Also 300% länger, als für das Laden nötig gewesen wäre. Mit einer Destination Charging Säule wäre das Auto in der Zeit voll geladen gewesen.

Das sind die Probleme, und nicht irgendwelches bescheuerte Schnarchlade-Gequatsche.

Das einzige Mal, bei dem ich als Durchreisender wirklich aufgehalten worden wäre, war am derzeit noch einzigen Triple-Lader in Kopenhagen. Da stand schon ein ladender Leaf und ein wartender e-Up und laden konnte die Ladesäule immer nur ein Fahrzeug gleichzeitig. Aber dort hätte es dann noch genügend 22kW-Lademöglichkeiten für den Zoe gegeben.

Im Übrigen lade ich den Zoe in Berlin auch über Nacht an öffentlichen Säulen auf. Da blockiert dann einfach so ein Normallader die Säule. Skandal!
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Re: Die Ladeleistungsdiskussion

Beitragvon Rudi L. » Sa 15. Nov 2014, 13:04

@Teekay, ist ja schön wenn Du diese Erfahrung mit einer stundenlang blockierten Säule ohne Alternative nicht so häufig hattest. Weniger schön ist, dass Du dies als Gequatsche abqualifizierst. Jeder erlebt es anders, Zugangsbeschraenkungen und derartige Umstände beim laden wie Du sie beschreibst sind in meinem Alltag jetzt nicht so das Thema. Aber ich würde mir nicht anmassen Deine Erfahrungen als unwichtig zu sehen, nur weil es in meiner Lebenswirklichkeit nicht so häufig vorkommt wie bei Dir ;)

Grüße
Rudi
Rudi L.
 

Re: Die Ladeleistungsdiskussion

Beitragvon MarkusD » Sa 15. Nov 2014, 14:52

Mike hat geschrieben:
Bei einem Ladenotfall eines Durchreisenden bin ich gerne bereit, die Ladesäule frei zu machen. Einfach kurz anrufen und schon bin ich da ...
Prinzipiell ja.
Aber wie oft ist das möglich, daß du auch schnell da sein kannst?

Wenn ich außerhalb lade (die Säule an meinem Arbeitsplatz betrachte ich praktisch nicht als außerhalb), dann deswegen, weil ich irgendwo länger unterwegs bin und in aller Regel auch gar nicht schnell da sein kann.

Rudi L. hat geschrieben:
@Teekay, ist ja schön wenn Du diese Erfahrung mit einer stundenlang blockierten Säule ohne Alternative nicht so häufig hattest. Weniger schön ist, dass Du dies als Gequatsche abqualifizierst.
Es ist Gequatsche - und das finde ich noch einen harmlosen Ausdruck dafür -, wenn man andere Lader von Ladesäulen vertreiben will, nur weil man selbst schnell und sofort laden möchte.
Ich weiß, daß wir beide bei diesem Thema nicht mehr zusammenkommen, ist mir aber auch egal.
Dafür bin ich gestern 400km in 3h15 - inkl. 30km Überlandfahrt und 15 Minuten Standzeit auf der Autobahn - nach Köln gefahren und am gleichen Tag wieder zurück, dabei einen E-Berlingo im Windschatten und mit Durchhangeln an Chademos (ich hatte das "Service-Fahrzeug").
Womit geht sowas? Mit einem Verbrenner, latürnich, der aber keinen Meter dieser Strecke elektrisch fährt. Mit einem Model S geht es natürlich auch. Oder mit einem Ampera, der immerhin rund 70km pro Teilstück elektrisch fährt. Mit einem ZOE? Auch, aber nicht in dieser Zeit.
Der ZOE ist sicherlich kein schlechtes Auto, aber er erfüllt meine Anforderungen einfach nicht und paßt auch nicht zu meinem Fahrprofil.

Gruß
Markus
MarkusD
 

Re: Die Ladeleistungsdiskussion

Beitragvon Rudi L. » Sa 15. Nov 2014, 15:37

MarkusD, ich benenne hier einen Misstand und die Konsequenzen die ich daraus gezogen habe. Vom vertreiben anderer Nutzer wie Du es mir in den Mund legen willst war nie die Rede. Lies meine Beiträge nochmal bevor Du sowas behauptest.

Mit Deinem Hybriden kannst Du nicht in diese Lage kommen. Ist ja gut, Deine persönliche Entscheidung.

Nochmal deutlich, gaebe es den Tesla mit den SC nicht, mein Reisewagen würde auch in Zukunft nicht elektrisch fahren, der Zweitwagen hingegen schon weiterhin, aber eingeschränkt obwohl das Auto mehr kann. Warum? Weil ich mir dieses Ladechaos unterwegs nicht mehr geben muss bzw will. Es wird ja hoffentlich besser, dann kann man neu überlegen. In anderen Ländern ist man ja schon weiter. Bis es bei uns so weit ist reist man eben mit dem Verbrenner oder Model S, dessen SC Du mit Deinem Schnarchlader zum Glück nicht blockieren kannst :D .

Zum zusammenkommen, ich geb Dir gerne einen Tag die Zoe und ich fahr Deinen Ampera auf unseren Strecken, vielleicht werden wir uns am Ende des Tages sogar einig. ;)

Grüße
Rudi
Rudi L.
 

Re: Die Ladeleistungsdiskussion

Beitragvon April2015 » Sa 15. Nov 2014, 16:48

Das ganze Problem erledigt sich von selbst. Es wird in Zukunft Schnellladesäulen geben mit mehr als 40 kW. An diesen wird die Standzeit begrenzt sein damit der Ladesäulenbetreiber seine Kalkulation erfüllen kann (Deswegen heißen die dann Schnellladesäulen). (Siehe Tesla Supercharger).
Ferner wird es langsame Ladestationen geben (z.B. Laternen, Wanderparkplätze, Parkhäuser, Supermärkte, Hotels) wo gewollt und erlaubt ist mehrere Stunden zu laden.

Aktuell herrscht noch ein Durcheinander, aber das legt sich. Auch die Definition was schnell und was langsam ist fehlt noch. Bei BMW (i3) wird die Schnellladeoption kostenpflichtig für 4,6 kW AC angeboten. Bei Tesla sind 11 kW sicherlich noch keine Schnellladung. Dort gibt es dann den Doppellader optional für 22 kW AC.
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