Die Elektromobilität ist zur Zeit ein teurer Flop!!!

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Re: Die Elektromobilität ist zur Zeit ein teurer Flop!!!

Beitragvon Michael_Ohl » Do 17. Dez 2015, 22:45

Als ich nach einer Ablösung für meinen 12 Jahre alten Zweitwagen gesucht habe, bin ich mehr zufällig über meinen Kangoo ZE gestolpert.
Der Chef hatte gerade seinen Tesla bestellt, und den zuvor beschafften Firmen Twizy war ich zwar ein paar mal gefahren und fand ihn ganz nett aber für den Winter nicht brauchbar.
Den Firmen E-UP fand ich genau wie den Tesla einfach zu teuer.

Bei den Preisen für gebrauchte Kangoo ZE die oft im 10000€ Bereich gehandelt werden war für mich das Risiko akzeptabel und nun hoffe ich irgendwann den Stinken auch abschaffen zu können oder die Frau zu einem E-Auto zu bringen. Mal sehen was die Zukunft bringt. Für mich passt es zu mehr als 90% schon heute der Diesel wird nur noch wenig gebraucht ist aber mit meinem Finanziellen Rahmen noch nicht sinnvoll zu ersetzten.

mfg
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Beitragvon Zoelibat » Do 17. Dez 2015, 23:01

roberto hat geschrieben:
Und ich finde, dass es nicht nur an der Zeit ist, sich von fossilen Brennstoffen zu verabschieden, sondern auch von der dummen Vorstellung, dass man durch schnelles Fahren ohne regelmäßige Pausen wertvolle Zeit gewinnt. (die man dann ohnehin wieder irgendwie sinnlos vergeudet)

Entschleunigung ist eine wirkliche Bereicherung des Lebens, aber man muss sich eben erst daran gewöhnen!

Genau so sehe ich das auch. Die wenigsten lassen sich aber darauf ein und laufen weiter immer schneller in ihrem Hamsterrad.

Edit: Werde auf keinen Fall wieder einen Rückschritt auf Verbrenner machen.
250-Euro Gutschein für Renault-Neukäufer und Vorführwagen-Käufer!
Näheres hier: https://www.goingelectric.de/forum/renault-zoe-allgemeines/renault-aktion-bring-your-friends-t4960-140.html#p610816
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Re: Die Elektromobilität ist zur Zeit ein teurer Flop!!!

Beitragvon roberto » Do 17. Dez 2015, 23:10

Da braut sich jetzt wohl ein E-Auto-Fruststorm zusammen!
Irgendwie bin ich momentan überrascht, warum sich manche ein E-Auto kaufen konnten (noch dazu schon vor 2 oder mehr Jahren)
ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass dies eine Veränderung der Reisegewohnheiten bedeutet bzw. es vielleicht notwendig sein könnte, sich manchmal auch einen Verbrenner auszuleihen.

Ich finde die Plugin- oder REX-Kompromisslösung nicht sehr vernünftig und eher ein Eingeständnis der eigenen Reichweitenangst bzw. der Abhängigkeit von der Bequemlichkeit des Verbrennerfahrens.

Wenn ich mir dann auch noch das Gejammere der notorischen Knauserer über die Ladetarife durchlese, kann ich mir bald keinen Siegeszug der Elektromobilität mehr vorstellen...

@zoelibat: Danke es gibt wohl doch noch Hoffnung!
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Re: Die Elektromobilität ist zur Zeit ein teurer Flop!!!

Beitragvon Wackelstein » Fr 18. Dez 2015, 07:22

Ja, die Reichweite unseres Zoes und des Twizys jetzt im Winter treibt mir die Tränen in die Augen:
Beim Twizy bin ich statt 75km im Sommer jetzt nur mehr bei ca. 50km.
Im Zoe sinds statt 125km (laut Anzeige) nur mehr etwas über 80km (!!!).
(ok, wenn man sich Mühe gibt, kann man locker weiter fahren, aber egal).

Diese Reichweiten sind bei uns kein Problem: Den Twizy benutze ich für den Weg zur Arbeit und für andere Kurzstrecken.
Der Zoe gehört meiner besseren Hälfte und sie fährt damit auch immer in die Arbeit und zum Einkaufen.

Für alles über 50km haben wir noch den Seat, der aber meistens ungenutzt herumsteht.

Bei diesen Reichweiten können nur mehr Hartgesottene längere Strecken fahren, alle Anderen brauchen in einer Familie halt noch mindestens einen Stinker.

ABER: Für 95% aller Fahrten reichen die beiden E-Fahrzeuge locker aus. Dafür wurden sie letztendlich auch angeschafft.
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Re: Die Elektromobilität ist zur Zeit ein teurer Flop!!!

Beitragvon eDEVIL » Fr 18. Dez 2015, 07:26

Hatte neulich 1200km in 12h mit nem Stinkediesel-Sprinter - war die hölle. Bin nix mehr gewohnt.
Die fhelenden Pausen haben echt geschlaucht, aber wollte halt nur einen tag miete Zahlen und habe den am Abend vorher abgeholt. :twisted:

im Stadtverkehr ist so ein ruppiger Dieseltransporter grausam. ZOE fahren ist da Dekadenz in Reinstform.
Dieses Jahr werd ich 40K el. Km noch verfehlen, aber allein mit ZOE sind es schon über 15K km
11KW Ladesäulen ignoriere ich soweit es geht. Auf Langstrecke ist alles <22KW Mist. Selbst wenn man sich spontan durchfragen müßte, ist man an ner CEE32 trotzdem schneller.
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Re: Die Elektromobilität ist zur Zeit ein teurer Flop!!!

Beitragvon Yorch » Fr 18. Dez 2015, 08:07

ich bin Wochenendpendler, bisher hatte ich zwischen Hauptwohnung und Arbeitsplatz ca. 160km.
Diese Strecke bin ich immer entweder mit einem Daihatsu Cuore gefahren, meist auch nicht schneller als 100km/h aus Spass am Sparen, oder mit der Bahn.
Fahrt mit dem Auto: Man hat das Auto in der Zweitstadt, aber freundin hat kein Auto zu Hause.
Bahn: Man muss auch bei Regen und viel Gepäck mit dem Fahrrad fahren, was mich sehr stört
Vor ca. 3 Jahren habe ich deshalb einen Cityel für die Zweitstadt gekauft. Da meine Kollegen auch schon Firmenleasing machten, fragte mich mein Chef, ob ich nicht auch ein größeres Elektroauto wolle... OK, da konnte ich nicht nein sagen, E-Smart bestellt.
Nach ca. einem Jahr !!!!! war der Smart dann da. Hatte ihn extra mit 22kW Lader bestellt, um auch mal nach Hause fahren zu können....geplant war eigentlich nur damit in der Zweitstadt zu fahren, wenn das Cityel mal wieder Reperaturbedarf hatte...
Aber, siehe da, die 160 km ließen sich auch wunderbar mit einmal Zwischenladen mit dem smart bewältigen, was auch Spass machte und sogar schneller war als mit der Bahn. Und man hat mal Orte neben der Autobahn kennengelernt, wo man sonst immer nur dran vorbeigefahren ist. Letztes Jahr sollte dann ein zusätzliches e-Auto angeschafft werden, und da der e-smart für den Zweck reichte, durfte ich mir ein neues aussuchen...einen Zoe. Seit dem bin ich quasi gar nicht mehr Bahn gefahren, im Sommer hat er auch die 160km ohne Zwischenladen geschafft, also wie zu Daihatsu Zeiten.

War mit dem Zoe auch schon bei Kundenbesuchen, im 500 km im Urlaub etc.

Jetzt habe ich den Standort gewechselt, habe 240 km Anfahrt...Leider ist jetzt der Ladestandort genau auf der Hälfte eher unattraktiv und da die Fahrerei eh schon lange dauert, bin ich doch etwas gefrustet. Ich hoffe auf eine Schnelladesäule an einer Autobahnraststätte, aber die lässt auch auf sich warten.
Aber was wäre die Alternative? Tesla ist defintiv zu teuer. Einzige sinnvolle Alternative wäre wohl ein BMW i3 mit REX. Aber irgendwie... der i3 ist bei 1% Regel fast dopelt so teuer wie der Zoe. Der i3 kann nicht schnell AC Laden, wenigstens 22KW wären praktisch. Der i3 würde 50% der Strecke mit Rex fahren, solange es keinen CCS Lader an der Raststätte gibt und dabei 6l/100km verbrauchen...der Daihatsu hat nur 4 verbraucht! (Ja ich weiß, ist ne andere Autoklasse, das Auto ist wertiger etc...). Was mir wohl am i3 gefallen würde, ist der Abstandstempomat.

Tja, ich glaube, ich warte einfach noch 2 Jahre mit der Hoffnung, dass es dann Autos mit mehr Reichweite gibt. Oder mehr Ladesäulen. Z.B. am Bahnhof, dann könnte man den Weg aufsplitten oder sowas.
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Re: Die Elektromobilität ist zur Zeit ein teurer Flop!!!

Beitragvon Yorch » Fr 18. Dez 2015, 08:12

eDEVIL hat geschrieben:
Die fehlenden Pausen haben echt geschlaucht,..


Hehe, letztes war ich zu einem Kundentermin, da es Zeitlich leider nicht mit dem Zoe hingehauen hätte und die Ausrüstung eh im Verbrenner war, bin ich mit dem gefahren....Irgendwann musste ich dann mal was Essen und zum Klo...aber der Tank war immer noch halb voll. Son Mist. Musste dann doch irgendwo anhalten, aber es hat mich voll gewurmt, dass nach dem Essen das Auto nicht aufgetankt war und da nur so nutzlos herumstand. Am nächsten Tag musste ich dann extra nochmal 10 min aufwenden, um zu Tanken!
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Re: Die Elektromobilität ist zur Zeit ein teurer Flop!!!

Beitragvon eDEVIL » Fr 18. Dez 2015, 08:16

Yorch hat geschrieben:
Jetzt habe ich den Standort gewechselt, habe 240 km Anfahrt...Leider ist jetzt der Ladestandort genau auf der Hälfte eher unattraktiv und da die Fahrerei eh schon lange dauert, bin ich doch etwas gefrustet. Ich hoffe auf eine Schnelladesäule an einer Autobahnraststätte, aber die lässt auch auf sich warten.

selbst initiative ergreifen. Suche Dir einen attraktiven Standort und frage dort mal, ob sie Interesse an ner CF-BOX haben.
Mit 43KW kanst Du in 30 min weiter.
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Re: Die Elektromobilität ist zur Zeit ein teurer Flop!!!

Beitragvon Nordlicht » Fr 18. Dez 2015, 08:21

Wackelstein hat geschrieben:
...Für alles über 50km haben wir noch den Seat, der aber meistens ungenutzt herumsteht.

Bei diesen Reichweiten können nur mehr Hartgesottene längere Strecken fahren, alle Anderen brauchen in einer Familie halt noch mindestens einen Stinker.

ABER: Für 95% aller Fahrten reichen die beiden E-Fahrzeuge locker aus. Dafür wurden sie letztendlich auch angeschafft.


DANKE @Wackelstein
DANKE für Deinen Eintrag!!!
Ja, unsere Elektrokarren sind (zumindest momentan) nicht für alle Menschen bzw. nicht für alle Streckenprofile geeignet. Als ich mich Anfang des Jahres dazu entschied, schaute meine Frau mich auch nur vorwurfsvoll an. Sie fährt mit ihrem Auto 25Tkm, ich mit meinem 20Tkm im Jahr. Beide hatten Diesel.
Jetzt, nach fast einem halben Jahr ZOE, sieht die Bilanz "etwas" anders aus. Meine ZOE ist heute genau 25 Wochen (175 Tage) alt. Davon muss mann insgesamt 68 Tage "Werkstatturlaub" abziehen. In diesen verbleibenden 107 Tagen hat unsere kleine mehr als 8,5Tkm gefahren. Wenn ich das aufs Jahr hochrechne, kommen wir auf 30 Tkm. Diese 10Tkm "mehr-km" fährt der Diesel meiner Frau weniger, weil es einfach (auch jetzt noch!!!) günstiger ist und vor allem auch mehr Spaß macht. (Für die Frauen: Guido würde sagen "die Autos tun was für uns"... :hurra: :applaus: )
Auch wir haben immer gesagt, dass der Diesel für längere Strecken behalten werden soll. ...doch die Realität sieht anders aus...!
Der "Entschleunigungsfaktor" den die Elektromobilität mit sich bringt (außer beim Tesla vielleicht) ist nicht mit Geld aufzuwiegen. Auch aus diesem Grund sind unsere E-Karren zur Zeit KEIN teurer Flop, sondern vielmehr gönnen wir uns etwas was die anderen leider oftmals nicht verstehen können. RUHE UND ENTSPANNUNG während des fahrens...
09/2009: 29kw Holzpelletanlage für 2 Wohnhäuser
06/2013: 5 kwp PV-Anlage mit S10 Speicher von e3/dc
06/2015: ZOE Intens R240, Neptungrau
03/2016: CF-Box Standort mit offenem FreiFunk W-LAN
nächster E-Stammtisch Schleswig-Holstein: 16.November
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Re: Die Elektromobilität ist zur Zeit ein teurer Flop!!!

Beitragvon fridgeS3 » Fr 18. Dez 2015, 08:51

Boah was könnte ich kotzen, wenn ich diese ganzen Einträge hier lese.

Habt Ihr euch mal Gedanken darüber gemacht, wie beschissen die Funkempfang zu Beginn des Mobilfunks war?? Denkt heute keiner mehr darüber nach.

Wenn man an der Spitze (oder in deren Nähe) einer Innovation mit fährt/geht/whatever, dann bläst einem nun mal heftig der Gegenwind ins Gesicht.

Aber es passt zu unserem Volk, selbst darüber zu motzen, anstelle den Veränderungen positiv gegenüber zu stehen.

Ich bin froh, trotz aller Widrigkeiten, den Schritt zur E-Mobilität gegangen zu sein. Es erfüllt mich mit einer tiefen Befriedigung, weiter vorauszuschauen, als es die meisten Dumpfbacken können, etwas mit in Bewegung zu bringen, weil es für unsere Kinder und Kindeskinder von großer Bedeutung ist.

Ich könnte mich hier in Rage schreiben, wenn ich lese, dass der Weg zum Bewerbungsgespräch mit 7 Stunden ja soooooo anstregend war. Vor 100 Jahren sind sie mit dem Fuhrwerk unterwegs gewesen und haben nicht geklagt. Die meisten Autofahrer sind ein verwöhntes Pack geworden ohne nur einen einzigen Funken Verstand dafür aufzuwenden, was wir mit der individuellen Mobilität ala Verbrenner für Schäden anrichten. Ich schäme mich, das nicht schon früher erkannt zu haben.

Die Voraussetzungen heute sind um so vieles besser, für die Elektromobilität, da halte ich den Eingangsthread für Bullshit.
BMW i3 - 60Ah - BEV (Baudatum 09-2013) - I001-17-07-500 - max. SoC 19,4kWh nach 17,8kWh (Erläuterungen zum kWh-Update siehe hier)

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