Die 100000 Auto Frage

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Re: Die 100000 Auto Frage

Beitragvon Priusfahrer » Di 3. Jan 2017, 13:13

Ich rechne auch nicht damit, dass die Zulassungszahlen in 2017 deutlich ansteigen. Jetzt beginnt erstmal die Förderung der Ladesäulen. Ehe diese in größeren Stückzahlen an den Straßen stehen, werden sicher noch 1-2 Jahre vergehen. Mit etwas Zeitverzug werden dann auch Laternenparker langsam auf den Geschmack kommen. Das wird dann vermutlich erst in 2019 langsam der Fall sein.

Vielleicht knacken wir dann in 2019 die 100.000 Marke.
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Beitragvon Nodame » Di 3. Jan 2017, 13:43

Ich habe von sovielen Berichten, seien es Politiker oder Autohersteller die Zahl 2020 gelesen. Scheint so, als wäre 2020 ein magisches e-Jahr. Bin extrem gespannt ob dann wirklich der Durchbruch kommt, oder ob es sich doch um ein paar Jahre verschiebt. Ein paar Berichte nehmen auf einmal die Zahl 2025 in den Mund.

Ich denke aber auch nicht, dass sich 2017 vieles ändert. Könnte mir eher vorstellen, dass es Ankündigungen und Vorstellungen von neuen Modellen geben wird, die dann 2019/2020 auf die Strasse rollen.
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Re: Die 100000 Auto Frage

Beitragvon Ludego » Di 3. Jan 2017, 14:32

Mir gings in der Frage eigentlich um das, was von der Herstellerseite aus möglich ist.

Wir haben 8 Millionen die jetzt eigentlich schon Elektroauto fahren könnten, wo keines der sonst genannten Gegenargumente ein Problem ist. Dann hab ich bestimmt nochmal 2 Millionen, die selbst dann fahren würden, wenn nicht alles passt.
Daher wären die Millionen Elektroautos für 2020 eigentlich locker zu schaffen.

Hier geht es nur darum was von Herstellerseite aus möglich ist.
(Ohne das einer der Großen, plötzlich anfängt alle Ressourcen in Elektroautos zu stecken und die Produktionkapazität verhundertfacht.)

Das andere Problem löst sich zuzeit langsam von selbst auf, jeder der ein Elektroauto fährt wird das auch wieder tun, umgekehrt ist es zurzeit 95/5, aber die Quote geht auch nicht runter sondern eher hoch für die Elektroautoseite.

Außerdem ist ja Wahljahr, da lässt selbst Dieselbrindt mal ein gutes Wort zur Elektromobilität fallen.
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Re: Die 100000 Auto Frage

Beitragvon Taxi-Stromer » Di 3. Jan 2017, 18:22

xado1 hat geschrieben:
warum wird das elektroauto gefördert,und warum hat der staat interesse daran?


Weil u.a. auch Österreich das Abkommen von Paris zur CO2-Reduktion unterzeichnet hat und die E-Autos einen Teil dazu beitragen können?
Nicht umsonst war bei der Förderung, die ich für meinen Leaf bekommen habe auch die Bedingung dabei, ihn nur mit Strom aus Erneuerbaren Energien zu betreiben....
:)
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Re: Die 100000 Auto Frage

Beitragvon Smartpanel » Di 3. Jan 2017, 22:00

xado1 hat geschrieben:
warum wird das elektroauto gefördert,und warum hat der staat interesse daran?
es entfallen kfz steuer und noch viel mehr Mineralölsteuer,und wenn man zuhause mit der PV anlage lädt hat auch der energieversorger nichts davon

Paris, richtig, man muss es v.a. aber auch volkswirtschaftlich betrachten.
Darin hat ein Elektrofahrzeug einen höheren monetären Vorteil für die Gemeinschaft der Bürger eines Staates. Von ökologischen Vorteilen ganz abgesehen.

Ich kenne die österreichischen Zahlen nicht, kann es aber anhand der dt. Zahlen versuchen zu verdeutlichen:

EV: 20kWh/100km mit Ladeverlusten, ergibt bei aktuellem Strompreis 27ct/kWh 5,40€ Kosten.
Zukauf Primärenergieträger von außerhalb D: ca. 1ct/kWh, verbleiben 5,20€ Abgaben = Staatsanteil, manche sagen nicht ganz richtig Staatsquote (Abgaben = MwSt., EEG-Umlage, Durchleitungsengelt, ...)

Benziner: 6 l/100km, bei 55USD/barrel oder 1,30€/l ergeben sich 7,80€ Kosten
Zukauf Primärenergieträger von außerhalb D: raffiniert ca. 50ct/l, verbleiben 4,80€ Abgaben = Staatsanteil.

Diesel: 5 l/100km, bei 55USD/barrel oder 1,10€/l ergeben sich 5,50€ Kosten
Zukauf Primärenergieträger von außerhalb D: raffiniert ca. 45ct/l, verbleiben 3,25€ Abgaben = Staatsanteil

Die Gemeinschaft der Bürger profitiert also in D am meisten wenn EVs fahren. Daher ist Förderung also richtig.
Man sieht auch gut die Dieselsubvention. Und das bei den bekannten schädlichen Auswirkungen auf die Bevölkerung !

Auch ableitbar das fehlende Interesse der Regierung, dass Verbrennerfahrzeuge weniger verbrauchen:
Fehlender Druck auf die Autohersteller (man denke an die 99gCO2/km = 4l Diskussion, es wurden dann 130=5,5l) und eine Steilvorlage für die Lobbyisten. *Der Staatsanteil würde bei 99g/km nominal sinken, die Mineralölsteuer müsste erhöht werden, die Regierung nicht mehr gewählt werden.
Diesel Weg wird kein leichter sein ...
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Re: Die 100000 Auto Frage

Beitragvon Horse » Mo 9. Jan 2017, 23:29

xado1 hat geschrieben:
ein bekannter entschied sich voriges jahr für einen diesel.
warum?
der verkäufer hat gesagt:"im vertrauen,glauben sie mir,wir haben intern informationen,daß die dieselpreise die nächsten jahre unter 1.-euro bleiben werden,und die strompreise werden aber steigen"
ich habe ihm damals geraten,sich das schriftlich geben zu lassen,tat er aber nicht :lol: :lol: :lol:

Ha, selbst wenn das stimmen würde - bei DIesel-Fahrverboten nützt einem der Sprit dann auch nichts (oder bleibt vielleicht - das würde mich dann freuen - deshalb so billig...?)

Smartpanel hat geschrieben:
Paris, richtig, man muss es v.a. aber auch volkswirtschaftlich betrachten.
Darin hat ein Elektrofahrzeug einen höheren monetären Vorteil für die Gemeinschaft der Bürger eines Staates. Von ökologischen Vorteilen ganz abgesehen.
Ich kenne die österreichischen Zahlen nicht, kann es aber anhand der dt. Zahlen versuchen zu verdeutlichen:
EV: 20kWh/100km mit Ladeverlusten, ergibt bei aktuellem Strompreis 27ct/kWh 5,40€ Kosten.
Zukauf Primärenergieträger von außerhalb D: ca. 1ct/kWh, verbleiben 5,20€ Abgaben = Staatsanteil, manche sagen nicht ganz richtig Staatsquote (Abgaben = MwSt., EEG-Umlage, Durchleitungsengelt, ...)

Benziner: 6 l/100km, bei 55USD/barrel oder 1,30€/l ergeben sich 7,80€ Kosten
Zukauf Primärenergieträger von außerhalb D: raffiniert ca. 50ct/l, verbleiben 4,80€ Abgaben = Staatsanteil.

Diesel: 5 l/100km, bei 55USD/barrel oder 1,10€/l ergeben sich 5,50€ Kosten
Zukauf Primärenergieträger von außerhalb D: raffiniert ca. 45ct/l, verbleiben 3,25€ Abgaben = Staatsanteil

Die Gemeinschaft der Bürger profitiert also in D am meisten wenn EVs fahren. Daher ist Förderung also richtig.
Man sieht auch gut die Dieselsubvention. Und das bei den bekannten schädlichen Auswirkungen auf die Bevölkerung !

Auch ableitbar das fehlende Interesse der Regierung, dass Verbrennerfahrzeuge weniger verbrauchen:
Fehlender Druck auf die Autohersteller (man denke an die 99gCO2/km = 4l Diskussion, es wurden dann 130=5,5l) und eine Steilvorlage für die Lobbyisten. *Der Staatsanteil würde bei 99g/km nominal sinken, die Mineralölsteuer müsste erhöht werden, die Regierung nicht mehr gewählt werden.
Danke für die Aufstellung und Berechnungen!

Vor allem die Dieselsubvention finde ich ein Unding, dessen Abschaffung längst überfällig ist:
Die Gemeinschaft der Bürger profitiert also in D am meisten wenn EVs fahren. Daher ist Förderung also richtig.
Man sieht auch gut die Dieselsubvention. Und das bei den bekannten schädlichen Auswirkungen auf die Bevölkerung !

Auch ableitbar das fehlende Interesse der Regierung, dass Verbrennerfahrzeuge weniger verbrauchen:
Fehlender Druck auf die Autohersteller
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Re: Die 100000 Auto Frage

Beitragvon Super-E » Di 10. Jan 2017, 10:30

Ich glaube nicht, dass die Zahlen explodieren werden, aber doch deutlich steigen. Das Angebot hat sich erweitert und verbessert. Die vorhandenen Modelle sind bei fast gleichem Preis eigentlich fast alle besser geworden (Ausnahme eup und smart). Der smart ist aber nun überhaupt erst wieder verfügbar und der war ja in Deutschland immer ein Bestseller. Zudem gibt es mit dem Ioniq ein kostenmäßig attraktives neues Modell und ist auch schon verfügbar. Der Ampera-E wird vermutlich aufgrund der geringen Produktionszahlen dieses Jahr noch nicht viel ausmachen, aber sicher auch die Zahl um ein paar hundert erhöhen. Auch sollte dieses Jahr bei einigen der bereits dem EV Verfallenen der Leasingvertrag auslaufen und ein neues EV anstehen.

Auf Seiten der Nachfrage wird die Argumentation deutlich leichter. Reichweiten verdoppeln oder verdreifachen sich. Die Ladesäulendichte hat bereits deutlich zugenommen (ich empfehle einen dazu einen Blick auf die Statistik im Verzeichnis auf Deutschland gefiltert. In den letzten 4 Wochen sind die CCS Säulen geradezu explodiert. Während es zwei Wochen vor Weihnachten noch mehr TESLA SC Ladepunkte gab (als CCS 50), sind es jetzt schon deutlich mehr CCS und TESLAS lange Zeit gehaltener einjähriger Ausbauvorsprung ist eingeholt*). Ende dieses Jahres ist hoffentlich auch der Osten erschlossen und ansonsten gibt’s ja auch noch die neue Zoe...

Die Produktionszahlen lassen Herstellerseitig sicher mindestens eine Verdoppelung zu, sofern nicht andere Märkte noch stärker wachsen und die Produktionskapazität aufsaugen (wie Norwegen mit dem Ampera-E). Es wurde auch massiv in Batterieproduktion investiert und meiner Kenntnis nach wird da nicht am Anschlag produziert. Es ist aber auch OK, wenn die Nachfrage deutlich höher ist als das Angebot, damit das zumindest Auswirkungen auf die Investitionen und Produktionszahlen für 2018 hat.

Warum die Politik das fördert? Elektromobilität ist die einfachste Antwort auf die Feinstaubbelastung und macht zusätzlich weniger Abhängig von fragwürdigen Öl-Exportländern. Wen man in smartpanels Analyse das Wort "Staatsanteil" durch "Nationaler Volkswirtschaftlicher Anteil" ersetzt (da Staatsanteil so nach Steuereinnahmen klingt) stimme ich dem auch zu.


*Anmerkung: Ja, TESLAS SCs sind für Fernreisen strategisch besser positioniert und grundsätzlich redundant. Hier hat CCS/Chademo noch aufzuholen. Wenn ich aber das Gemecker einiger Foristen bedenke, dass sie sich Schnelladesäulen an Bundesstraßen wünschen erwarte ich dort eher Verbesserung durch CCS/Chademo als neue SCs.
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Re: Die 100000 Auto Frage

Beitragvon Karlsson » Di 10. Jan 2017, 22:19

tango hat geschrieben:
Es ist für 2016 mit einer Neuzulassung von 13.000 EV in D zu rechnen. Zahlen kommen in den nächsten Tagen vom KBA.

Noch nicht mal das. Nach 12.363 Autos 2015 waren es 2016 nur noch 11.410. Der Verkauf ist also sogar rückläufig.

http://www.electrive.net/2017/01/07/11-410-elektro-neuzulassungen-fuer-2016-in-deutschland/

Mag aber auch an den Neuankündigungen liegen. Momentan würde ich auch warten. Ampera E und 41kWh Zoe kommen ja erst. Auch der Golf mit größerem Akku ist noch nicht da.
Das kann aber auch nicht darüber hinweg trösten, dass es weiter totale Nischenfahrzeuge sind.
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Re: Die 100000 Auto Frage

Beitragvon Priusfahrer » Mi 11. Jan 2017, 12:39

Karlsson hat geschrieben:
Noch nicht mal das. Nach 12.363 Autos 2015 waren es 2016 nur noch 11.410. Der Verkauf ist also sogar rückläufig.


Jetzt kommen aber die 30-60kWh Modelle auf den Markt. Ende des Jahres vermutlich dann auch das M3. Viele die jetzt noch etwas gewartet haben, werden bald zuschlagen. Ich rechne mit etwas mehr als 11.410 in 2017. Aber sicher nicht über 20.000.
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Re: Die 100000 Auto Frage

Beitragvon 150kW » Mi 11. Jan 2017, 13:06

Vermutlich haben die PHEV den BEV Marktanteile in 2016 geklaut. Ich denke zwar auch des BEV dieses Jahr wieder steigt, aber PHEV wird stärker steigen.
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