Deutsche Auto-Bosse glauben nicht an das Elektroauto

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Re: Deutsche Auto-Bosse glauben nicht an das Elektroauto

Beitragvon voll_geladen » Mi 10. Jan 2018, 15:32

150kW hat geschrieben:
Wie üblich sollte man sich mal die grundlegenden Fragen und Ergebnisse anschauen:
https://gaes.kpmg.de/brain.html#electric-readiness


Danke für den Link. Gerade beim Zitieren und Bewerten ist der Spiegel/Manager Magazin ja mittlerweile phantasievoll.

Dennoch finde ich die Frage eindeutig: "Pure battery electric vehicles (BEV) will fail due to the challenges related to setting up the required infrastructure." Und da haben dann 54 % der Bosse zugestimmt. Wobei man durchaus bezweifeln kann, ob sich derartige Manager überhaupt Zeit für sowas nehmen. Wahrscheinlich ist das eh nur die Meinung der jeweiligen Praktikanten :D
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Re: Deutsche Auto-Bosse glauben nicht an das Elektroauto

Beitragvon Poolcrack » Mi 10. Jan 2018, 15:42

Man weiß doch von jedem Ballerspiel, dass die Bosse die härtesten Endgegner sind. ;-) :lol:
i3 BEV (SW: I001-17-07-500), BJ 04/2014, LL >101.000 km, Gesamtschnitt 12,8 kWh/100 km netto
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Re: Deutsche Auto-Bosse glauben nicht an das Elektroauto

Beitragvon fly » Mi 10. Jan 2018, 15:44

Ideale Nachrichtigen, um sich noch mit allen möglichen Elektromobilität zugrunde liegenden Aktien einzudecken. ^^
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Re: Deutsche Auto-Bosse glauben nicht an das Elektroauto

Beitragvon Alex1 » Mi 10. Jan 2018, 16:17

150kW hat geschrieben:
Wie üblich sollte man sich mal die grundlegenden Fragen und Ergebnisse anschauen:
https://gaes.kpmg.de/brain.html#electric-readiness

Ich finde da keine Frage ob das E-Auto scheitert. Da wird gefragt ob das E-Auto an einer schlechten Infrastruktur scheitern könnte oder an zu langen Ladezeiten. Und das nur deutsche "Auto-Bosse" besonders pessimistisch wären, kann ich da auch nicht erkennen.
Naja, die Aussage
Pure battery electric vehicles (BEV) will fail due to the challenges related to setting up the required infrastructure.
ist ja wohl sehr deutlich. Nur 31% der Befragten widerspricht.

Und diese schwachsinnige Aussage:
Pure battery electric vehicles (BEV) will fail if the recharging time will take longer than the normal refueling time.
zeigt wieder deutlich, dass die Befragten überhaupt keine Ahnung haben (oder haben wollen). Jedenfalls nicht, was über ein Vierteljahr hinausgeht...

Dasselbe gilt für die genauso schwachsinnige Sichtweise zu H2.

Also entweder haben die wirklich keine Ahnung oder spielen einfach brutal auf Zeit. Wie die letzten Jahrzehnte schon... :roll:
Zuletzt geändert von Alex1 am Mi 10. Jan 2018, 16:22, insgesamt 1-mal geändert.
Herzliche Grüße
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Re: Deutsche Auto-Bosse glauben nicht an das Elektroauto

Beitragvon Alex1 » Mi 10. Jan 2018, 16:21

fly hat geschrieben:
Ideale Nachrichtigen, um sich noch mit allen möglichen Elektromobilität zugrunde liegenden Aktien einzudecken. ^^
Naja, bei den Busunternehmen hätte man sicher auch gerne vorher gewusst, dass allein Flixbus überleben wird...
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Re: Deutsche Auto-Bosse glauben nicht an das Elektroauto

Beitragvon Rudi L » Mi 10. Jan 2018, 16:26

Nicht nur deutsche Autobosse fahren mehrgleisig.

https://www.auto-motor-und-sport.de/new ... 39101.html
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Re: Deutsche Auto-Bosse glauben nicht an das Elektroauto

Beitragvon malbrecht » Mi 10. Jan 2018, 16:39

Ich habe keine Zweifel, dass *lang*fristig Elektroautos in der *heutigen* Form scheitern werden ("langfristig" heißt für mich 50+ Jahre). Kurzfristig sind sie eine mögliche Alternative, vor allem um herauszufinden, WAS man anders machen kann/muss, um die Auto-Mobilität zu erneuern.
Ob die Brennstoffzelle mit den bekannten Wirkungsgradproblemen im gesamten "Treibstoff"-Produktionsprozess wirklich DIE Erlösung ist, weiß ich nicht. Ich sehe da eher eine weitere Zwischenstufe, meine Eingeweide sagen "nächster Schritt nach der aktuellen Akkutechnik".

Dass man z.B. nicht den gesamten bundesdeutschen Fuhrpark 1:1 auf Elektromobilität umstellen kann (mit vergleichbarem Nutzungsprofil zu jetzt), dürfte auch einem Grundschüler vor der ersten Unterrichtsstunde klar sein. Daher ist meine eigene Perspektive: Mittel- bis langfristig müssen wir es schaffen, die Anzahl der Privatautos auf unter 10% des heutigen Stands zu bringen. DANN ist Elektromobilität sogar immer noch eine potentielle Möglichkeit im Rahmen des eventuell Andenkbaren.
Einfach "so umstellen" - das halte ich für physikalisch schlicht unmachbar, egal, wie gut die Akkutechnik wird. Ich wiederhole das gerne: EGAL, wie gut die Akkutechnik wird.

In diesem Licht, also mittel- bis langfristig denkend, würde ich den "Pessimisten" zustimmen. Nur kann ich daraus beim besten Willen nicht ableiten, dass die Elektroautos "ein falscher Schritt" sind. Das Gegenteil halte ich für richtig: Sie sind ein NOTWENDIGER Zwischenschritt. Hersteller UND KUNDEN brauchen die Erfahrung, müssen sich umgewöhnen (können) vom bisherigen "superbequemen" Mobilsein auf "vorausschauendes und -denkendes" MobilitätsPLANEN. DAS ... wird, denke ich, auch in Zukunft (sehr langfristig gemeint) notwendig sein.

Marc Albrecht
Ich habe verstanden: Eine persönliche Meinung zu äußern gilt manchen hier als Gotteslästerung, Dummheit, Angriff und Abscheulichkeit. Diese Menschen bitte ich kurzfristig mich zu ignorieren und mittelfristig auszusterben.
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Re: Deutsche Auto-Bosse glauben nicht an das Elektroauto

Beitragvon Alex1 » Mi 10. Jan 2018, 16:59

Naja, die Verpester von heute haben ja auch über 100 Jahre reüssiert. Und da werden dank monetär motivierter Beharrungskräfte noch ein paar Jahrzehnte dazukommen.

Die 1:1-Umstellung der Pkw ist überhaupt kein Problem, eine Verdoppelung in 15 Monaten wie aktuell führ in wenigen Jahren zum Aussterben der Verpester also Neuwagen. Je größer das Fahrzeug, umso länger könnte es dauern. Obwohl Lkws durch die Oberleitungstechnik den Sprung schon früher schaffen könnten.

Rohstoffseitig sehe ich überhaupt kein Problem, bei entsprechendem Preisdruck werden sich ganz schnell geeignete Quellen finden.

Wasserstoff wie auch Windgas und eFuels können nur Nischenlösungen sein, es sei denn, ein Nobelpreisträger würde was am miesen Wirkungsgrad schrauben. Nische bedeutet sowohl Produktion (monatelange Überschüsse der Regenerativen) und Anwendung (extreme Ansprüche an Raum- und Gewichtseffizienz). Außerhalb dieser Nischen killt der Wirkungsgrad alles.

Die Reduktion der Autos wird automatisch kommen, wenn sie autonom sind. Dann werden es sich nur noch Wohlhabende leisten, ein Auto zu besitzen, aber auch selbst zu fahren (Versicherungsaufschlag).
Herzliche Grüße
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Re: Deutsche Auto-Bosse glauben nicht an das Elektroauto

Beitragvon malbrecht » Mi 10. Jan 2018, 17:53

> Die 1:1-Umstellung der Pkw ist überhaupt kein Problem,

meiner unfachfraulichen Meinung nach ist eine solche Aussage kontraproduktiv. Ich mag aber die Uraltdiskussion um "wie kommt der Strom zur Autobahntankstelle, um tausende Tankvorgänge pro Tag abzudecken, wie dies bei Verbrennern heute in Urlaubszeiten normal ist" nicht aufwärmen. Das ist zigdutzendfach diskutiert, die Standpunkte sind ausgetauscht.

Zu *behaupten*, das sei kein Problem, ohne einen Nachweis zu bringen, finde ich falsch. Eine Meinung zu haben ist gut, aber sich hinzustellen und göttliche Wahrheit zu behaupten stoppt bei mir jedes Diskussionsinteresse. Meine Meinung bleibt (und mir hat seit über zwei Jahren lebhafter Recherche noch niemand glaubhabt machen können, dass ich falsch liege): 1:1 umstellen können wir den derzeitigen bundesdeutschen Gesamtfuhrpark NICHT auf reine Elektromobilität. Wer etwas anderes behauptet, soll bitte belastbare Zahlen vorlegen.

Und damit bin ich aus der Diskussion dann auch raus :-)

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Re: Deutsche Auto-Bosse glauben nicht an das Elektroauto

Beitragvon Rudi L » Mi 10. Jan 2018, 17:57

@malbrecht, geht auch noch nicht 1:1 von Verbrenner auf Elektro umzustellen, weil die Technik noch gar nicht so weit ist. Das braucht man nicht diskutieren da hast Du recht.

Wer was anderes behauptet ist ein realitätsferner Phantast. Hier gibt es aber welche von der Sorte.
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