Der Wirkungsgrad von E-Autos - Model S, i3, eGolf, Leaf, Zoe

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Re: Der Wirkungsgrad von E-Autos - Model S, i3, eGolf, Leaf,

Beitragvon AbRiNgOi » Di 22. Nov 2016, 15:50

Es ist wirklich schön und spannend Euch zu folgen. Danke dafür an beide Seiten.

Meine 2ct:
. Heizung ist wirklich nur 10% wenn die denn mal Eingeschwungen ist, aber beim Warmlauf schenken sich beide Antriebssysteme nix... (= Erfahrung)
. Winterreifen, kalte Luft = höhere Dichte, Matsch usw. haben beide gleich zu bewältigen, der Mehrverbrauch beim Verbrenner im Winter daher auch nicht unerheblich.
. Es ist hinlänglich bekannt, wie viel CO2 welches Kraftwerk pro kWh auspustet, aber selbst der dreckigste Kohlestrom mit 900gCO2/kwh kann im EV gegenüber dem Verbrenner noch mithalten, und wenn man dann noch 1kWh Strom pro Liter Benzin mitrechnet, natürlich auch mit 900g... dann noch den LKW zur Tankstelle, die Pipeline, die Förderung.. ich könnte ewig so weitermachen, aber die EV Gegner haben angefangen die Herstellungs Emmisionen zu vergleichen, oder?

Aber, und nun wechsle ich die Seiten: 2013 war der Punkt, da waren die Mehrkosten der Anschaffung und die zu erwartenden Einsparungen etwa gleich groß, die Reichweite mit etwas Leidensfähigkeit Familientauglich und die Ladezeiten mit 30Minuten gerade so erträglich. Damals war der Punkt für mich um zu steigen, der Umwelt zu liebe und nicht wegen meiner Börse oder wegen dem Fahrspaß. Ich wollte nur nicht unnötig Geld verbrennen, welches wie hier richtig geschrieben der nächsten Genration gehört und nicht mir alleine. Das war 2013 möglich, der Generation kein Geld vorenthalten aber auch den Planeten so gut es mir möglich ist (und nicht auf andere zeigend) zu erhalten. Dann ist der Benzinpreis gefallen... aber das ist eine andere Geschichte, inzwischen steht aber meine Familie voll hinter mir.
Tatsache ist, man muss ich mit EV als Familien Erstwagen schon ein wenig verbiegen, wenn man mit fünf Köpfen, Ski am Dach, Koffer in der ZOE 400km in den Winterurlaub fährt, man muss schon Zeit haben nach Zader Campen zu fahren und wohl ein "Nerd" sein, oder besser Spinner um mit dem EV ( nicht Tesla, siehe Geld der nächsten Generation) nach Amsterdam zu fahren, aber es geht und es fühlt sich gut an.

No Go für Elektroautos heute: Laternenparker, Handelsvertereter, 200km Pendler, Benzin im Blut Brüder, Geschwindigkeitsjunkis... Ja, ist so, heute.
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Re: Der Wirkungsgrad von E-Autos - Model S, i3, eGolf, Leaf,

Beitragvon Alex1 » Di 22. Nov 2016, 16:13

futureA hat geschrieben:
Alex1 hat geschrieben:
Klar, hast auch zu Hause eine Tankstelle :lol: :lol: :lol:
Mit der Restmenge Benzin erreicht man jede Tankstelle.
Mit Restelektronen erreicht man auch jede eZapfe.
Alex1 hat geschrieben:
Jaja, die Regierung soll das alles machen. Fein, immer die Verantwortung auf die Oberen abschieben. Gute alte deutsche Obrigkeitstradition :roll:
Bei dir sollen die Familien tausende von Euronen für etwas CO2-Einsparung zusätzlich ausgeben obwohl die Regierung die CO2 Emissionen mittels Kohlestromförderung steigert und deren Einkommen fällt so vom Himmel.
Dass die Regierung bei der Energiewende versagt hat, weiß ich auch. Trotzdem ist es allzu billig, alle Verantwortung nach oben abzuschieben.
Alex1 hat geschrieben:
futureA hat geschrieben:
Die Aufgabe liegt in der Ausbildung der nächsten Generation, die dann die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Rentenzahlbarkeit des Landes sicherstellt.
Das legst Du jetzt so fest?
Dass du die Aufgabe der Familie als Kern und Fundament jeder Gesellschaft kennst, war auch nicht zu erwarten.
Die Basis ist die Grundlage aller Fundamente! Du kommst mir schon rüber wie Helmut Kohl mit seiner Famillje :roll:
Alex1 hat geschrieben:
Ach je, wieder das alte Märchen, dass es im Winter keinen regenerativen Strom gibt :roll: Du bist sowas von hinter der Zeit!
Ich meine deine Anlage zu Hause, wahrscheinlich schlechter Wirkungsgrad aber billig, bringt im Winter fast nichts.
Dann schreib doch auch, was Du meinst und lass nicht immer raten! Solaranlagen haben übrigens im Winter die höchsten Wirkungsgrade. Das wusstest Du auch wieder nicht, gelle?
Alex1 hat geschrieben:
Ok, von Entwicklungshilfe hast Du also auch keine Ahnung. Danke für die Bestätigung. Wo sollte nochmal Desertec hin und wird jetzt für die eigene Bevölkerung gebraucht?
Desert-was? Du meinst doch wohl nicht:
"Was ist schief gelaufen bei DESERTEC? Die Gründe für das Scheitern der großen Vision liegen nicht nur in einer zu großen Komplexität der Technik. Sie liegen vor allem in der Abschätzung der Risiken und Kosten durch das Industriekonsortium Dii, und der im Herbst 2010 einsetzende „Arabische Frühling“ spielte dabei eine wesentliche Rolle. In der von Aufständen und Bürgerkriegen zerrütteten Region schienen hohe Investitionen in die Infrastruktur zu riskant."
Ja, weil es milliardenschwere Großprojekte waren, die eigentlich nur uns nutzen sollten. SO geht das eben DORT nicht.
Zurück zum Wirkungsgrad. Wie bereits ausgeführt ist der Wirkungsgrad keine Zahl sondern eine f(T) und läßt sich nicht von der Investition der Konsumenten trennen weil die ja kaufen sollen. Die reduzierte Reichweite in heiss und kalt spiegelt direkt die Antwort des Wirkungsgrades auf die geänderten Umgebungstemperaturen wieder.
Du schmeißt schon wieder alles durcheinander. Ist es sooo schwer, nachzudenken und die Verluste zu separieren (oh Gott, Wissenschaftssprech... :roll: ) in Akkuverluste und Verluste durch Heizung? Insgesamt erreichst Du (mit in Deutschland verkauften eAutos) im Winter eine ca. 30% geringere Reichweite. Damit liegt der Wirkungsgrad aber immer noch haushoch über dem der Verpester.
" We recently drove 19 miles one way on the freeway when it was minus 5. When we started out our range indicated 50 miles, but by the time we arrived we had only 12 miles of range. The primary reason why extreme hot or cold weather affects the range of electric cars is that the cars have to work much harder to produce the equivalent amount of electricity as it would have required in regular temperatures."
Ja, toll, Du baust Deine gesamte Argumentation also auf 19 Meilen auf, die ein Journalist gefahren ist? :wand:
Fahrzeuge sind in der Regel mit einer elektrischen Heizung zum Aufwärmen der Batterie ausgestattet, die so viel wie 6 kW Strom ziehen kann.
Mann, diese Ignoranz ist ja wirklich nicht auszuhalten. Meine Zoe hat keine Akkuheizung. Die hat keine Zoe (btw das meistverkaufte EV in D...)
Eine kalte Batterie verringert auch das regenerative Bremsen. D.h. in kalter Umgebung gleicht der Verbrenner seine Wirkungsgradnachteile durch die Nutzung der Abwärme aus und hat nicht die Nachteile der geringen Reichweite.
Jadoch, aber er ist damit immer noch weit unterlegen im Wirkungsgrad.
Was bleibt also? Elektroautos funktionieren gut in gemäßigten Temperaturen - sehr gut für Kurzstrecken und je besser je mehr Stop and Go
...womit Du 90% aller Anforderungen abgedeckt hast... :mrgreen:
...aber für Laternenparker im urbanen Umfeld unbrauchbar.
Völliger Mumpitz!

ICH BIN LATERNENPARKER, und das sind viele Andere hier auch. Und ich wohne nicht einmal im urbanen Umfeld, sondern auf dem Land. Meine Zoe ist da ABSOLUT BRAUCHBAR :mrgreen:
Umweltpolitisch hinsichtlich CO2 eine Heuchelei von Seiten der Regierung, die sowohl E-Mobility als auch Kohlestrom fördert und die Möglichkeiten der Täuschung hinsichtlich Emission und des Verbrauchs von Verbrennern nicht unterbindet.
Bravo! DAS kann ich auch unterschreiben :mrgreen: :D
Am Ende muss jeder für sich entscheiden, ob ein E-Car ins Familienleben passt.
Binsenweisheit. Wenn aber dieser "jeder" so grottenfalsche Informationen hat wie Du, dann gute Nacht :roll:
Natürlich wäre es schön, wenn in der Stadt und auf Kurzstrecke nur E fahren...
...und auf der Langstrecke!

Mann, Du bist dem Entwicklungsstand der eAutos mindestens 5 Jahre im Rückstand!
Weltfrieden wäre auch schön und gerechte Ressourcenverteilung auch.
Wie soll Weltfrieden entstehen, wenn Leute den Nachbarn bekriegen?

Wie sollen Ressourcen gerecht verteilt werden, wenn Leute wie Du völlig falsche Informationen streuen? Ach ja, ich vergaß, der Staat muss das ja alles richten... :roll:
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Der Wirkungsgrad von E-Autos - Model S, i3, eGolf, Leaf,

Beitragvon Alex1 » Di 22. Nov 2016, 16:23

AbRiNgOi hat geschrieben:
No Go für Elektroautos heute: Laternenparker, Handelsvertereter, 200km Pendler, Benzin im Blut Brüder, Geschwindigkeitsjunkis... Ja, ist so, heute.
Laternenparker? Ich bin Einer, kann allerdings mit eigenem Strom laden. Und immer mehr Laternenparker können im Geschäft laden. Oder bei Ikea. Oder auf Aldi. Oder bei Lidl. Oder bei der Bürgermeistersäule. Oder oder oder...
Handelsvertreter? Ok, außer natürlich wieder Tesla...
200km Pendler? 100km sind gut möglich (100km ein Weg); ich kenne Einen, der pendelt 230 km einen Weg (natürlich Tesla...)
Benzin im Blut Brüder? Ok :lol:
Geschwindigkeitsjunkis? Die kriegen grad einen cold Turkey nach dem Anderen, Porsche Fahren macht kaum mehr Spaß, wenn nicht der Sound wäre... :lol:

Ansonsten - wie fast immer - volle Zustimmung :mrgreen: :D
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Der Wirkungsgrad von E-Autos - Model S, i3, eGolf, Leaf,

Beitragvon Klebaer » Di 22. Nov 2016, 16:24

futureA hat geschrieben:
Ein leistungs- und ausstattungsgleicher Golf ist ca. 10.000 € billiger als ein e-Golf, fährt aber immer, schneller und weiter. Die 10.000 € kann man auch in jedes neue Schuljahr der Kinder investieren, anstatt die Welt zu retten und alle fahren morgens Bus, wenn abends vergessen wurde den Ladestecker einzustecken.


futureA hat geschrieben:
Ganz einfach, weil die Aufgabe der Familie in der Gesellschaft nicht ist, 10.000 € mehr für ein absolut leistungsgleiches Auto auszugeben, um die Umwelt zu entlasten, während die Regierung Kohlestrom und Kohlekraftwerke fördert und vergoldet, und die selbe Familie mit 2 Kindern jedes Jahr mehr Geld für Strom aufbringen muss. Die Aufgabe liegt in der Ausbildung der nächsten Generation, die dann die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Rentenzahlbarkeit des Landes sicherstellt.


Ernstgemeinde Frage.
Was bringt es Kinder auszubilden, wenn die Menschheit in 150 Jahren nicht mehr exisitiert?
Was bringt Rentensicherheit, wenn es zu "Klimakriege" kommt?

Natürlich müssen unsere Kinder möglichst gut ausgebildet werden, und jeder Euro in Bildung ist gut aufgehoben.
Allerdings werden unsere Kinder zu spät sein, um die Erde für uns Menschen zu erhalten.
WIR müssen JETZT etwas unternehmen.

Ich weiß, hört sich irgendwie nach ein verrückter Weltuntergangstyp an. :shock:
Aber hört euch die Klimawissenschaftler an.
Es gibt quasi jeden Tag neue erschütternde Nachrichten. :cry:
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Re: Der Wirkungsgrad von E-Autos - Model S, i3, eGolf, Leaf,

Beitragvon Man-i3 » Di 22. Nov 2016, 18:01

wenn in 150 Jahren eh alles vorbei ist können wir getrost auch weiterhin Verbrenner fahren.... in 150 Jahren leben Tiere und Pflanzen wieder in Einklang auf einem, sich von der Spezies Mensch erholenden blauen Planeten. Betrachtet man die exponentielle Entwicklung alleine der Jahre seit dem Millennium ..... kann einem schon Angst und Bange werden. :roll:

Aber vielleicht sind unsere Kinder ja gescheiter und machen es anders
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Re: Der Wirkungsgrad von E-Autos - Model S, i3, eGolf, Leaf,

Beitragvon Alex1 » Di 22. Nov 2016, 18:33

Man-i3 hat geschrieben:
Aber vielleicht sind unsere Kinder ja gescheiter und machen es anders
Warum sollten die gescheiter sein als wir? Wenn man den Aufstieg von AfD, Orban, Erdogan, Trump und so weiter anschaut, kommen Einem Zweifel. Sind ja alle von großen Volksmassen gestützt :roll:
Herzliche Grüße
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Re: Der Wirkungsgrad von E-Autos - Model S, i3, eGolf, Leaf,

Beitragvon Joe-Hotzi » Di 22. Nov 2016, 21:32

@"futureA":
Solltest Du nicht erstmal einen eigenen Praxistest über ein paar Tage /Wochen machen, bevor Du hier weiter theoretisch "brabbelst"? Fakten hast Du genug bekommen, Deine Aussagen allerdings allenfalls minimal angepasst.

futureA hat geschrieben:
Joe-Hotzi hat geschrieben:
... was wohl Dein " leistungs- und ausstattungsgleicher Golf" gegenüber einem E-Auto kosten würde, wenn die Stückzahlen im Tausenderbereich ...
Wenn ist Fantasie aber keine heutige Realität.

Deine "Fantasie" ist heute in China der geplante Weg in die Zukunft! (Englisch übrigens "future", falls Du das nicht weisst. Deine Aussagen lassen die "future" jedenfalls vermissen.) Wenn da die dt. Autobauer nicht schleunigst umdenken, werden sie bald nach staatlicher Unterstützung jammern und den entlassenen Arbeitern der Autofabriken erzählen, die E-Mobilität sei schuld. Dabei müssen die E-Autos auch gebaut werden. Nur sie müssen halt mal vernünftige Stückzahlen in den Markt bringen (wollen) ...
China kümmert sich um sich und seine automobile Zukunft. Wenn sie ihren Markt bedient haben, werden sehr preiswerte (und gute) Modelle hierher schwappen. Der BYD E6 ist allenfalls ein Vorbote.

futureA hat geschrieben:
Joe-Hotzi hat geschrieben:
... ein leitender Audi-Manager: Wer einmal elektrisch gefahren ist, der ist für alle Zeiten für den Verbrenner verloren
In Stadt und auf Kurzstrecke ist das wohl so, auf Langstrecke eher nicht: Zoe 130 km/h 70db(A)

Zum EInen sind die Autobauer sicher lernfähig und die Zoe ist eines der ersten E-Auto-Modelle. Schau Die den Bolt (Ampera-e), oder Hyundai IONIQ an!
Du solltest wirklich mal selbst praxisnah Probe fahren. 250km und mehr im WInter sind keine "Kurzstrecke" mehr. Schafft nicht nur der Tesla und der BYD, sondern eben auch die aktuellen E-Autos mit den neuen, größeren Akkus.

futureA hat geschrieben:
Noch einmal, der Wirkungsgrad ist eine Funktion in Abhängigkeit von der Aussentemperatur. Die sinkende Reichweite im Winter spiegelt direkt den dann wirkenden Wirkungsgrad wieder, der beim Verbrenner sich nicht so deutlich verändert. Alle geposteten Werte stammen immer aus dem gemäßigten Deutschland und halten keiner Prüfung in sehr heissen (Madrid) oder kalten (Buffalo) Umgebungen stand.

Noch einmal "Brabbel, brabbel brabbel" - ohne eigene Erfahrungen. Muß man Dich noch ernst nehmen? Heiß ist neuerdings ein Problem? Norwegen ist ja auch ein so warmes Ländle. Und die Schweiz hat auch keine kalten Winter ... :roll:
Hotzenblitz fahren macht Spaß!
Stromos aber auch!
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Re: Der Wirkungsgrad von E-Autos - Model S, i3, eGolf, Leaf,

Beitragvon navics » Di 22. Nov 2016, 22:13

Ich habe jetzt hier nicht alles verfolgt, da es mir zu wirr und beleidigend wurde.

Ich bin sicher kein EV Gegner. Ich bin sogar ein extremer Fan von E-Autos und fahre leidenschaftlich gerne die e-Autos unseres Fuhrparkes. Ich denke es ist auch klar das unter Berücksichtigung der Primärenergiefaktoren Strom zu Diesel/Benzin EV deutlich effizienter sind als Verbrenner. Wo ich jetzt aber doch stutzig werde ist die Behauptung , dass EV bei dem aktuellen Strommix bzw. sogar wenn wir nur Steinkohle verfeuern würden (~900gCo2/kWh) ,würden diese nicht mehr CO2 emitieren als die Verbrenner.
Ich finde wir sollten uns nicht selbst belügen.

Der aktuelle deutsche Strommix (Inland Verbrauch!) ist in 2015 583 g CO2/kWh. Wir exportieren Strom wie die Irren. Leider sehr viel Wind/Sonne, da fossile Erzeugungsleistung nicht gedrosselt werden kann oder will.

Setze ich jetzt einen realistischen Verbrauch mit Ladeverlusten bei Schukoladung an, komme ich leider heute immer noch in Bereiche wo wir kaum gegenüber Verbrennern glänzen können....
16 kWh/100km * 15% Ladeverluste Schuko * 583 g CO2/kWh = 10722 g CO2/100km = 107,22 g CO2/km

Das ist jetzt nicht so viel besser wie ein sparsamer Verbrenner oder? Würde ich die 900 g CO2 /kWh ansetzen, wären wir jenseits von gut und böse bei >165 g CO2/ km.

...und erklärt es mir wenn ich falsch liege. Solange ich nicht extra für mein E-Auto eine erneuerbare Energieanlage neu baue, welche das Auto lädt, läuft es auf diesen Strommix hinaus. Selbst wenn ich Ökostrom tanke , wird dieser ja nicht extra zusätzlich erzeugt sondern liegt bilanziell sowieso vor. Somit ändere ich nur etwas am Strommix wenn ich neue zusätzliche Erneuerbare Energien in den Strommix bringe oder fossile Energieerzeuger abschalte. Deswegen müssen wir Braunkohle (~1400g Co2/kWh) und Steinkohle (~900g Co2/kWh) unbedingt zügig abschalten. Vor allem die Braunkohle ist nicht ausreichend regelbar und verstopft die Netze für die Erneuerbaren Energien.

Also jeder Emobilist bitte eine PV Anlage aufs Dach!! :lol:

Wenn es interessiert, was für ein täglicher Wahnsinn beim Zusammenspiel der fossilen und erneuerbaren sich Tag täglich abspielt, empfehle ich folgende Seite:
https://www.energy-charts.de
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Re: Der Wirkungsgrad von E-Autos - Model S, i3, eGolf, Leaf,

Beitragvon umberto » Di 22. Nov 2016, 23:20

Wenn Du die ca. 30g/km CO2 für die Herstellung und Verteilung des Sprits reinrechnest, mußt Du mir einen Verbrenner zeigen, der bei meinem Fahrprofil (viel Stadt- und Kurzstreckenverkehr, siehe Footer, mit Ladeverlusten also ca. 118g/km) da auch nur annähernd in die Nähe kommt. Mein verblichener Verbrenner lag bei 8 l/100 km, also mit Herstellung ca. 230g/km.
Vom Rest, was da aus dem Auspuff kommt, ganz zu schweigen.

Und beim Strom KANN man grüner werden, beim Sprit nicht.

Gruss
Umbi
Zoe seit 2013 - Verbrauch ab Zähler mit allem (Ladeverluste) und scharf (Vorheizen) Bild
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Re: Der Wirkungsgrad von E-Autos - Model S, i3, eGolf, Leaf,

Beitragvon Poolcrack » Di 22. Nov 2016, 23:23

Benutz mal die Suchfunktion, das wurde schon mehrfach vorgerechnet und diskuttiert.

Ein Kommentar von mir noch ergänzend:
Der erste Fehler ist ja bei den Verbrennern die Hersteller-Verbrauchsangabe zu glauben. Der Realverbrauch ist ja anscheinend (aktuell in den Nachrichten) im Schnitt 42% höher.

Und ein Kommentar zu Ökostrom: auch ohne eigenes Dach kann man Ökostrom fördern, z.B. durch Bezug des eigenen Stromes von einem der vier Ökostromanbietern, die ausschließlich Ökostrom herstellen und verkaufen. Oder durch den Kauf von Beteiligungen an Anlagen.
i3 BEV (SW: I001-17-07-500), BJ 04/2014, LL >85.000 km, Gesamtdurchschnitt 12,8 kWh/100 km im BC (=netto)
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