Der Wirkungsgrad von E-Autos - Model S, i3, eGolf, Leaf, Zoe

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Re: Der Wirkungsgrad von E-Autos - Model S, i3, eGolf, Leaf,

Beitragvon Jack76 » Di 22. Nov 2016, 23:24

navics hat geschrieben:
....= 107,22 g CO2/km

Das ist jetzt nicht so viel besser wie ein sparsamer Verbrenner oder?


Warte, mal, bemühen wir doch mal den CO2-Rechner der Dekra hier: http://www.dekra-online.de/co2/co2_rechner.html
...ergibt der o.g. Wert so rund 4,55l Benzin auf 100km und unterschlägt dabei sogar noch die gesamte Produktionskette davor!
Aber sei's drum, denn allein das zeigt, dass das von Dir zitierte EV mit realistischen Verbrauch und Verlust an Schuko (ich verkneif mir jetzt den Kommentar zu artgerechter Haltung) beim jetzigen Strommix in DE einzig nur noch von den kleinsten und sparsamsten Benzinern bei vermutlich asketischem Fahrstil erreicht wird. Auf Spritmonitor finden sich gerade noch 6 Fahrzeuge unter 4,6l/100km Verbrauch und gemäß UBA lag der Durchschnittsverbrauch aller PKWs in DE in 2013 bei 7,3l/100km ( http://www.umweltbundesamt.de/daten/ver ... ietraegern )
Wohin der Trend auf deutschen Straßen geht, kann jeder gerne selbst begutachten, einfach mal hinschauen....

Und ja, wie Du auch schon richtig bemerkt hast, mit jeder zusätzlichen Solarzelle und jedem Windrad wird diese Bilanz für das EV noch besser. Ein Faktor, den die Verbrennungs-Industrie nur allzugern beseitigen möchte, wobei Ihnen dazu grad noch so Käse recht ist wie Power2Gas (warum ineffizient Gas produzieren, wenn man mit wesentlich geringeren Verlusten Batteriespeicher [die kann man sogar mit Hilfe von EE-Strom produzieren] füllen könnte), sog. Eco-Fuels (der Import und die Verwendung von Palmöl ist hierbei nur die aktuelle Spitze des Eisbergs) etc, nur um letzten Endes das Prinzip des Verbrennens von kohlenstoffhaltigen Stoffen auf Teufel komm raus aufrechterhalten zu können. Und aus den Millionen Endtöpfen allein in DE kommt letzten Endes nicht nur CO2 raus, auch die andern Verbindungen möchte ich nicht in meiner Atemluft haben!
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Re: Der Wirkungsgrad von E-Autos - Model S, i3, eGolf, Leaf,

Beitragvon Joe-Hotzi » Mi 23. Nov 2016, 08:15

navics hat geschrieben:
Der aktuelle deutsche Strommix (Inland Verbrauch!) ist in 2015 583 g CO2/kWh. Wir exportieren Strom wie die Irren. Leider sehr viel Wind/Sonne, da fossile Erzeugungsleistung nicht gedrosselt werden kann oder will.

Wenn Du das Unterstrichene schon erkannt hast, frage ich mich, wie Du zu der Behauptung kommst, es würde "leider sehr viel Wind/Sonne"n-Strom aus EE exportiert!
Da der EE-Strom an der Spot-Börse keine Grenzkosten hat, wird er lt. Merrit-Order-Einstufung als erstes verkauft. Ich könnte also argumentieren, dass er als erstes verbraucht wird und ausschließlich konventioneller Strom exportiert wird. Denn es gab wohl noch keinen Tag, an dem die EE unseren Strombedarf ausschließlich gedeckt hätten ...

navics hat geschrieben:
Setze ich jetzt einen realistischen Verbrauch mit Ladeverlusten bei Schukoladung an, komme ich leider heute immer noch in Bereiche wo wir kaum gegenüber Verbrennern glänzen können....

Wolltest Du nicht "ein extremer Fan von E-Autos" sein? Dann informiere Dich doch bitte wie ein solcher! Argumentiere bitte nicht wie die dt. Autopresse, die aus "Gerechtigkeit" (weil dt. E- Autos standardmäßig kaum anders können) die "Schnarchladung" als Vergleichsstandard heranziehen. Drehstrom ist in ganz Europa Standard und gerade bei größeren Akkus sinnvoll /notwendig und die Ladegeräte logischerweise dementsprechend optimiert. Schukoladung gilt dann meist als "Notladung".

Wenn ein Verbrenner-Auto für Super-Plus-Kraftstoff konzipiert wurde und ein anderes für Normalbenzin - würde da der dt. Autotester auch beide Autos für den Vergleich mit Normalbenzin betanken - aus "Gerechtigkeit"?

navics hat geschrieben:
... ist jetzt nicht so viel besser wie ein sparsamer Verbrenner oder? Würde ich die 900 g CO2 /kWh ansetzen, wären wir jenseits von gut und böse bei >165 g CO2/ km.

Auch ich weise Dich als "sicher kein EV Gegner" noch einmal darauf hin, dass Du das E-Auto gerade "Well-to-Wheel" (komplette Ökobilanz im Betrieb) betrachtest, das Verbrennerautos aber nicht nur mit geschönten Herstellerangaben (statt mit "realistischen Verbrauch" wie beim E-Auto), sondern auch noch "Tank-to-Wheel" (nur Autotechnik) betrachtest! Also ohne den (immer mehr steigenden) Aufwand der Spriterzeugung mit Erdölföderung, Rohöltransport, Raffination (steigender Aufwand durch schwefelarme ´Kraftstoffe) und Transport an die Tankstellen.

Wenn Du für das E-Auto Kohlestrom ansetzt - müsstest Du da nicht auch Kraftstoff aus Ölsanden /Ölschiefer gegenüberstellen- wegen der Gerechtigkeit?

navics hat geschrieben:
...und erklärt es mir wenn ich falsch liege.

Das habe ich (wir) denke ich nun umfassend getan.
Es wäre toll, wenn Du diese nachweislich falsche Argumentation "in Stammtischmanier" nun nicht weiter verfolgst und in Diskussionen aktiv richtigstellst - Aufklärung durch Fakten. Dann begreift die Bevölkerung schneller, wer hier wen verar...t.

navics hat geschrieben:
Solange ich nicht extra für mein E-Auto eine erneuerbare Energieanlage neu baue, welche das Auto lädt, läuft es auf diesen Strommix hinaus. Selbst wenn ich Ökostrom tanke , wird dieser ja nicht extra zusätzlich erzeugt sondern liegt bilanziell sowieso vor.

Ja das ist so.
Aber zum EInen haben eben viele E-Autofahrer wg. dieser Argumentation in eigene neue, zusätzliche EE-Erzeugungsanlagen investiert (ich betreibe neben einer EEG-PVA sogar noch eine PV-Insel, die nirgends bilanziell vorliegt ...) und zum Anderen gibt es Ökostromanbieter (bspw. naturStrom), die anteilig vom Umsatz wieder in neue EE-Anlagen investieren ...

navics hat geschrieben:
Deswegen müssen wir Braunkohle (~1400g Co2/kWh) und Steinkohle (~900g Co2/kWh) unbedingt zügig abschalten. Vor allem die Braunkohle ist nicht ausreichend regelbar und verstopft die Netze für die Erneuerbaren Energien.
Also jeder Emobilist bitte eine PV Anlage aufs Dach!! :lol:

Richtig!
Wenn sich unsere derzeitige Regierung "dem Wohle des deutschen Volkes verpflichtet" sähe und nicht dem der Wirtschaftslobbyisten, dann wären die schmutzigsten BKKW schon längst vom Netz. Wie haben bei ca. 75GW winterlicher Spitzenlast derzeit >100GW allein an konventioneller KW-Kapazität (siehe BNA, nur ab 10GW, also noch ohne Kleinerzeuger)!

Wenn der konventionelle KW-Park im richtigen Sektor (also bei den schmutzigsten KWs) verkleinert würde, hätten wir nicht nur eine deutlich bessere Ökobilanz bei der Stromerzeugung! Übrigens wieder ein Hinweis, dass vor allem "Dreckstrom" exportiert wird. Wir hätten auch wieder freie Netzkapazitäten und damit geringere Kosten für die Bürger als "nichtprivilegierte Endverbraucher" ...
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Re: Der Wirkungsgrad von E-Autos - Model S, i3, eGolf, Leaf,

Beitragvon Simon1982 » Mi 23. Nov 2016, 08:34

Joe-Hotzi hat geschrieben:
Auch ich weise Dich als "sicher kein EV Gegner" noch einmal darauf hin, dass Du das E-Auto gerade "Well-to-Wheel" (komplette Ökobilanz im Betrieb) betrachtest, das Verbrennerautos aber nicht nur mit geschönten Herstellerangaben (statt mit "realistischen Verbrauch" wie beim E-Auto), sondern auch noch "Tank-to-Wheel" (nur Autotechnik) betrachtest! Also ohne den (immer mehr steigenden) Aufwand der Spriterzeugung mit Erdölföderung, Rohöltransport, Raffination (steigender Aufwand durch schwefelarme ´Kraftstoffe) und Transport an die Tankstellen.


Bei Wikipedia habe ich bezüglich Well-to-Wheel diese Angabe gefunden:

“Schon heute (2014) fährt ein mit dem deutschen Strommix geladenes Elektroauto mit ca. 20 Prozent weniger CO2-Ausstoß als Fahrzeuge mit fossilen Kraftstoffen.“

2016 dürfte das Verhältnis sicherlich für das Elektroauto noch günstiger sein.

Aber den Faktor 2, den Lüning ermittelt hat (wobei er keine komplette Well-to-Wheel betrachtet haben dürfte), den kann ich mir kaum vorstellen. Hälst du das für realistisch?

Interessant fänd ich eine “total CO2 of ownership“ Betrachtung. Da müsste dann auch noch die Herstellung usw. berücksichtigt werden.
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Re: Der Wirkungsgrad von E-Autos - Model S, i3, eGolf, Leaf,

Beitragvon futureA » Mi 23. Nov 2016, 09:31

Joe-Hotzi hat geschrieben:
Es wäre toll, wenn Du diese nachweislich falsche Argumentation "in Stammtischmanier" nun nicht weiter verfolgst und in Diskussionen aktiv richtigstellst - Aufklärung durch Fakten. Dann begreift die Bevölkerung schneller, wer hier wen verar...t.

Es sind immer die Argumente der anderen, die falsch sind.

Alex1 hat geschrieben:
Ja, weil es milliardenschwere Großprojekte waren, die eigentlich nur uns nutzen sollten. SO geht das eben DORT nicht.

Denn flieg doch hin und zeig denen, wie es geht. Die Jungs brauchen keine Minute um dir klarzumachen, was sie von deinen Ideen halten.

Alex1 hat geschrieben:
futureA hat geschrieben:
Mit der Restmenge Benzin erreicht man jede Tankstelle.
Mit Restelektronen erreicht man auch jede eZapfe.

Da lädt man den Wagen aber nicht in 5 Minuten auf, dass alle anschließend pünktlich ihr Ziel erreichen.

Alex1 hat geschrieben:
Solaranlagen haben übrigens im Winter die höchsten Wirkungsgrade. Das wusstest Du auch wieder nicht, gelle?

Ach deshalb sieht man keine Solaranlagen in Sunshine-States und nur im dunklen Finnland.

Aber das ist genau die Argumentation, die alles außer Acht lässt und bei E-Cars nur mit dem Wirkungsgrad bei 22°C argumentiert. Alle diese Leute haben dann wahrscheinlich die teuerste, unrentabelste Solaranlage auf dem Dach, die aber den höchsten Wirkungsgrad besitzt.

(Elektro)Autos dienen und sind keine Selbstzweck. Sie dienen der Funktion einer Existenz/Familie. Die Reduktion auf einen CO2 Vorteil läßt alles andere ausser Acht:
- unbegrenzte Verfügbarkeit des Verbrenners, hängt nie an der Ladesäule, muss nie bald an die Ladesäule
- keinerlei Planung von Routen für Fahrstrecken hinsichtlich Lademöglichkeiten erforderlich
- deutlich höhere Durchschnittsgeschwindigkeit auf Autobahnabschnitten
- viel geringerer Anschaffungspreis
- zwischen Oktober und April immer ein warmer Innenraum (bei Babys und Kleinkinder auch nicht so schlecht)
- deutlich höhere Qualität, da bei günstigen Elektroautos alle Kosten in E gesteckt sind und Abrollkomfort und anderes zurückstehen müssen
- man kompensiert (durch CO2 Reduktion) nicht mit eigenem Einkommen die Subventionen und Vergoldung der Kohleindustrie, also die steigenden CO2-Emissionen in Deutschland und weltweit durch den Bau vieler neuer Kohlekraftwerke.

Elektroautos sind gut, wo sie passen. Mein Postbote fährt VW Bus und hält an jedem Haus, da wäre E perfekt auch im Winter, denn die reine Fahrstrecke pro Tag dürfte nicht so groß sein. Alles wo es passt.
Wer die Idee hat, am besten per Gesetz alle Verbrenner verbieten, weil die Familien auch mit E und Bus und Bahn und Fahrrad schon irgendwie klarkommen werden (dann eben müssen), der spritzt sich auch flüssiges Kokain.
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Re: Der Wirkungsgrad von E-Autos - Model S, i3, eGolf, Leaf,

Beitragvon Joe-Hotzi » Mi 23. Nov 2016, 09:44

Simon1982 hat geschrieben:
... Aber den Faktor 2, den Lüning ermittelt hat (wobei er keine komplette Well-to-Wheel betrachtet haben dürfte), den kann ich mir kaum vorstellen. Hälst du das für realistisch?

Eben.
Sein Betrachtungsansatz ist ein völlig anderer und ich kann vieles ausrechnen, wenn ich selbst die Bedingungen und Ansätze vorgebe und variiere. Er hat m.E.n. jedenfalls mit seinen Annahmen richtig gerechnet und die Formeln und Angaben sind sicher für viele interessant.

Wobei ich keinen Nachweis für das angeblich schlechte Ladegerät des BMW i3 gefunden habe und auch nicht die Reifen aus dem "Antriebswirkungsgrad" herausrechnen würde. Tesla hat sich entschieden, mit Leistung und Drehmoment zu werben und setzt auf optisch gefällige Breitreifen. Sonst könnten sie wohl auch nur einen Teil der Leistung auf die Straße bringen. Effizienter als schmale Energiesparreifen sind diese m.E.n. aber keinesfalls. Der Tesla kann also durchaus vom Akku bis zur Gelenkwelle am Rad effizienter sein - die Reifen fressen einiges an Energie weg, gerade auch bei höheren Geschwindigkeiten.

Ich hab ja -> Hier schon ein paar Wirkungsgradangaben mit Nachweisen verlinkt. PKW-Dieselmotor im Bestpunkt (mittlere Drehzahl, Beschleunigungsphase, also keinesfalls Normalbetrieb) maximal 42% und da geht halt noch einiges mehr weg ...
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Re: Der Wirkungsgrad von E-Autos - Model S, i3, eGolf, Leaf,

Beitragvon Joe-Hotzi » Mi 23. Nov 2016, 09:56

futureA hat geschrieben:
Es sind immer die Argumente der anderen, die falsch sind.

Eine Diskussion sollte im Meinungsaustausch und der Wertung von Fakten bestehen. Die besseren /belegten Argumente sollten anerkannt werden und dann als Konsens akzeptiert werden. Darin sehe ich den Sinn einer Diskussion.
Ansonsten ist es für mich keine Diskussion mehr.
Systematik Regeln und Verlauf einer Diskussion.jpg
Das hab ich im Web gefunden und halte es für sehr hilfreich.

Wo waren Deine Argumente?

futureA hat geschrieben:
(Elektro)Autos dienen und sind keine Selbstzweck. Sie dienen der Funktion einer Existenz/Familie.

Blödsinn. SIe dienen der Bewegung von A nach B und es gibt durchaus Familien ganz ohne Auto.

futureA hat geschrieben:
Wer die Idee hat, am besten per Gesetz alle Verbrenner verbieten, weil die Familien auch mit E und Bus und Bahn und Fahrrad schon irgendwie klarkommen werden (dann eben müssen), der spritzt sich auch flüssiges Kokain.

Saublöder Vergleich! Aber keine Diskussion, denn Du versuchst gerade, die Argumentation zu wechseln.

Aber für Dich auch dazu meine Meinung:
Nein, Autos mit Verbrennermotor müssen nicht verboten werden und das beabsichtig m.W.n. auch niemand. Sie sollten aber auch nicht ungerechtfertigte Kostenvorteile erhalten, in dem externe Kosten auf die Allgemeinheit abgewälzt werden, während die Autohersteller die Gewinne einstreichen. Was die Bevölkerung davon hat, sieht man beim AtomStrom. Wenn diese Kostenvorteile (schrittweise) abgebaut werden, wird das E-Auto deutlich preiswerter und die Familien können so wie heute von A nach B fahren - nur effizienter und sauberer. Langfristig (!) halte ich persönlich E-Mobilität sowieso für die einzige Möglichkeit, die individuelle Mobilität aufrechtzuerhalten oder gar zu verbessern.

Ansonsten bitte wieder ein Stück zurück, wo Du die Reichweite als Wirkungsgrad definieren willst!

Nein, der Wirkungsgrad des E-Autos ist im Winter immer noch viel, viel besser als beim Auto mit Verbrennungsmotor. Denn die zusätzlichen Energieverbräuche aus erhöhten Reibungs- und Rollwiderständen oder Licht, Scheibenheizung u.a. gelten für beide Fahrzeuge gleichermaßen und Kaltstartverluste kennt das E-Auto nicht.

Wirkungsgrad ist als in der Regel das Verhältnis der Nutzenergie zur zugeführten Energie definiert. Du willst ja hoffentlichg nicht ernsthaft behaupten, Wärme für den Innenraum sei keine Nutzenergie ...

Dass der Verbrauch an Energie für die Heizung beim E-Auto die Reichweite senkt, hat mit dem Wirkungsgrad des Autos herzlich wenig zu tun (die elektrische Heizung hat einen sehr hohen Wirkungsgrad, erst recht als Wärmepumpe).
Wenn Du es aber als Vorteil sehen willst, dass die >70% Energieverluste, die der Verbrennungsmotor im Realbetrieb als Abwärme freisetzt, im Winter zu einem kleinen Teil zum Heizen eingesetzt werden kann - dann hast Du recht. Die Heizung mindert die Reichweite des Autos mit Verbrennungsmotor nicht.
Zuletzt geändert von Joe-Hotzi am Mi 23. Nov 2016, 10:23, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Der Wirkungsgrad von E-Autos - Model S, i3, eGolf, Leaf,

Beitragvon futureA » Mi 23. Nov 2016, 10:20

Joe-Hotzi hat geschrieben:
Die besseren /belegten Argumente sollten anerkannt werden und dann als Konsens akzeptiert werden.

Also deine.

Joe-Hotzi hat geschrieben:
futureA hat geschrieben:
(Elektro)Autos dienen und sind keine Selbstzweck. Sie dienen der Funktion einer Existenz/Familie.
Blödsinn. SIe dienen der Bewegung von A nach B und es gibt durchaus Familien ganz ohne Auto.

" Blödsinn. SIe dienen der Bewegung von A nach B "
" Blödsinn. SIe dienen der Bewegung "
" Blödsinn. SIe dienen "

" SIe dienen "

Sag ich doch!
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Re: Der Wirkungsgrad von E-Autos - Model S, i3, eGolf, Leaf,

Beitragvon Joe-Hotzi » Mi 23. Nov 2016, 10:32

futureA hat geschrieben:
Joe-Hotzi hat geschrieben:
Die besseren /belegten Argumente sollten anerkannt werden und dann als Konsens akzeptiert werden.

Also deine.

Fast fühle ich mich geschmeichelt. Aber ich war ja nicht der Einzige, der Dich auf Fehler aufmerksam gemacht hat und Fakten geliefert hat.

futureA hat geschrieben:
" Blödsinn. SIe dienen der Bewegung " " Blödsinn. SIe dienen " " SIe dienen "
Sag ich doch!

Bist Du im Diskussionschema rechts unten? Schade.
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Re: Der Wirkungsgrad von E-Autos - Model S, i3, eGolf, Leaf,

Beitragvon Alex1 » Mi 23. Nov 2016, 17:52

navics hat geschrieben:
Selbst wenn ich Ökostrom tanke , wird dieser ja nicht extra zusätzlich erzeugt sondern liegt bilanziell sowieso vor.
Falsch. Das gilt nur, wenn Du den Strom von einem großen Versorger bekommst, der alles Mögliche im Portfolio hat. Der bilanziert nur um, geändert hat sich nichts. Die 3 echten Ökostromanbieter in D lassen die von Dir abgerufenen kWh aber von NEUEN regenerativen Anlagen erzeugen. Dein alter Versorger muss/darf also jetzt weniger von seinem Strom ins Netz geben (lassen).
Somit ändere ich nur etwas am Strommix wenn ich neue zusätzliche Erneuerbare Energien in den Strommix bringe oder fossile Energieerzeuger abschalte.
Genau das tust Du, wenn Du bei einem echten Ökostromanbieter bist. Der bringt ZUSÄTZLICHE regenerative Erzeuger ins Netz. Und die 4erBande kann weniger absetzen und muss drosseln. Da die Regenerativen aber Vorrang haben, MÜSSEN sie bei den Fossilen drosseln.
Deswegen müssen wir Braunkohle (~1400g Co2/kWh) und Steinkohle (~900g Co2/kWh) unbedingt zügig abschalten.
Exakt. Und das geht eben - außer mit Gesetzen - nur, wenn die Verbraucher Braunkohlestrom ablehnen, wie sie auch Atomstrom ablehnen können.

Da es aber den meisten Verbrauchern schnurzpiepe ist, woher ihr Strom kommt (Hauptsache gelb und billig...), gibt es noch genug Leute, die Atom- und Kohlestrom einkaufen.

Der Wechsel zu einem echten Ökostromanbieter ist alternativlos! :mrgreen:
Vor allem die Braunkohle ist nicht ausreichend regelbar und verstopft die Netze für die Erneuerbaren Energien.
Volle Zustimmung! Genau das ist das Problem!
Also jeder Emobilist bitte eine PV Anlage aufs Dach!! :lol:
Auf jedes geeignete Dach eine Solaranlage! :mrgreen:

Wie schon jemand schrub, ist es aber völlig egal, ob die Solaranlage, die mein eAuto speist, auf meinem oder Nachbars Dach sitzt. Der "Nachbar" kann auch in Flensburg sitzen und ich in München.

Selbst wenn physikalisch die Energie nicht von Flensburg nach München kommt (weil die lieben Bayern ja gerne Strom hätten, aber bitte keine Leitungen :roll: ), wird eben in Flensburg eine kWh regenerativ erzeugt, weil ich sie aus München bestellt habe. Und ob sie jetzt im Münchener oder im Flensburger Netz ein Pfund CO2 einspart, ist wieder schnurzpiepe.

Treiben wir das Gedankenspiel weiter und träumen davon, dass morgen 40% der Stromkunden zu den echten Ökostromanbietern wechseln würden (heute sind es m.W. ca. 5%), dann könnten die ihre Verträge nicht mehr erfüllen. Die schon vorhandenen regenerativen Kraftwerke, z.B. in der Hand der 4erBande, dürfen sie ja nicht nutzen. Also müssten sie blitzartig die 7-fache Kapazität dazubauen (lassen).

Da aber die große Masse träge ist, gibt es keinerlei Gefahr, dass die echten Ökostromerzeuger nicht hinterherkämen. Leider.
Herzliche Grüße
Alex
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Echten Ökostrom: http://www.ews-schoenau.de/ Fast Alternativlos.
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Re: Der Wirkungsgrad von E-Autos - Model S, i3, eGolf, Leaf,

Beitragvon Alex1 » Mi 23. Nov 2016, 18:37

Typischer "Diskussions"stil von futureA:
- fA schreibt, dass man ja mit einem eAuto mit SoC=0 liegen bleiben kann.
- Ich schreibe, dass das mit einem Verpester genauso gehen kann.
Dann fA:
futureA hat geschrieben:
Alex1 hat geschrieben:
futureA hat geschrieben:
Mit der Restmenge Benzin erreicht man jede Tankstelle.
Mit Restelektronen erreicht man auch jede eZapfe.
Da lädt man den Wagen aber nicht in 5 Minuten auf, dass alle anschließend pünktlich ihr Ziel erreichen.
Merkst Du noch was, fA? Wenn ich jetzt sage, dass das mit Kraftstrom noch besser geht, kommt sicher das "Argument", dass man an der Ladesäule aber kein Bier kaufen kann :roll: :lol:
Alex1 hat geschrieben:
Solaranlagen haben übrigens im Winter die höchsten Wirkungsgrade. Das wusstest Du auch wieder nicht, gelle?
Ach deshalb sieht man keine Solaranlagen in Sunshine-States und nur im dunklen Finnland.
Autsch! So viel kognitive Dissonanz tut wirklich weh. Du hast offensichtlich das Wort "Wirkungsgrad" überhaupt nicht begriffen.

Das erklärt aber dann auch Einiges :roll: :lol: :lol:
Aber das ist genau die Argumentation, die alles außer Acht lässt und bei E-Cars nur mit dem Wirkungsgrad bei 22°C argumentiert. Alle diese Leute haben dann wahrscheinlich die teuerste, unrentabelste Solaranlage auf dem Dach, die aber den höchsten Wirkungsgrad besitzt.
Schon wieder falsch, hilfsweise bösartig unterstellend. Wir haben Dir schon ein Dutzend mal bewiesen, dass eAutos auch bei allen anderen Temperaturen einen besseren Wirkungsgrad als die Verpester haben.

Vielleicht kapierst Du ja irgendwann einmal, dass Wirkungsgrad nicht Alles ist. Ein von Dir so geliebter Verpestermotor hat den höchsten Wirkungsgrad bei wenig über Leerlaufdrehzahl und fast Vollgas. In diesen Zustand kommst Du aber nie stationär, außer Du fährst einen steilen Berg hoch. Also nützt Dir bei DIESER Betrachtung der Wirkungsgrad gar nichts.

Nun ist aber der Wirkungsgrad von eAutos in JEDEM Fahrzustand und unter ALLEN Umgebungsbedingungen besser als der von Verpestern. Und je wärmer, umso größer wird der Abstand.
(Elektro)Autos dienen und sind keine Selbstzweck. Sie dienen der Funktion einer Existenz/Familie.
Diesen Schwachsinn hat Dir ja schon Joe-Hotzi ausgetrieben.
Die Reduktion auf einen CO2 Vorteil läßt alles andere ausser Acht:
1) CO2 ist bei Weitem der gefährlichste Schadstoff, nichts Anderes von Menschenhand gefährdet mehr Leben. Gar nicht zu reden von den Kriegen, die heute schon durch z.B. Dürren und Missernten angezettelt werden oder erst recht wegen Ölvorkommen.
2) Was ist mit Feinstaub? Den kennst Du wohl nicht? Tötet über 10.000 Menschen jährlich, dreimal so viel wie direkte Straßenverkehrstote.
3) Was ist mit dem Lärm? Zigtausende sterben an Coronarkrankheiten als direkte Folge von Verkehrslärm.
4) Was ist mit Benzol? Krebserregender Stoff, der munter hin- und hergeschaukelt wird.

DU bist Derjenige, der Alles auf Eins reduziert: Geld! :roll:
- unbegrenzte Verfügbarkeit des Verbrenners, hängt nie an der Ladesäule, muss nie bald an die Ladesäule
Kappes, Du bist der Wirklichkeit schon wieder mindestens 5 Jahre hinterher. Mach Dich doch bitte erst einmal schlau, bevor Du so einen Unsinn verzapfst.
- keinerlei Planung von Routen für Fahrstrecken hinsichtlich Lademöglichkeiten erforderlich
Übergangsproblem, das durch genau solche Leute wie DU entsteht: Nur nix Neues!
- deutlich höhere Durchschnittsgeschwindigkeit auf Autobahnabschnitten
Vollkommener Blödsinn. eAutos hängen inzwischen 10-mal so teure Verpester ab.
- viel geringerer Anschaffungspreis
Übergangsproblem, das durch genau solche Leute wie DU entsteht: Nur nix Neues!
- zwischen Oktober und April immer ein warmer Innenraum (bei Babys und Kleinkinder auch nicht so schlecht)
Schwachsinn! eAutos wärmst Du an der Zapfe vor. Und kein Verpester heizt so schnell wie ein eAuto. Wenn der Verpester langsam auf normale Kühlwassertemperaturen kommt, bist Du im eAuto schon in der Sauna.
- deutlich höhere Qualität, da bei günstigen Elektroautos alle Kosten in E gesteckt sind und Abrollkomfort und anderes zurückstehen müssen
Absoluter Schwachsinn, nur aus den Fingern gesogen, um ein paar Pixel auf dem Bildschirm zu schwärzen :roll:

Und ein weiterer Beweis, dass Du absolut keine Ahnung hast.
- man kompensiert (durch CO2 Reduktion) nicht mit eigenem Einkommen die Subventionen und Vergoldung der Kohleindustrie, also die steigenden CO2-Emissionen in Deutschland und weltweit durch den Bau vieler neuer Kohlekraftwerke.
Hä? Was war das denn jetzt? Egal, was Du nimmst, nimm weniger davon! Don´t drink and write! :old:
Elektroautos sind gut, wo sie passen. Mein Postbote fährt VW Bus und hält an jedem Haus, da wäre E perfekt auch im Winter, denn die reine Fahrstrecke pro Tag dürfte nicht so groß sein.
Korrekt. Und die deutsche Post lässt jetzt eigene Stromer bauen.
Alles wo es passt.
Aber nicht nur, wo es DIR passt! Du hast einen eklatanten Mangel an Fachwissen und versuchst ihn mit nassforschen Sprüchen auszubügeln.
Wer die Idee hat, am besten per Gesetz alle Verbrenner verbieten, weil die Familien auch mit E und Bus und Bahn und Fahrrad schon irgendwie klarkommen werden (dann eben müssen), der spritzt sich auch flüssiges Kokain.
Schon wieder so ein dämlicher Strohmann.
1) Wenn keine Einsicht da ist, MUSS man verbieten. In der Stadt ist es auch VERBOTEN, schneller als 50 zu fahren. Bräuchte man nicht, wenn Alle einsichtig wären. SIND SIE ABER NICHT. Deswegen braucht´s Verbote.
2) Auch dort, wo NEUE Verpester IN ZUKUNFT verboten werden, weiß man, dass das nicht von heute auf morgen geht. Auch wenn es schön wäre und über 10.000 Menschen jährlich das Leben retten würde.
3) In manchen Städten gibt es heute schon - völlig zu Recht - Verpesterverbote. Es kann doch wohl nicht sein, dass das Leben von Menschen weniger wert ist als Bequemlichkeit und Profit?
4) Du immer mit Deinen Krokodilstränen über Familien! Ich erlebe im Zug regelmäßig Familien, die sehr gut klar kommen. Da aber Leute wie Du der Bahn laufend den Saft abdrehen zugunsten der Verpestermobilität, sind die Hürden (künstlich) hoch.
5) Faselst Du schon wieder von nur Bahn und Fahrrad. Ich verrate Dir ein streng gehütetes Geheimnis: Es gibt noch was! Willst Du es wissen? Aber nicht verraten!
- Pssst, Busse!
- Psssst, eAutos! Aber nicht weitererzählen!
Herzliche Grüße
Alex
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