Der Weg zur Elektromobilität - ein mögliches Szenario

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Re: Der Weg zur Elektromobilität - ein mögliches Szenario

Beitragvon Rudi L » Di 2. Mai 2017, 18:21

Das mögliche Szenario ist weitgehend schlüssig und könnte man in einem totalitären Staat auch umsetzen. Abgesehen davon, dass ich in so einem Staat nicht leben möchte zeigt es doch, dass das Elektroauto tatsächlich solche Zwangsmaßnahmen bräuchte um es heute durchzusetzen.

Das bessere ist des Guten Feind! Solange die Elektroautos ihren Job nur als Zweitwagen machen, da allerdings hervorragend, sind sie nicht besser als ein Verbrenner, der eben alle Bedürfnisse abdeckt.

Die Elektroautos müssen besser werden, dann regelt sich das von alleine, ohne Zwangsmaßnahmen. Bei der Infrastruktur wäre es in der Tat hilfreich wenn jeder dritte Parkplatz mit einer Steckdose und 3,7KW Leistung ausgerüstet wäre.
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Beitragvon OidaHund » Mi 3. Mai 2017, 08:22

Was auch nicht vergessen werden sollte ist das Diesel doch so was wie ein Abfallprodukt auf dem Weg zum Benzin ist. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich richtig erinnere. Aber wenn das bei der Vermarktung wegfiele würde sich das auf den Preis beim Benzin negativ auswirken, denn die Ölmultis werden sich wohl nicht den Gewinn nehmen lassen.
Außerdem sollte man beim Diesel auch bedenken, dass er in den USA nur deshalb nicht zum Zuge kam, weil Benzin sehr günstig ist und weil die Amerikaner technisch nie in der Lage waren den zu bauen geschweige denn weiter zu entwickeln. Die USA sind in der Rüstung sicher top und vielleicht auch noch im Bereich Mikroelektronik (Hardware), obwohl ihnen da die Asiaten wohl auch den Rang abgelaufen haben. Aber sonst sind die USA eher zurück und mehr als Bastler zu bezeichnen.
Wer hier als Handwerker arbeiten will muss fast immer eine entsprechende Ausbildung haben. In den USA ist das lascher daher ist die Qualität auch was Verarbeitung angeht eher unterdurchschnittliches Niveau.

Zurück zum Thema. Wie mein Vorredner schon korrekt zusammenfasste. Alles sehr gut möglich in einem totalitären Staat. Auch wenn umrath schrieb es gab vergleichbare Maßnahmen schon würde ich fragen wann und welche? So harsch möglich war es nur 1933-1945 und in der DDR. Er steht mit seinem Plan gegen 45 Millionen PKW. Da im Schnitt mehr als eine Person von so einem Vehikel profitiert würde er sich locker 50-60 Millionen Menschen zu Feinden machen. Das ist politischer Selbstmord. So ein Plan findet den Weg in keine politische Agenda und das zu Recht.
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Re: Der Weg zur Elektromobilität - ein mögliches Szenario

Beitragvon umrath » Mi 3. Mai 2017, 08:26

Ernsthaft? Hartz 4 allein war um ein Vielfaches krasser!
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Re: Der Weg zur Elektromobilität - ein mögliches Szenario

Beitragvon Jochen2003 » Mi 3. Mai 2017, 08:32

Interessanter Ansatz und mal gut drüber nachgedacht, aber doch noch zu Oberflächlich betrachtet.

Spinnen wir es mal weiter und sagen wir, man würde es wirklich so umsetzen wollen, was würde passieren ?

Momentan geht man davon aus das 80 % der E-Fahrzeuge zuhaue laden und nur 20 % an den Tankstellen/Säulen.

Wenn wir davon ausgehen das die neuen E-Fahrzeuge, also die, die ab 2020 auf dem Markt verfügbar sind im Schnitt 400 km Reichweite haben werden, wird sich die Zahl sogar noch erhöhen, da dann mittlerweile viele Firmen eigene Säulen betreiben für die firmeneigene Flotte (Solarstrom / Windstrom).

Dadurch werden eher 85 - 90 % der E-Fahrzeuge nicht an öffentlichen Ladestationen geladen werden, dieses wird bei Erreichen deiner Zulassungsziele ein Tankstellensterben mit sich bringen, sodass die von dir berechneten Triplelader zu über 50 % wieder wegbrechen werden. (Ich rede nicht von den Rasthöfen, das ist was anderes) Die Tankstelle um die Ecke wird verschwinden und dabei ist die Zahl 50 % noch niedrig angesetzt.

Auf der Kommunensache muss ich noch rum denken, was es da für Probleme geben kann, hier sehe ich eher Platz und Eigentumsverhältnisse als Problem, aber da muss ich noch tiefer reingehen um das mal durchzuspielen.
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Re: Der Weg zur Elektromobilität - ein mögliches Szenario

Beitragvon OidaHund » Mi 3. Mai 2017, 08:55

45 Millionen Elektro Autos würden bei einer Fahrleistung von nur 50km am Tag und einem Verbrauch von 16kwh/100km 360 Millionen kwh täglich benötigen. Im Jahr wären das dann 131 Milliarden kwh.

Im Netzt fand ich dazu folgendes.

"Ein mittleres Atomkraftwerk wie das Kernkraftwerk Emsland hat eine Nennleistung von etwa 1.400 Megawatt, das entspricht nach Angaben des Betreibers RWE jährlich elf Milliarden Kilowattstunden Strom für 3,5 Millionen Haushalte."

http://www.ndr.de/nachrichten/Watt-Das- ... tt250.html

Das bedeutet man bräuchte nur für die Elektroautos gut 12 solcher AKW!


Ein Windrad produziert nach anderer Information im Schnitt 5,5 Millionen kwh im Jahr. Da würde man beinahe 24.000 Windräder benötigen.

http://www.ndr.de/nachrichten/Watt-Das- ... tt250.html
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Re: Der Weg zur Elektromobilität - ein mögliches Szenario

Beitragvon Poolcrack » Mi 3. Mai 2017, 09:25

Deutschland hat letztes Jahr rund 51 TWh an Strom exportiert. Damit ließen sich 17 Millionen Pkws mit der aktuellen durchschnittlichem km-Jahresleistung betreiben. Ohne neue Kraftwerke. Mit dem Bremsfuß beim Ausbau der erneuerbaren Energien der letzten Jahre.
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Re: Der Weg zur Elektromobilität - ein mögliches Szenario

Beitragvon OidaHund » Mi 3. Mai 2017, 09:30

Und wie viel wurde importiert?
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Re: Der Weg zur Elektromobilität - ein mögliches Szenario

Beitragvon Jochen2003 » Mi 3. Mai 2017, 09:36

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Re: Der Weg zur Elektromobilität - ein mögliches Szenario

Beitragvon OidaHund » Mi 3. Mai 2017, 09:41

Ich meinte nicht mal die Extremlast. Ich gehe davon aus das es sich gut verteilt. Es ging mir um den Gesamtbedarf und darum das plakativ zu machen. Bei 45 Millionen Elektroautos wären das eben gewaltige Größenordnungen.
Das was du meinst ist wie mit der Pinkelpause im WM-Finale. ;) Da wurde befürchtet das die Abwasser Infrastruktur nicht mithalten könnte.

Aber die Rechnung aus deinem link ist etwas beruhigend. Theoretisch ginge es schon. Nur was ist mit all den Abnehmern unseres Stroms? Gerade Frankreich braucht wenn es kalt wird viel davon. Die heizen mit Strom. Nicht das die uns neue Meiler an die Grenze stellen und Cattenom wieder anwerfen.

Und wenn man sich 25000 Windkrafträder vorstellt.
https://www.topagrar.com/news/Energie-N ... 27038.html
Die gehen davon aus das man pro Windkraftrad etwa 0,25km² Fläche benötigt. Das wären dann 4 auf einem km².
Mehr als 6000km² oder nahezu 30% der Fläche Hessens.
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Re: Der Weg zur Elektromobilität - ein mögliches Szenario

Beitragvon Poolcrack » Mi 3. Mai 2017, 10:28

OidaHund hat geschrieben:
Und wie viel wurde importiert?

Das ist der Saldo, Tendenz stark steigend: https://de.statista.com/statistik/daten ... seit-1990/
Strom ist im Überschuss da und muss nicht nur durch Windräder erzeugt werden. Bis die Fahzeugflotte komplett elektrisch ist, könnte der Strom in Deutschland längst nur aus erneuerbaren Energien kommen, selbst für die 45 Millionen KFZ.
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