Kohlenstoff-Verbund-Karosse - das war's ?

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Re: Kohlenstoff-Verbund-Karosse - das war's ?

Beitragvon Karlsson » So 3. Dez 2017, 14:01

motion hat geschrieben:
Und in Deutschland haben wir nicht mal eine Mega-City.

Für Pendler aus den völlig überteuerten Speckgürteln von München, Stuttgart, Frank, Hamburg, Düsseldorf, Köln... passt das schon ziemlich gut. Selbst die "günstigeren" kleineren Städte ziehen schon kräftig an. Münster, Hannover, Braunschweig. Platz ist oft rar.

motion hat geschrieben:
Dafür sind die Städte hier aber mit ihren vergleichsweiße engen Straßen für große Autos ideal.

Ne, das hat keine Allgemeingültigkeit. In meinem Viertel ist ein kleines Auto zum Parken definitiv ein Vorteil und in der Altstadt sieht das noch ganz anders aus. Wenig Platz kann man auch in irgendwelchen hessischen Dörfern haben, dafür braucht man gar keine Megacity.
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Beitragvon Schwani » So 3. Dez 2017, 14:42

Karlsson hat geschrieben:
Schwani hat geschrieben:
Es nützt der edelste Werkstoff nichts, wenn man ihn in die (aerodynamisch) falsche Form bringt.

Man sollte bedenken, wofür das Auto gebaut wurde. BMW bezeichnet den i3 als Megacity Vehicle. Das hat ganz andere Anforderungen als es beim Tesla waren.


Ja, das stimmmt schon - deshalb hatte ich ja nur von der Aerodynamik geschrieben.
Mir gefällt der i3! Ich bin selbst fast 10 Jahre den 320i gefahren und finde die Marke gut. Ich hatte auch schon einen i3 konfiguriert - allerdings passte das Ergebnis nicht zu meinem Reichweitenwunsch und zur Geldbörse. Daher wird es jetzt der Kona.
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Re: Kohlenstoff-Verbund-Karosse - das war's ?

Beitragvon motion » So 3. Dez 2017, 15:19

Karlsson hat geschrieben:
motion hat geschrieben:
Und in Deutschland haben wir nicht mal eine Mega-City.

Für Pendler aus den völlig überteuerten Speckgürteln von München, Stuttgart, Frank, Hamburg, Düsseldorf, Köln... passt das schon ziemlich gut. Selbst die "günstigeren" kleineren Städte ziehen schon kräftig an. Münster, Hannover, Braunschweig. Platz ist oft rar.

motion hat geschrieben:
Dafür sind die Städte hier aber mit ihren vergleichsweiße engen Straßen für große Autos ideal.

Ne, das hat keine Allgemeingültigkeit. In meinem Viertel ist ein kleines Auto zum Parken definitiv ein Vorteil und in der Altstadt sieht das noch ganz anders aus. Wenig Platz kann man auch in irgendwelchen hessischen Dörfern haben, dafür braucht man gar keine Megacity.


Für den Speckgürtel passt das auch, da hast du Recht.

Beim zweiten Absatz hatte ich mich natürlich verschrieben. Ich wollte das schreiben, dass große Autos nicht ideal für unsere Städte sind und korrigiert, eigentlich selbstverständlich.

Beim i3 bin ich der Meinung, dass man an dem Konzept feshält, es jedoch noch verbessern sollte.
Ich bin dafür, dass man die Next-Gen Akkumulatoren verwendet, sobald sie verfügbar sind. Damit spart man sich die Entwicklung einer zweiten Baureihe und erschließt neue Märkte. Denn der i3 würde damit langstreckentauglich werden.

Es gibt auf YoutTube eine Reportage zu sehen welche aufzeigt, dass BMW beim i3 kein Verlustgeschäft macht und das eine Marge vorhanden ist. Es ging bei der Thema CFK viel mehr um die Stückzahlen. Dass man mit dem e-Golf stückzahlmäßig konkurieren könnte, wenn VW auf den MEB setzt, ist unwahrscheinlich.
Und das kostet das dann schon Geld.

Manche sehen es daher als Fehler an, auf CFK zu setzen. Wie ich schon schrieb, sehe ich das anders.
BMW hat viel Erfahrung gesammelt, die man nur bekommt wenn man es mal gemacht hat.
Außerdem war es gut für' Image. Meine Anerkennung haben sie!
Zuletzt geändert von motion am So 3. Dez 2017, 15:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kohlenstoff-Verbund-Karosse - das war's ?

Beitragvon Karlsson » So 3. Dez 2017, 15:31

Bei BMW kommt in den nächsten Jahren noch einiges, die halten sich zur Zeit nur noch sehr bedeckt



Wobei ich vom Asynchronmotor nicht überzeugt bin, aber sie werden ihre Gründe haben.
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Re: Kohlenstoff-Verbund-Karosse - das war's ?

Beitragvon motion » So 3. Dez 2017, 15:41

Der Synchronmotor soll langlebiger und energieffizienter als der Asynchronmotor sein, dafür aber seltene Erden enthalten. Stimmt das so?
Zuletzt geändert von motion am So 3. Dez 2017, 17:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kohlenstoff-Verbund-Karosse - das war's ?

Beitragvon Bennysnaucum » So 3. Dez 2017, 16:59

Der Asynchronmotor besteht nur aus Blechpaketen/Alu und Kupfer und ein bisschen Kunststoff.
Vorteile: keine seltenen Erden, sehr überlastbar
Nachteile: Niedriges Anlaufdrehmoment,schlechtere Leistungsdichte,

Ist es nicht hauptsächlich die Frage was man mit einme Auto so veranstalten will?
Man könnte jetzt auch sagen das in die Städte eigentlich gar kein Individualverkehr mehr soll.

Maximal das elektrifizierte Car-Sharing der ÖPNV und ebenfalls elektrifizierte Taxiunternehemen.

Für den Überlandverkehr brauch es in erster Linie gute Aerodynamik. Das Gewicht spielt da kaum eine Rolle.

Der i3 ist dann quasi als der Urbane 911er gedacht? Mal sehen obs aufgeht für BMW.
Das Türkonzept eignet sich aber irgendwie nicht so richtig für enge Parkplätze oder?
Model 3 zielt da eher auf den Langstreckenverkehr.

Hier wo ich wohne interessiert sich niemand für Abgasnormen. Aber jeder hat ne Steckdose in der eigenen Garage...

Die Karosse vom i3 hält allerdings auch ohne Pflege die nächsten 30 Jahre, zudem soll sie auch gut verwertbar sein. Das ist ausserordentlich Nachhaltig und spricht für das Konzept.
Das große Vorbild für die Form war glaube ich der Kofferfisch. Gute Aerodynamik bei maximaler Raumnutzung.
Hätten sie Das konsequent durchgezogen...Türen und Kofferraum sprechen da in meinen Augen die falsche Sprache.
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Re: Kohlenstoff-Verbund-Karosse - das war's ?

Beitragvon Ecano » So 3. Dez 2017, 17:28

Bennysnaucum hat geschrieben:

Die Karosse vom i3... soll sie auch gut verwertbar sein. Das ist ausserordentlich Nachhaltig und spricht für das Konzept.


Ich wollte gerade das Gegenteil schreiben. Kannst du das mal genauer ausführen.?
Ich dachte immer, Carbon werde energieintensiv hergestellt und lässt sich schlecht bzw. nicht recyceln.
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Re: Kohlenstoff-Verbund-Karosse - das war's ?

Beitragvon Bennysnaucum » So 3. Dez 2017, 17:45

Du hast Recht, habe ich mich geirrt. Bleibt lediglich der Vorteil der Langlebigkeit.

Das die Herstellung und das recycling Energieintensiv sind sehe ich eher als unproblematisch. Da wir eigentlich nur ein
künstlich erzeugtes Energieproblem haben. Aber das steht auf nem anderen Blatt.
Wenn Herstellung und recycling mit regenerativ erzeugter Energie gemacht werden sehe ich da keinen Nachteil Gegenüber Stahl. Entsorgung ist in meinen Augen immer ein Fehler.
Es wird also Zeit den 3D Stahldruck flächendeckend einzusetzen ;-)
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Re: Kohlenstoff-Verbund-Karosse - das war's ?

Beitragvon motion » So 3. Dez 2017, 17:54

Man kann auch CFK recyceln. Der Prozess ist aber aufwendiger als bei Metallen und damit langsamer und teurer.
Solche Anlagen sind nicht weit verbreitet.

Solange wir immer noch Aluminium aus Primärquellen brauchen, ist es aber keineswegs umweltfreundlicher als CFK, da für die Gewinnung und Verarbeitung des Rohstoffes Bauxit (Erz) schwere Umweltschäden in Kauf genommen werden. Außerdem verbrauchen die Aluminiumhütten sehr viel Strom. Das Model S besteht nahezu komplett aus Aluminium, ein umweltfreundliches Auto ist es auch deswegen nicht.

CFK ist nur in einem seltenen Fall problematisch, beim Fahrzeugbrand. Wirklich gesund ist das nicht.
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Re: Kohlenstoff-Verbund-Karosse - das war's ?

Beitragvon Bennysnaucum » So 3. Dez 2017, 18:21

Stahl und Alu haben natürlich im Moment den Vorzug gut und einfach recyclingfähig zu sein.
Es ist aber schließlich immer ein großer Verbund von Materialien die ein Auto entstehen lassen.
Das Model S mag zwar aus Alu sein. Das stellt für mich allerdings kein Problem dar wenn das Alu am Ende der
Fahrzeuglebensdauer zu 100% wieder verwendet wird.
Da sehe ich bei Aluverpackungen in Ländern mit geringer Recyclingquote erheblich mehr Potential.
Die Kohlefaser im jetzigen Zustand scheint sich eher wie Sondermüll zu verhalten.

Jeder Erdenbürger hat die gleichen Rechte. Ob er in Deutschland oder China wohnt.
Bei 3 Milliarden Autofahrern eine Tonne Aluminium pro Person wird da die größere Herausforderung.
Von Kohlefaser, Kunststoff und Kupfer mal abgesehen.
Es wird kein Weg am Umdenken vorbeiführen.
Die Automobilkonzerne haben das auch erkannt. Der Gesamte Sektor bewegt sich gerade in Richtung Dienstleistung.

Ich behaupte für BMW ist das eine Nullnummer und gleichzeitig Prestige zu bekommen und Machbarkeit zu beweisen.
Vielleicht werden wir eines Tages an den Punkt kommen das die Autohersteller Ihre Fahrzeuge nach dem Lebensende
wieder zurücknehmen müssen (währe doch mal wieder was für die Grünen) und ein nachhaltiges Recycling betreiben müssen.
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