Bild am Sonntag "Unser großes E-saster auf der Autobahn"

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Re: Bild am Sonntag "Unser großes E-saster auf der Autobahn"

Beitragvon Perdix » Sa 12. Aug 2017, 14:57

Leider hat wohl niemand den kompletten Artikel ge- oder meine Frage überlesen... Welche Eckdaten waren denn nun Grundlage für die "Testfahrt"??

Roland81 hat geschrieben:
Na klar wenn ich über 200tkm 15k€ für den Akku bezahle wirds schwierig. Aber fairerweise müsstest du für deinen Verbrenner eine Versicherung für Motor, Turbo, Auspuff etc. gegenrechnen.

Welche Zahlen hier selbst im "Fachforum" immer kolportiert werden ist erstaunlich :x
Die höchste Batteriemiete beträgt für unbegrenzte Kilometer 1440€/Jahr d.h. bei 30Tkm Fahrleistung 4,8ct/km. Je mehr desto weniger und wer bitte schafft von Euch 200Tkm/Jahr ? das wären ca 900km pro Arbeitstag!
Können wir bitte bei realistischen Zahlen bleiben, das würde auch dem Einsteiger eine Entscheidungshilfe sein, Danke!
T.
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Beitragvon Roland81 » Sa 12. Aug 2017, 18:46

Perdix:
Sorry du hast ich misverstanden.
Ich bin von 200tkm über 10 Jahre ausgegangen und habe hierzu die von Karlsson genannten 7,5€/100km Batteriemiete hergenommen.
Südstromer:
Meinst du meine Rechnung?
Seit der Elektro da ist, muss meine Frau sich mit dem 5 Jahre alten 5-Zylinder Automatik Diesel Kombi begnügen.
Ich fahre lieber den "Zweitwagen" - Arbeitsweg und bei jeder anderen Gelegenheit.
Und ja, ich bin der Meinung, dass ein eGolf günstiger kommt als ein austattungsgleicher Golf Diesel..belegen muss ich dies noch.
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Re: Bild am Sonntag "Unser großes E-saster auf der Autobahn"

Beitragvon Toumal » Sa 12. Aug 2017, 19:00

Die Rechnung ist trotzdem falsch. Ich fahre 22000km pro jahr, zahle aber keine 7.5 Euro pro 100km fuer die Miete. Rechne mit der haelfte. Und ziehe evtl noch OEAMTC ab, das spart man sich eigentlich auch.
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Re: Bild am Sonntag "Unser großes E-saster auf der Autobahn"

Beitragvon Roland81 » Sa 12. Aug 2017, 19:19

Ich wollte jetzt eigentlich keine ZOE Mieten Diskussion führen.
OK. Es sind keine 7,5€ pro 100km. Es sind:
€/Monat €/Jahr Kilometer/Jahr Mietkosten pro 100 km
119 1428 25000 5,71 €
119 1428 22500 6,35 €
119 1428 20000 7,14 €
119 1428 17500 8,16 €
99 1188 15000 7,92 €
89 1068 12500 8,54 €
Berechnet aus Quelle: https://www.renault-bank.de/ze/ze für eine ZOE Z.E. 40.
Da ich mich im Österreichischen nicht auskenne (Steuer, Strompreis etc pp.) werde ich mich für die Kalkulation auf D beschränken.
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Re: Bild am Sonntag "Unser großes E-saster auf der Autobahn"

Beitragvon Karlsson » So 13. Aug 2017, 18:49

Toumal hat geschrieben:
Karlsson's Rechnerei muss wohl Deutschlandspezifisch sein. Er vergleicht aber auch den Zoe mit den Dacias und Tatras dieser Welt.

Es war mein vorheriger 101PS Corsa Diesel mit echten Werten, da ist nichts ausgedacht.
Die Größe wird ja gern zum Vergleich herangezogen.
Wenn Du unter deutschlandspezifisch verstehst, dass einer rechnen kann und nicht einfach jeden Mist glaubt, dann verstehe ich das als Kompliment.

Roland81 hat geschrieben:
Ein Vergleich taugt nur bei Apfel gegen Apfel.
Natürlich fahre ich mit einem 98er Passat (mit AHK) an dem ich alles selber rapariere günstiger als mit jedem neuem E-Auto.
Trotzdem kaufen viele Menschen neue Autos.
Der Kostenvergleich taugt natürlich nur, wenn die Grundvorraussetzungen stimmen. Bei AHK, 2000km täglich etc. passts einfach nicht.

Ich habe den Corsa als 3-jährigen mit 20tkm gekauft und der Zoe war 2,25 Jahre und hatte 28,5tkm gelaufen.
Das halte ich für ziemlich vergleichbar.
Den Corsa habe ich bis zum Verkauf - da war er 11 Jahre - lückenlos Checkheft gepflegt in Meisterbetrieben, habe aber einzelne Kleinigkeiten selbst übernommen und genauso mache ich es auch beim Zoe - also den 12V Akku habe ich nach 3 Jahre selbst getauscht, weil ich das problemlos machen kann und es viel Geld spart.


Südstromer hat geschrieben:
Wer ernsthaft jeden kleinen Furz gegen rechnet, der wird eben mit aktuellen Elektroautos nicht zufrieden. Wen interessiert das? Erzähl das doch bitte am Stammtisch im Kleintierzüchterverein in Hinterdeppingen, aber doch nicht in einem Forum für Elektroautos. Manche scheinen echt verdammt viel Zeit übrig zu haben.

Darum geht es überhaupt nicht, sondern um Ehrlichkeit. Und ich bin mit dem E-Auto zufrieden. Mir war vorher klar, dass es teurer wird, auch wenn hier am laufenden Band frisierte Rechnungen aus dem Hut gezaubert wurden, was man angeblich mit einem E-Auto sparen würde.
Ich muss mich nicht so belügen, ich kann auch einfach sagen, dass ich das Auto gekauft habe, weil es mir auch zu höheren Kosten gefällt.

Toumal hat geschrieben:
Die Rechnung ist trotzdem falsch. Ich fahre 22000km pro jahr, zahle aber keine 7.5 Euro pro 100km fuer die Miete. Rechne mit der haelfte.

Wurde ja gerade schon widerlegt. Der ZE40 ist bei sehr vielen Kilometern durch die Flatrate günstiger. Beim Q210 kommst Du aber auch schwer unter 5€/100km. Ich meine die Formel ist ca 1€/Tag + 5€/100km.

Ich fahre unter 10tkm/a und bei mir ist es noch >7,5€. Die Miete ohne Strom ist schon teurer als mit Diesel zu fahren.
Mit dem Verbrenner war ich zuvor auf 12-15tkm/a runter, aber mit dem Zoe machen wir halt diverse Langstrecken nicht und nehmen das andere Auto, daher ist es noch weniger geworden.

Roland81 hat geschrieben:
Ich fahre lieber den "Zweitwagen" - Arbeitsweg und bei jeder anderen Gelegenheit.

Wir auch und wir fahren 75% unserer Haushaltkilometer mit dem Zweitwagen. Trotzdem heißt er Zweitwagen, weil er für uns als alleiniges Auto unbrauchbar wäre und sofort zum Verkauf stünde wenn wir mit einem Auto auskommen müssten/wollten.
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Re: Bild am Sonntag "Unser großes E-saster auf der Autobahn"

Beitragvon Karlsson » So 13. Aug 2017, 18:57

Akkumiete pro 100km beim Q210 bei verschiedenen Jahresfahrtleistungen:

Akkumiete.JPG


Auch bei 30tkm/a sind es noch 5,68€/100km. Wenn man den Strom nicht gratis kriegt, sind Strom + Miete meist teurer als ein gleichgroßer Diesel Kleinwagen. Insbesondere wenn man mit dem auch 96km/h auf der Autobahn mit Windschatten fährt.
Der Corsa nahm dann unter 4 Liter.
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Re: Bild am Sonntag "Unser großes E-saster auf der Autobahn"

Beitragvon spark-ed » So 13. Aug 2017, 19:17

Karlsson, hör auf solche DIagramme zu veröffentlichen. :lol:
Die kilometerbezogen sinkenden Kosten bei steigender Fahrleistung ermuntert einige Mitleser zu noch exessiverer Fahrzeugnutzung.

Man muss ja schliesslich der restlichen Welt beweisen, dass das eigene Auto die geringsten Kilometerkosten erzeugt, koste es was es wolle...
Ist die selbe Logik wie damals bei dieser bekloppten Verivox Werbung:
"Je mehr Energie wir verbrauchen, desto mehr sparen wir!"
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Re: Bild am Sonntag "Unser großes E-saster auf der Autobahn"

Beitragvon oliho » So 13. Aug 2017, 19:48

Hi,

für das Geld erspar ich mir das Diesel-Gerappel und die Schalterei und der Umwelt auch so einiges. Also mir ist das den "Luxus" allemal wert.

Tschau,
Oli
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(Pearl S. Buck)

... und Intoleranz (eigene Meinung)
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Re: Bild am Sonntag "Unser großes E-saster auf der Autobahn"

Beitragvon Toumal » So 13. Aug 2017, 22:44

Karlsson ich habe nochmal meine Vertragsunterlagen rausgekramt:

102 Euro pro Monat
ca 2000km pro Monat
Macht 5.1 Euro pro 100km

Das sind die ganz flachen Kosten. Dazu kommt dass bei einer geplanten Haltedauer von max. 4 Jahren der Kaufpreis der Batterie durch die Miete nicht erreicht wird, ausserdem entspricht dies einer erweiterten Garantie beim Verbrenner + Mobilitaet. Das kann man jetzt beim Verbrenner dazurechnen, macht aber keiner.
Um einen ordentlichen Vergleich zu machen: Clio 4 mit kleiner Motorisierung eines Kollegen, Betriebskosten 400-600 Euro im Jahr hoeher. Dass der Clio weniger kostet ist klar, break even point variiert natuerlich heftig nach km-Leistung.

Der 1er BMW war im Vergleich natuerlich noch schlimmer, das war aber ein Auto aus dem Jahr 2007. Die Anzeige im Auto faselte was von 6l/100km, aber real an der Zapfzaeule gemessen waren es nie unter 8l/100km.

Klar ist: die 3/3 Regel beim Verbrenner gilt nach wie vor. Das BEV ist mit steigender Haltedauer aber frueher oder spaeter billiger, ausser man faehrt eine Reisschuessel die wenig schluckt und nie Probleme hat.

Thema Opel Corsa: Laut Spritmonitor verbrauchen von 4452 gemeldeten Corsa gerade mal 43 unter 5l. Die meisten, 2305 an der Zahl, sind bei 6.7 Liter. Immerhin 951 verbrauchen 7.8l. Das ist jetzt natuerlich ueber diverse Motorisierungen und nicht unbedingt 100% repraesentativ, aber wir reden hier von Groessenordnungen. Mag sein dass du deinen Corsa mit 4l/100km bewegst, du bist aber in ziemlich exklusiver Gesellschaft.

Bild

Was ich damit sagen will: Man kann mit Benzin billiger fahren. Die grosse Mehrheit tut es aber nicht, also sehe ich den Preis der Elektromobilitaet nicht als das ein und alles. Und wie du richtig sagtest: Man kann auch BEV fahren aus einem anderen Grund als der Geldersparnis.
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Re: Bild am Sonntag "Unser großes E-saster auf der Autobahn"

Beitragvon Nordlicht » Mo 14. Aug 2017, 03:57

spark-ed hat geschrieben:
Die kilometerbezogen sinkenden Kosten bei steigender Fahrleistung ermuntert einige Mitleser zu noch exessiverer Fahrzeugnutzung...

...seit Februar habe ich mit meiner R240 auf den unlimited Vertrag gewechselt und komme so bei 34.000km im Jahr auf km-Kosten von 0,42€ durch die Batteriemiete.
Da mein Arbeitgeber mir freundlicher Weise den Strom sponsert, es auf meinen gängigen Routen kostenlose Ladesäulen gibt, bezahle ich nur wenige Male im Monat.
Somit bleibe ich deutlich unter 5,00€ auf 100km - DERZEIT ZUMINDEST...

...und ich erwehre mich gegen jeglichen Vorwurf, ein exessiver Vielfahrer zu sein... :lol:
09/2009: 29kw Holzpelletanlage für 2 Wohnhäuser
06/2013: 5 kwp PV-Anlage mit S10 Speicher von e3/dc
06/2015: ZOE Intens R240, Neptungrau
03/2016: CF-Box Standort mit offenem FreiFunk W-LAN
nächster E-Stammtisch Schleswig-Holstein: 16.November
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