Bild am Sonntag "Unser großes E-saster auf der Autobahn"

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Re: Bild am Sonntag "Unser großes E-saster auf der Autobahn"

Beitragvon Roland81 » Sa 12. Aug 2017, 09:19

Karlsson hat geschrieben:
Jo. Und dann hab ich noch 7,5€ Akkumiete dazu, so dass es teurer ist als Diesel oder Benzin. Autobahnmaut hat unser Benziner auch keine, Zahnriemen hat er keinen, letzter Ölwechsel ist bald 2 Jahre her und von der Differenz des Kaufpreises (und das Obwohl der Akkunur gemietet ist) kann man viele Ölwechsel und anderes machen.


Na klar wenn ich über 200tkm 15k€ für den Akku bezahle wirds schwierig. Aber fairerweise müsstest du für deinen Verbrenner eine Versicherung für Motor, Turbo, Auspuff etc. gegenrechnen.
Ich werde übers Wochenende mal einen Vergleich eGolf gegen Golf TDI rechnen (der Golf, weil es ihn 1:1 als Verbrenner und BEV gibt (Größe, Platz etc), und ich keine Lust auf Ioniq Diskussion habe) und zum öffentlichen "Beschuss" freigeben.
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Beitragvon Karlsson » Sa 12. Aug 2017, 10:11

Roland81 hat geschrieben:
Na klar wenn ich über 200tkm 15k€ für den Akku bezahle wirds schwierig. Aber fairerweise müsstest du für deinen Verbrenner eine Versicherung für Motor, Turbo, Auspuff etc. gegenrechnen.

Die Zahlen für meinen letzten Verbrenner sind ja schon abgeschlossen.
35.860€ für 8 Jahre und 165.534km. Da sind wirklich sämtliche Kosten drin, auch Parken, Blitzer, Diebstahlschäden, Waschen, sämtliche Reparaturen, Zubehör (AHK, Fahrradträger, Dachgepäckträger), Wertverlust, Steuer, Versicherung, Wartung, Sprit....ich Schreibe seit 12 Jahren jeden ausgegebenen Cent auf und ordne ihn zu.
Auch inklusive waren hier schon teure Dieselreparaturen - die Injektoren von Nippon Denso lasse sich im Gegensatz zu Bosch nicht überarbeiten und sie wurden für 2430€ getauscht. Und der böse Zahnriemen. Damals noch alle 7 Jahre/100tkm, heute wären das 10 Jahre / 200tkm. Auch den Auspuff hab ich aus optischen Gründen zum Verkauf erneuert bei dem 11-jährigen Wagen. Hat unter 100€ gekostet und das schraub ich eben selbst drunter. Der Wagen war dennoch bis zum Schluß Checkheft gepflegt.

Ich lag hier unter 22Cent/km und sehe es noch nicht, mit dem Zoe in dieselbe Region zu kommen.
Wenn ich stattdessen damals einen 3-jährigen Leaf mit 3 jahre altem Akku genommen hätte, wäre zwar die Akkumiete entfallen, jedoch wäre der Kaufpreis auch 5000€ höher gewesen.
Auch sind die Zoe Unterhaltskosten nicht so günstig, wie das oft angegenen wird. Die Wartung hat dieses Jahr 257€ gekostet mit Klimaservice une Bremsflüssigkeit.
Letztes Jahr waren es 273€, weil ja nach 3 Jahren der 12V Akku erneuert werden muss - und den hab ich noch günstig selbst gekauft und eingebaut. Die Werkstattrechnung war aber auch 207€.

Das ist das gleiche Niveau wie beim Diesel vorher, wo ich freie Werkstätten nutzen konnte, was beim E-Auto jetzt nicht mehr geht. Da fahre ich jetzt sogar 40km zum Spezialhändler mit Ahnung, obwohl ich mehrere Renault Autohäuser vor Ort habe, auch ZE-Partner.
Der Diesel kam dagegen einfach zum nächsten Meisterbetrieb - das ist die Tankstelle 200m ab Haustür.

Roland81 hat geschrieben:
Ich werde übers Wochenende mal einen Vergleich eGolf gegen Golf TDI rechnen (der Golf, weil es ihn 1:1 als Verbrenner und BEV gibt (Größe, Platz etc), und ich keine Lust auf Ioniq Diskussion habe) und zum öffentlichen "Beschuss" freigeben.

Weise hier bitte den Wertverlust separat aus. Ich würde keinen Neuwagen kaufen und für mich sind daher nur die Kosten für junge Gebrauchte interessant.
Golf 7 Kombi 1.6tdi biste mit gut 13.000€ dabei und der fährt inklusive Pausen in 10 Stunden die 1.000km zum Gardasee. Kannst auch ne AHK anbauen und Fahräder drauf packen und oben drauf noch nen Jetbag, wenn der gegenüber dem E-Golf eh schon viel größere Kofferraum nicht reicht.

Das muss man beim fairen Vergleich halt auch mit betrachten. Kann für den einzelnen natürlich egal sein, für mich ist es das aber nicht und deshalb könnte unser nächster Erstwagen eben der Golf Kombi Bj2015 werden, aber nicht der E-Golf Bj2015.
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Re: Bild am Sonntag "Unser großes E-saster auf der Autobahn"

Beitragvon Exiting » Sa 12. Aug 2017, 11:59

PKW mit Verbrennermotor haben, genauso wie die zugehörige Infrastruktur, um die 100 Jahre Entwickungsvorsprung - klar, dass hier aktuell ein Funktions- und auch ein Kostenvorteil liegt.
Bei der derzeitigen Entwicklungsgeschwindigkeit bei der E-Mobilität besteht aber kein Zweifel, dass der Vorsprung schnell schrumpfen wird.

Wer aktuell mit dem spitzen Bleistift rechnet bleibt möglicherweise lieber beim Verbrenner. Mir ist es lieber an einer sich bereits abzeichnenden Zukunft mitzugestalten, auch wenn derzeit hierfür Pioniergeist deutlich hilft (gestern wieder 200 Km, "Treibstoffkosten" 0,00 Euro).
Außerdem hilft eine etwas gezügelte Fahrweise nicht nur den Energieumsatz zu senken, sondern auch die "Blitzerkosten".
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Re: Bild am Sonntag "Unser großes E-saster auf der Autobahn"

Beitragvon Toumal » Sa 12. Aug 2017, 12:08

Karlsson's Rechnerei muss wohl Deutschlandspezifisch sein. Er vergleicht aber auch den Zoe mit den Dacias und Tatras dieser Welt.
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Re: Bild am Sonntag "Unser großes E-saster auf der Autobahn"

Beitragvon Themse » Sa 12. Aug 2017, 12:11

Regen wir uns doch nicht die ganze Zeit über irgendwelche "Deppen" Berichte
über mißglückte Elektroautofahrten auf :-)
Wir wissen doch wie es geht und dass es sogar sehr gut geht,
aber wir wissen auch, dass zur Zeit viel mehr Elektroautos von Kunden angefragt werden
als lieferbar sind und es deswegen, teilweise absurd lange Lieferzeitenzeiten gibt.
Darum mein Tipp:
Nehmen wir es positiv:
Sind wir doch froh, so lange nicht alle Elektroauto fahren wollen.
Sonst werden die Lieferfristen noch länger :-(
und an den kostenlosen Ladesäulen gibt es ein Gedrängel
oder werden plötzlich Kosten erhoben :shock:

Geniesen wir einfach das Leben mit unseren Elektroautos
und hoffen, dass dies noch lange anhält :lol: :lol:
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Re: Bild am Sonntag "Unser großes E-saster auf der Autobahn"

Beitragvon Exiting » Sa 12. Aug 2017, 12:14

:danke: könnte ich nicht besser formulieren!
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Re: Bild am Sonntag "Unser großes E-saster auf der Autobahn"

Beitragvon Exiting » Sa 12. Aug 2017, 12:19

Für den, den es interessiert:

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/e-auto-109.html

"...... Am Ende kämen aber alle wichtigen aktuellen Studien zu dem Schluss, dass die Ökobilanz des E-Mobils bereits jetzt positiver sei als beim konventionellen Auto.

Richtig effizient bei 100 Prozent Ökostrom

Viel besser sieht die Ökobilanz allerdings aus, wenn die E-Autos zu 100 Prozent mit Ökostrom fahren. Verglichen mit einem herkömmlichen Fahrzeug liegt der Vorteil eines E-Autos mit 100 Kilometern Reichweite laut Ifeu bei 74 Prozent. Und diese Kurve dürfte in der Zukunft immer weiter nach oben gehen, denn die Forschung schreitet rasant voran....."
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Re: Bild am Sonntag "Unser großes E-saster auf der Autobahn"

Beitragvon Roland81 » Sa 12. Aug 2017, 13:02

Mir ging es nur um folgende Aussage:

Karlsson hat geschrieben:
Ich fahre total gerne E-Auto, aber ich kann weder nachvollziehen, wie das billiger sein soll, ...

Ein Vergleich taugt nur bei Apfel gegen Apfel.
Natürlich fahre ich mit einem 98er Passat (mit AHK) an dem ich alles selber rapariere günstiger als mit jedem neuem E-Auto.
Trotzdem kaufen viele Menschen neue Autos.
Der Kostenvergleich taugt natürlich nur, wenn die Grundvorraussetzungen stimmen. Bei AHK, 2000km täglich etc. passts einfach nicht.
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Re: Bild am Sonntag "Unser großes E-saster auf der Autobahn"

Beitragvon Südstromer » Sa 12. Aug 2017, 13:24

Wenn ich mal so ein "Fahrzeug" mit Schaltgetriebe und 2 Liter Maschine, oder wegen mir auch 3 Liter Hubraum, am fahren bin, denke ich immer die Kiste ist kaputt. Oder ich fühle mich als ob ich in der Steinzeit angekommen bin. Wer ernsthaft jeden kleinen Furz gegen rechnet, der wird eben mit aktuellen Elektroautos nicht zufrieden. Wen interessiert das? Erzähl das doch bitte am Stammtisch im Kleintierzüchterverein in Hinterdeppingen, aber doch nicht in einem Forum für Elektroautos. Manche scheinen echt verdammt viel Zeit übrig zu haben.
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Re: Bild am Sonntag "Unser großes E-saster auf der Autobahn"

Beitragvon Fluencemobil » Sa 12. Aug 2017, 13:48

Themse hat geschrieben:
Regen wir uns doch nicht die ganze Zeit über irgendwelche "Deppen" Berichte
über mißglückte Elektroautofahrten auf :-)
Wir wissen doch wie es geht und dass es sogar sehr gut geht,
aber wir wissen auch, dass zur Zeit viel mehr Elektroautos von Kunden angefragt werden
als lieferbar sind und es deswegen, teilweise absurd lange Lieferzeitenzeiten gibt.
Darum mein Tipp:
Nehmen wir es positiv:
Sind wir doch froh, so lange nicht alle Elektroauto fahren wollen.
Sonst werden die Lieferfristen noch länger :-(
und an den kostenlosen Ladesäulen gibt es ein Gedrängel
oder werden plötzlich Kosten erhoben :shock:

Geniesen wir einfach das Leben mit unseren Elektroautos
und hoffen, dass dies noch lange anhält :lol: :lol:


Ja aber wenn "alle" in 10 Jahren elektrisch fahren wollen, können wir sagen, das haben wir schon immer gewußt was besser ist und sich durchsetzt. ;-)

Auch typisch deutsch.

Karlsson@ Ich kenne einen langjährigen Priusfahrer (jetzt der neueste) der hat jeden Liter und jede kwh dokumentiert.
Frage nicht was Berlin für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst. ;)
goingelectric-crowdfunding/
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