BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

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BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

Beitragvon nono » Fr 14. Jul 2017, 09:41

Bisher habe ich die im Feld befindlichen PHEVs der deutschen Hersteller als Bereicherung der elektrischen Bewegung wahrgenommen. Einzig die Vergabe eines E-Kennzeichens fand ich etwas befremdlich, da der PHEV sicherlich 50-80% der Strecken mit Verbrennungsmotor fährt.

Als wir gestern auf der Rückreise unseres Urlaubs waren (1800 km mit dem i3 quer durch Süddeutschland), habe ich an der Tank&Rast Rhön Ost etwas unglaubliches erlebt.
Auf dem Weg dorthin habe ich einen VW eGolf überholt und dachte mir schon, dass wir den am Triple-Lader wieder sehen werden. Da ich dort mit 70% SOC ankam und etwas Vorsprung hatte, sollte das also passen.
Nun stand am Triple-Lader ein VW Passat PHEV und zog über AC. Störte mich (und den nachfolgenden eGolf) erst mal nicht. Interessehalber habe ich dann nachgesehen, wie schnell der VW Passat PHEV lud und ich war sehr überrascht... 0,9 kW in 17 Minuten. Der Kollege zieht am Triple-Charger mit seinem PHEV leicht über Schuko-Niveau. Respekt.

Zwischenzeitlich kam ein Renault Zoe an (der konnte an AV 43kW laden) und durfte warten. Dann kam ein Mitsubishi-Outlander PHEV und wollte ebenfalls laden. Da ich schon am CCS hing, musste er warten, bis er mit Chademo laden konnte. Dann kam der VW eGolf. Im Gespräch an der Ladesäule kam der VW eGolf Fahrer auf uns zu und fragte, welche Position er in der Warteschlange hätte, denn bis zum nächsten Schnelllader (allego in rund 50km Entfernung) würde er nicht mehr kommen.

Ich teilte ihm mit, dass ich in 3-4 Minuten bei 93% bin, dann würde der Outlander noch schnell seinen PHEV mit Chademo laden, was sehr schnell geht, dann wäre er dran.
Der VW Passat PHEV Fahrer bekam die gesamte Situation und Diskussion voll mit und verabschiedete sich in aller Seelenruhe, zündete sich ein Pfeifchen an und ging spazieren.

Keine Ahnung wie lange der Renault Zoe Fahrer noch warten musste, bis der VW Passat PHEV den Schuko-Missbrauch des Triple-Laders aufgab.

Einige Stunden später in Göttingen hing ein Volvo XC90 am innerstädtischen Triple-Lader und zog analog dem VW Passat PHEV ebenfalls 3.7kW/h.

Ich bin nun wirklich hin und her gerissen. Was bringen die PHEVs wirklich?
Blockieren stundenlang (Schnell-)Lader, nur um einige km elektrisch fahren zu können. Und BEVs, die auf die Ladeinfrastruktur angewiesen sind und nicht Treibstoff alternativ verbrennen können, dürfen sich hinten anstellen.
Wenn schon PHEV, dann mit ordentlichen Ladegeschwindigkeiten (den Outlander mit Chademo als PHEV finde ich schon wieder cool) oder die Säulen für BEV freigeben.
Alles andere ist unanständig.

Meine einzige Hoffnung ist, dass der Markt das Problem sehr schnell regelt. Sobald an den meisten Ladesäule zeitbasierte Tarife fällig werden, sind die meisten PHEVs von den öffentlichen Ladesäulen verschwunden.
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Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

Beitragvon mcb » Fr 14. Jul 2017, 09:49

Da es sicher eine emotional geladene Diskussion wird, nur soviel von mir, ich durfte mal auf einen Outlander, der am Chademo lud, warten. So richtig schnell geht das auch nicht.
Hätte ich einen Plugin würde ich am Schnelllader, so ich die Situation mitbekomme, für BEV Platz machen.
cu Marco
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Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

Beitragvon BiEmDablju » Fr 14. Jul 2017, 09:49

Aus diesem Grund sollten neben den Schnellladern auch reine Typ2 Säulen mit 11kW stehen! Wobei natürlich wenn ein zeitabhäniger Tarif an der Säule zu zahlen wäre, sich alles lösen würde.
Mit Plug Ins hatte ich weniger Probleme bisher. Mehr Teslas an kostenlosen 43kW und ein Smart mit Schnarchlader. Immer die gleichen Personen hier im Umkreis. Der Smartfahrer will sich kein Ladekabel kaufen (kostet ja Geld!) und wartet lieber 3h am Tripplelader. Gut, der ist alt und in Pension, aber trotzdem sind die Säulen nicht dafür gedacht.
Evtl. Könnte man dazu auch eine Einstellung an der Säule vornehmen, dass mindestens 22kW geladen werden muss, alles andere wird mit einer Meldung verweigert....
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Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

Beitragvon Odanez » Fr 14. Jul 2017, 09:50

ich verstehe nicht ganz warum der im Passat an der Autobahnraststätte laden wollte - oder wollte der 2 Stunden auf dem Parkplatz verbringen? Soll er doch solange er keinen anderen behindert, ich finde, wenn man a) nicht absolut auf die Ladung angewiesen ist um weiterzukommen und b) man mit viel geringerer Ladeleistung lädt, sollte man sich wenigstens bereit erklären, um den nächsten, der es mit seinem BEV eilig und nötig hat, mal für 15min ranzulassen, um danach wieder selber anzustecken.

Wenn es noch so wenige Ladesäulen gibt, warum macht man die Triplecharger nicht auch mit mehreren 11/22kW Anschlüssen? Das dürfte das Problem lösen, und als einziges Problem das gleichzeitige DC-Laden übrig lassen...
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Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

Beitragvon kub0815 » Fr 14. Jul 2017, 09:54

Hi,

das hört schlagartig auf wenn das Stromverschenken vorbei ist.... es braucht dann keine Ladeedikette mehr. An ENBW Säulen passiert das bestimmt nicht.

VG
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Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

Beitragvon AbRiNgOi » Fr 14. Jul 2017, 10:03

Bitte nicht immer auf die PHEV losgehen, weil das Theme betrifft nicht nur die. Jeder der mit 3,6kW an einem Schnellader steht hat sich vorsichtig zu verhalten. Egal ob i3, eGolf, alte Fahrzeuge oder eben PHEV.

Wenn CCS belegt ist, und ich die Wartezeit mit dem i3 dadurch überbrücke das ich schon mal an die Typ2 gehe bin ich genauso auf dünnem Eis wie die PHEV.

Lösen wird sich dieses Problem leider nur durch Zeittarife und Supportlader wie ELLA das vormacht. Inzwischen gilt: hoffen das alles klappt, weil jeder das Recht für sich beansprucht. Eine Richtlinie bringt nix, weil es inzwischen zu viele ahrzeuge gibt und daher eine Verbreitung unmöglich. Auch gibt es nicht nur gut Menschen, auch Fahrer von EV & Co können Egoisten sein. Ist so.
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Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

Beitragvon mweisEl » Fr 14. Jul 2017, 10:13

nono hat geschrieben:
0,9 kW in 17 Minuten. Der Kollege zieht am Triple-Charger mit seinem PHEV leicht über Schuko-Niveau.

Dann sollte T&R neben der tollen einsamen 30.000 Euro-Säule einfach noch drei Schuko-Dosen für 30 Euro daneben stellen - Problem gelöst. Bis dahin: wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
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Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

Beitragvon kub0815 » Fr 14. Jul 2017, 10:18

Damit in den 30min die man so an einer Autobahnraststädte verbracht werden 1,6kw nachgeladen werden könnnen welche dich 1,20 Euro Kosten (ENBW Tarif Prepaid)?
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Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

Beitragvon midimal » Fr 14. Jul 2017, 10:29

Odanez hat geschrieben:
ich verstehe nicht ganz warum der im Passat an der Autobahnraststätte laden wollte - oder wollte der 2 Stunden auf dem Parkplatz verbringen? Soll er doch solange er keinen anderen behindert, ich finde, wenn man a) nicht absolut auf die Ladung angewiesen ist um weiterzukommen und b) man mit viel geringerer Ladeleistung lädt, sollte man sich wenigstens bereit erklären, um den nächsten, der es mit seinem BEV eilig und nötig hat, mal für 15min ranzulassen, um danach wieder selber anzustecken.

Wenn es noch so wenige Ladesäulen gibt, warum macht man die Triplecharger nicht auch mit mehreren 11/22kW Anschlüssen? Das dürfte das Problem lösen, und als einziges Problem das gleichzeitige DC-Laden übrig lassen...


Man sollte per Software die Schnarchlader an Schnellladern blockieren - fertig
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Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

Beitragvon midimal » Fr 14. Jul 2017, 10:33

Odanez hat geschrieben:
ich verstehe nicht ganz warum der im Passat an der Autobahnraststätte laden wollte - oder wollte der 2 Stunden auf dem Parkplatz verbringen? Soll er doch solange er keinen anderen behindert, ich finde, wenn man a) nicht absolut auf die Ladung angewiesen ist um weiterzukommen und b) man mit viel geringerer Ladeleistung lädt, sollte man sich wenigstens bereit erklären, um den nächsten, der es mit seinem BEV eilig und nötig hat, mal für 15min ranzulassen, um danach wieder selber anzustecken.

Wenn es noch so wenige Ladesäulen gibt, warum macht man die Triplecharger nicht auch mit mehreren 11/22kW Anschlüssen? Das dürfte das Problem lösen, und als einziges Problem das gleichzeitige DC-Laden übrig lassen...


Die PlugIn 3kW Schnelllader werden sich trotzdem den Schnelllader schnappen - weil das Kabel ja schon dran ist, wetten?
Wie ich geschrieben habe - man sollte am Schnelllader die Schnarchlader via Software (mit einem freundlichem Hinweis auf dem LCD) blocken.
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