BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

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Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

Beitragvon corwin42 » Fr 14. Jul 2017, 10:38

Mit einer Ladeetikette erreicht man in so Fällen leider nichts.

nono hat geschrieben:
Meine einzige Hoffnung ist, dass der Markt das Problem sehr schnell regelt. Sobald an den meisten Ladesäule zeitbasierte Tarife fällig werden, sind die meisten PHEVs von den öffentlichen Ladesäulen verschwunden.


Das ist glaube ich das einzige, was das Problem etwas entzerren könnte. Und wenn die Preise von 7,50€ pro halbe Stunde stimmen (wäre 25ct pro Minute) fände ich das absolut in Ordnung. Die Preisgestaltung muss so sein, dass es nur für Schnelladung einigermaßen günstig ist.

Ich finde es allerdings auch unverständlich, dass T&R fast überall nur einen Triple Lader einplant. Es ist ja nicht mal ein zweiter vorgesehen. Wenn die Entwicklung so weiter geht reicht das doch maximal 2 Jahre. Dann fangen die wieder alle an zu buddeln.
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Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

Beitragvon harlem24 » Fr 14. Jul 2017, 10:44

AbRiNgOi hat geschrieben:
Bitte nicht immer auf die PHEV losgehen, weil das Theme betrifft nicht nur die. Jeder der mit 3,6kW an einem Schnellader steht hat sich vorsichtig zu verhalten. Egal ob i3, eGolf, alte Fahrzeuge oder eben PHEV.

Wenn CCS belegt ist, und ich die Wartezeit mit dem i3 dadurch überbrücke das ich schon mal an die Typ2 gehe bin ich genauso auf dünnem Eis wie die PHEV.

Lösen wird sich dieses Problem leider nur durch Zeittarife und Supportlader wie ELLA das vormacht. Inzwischen gilt: hoffen das alles klappt, weil jeder das Recht für sich beansprucht. Eine Richtlinie bringt nix, weil es inzwischen zu viele ahrzeuge gibt und daher eine Verbreitung unmöglich. Auch gibt es nicht nur gut Menschen, auch Fahrer von EV & Co können Egoisten sein. Ist so.


Du bist aber mit einem schnellladefähigen i3 auch am AC mindestens doppelt so schnell wie die meisten PHEV.
Und zum Thema, dann nehmen sie die Säulen mit Kabel, dann bekommen die Schnarchladesäulen halt auch Kabel.
Ein Leaf oder Soul kommt eher nicht auf die Idee, mit AC zu laden, wenn DC verfügbar ist.
Gruß

CHris

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Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

Beitragvon kub0815 » Fr 14. Jul 2017, 11:13

nono hat geschrieben:
Dann kam der VW eGolf. Im Gespräch an der Ladesäule kam der VW eGolf Fahrer auf uns zu und fragte, welche Position er in der Warteschlange hätte, denn bis zum nächsten Schnelllader (allego in rund 50km Entfernung) würde er nicht mehr kommen.

Ich teilte ihm mit, dass ich in 3-4 Minuten bei 93% bin, dann würde der Outlander noch schnell seinen PHEV mit Chademo laden, was sehr schnell geht, dann wäre er dran.


Was auch Kollegial gewesen wäre wenn sich der i3 mit 70% Füllgrad und der Outlander weitergefahren wären und den eGolf und den Zoe hätten laden lassen Die andere Säule war ja anscheinend durch einen uneinsichtigen blockiert. Ist das passiert?
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Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

Beitragvon PowerTower » Fr 14. Jul 2017, 11:18

Das macht man ja nicht unbedingt freiwillig. Bei Allego in Nossen ist es keine Seltenheit, dass CHAdeMO nicht funktioniert. Was soll der Leaf oder Soul Fahrer dann sonst machen, außer sich mal eine Stunde an Typ2 zu hängen um zum Ziel oder zum nächsten Schnelllader zu kommen. Benötigt natürlich Wissen über die Büroklammermethode, um im Notfall am festen Typ2 Kabel laden zu können.

Ich hatte mich letztens an der Gläsernen Manufaktur, wo es nur zwei Triple und keine Supportlader gibt, ebenfalls an Typ2 angestöpselt. Ich hatte Zeit und in der Nähe etwas zu tun. Ladescheibe war ausgelegt. Auch dort merkt man den Engpass sehr deutlich. Als ich weggefahren bin, fuhr ein Audi Plug-In an die Säule. Daneben stand ein BMW Plug-In. Somit beide 43 kW Typ2 Anschlüsse belegt. Das ist aber zugegeben ein etwas anderer Fall, da mitten in der Stadt.

Auch an Autobahnen ist es denkbar, dass einfache 11/22 kW Typ2 Lademöglichkeiten zusätzlich errichtet werden. Besser wäre aber ein bedarfsgerechter Ausbau mit redundanten Ladesäulen und die Einführung eines Abrechnungssystems. Dann entspannt sich die Situation. Nur eine Ladesäule am Standort zu haben birgt immer ein Risiko, dass dort etwas schief geht. Und kostenloser Strom verschärft die Situation. Mich wundert aber schon die Motivation des PHEV Fahrers, seine Reise durch die Mitnahme von kostenlosem Strom deutlich auszubremsen.
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Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

Beitragvon Helfried » Fr 14. Jul 2017, 11:31

nono hat geschrieben:
ich war sehr überrascht... 0,9 kW in 17 Minuten

Einige Stunden später in Göttingen hing ein Volvo XC90 am innerstädtischen Triple-Lader und zog analog dem VW Passat PHEV ebenfalls 3.7kW/h.


Das würde mich auch überraschen. ;)
Vermutlich waren es aber im ersten Fall 0,9 kWh und im zweiten Fall 3,7 Kilowatt.
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Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

Beitragvon Solarstromer » Fr 14. Jul 2017, 12:38

nono hat geschrieben:
Ich bin nun wirklich hin und her gerissen. Was bringen die PHEVs wirklich?
Blockieren stundenlang (Schnell-)Lader, nur um einige km elektrisch fahren zu können. Und BEVs, die auf die Ladeinfrastruktur angewiesen sind und nicht Treibstoff alternativ verbrennen können, dürfen sich hinten anstellen.


Das Problem ist nicht auf PHEV begrenzt. Auch BEV am Schnelllader laden nicht immer, weil sie es brauchen, sondern z.B. weil es kostenlos ist.

Meiner Meinung sollte man jemandem der zwingend laden muss Platz machen oder zumindest den Ladevorgang abkürzen, wenn man selbst nicht unbedingt laden muss. Unabhängig davon, ob man BEV oder PHEV fährt.
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Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

Beitragvon Roland81 » Fr 14. Jul 2017, 13:09

Solarstromer hat geschrieben:
Das Problem ist nicht auf PHEV begrenzt. Auch BEV am Schnelllader laden nicht immer, weil sie es brauchen, sondern z.B. weil es kostenlos ist.

Meiner Meinung sollte man jemandem der zwingend laden muss Platz machen oder zumindest den Ladevorgang abkürzen, wenn man selbst nicht unbedingt laden muss. Unabhängig davon, ob man BEV oder PHEV fährt.


So halte ich es auch:
Wenn ich nicht unbedingt laden muss, bleibe ich nach Möglichkeit am Auto (bei Schnellladesäulen).
Und wenn der bekannte Outlander an die "Hausschnellladesäule" rollt, dann stöpsel ich ab und dann schnacken wir je nach dem noch kurz (oder lang) ;)
Ioni(q)siert seit 18.11.2016 :D
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Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

Beitragvon Rudi L » Fr 14. Jul 2017, 13:15

Ein einphasiger Schnarchlader egal ob PHEV oder BEV hat an einer Schnelladesäule nichts aber auch gar nichts verloren. Das ist ja wie mit dem Verbrenner die Säule zuparken. Beides geht nicht.
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Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

Beitragvon acurus » Fr 14. Jul 2017, 13:21

Rudi L hat geschrieben:
Ein einphasiger Schnarchlader egal ob PHEV oder BEV hat an einer Schnelladesäule nichts aber auch gar nichts verloren. Das ist ja wie mit dem Verbrenner die Säule zuparken. Beides geht nicht.


Das sehe ich anders. Auch ein einphasiger 3.7kW BEV Lader muss laden dürfen. Was soll er denn auch sonst tun wenn der Akku leer ist?
Eine andere Meinung ist kein persönlicher Angriff, und kein Fahrzeug ist das einzig wahre und optimale Fahrzeug!

Unser Blog zur Elektromobilität im Allgemeinen und zum e-Golf im Besonderen: https://1.21-gigawatt.net
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Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

Beitragvon Rudi L » Fr 14. Jul 2017, 13:27

aber nicht am Schnellader :!: :!: :!:

U.a. wegen solcher "Spezis" (gibt aber noch andere Gründe) fahre ich auf Langstrecke wieder fossil, wie mir das zu blöde wurde. Auch ein BEV mit größerem Akku wird dann nur ein Zweitwagen bleiben wenn man als Nutzer nicht so laden kann wie wir das seit Jahrzehnten von der Tankstelle gewohnt sind.
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