Basisinformation zur Elektromobilität

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Re: Basisinformation zur Elektromobilität

Beitragvon Turbothomas » Do 5. Feb 2015, 13:40

Hallo Energieberater,

herzlichen Dank für Deine konstruktive Kritik, werde ich - wie die anderen Punkte - am WE einarbeiten und dann eine verbesserte Version ins Netz stellen.

Wie schon geschrieben, ist es mir wichtig, dass die interessierten Mobilisten weg kommen von dem Denken, dass es nur in D gute E-Autos gibt und deswegen die Schnarchladerei in Kauf nehmen.

Persönlich rate ich jedem zum dem in Betrieb und Unterhalt preiswerten schnarchladenden AC-LAdern. 20k€ für ein WB sind einfach zu teuer.

Außerdem fängt man sich mit CCS den jetzigen Preistreiberunsinn mit Tankstelle und Verbrenner wieder ein. AC bekomme ich überall, CCS wieder nur spezialisiert und damit teuer. Hier wird massiv versucht das Ölgeschäftsmodell auf dem E-Automarkt zu etablieren. Das muss unter allen Umständen verhindert werden.
Ciao
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Re: Basisinformation zur Elektromobilität

Beitragvon Maverick78 » Do 5. Feb 2015, 14:05

Turbothomas hat geschrieben:
Außerdem fängt man sich mit CCS den jetzigen Preistreiberunsinn mit Tankstelle und Verbrenner wieder ein. AC bekomme ich überall, CCS wieder nur spezialisiert und damit teuer. Hier wird massiv versucht das Ölgeschäftsmodell auf dem E-Automarkt zu etablieren. Das muss unter allen Umständen verhindert werden.


Damit bist du aber genau wie diverse Automobilclubs, Medien, usw von der persönlichen Meinung voreingenommen und dieses PDF erscheint nicht mehr seriös. Sorry das ich das so deutlich sage.
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Re: Basisinformation zur Elektromobilität

Beitragvon Elektrolurch » Do 5. Feb 2015, 16:39

Wieso, das ist doch nicht abwegig? Traurig, aber wahr. Was ist daran voreingenommen oder unseriös?
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Re: Basisinformation zur Elektromobilität

Beitragvon LiquidCrystal » Do 5. Feb 2015, 17:58

Elektrolurch hat geschrieben:
Wieso, das ist doch nicht abwegig? Traurig, aber wahr. Was ist daran voreingenommen oder unseriös?

Na ich würde gerne mal Beispiele von Ladesäulen sehen, bei denen CCS-Ladung (aufgrund von "Spezialisierung", was immer das im Vergleich zu anderen Schnelllademethoden auch heißen mag) teurer ist als gleichstarke AC- oder ChaDeMo-Ladung.
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Re: Basisinformation zur Elektromobilität

Beitragvon Turbothomas » Fr 6. Feb 2015, 06:51

Naja der Anschaffungspreis einer CCS-Ladestation 1 Dose/Stecker liegt bei 20k€, die wollen wieder verdient werden. 22kWAC Lader je Steckdose so um die 1.000€. Kabel und Erdarbeiten mal ausgenommen, die sind je Standort verschieden.

Die 19k€ Mehrpreis müssen verdient werden - über den höheren Abgabepreis je kWh.
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Re: Basisinformation zur Elektromobilität

Beitragvon PowerTower » Fr 6. Feb 2015, 08:02

Es ist trotzdem wichtig neutral zu bleiben. Das Dokument ist leider sehr ZOE lastig und von eigenen Wertungen geprägt. Du musst aber versuchen deinen scheinbaren 'Hass' auf die DC Ladetechnik zu unterdrücken, andernfalls wird der Leser stark beeinflusst und damit ist das Papier als "Basisinformation" wertlos. Neutral zu sein heißt auch die Vorteile von DC zu berücksichtigen. Das wären z.B. höhere mögliche Ladeleistungen >50 kW und bei Einsatz von Pufferspeichern geringere Netzbelastungen, siehe Projekt ChargeLounge, bei der ein 50 kW Triple Lader an einem 32 A Anschluss betrieben werden kann. Eine extreme Form davon gibt es in unserer Gegend, leider nicht öffentlich zugänglich. Wirkprinzip:

PV -> Pufferspeicher (>400 V) -> DC Stecker und Protokoll

Kein Netzanschluss, keine Umwandlung AC/DC oder DC/AC notwenig, Ladeleistung beliebig skalierbar. Auch so kann Gleichstromladen aussehen. Und nun versuche das gleiche Spiel mit AC. Es gibt eben nicht nur schwarz und weiß.

AC und DC sind keine direkten Konkurrenten, sondern ergänzen sich perfekt!
Je nach Einsatzgebiet gibt es unterschiedliche Stärken und Schwächen.

Bei DC Ladetechnik spart jeder Autokäufer um die 3.000 Euro für ein Schnellladegerät und kann diese Ersparnis an Ladegebühren ausgeben. Ja die Renault Lösung kostet keinen Aufpreis, ist aber eben patentiert, so dass andere Fahrzeughersteller dieses Prinzip nicht einfach übernehmen können. Die Kosten für eine DC Ladesäule sind noch lange nicht in Stein gemeißelt, bei enstsprechenden Stückzahlen und Weiterentwicklungen wird die Anschaffung ein paar tausend Euro billiger. Für 1.000 Euro bekommst du lediglich eine Typ2 Wallbox ohne Abrechnungssystem, kein sinnvoller Vergleich.

Tatsächlich existiert aber eher die in folgendem Dokument beschriebene Infrastruktur in vielen Städten:
Wirtschaftliche Sicht auf den Betrieb von öffentlich zugänglicher (AC) Ladeinfrastruktur
Die Kosten beziehen sich auf eine Ladesäule mit 2x Typ2 und 2x Schuko und integriertem Abrechnungssystem.
Vor allem Seite 8 ist sehr interessant. Wie willst du so eine Ladesäule mit 30 ct/kWh wirtschaftlich betreiben?

Der Wohlstand in unserem Land beruht nicht auf großzügigen Geschenken an die Bürger. Genießen wir einfach den aktuellen Zustand solange es geht.
Zuletzt geändert von PowerTower am Fr 6. Feb 2015, 09:06, insgesamt 12-mal geändert.
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Re: Basisinformation zur Elektromobilität

Beitragvon DeJay58 » Fr 6. Feb 2015, 08:39

Warum sollen deutsche Autos nur für die Stadt geeignet sein?
Video Reku Test alte/neue SW: https://youtu.be/mTpot4lZYtA
Video 2: Reku Test: https://www.youtube.com/watch?v=HQd-0jxuzow
Video 3: i3 geht auch quer: https://www.youtube.com/watch?v=lM-mqv72fdY



BMW i3 Verbrauch inkl. Ladeverluste:
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Re: Basisinformation zur Elektromobilität

Beitragvon Elektrolurch » Fr 6. Feb 2015, 15:42

PowerTower hat geschrieben:
Wie willst du so eine Ladesäule mit 30 ct/kWh wirtschaftlich betreiben?

Ich dachte, es ist mittlerweile klar, dass man KEINE Ladesäule nur durch Stromverkauf wirtschaftlich wird betreiben können. Ist der kWh-Preis zu hoch, wird keiner laden, außer in allergrößter Not. Da gibt es irgendwo ein Preisoptimum, und das ist mit Sicherheit noch weit von Wirtschaftlichkeit entfernt.

Nein, Ladesäulen müssen entweder Mehrwertdienste bieten oder selbst diesen Mehrwertdienst für andere Dienstleistungen darstellen. Nur so kann das IMHO funktionieren.
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Re: Basisinformation zur Elektromobilität

Beitragvon Turbothomas » Sa 7. Feb 2015, 11:28

"Zoe"-lastig ist keine konstruktive Kritik, kam schon mehrmals vor. Deswegen bitte zukünftig weglassen.

Ich habe jetzt eine Tabelle erstellt aus der die Erstinstallations-/Anschaffungskosten für zwei EV hervoergeht. Wenn die Struktur Zustimmung findet, würde ich diese für den Smart ED und den Model S erweitern und als Anlage dem Vortrag beifügen. Die Kernaussagen würden dann im Vortrag erwähnt.

20150207_Kfz-Vergleich.pdf
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Re: Basisinformation zur Elektromobilität

Beitragvon eCar » Sa 7. Feb 2015, 14:00

Hallo,

ein paar Kommentare zu der Tabelle:
  • Die Überschrift verstehe ich nicht. Warum muss ein Elektroauto in 1h geladen sein? Bei mir muss es das in den allerwenigsten Fällen. Und selbst wenn dies eine Anforderung wäre, warum sollte die dann nur bei Temperaturen >8°C gelten?
  • Akkumiete und AC-Schnellladeoption würde ich trennen, das hat nichts miteinander zu tun.
  • Bei 3,7 kW braucht man keinen FI Typ B (zumindest i3 nicht, beim Zoe bin ich mir nicht sicher) und keine 32A Sicherung.
  • Fairerweise Kosten für Schuko-Ladung aufnehmen.
  • Vergleich AC-Wallbox (privat) zu DC-Säule (öffentlich) hinkt gewaltig. Klar, es gibt zur Zeit noch keine DC-Wallboxen für den privaten Bereich (die sollen dieses Jahr zu wesentlich günstigeren Preisen kommen), aber trotzdem: niemand wird sich ernsthaft eine ABB CCS-Säule in die Garage stellen.
  • Die Abhängigkeit von einem Ladesäulenkartell beim DC-Laden sehe ich absolut nicht. Man kann sich eine DC-Ladesäule genauso gut wie eine AC-Ladesäule kaufen und betreiben. Zudem ist die Kostendifferenz im öffentlichen Bereich wesentlich geringer. Hier ist man auch bei einer AC-Ladesäule mit Installation schnell im 5-stelligen Bereich. Ich würde diesen Punkt komplett weglassen.
Zum Vortrag schreibe ich vielleicht später noch was. Ich finde, dass generell die falschen Schwerpunkte gesetzt werden. Unter "Basiswissen Elektromobilität" stelle ich mir jedenfalls etwas anderes vor.

Gruß
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