Autonomes Fahren endet wieder mal tödlich

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Re: Autonomes Fahren endet wieder mal toetlich

Beitragvon mweisEl » Fr 23. Mär 2018, 09:46

Die Fakten stehen seit Montag Abend europäoscher Zeit fest und sind alle öffentlich zugänglich. Die möglicherweise falsch zitierte Aussage der Polizeichefin von Tempe wurde vom leitenden Police Commander negiert. Ihr könnt selber suchen oder es lassen.

Hier nur eines. https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Tod-mit-autonomem-Auto-Uber-Fahrerin-schaute-vor-Unfall-nach-unten/Jedem-der-behauptet-das-sei-nicht-zu-verhindern-gewesen/posting-32084235/show/
Ah, da noch eins. https://www.heise.de/autos/artikel/Fragen-zu-Technik-und-Fahrer-nach-Uber-Unfall-4001755.html
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Re: Autonomes Fahren endet wieder mal toetlich

Beitragvon joschka » Fr 23. Mär 2018, 09:51

ich verkneife mir hier mal einfach alles ... und versuche mich einfach wieder runterzufahren ob des intelektuellen wahnsinns der hier zum teil so in aller öffentlichkeit kundgetan wird


interessefrage ... weiss (oder erkennt) man was das für ein fahrzeug ist
gruesse aus dem sueden 8-)
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Re: Autonomes Fahren endet wieder mal toetlich

Beitragvon Kaylee » Fr 23. Mär 2018, 10:24

Fahrzeug war ein Volvo XC90.
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Re: Autonomes Fahren endet wieder mal toetlich

Beitragvon Helfried » Fr 23. Mär 2018, 10:30

joschka hat geschrieben:
interessefrage ... weiss (oder erkennt) man was das für ein fahrzeug ist


Das Fahrzeug tut wohl am allerwenigsten zur Sache, denn es ist ja nur Träger der Sensoren bzw. Ausführer der Software.
Soviel zum intelektuellen (intellektuellen) w(W)ahnsinn. ;)
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Re: Autonomes Fahren endet wieder mal toetlich

Beitragvon Deef » Fr 23. Mär 2018, 10:45

Mach mal bitte jemand den Fehler aus dem Thread-Titel.
Selbst die Polizei dort hat doch schon gesagt, bei manueller Fahrweise wäre die Frau auch platt gewesen.
Jesses.
Ich finds auch im Grunde gruselig, das autonome Zeug. Aber was ich bei meiner täglichen Pendelei erlebe, das geht schon auch eigentlich viel zu ot auf keine Kuhhaut. Ein Wunder, dass soo wenig passiert. Es müsste eigentlich viel mehr Unfälle geben, verursacht durch Eile, Streß, Ego, Unachtsamkeit und dem Fahrzeugführen offensichtlich abträgliche Charaktereigenschaften.. Das alles kennt der Computer nicht und das ist schon mal sehr sehr viel.
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Re: Autonomes Fahren endet wieder mal toetlich

Beitragvon Grana Padano » Fr 23. Mär 2018, 11:50

Hier ist ein Video von jemanden, der die Strecke nochmal abgefahren ist: https://youtu.be/1XOVxSCG8u0
1.) Das Video wurde mit dem Smarphone aufgenommen und die generelle Helligkeit ist deutlich besser als in dem veröffentlichten Uber-Video
2.) Der Fahrer kommentiert mehrmals, dass Personen und Radfahrer schon von weitem zu sehen sind. Auch ausserhalb des direkten Scheinwerferlichts

Ich mag gar nicht diskutieren wer nun Schuld hat. Ein Mensch ist gestorben, der Unfall hätte IMHO gar nicht passieren dürfen.
Der Volvo ist mit mehreren Geräten ausgestattet. Zusätzlich zur Kamera, die aufgrund einer Personenerkennung hätte reagieren müssen, hätte eigentlich auch das LIDAR und der Abstandsradar reagieren müssen (Fahrrad aus Metall).

... hätte ... müssen ... sollen ...

Wenn wir mit solcher Technik die Autos ausstatten, dann sollte diese besser sein als Menschen, oder? Menschen machen schon viele dumme Fehler beim Autofahren. Das wird immer beiseite geschoben. Ob es nun Rentner sind die Bremse und Gas verwechseln und vor Einkaufszentren Menschen überfahren und töten, oder Raser in Köln und Berlin die Radfahrer und andere Autofahrer durch ihr Handeln töten. So Leute bekommen maximal eine Bewährungsstrafe und ggf. den Führerschein abgenommen.

Kleinere Unfälle passieren auch jeden Tag. Parkrempler, Auffahrunfälle, Rotlicher ignoriert ... Das alles wird einfach mit "Menschen machen Fehler" erklärt. Jeder kann sich selber an die Nase packen und überlegen was für Unfälle er schon hatte und wie er danach damit umgegangen ist. Hatte nicht jeder von uns eine "gute Erklärung" warum es ausgerechnet da jetzt gerade schief gegangen ist? Natürlich sind wir alle sonst perfekte Autofahrer ohne Fehl und Tadel?! Kein zu schnelles Fahren, keine Ungeduld, keine riskanten Überholmanöver weil die Schnecke da vorne nicht voran kommt. Wir haben aber trotzdem immer eine Grundüberzeugung warum wir eigentlich sehr gute Autofahrer sind. Und nachdem der Unfall passiert ist, haben wir sofort genug Strategien zum rationalisieren, warum es schief gelaufen ist und ein anderer eigentlich Schuld ist.

Aber keiner von uns sagt: "Mist! Ich kann kein Auto fahren! Ich lass das Ding besser stehen und gefährde niemand anderen."

Wie soll man bei einem autonomen Fahrzeug reagieren? Wenn die Programmierung fehlerhaft war, einfach sagen "Fehler passieren", wie wir es bei anderen Problemen mit Software gewohnt sind (und bei uns selber)? Den Angehörigen des Opfers/Betroffenen sagen "Nach dem nächsten Update wird das nicht mehr passieren"?

Wir messen mit zweierlei Maß. Das Autonome Fahrzeug muss unter allen Bedingungen und Umständen perfekt reagieren. Der Mensch darf Fehler machen.
Wenn Fahranfänger nach dem Erhalt des Führerscheins noch lernen dürfen, warum dürfen es dann nicht autonome Fahrzeuge? Wenn das AF einen Fehler machen, soll man dort auch sagen: "Schwamm drüber, das muss noch lernen"?
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Re: Autonomes Fahren endet wieder mal toetlich

Beitragvon Mei » Fr 23. Mär 2018, 12:11

Grana Padano hat geschrieben:
....
Wenn Fahranfänger nach dem Erhalt des Führerscheins noch lernen dürfen, warum dürfen es dann nicht autonome Fahrzeuge? ...


Zum lernen ist Intelligenz nötig.
Und künstliche Intelligenz gibt es noch nicht.
GTE 09/17 [PHEV]
iOn 09/16 [BEV]
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Re: Autonomes Fahren endet wieder mal toetlich

Beitragvon Grana Padano » Fr 23. Mär 2018, 12:16

Mei hat geschrieben:
Grana Padano hat geschrieben:
....
Wenn Fahranfänger nach dem Erhalt des Führerscheins noch lernen dürfen, warum dürfen es dann nicht autonome Fahrzeuge? ...


Zum lernen ist Intelligenz nötig.
Und künstliche Intelligenz gibt es noch nicht.


Ist ein regelbasiertes System. Es lernt nicht selber, sondern wird aktualisiert. Neue Erkentnisse führen zu einen Software-Update und zu einer Verbesserung. Die Programmierung wird von einem Menschen gemacht, der Intelligenz besitzt.

Also: "Keine Sorge, nach dem nächsten Update wird das nicht mehr passieren"
Zuletzt geändert von Grana Padano am Fr 23. Mär 2018, 12:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Autonomes Fahren endet wieder mal toetlich

Beitragvon Grana Padano » Fr 23. Mär 2018, 12:18

Die verwendeten Systeme zum autonomen Fahren sehen so aus: https://www.transport-online.de/Transpo ... System-vor

Wird beschrieben mit:
"System zur Steuerung Künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence – AI) für autonomes Fahren vor. Das System lasse Fahrzeuge sehen, denken und handeln, beschreiben ZF und Nvidia. „ZF ProAI“ soll automatisierte und autonome Fahrfunktionen in die Fahrzeuge bringen. Es unterstütze automatisierte Autobahnfahrten und lasse Fahrzeuge ihre Umgebung „verstehen“, ist zu erfahren. Möglich sei das, indem eine sogenannte „Deep-Learning-Technologie“ die Sensor- und Kameradaten verarbeitet und interpretiert."

In einem gewissen Rahmen ist da wohl "Intelligenz zum Lernen" drin.
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Re: Autonomes Fahren endet wieder mal toetlich

Beitragvon Grana Padano » Fr 23. Mär 2018, 12:24

Mei hat geschrieben:
Und künstliche Intelligenz gibt es noch nicht.


Kommt auf den Anwendungsfall und die Definition an. Die Stichwörter dazu sind AI, AGI und ASI
Im Auto dürfe man sich aufden Einsatz von AI beschränken und diese Art "künstliche Intelligenz" existiert durchaus.
Diese Intelligenz kann man sich nun sogar in der Google-Cloud minutengenau dazumieten, siehe "Tensor Processing Unit".
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