Ampelstart schnell o. langsam?Was braucht mehr Energie?

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Ampelstart schnell o. langsam?Was braucht mehr Energie?

Beitragvon proton56 » Mi 25. Okt 2017, 10:25

Eigentlich ist im Titel schon klar wohin meine Frage an die physikalisch und elektrotechnisch Beschlagenen hier zielt.

Nach meinem logischen Verständnis braucht es insgesamt gleich viel Saft aus dem Akku, ob ich mal kurz den Porsche spiele oder ob ich mir gemütlich Zeit lasse. Von 0 auf 60 und dann mit 60 einfach weiterfahren.
Ob die Massenträgheit in mehr oder weniger Zeit beschleunigt wird ist doch eigentlich wurscht.
Vorausgesetzt natürlich die Räder drehen nicht durch. Kurz viel oder lang wenig Leistung ist in der Summe gleich.

Das wäre doch logisch oder? Und die “ethische Erlaubnis“ an der Ampel mal ohne schlechtes Gewissen zu spielen.

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Re: Ampelstart schnell o. langsam?Was braucht mehr Energie?

Beitragvon sirprize » Mi 25. Okt 2017, 10:34

Zwei Faktoren fallen mir ein, die das schnelle Anfahren weniger effizient machen:
a) Akkuchemie: Höhere Entnahmeströme führen dazu, dass weniger insgesamt Energie aus dem Akku entnommen werden kann
b) Zumindest bei der Zoe ist der Motor bei höheren Geschwindigkeiten ineffizienter (unabhängig vom Luftwiderstand)

Ich beschleunige trotzdem fast immer volle Kanne :mrgreen:
Zoe R90 Bose seit März 2017 / TM3 vorbestellt / Strom der Bürgerwerke / verbrennerfrei
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Re: Ampelstart schnell o. langsam?Was braucht mehr Energie?

Beitragvon AbRiNgOi » Mi 25. Okt 2017, 10:35

Es ist schon richtig, das schnelle Beschleunigen ist nicht der Energiefresser, Aber das schnelle Bremsen sehr wohl. Und bei einer "flotten" Fahrweise ist eben das Abbremsen vor dem Stau / der Kreuzung ebenso stark.
Außerdem muss man den Wirkungsgrad der E-Maschine betrachten, dieser ist bei Volllast recht schlecht. Aber auch das über-vorsichtige an kriechen liegt außerhalb des besten Wirkungsgrades. Nicht nur über den gesamten Drehzahlbereich, sondern vor allem beim Anfahren, wo man dann unnötig lange herum kriecht.

Beim Verbrennr gilt: Zum Beschleunigen auf der Autobahn das Gaspedal 2/3 durchdrehten, das ist am Energiesparendsten, beim EV würde ich von 1/2 Gas ausgehen, weil der optimale Drehmomentenbereich bei der Hälfte des nutzbaren Drehmomentes liegt, vielleicht ein wenig darüber, aber nicht so krass oben wie beim Verbrenner. (Für die ZOE, wo die kurzzeitige Maximale Leistung bei 60kW liegt, wäre das dann bei 30kW, also doch sehr gemächlich.)
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Re: Ampelstart schnell o. langsam?Was braucht mehr Energie?

Beitragvon Helfried » Mi 25. Okt 2017, 10:58

Schnell beschleunigen, aber laaangsam auslaufen lassen. So geht es sehr gut, ist aber anfangs ungewohnt, vor allem für die anderen Autos hinter dir.
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Re: Ampelstart schnell o. langsam?Was braucht mehr Energie?

Beitragvon Fire » Mi 25. Okt 2017, 12:21

Die reine Energie beim Beschleunigen ist das eine. Da wird beim schnellen Beschleunigen wahrscheinlich minimal mehr verbraucht in den meisten Fällen ist das aber wenig relevant, zumindest was die Kosten angeht.

Einen anderen Faktor sollte man aber auch berücksichtigen:
Bei meinem Ampera sind jetzt nach etwas über 15'000 km bereits die Vorderreifen fällig, während die Hinterreifen noch aussehen wie neu. Das kostet deutlich mehr als die paar Watt die man dabei verschwendet und für die Produktion wird ebenfalls Energie gebraucht.
Dabei ist es noch nicht mal so dass ich immer mit quitschenden Reifen starte. Ich schätze damit würde man die Reifen noch deutlich schneller runter kriegen.
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Re: Ampelstart schnell o. langsam?Was braucht mehr Energie?

Beitragvon motion » Mi 25. Okt 2017, 14:29

Man sollte mit dem E-Auto in der Stadt ebenso nicht stark beschleunigen, das ist kindisch und hat kein Stil.
Es ist gefährlich für Passanten, welche unachtsam auf die Straße laufen. Gebildete Leute mit Verstand machen so etwas nicht.

Wenn ich dann elektrisch fahren werde, werde ich ebenso die Ressourcen schonen, mein Fahrstil wird sich nicht ändern, nur weil aus dem Stand schneller vorwärts geht. Gerade in Deutschland ist der Strom am teuersten und verbrauchter Öko-Strom fehlt an anderer Stelle.
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Re: Ampelstart schnell o. langsam?Was braucht mehr Energie?

Beitragvon Fire » Mi 25. Okt 2017, 14:38

Stadt und Fussgänger sind hier nicht so aktuell, dafür viele enge Lücken in schnell fahrendem Verkehr die man erreichen und Traktoren die man so zügig wie möglich überholen muss ;)
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Re: Ampelstart schnell o. langsam?Was braucht mehr Energie?

Beitragvon motion » Mi 25. Okt 2017, 14:41

Na ja. Mit zunehmender Verbreitung von E-Autos wird es ein paar Experten geben, die damit durch die Stadt heizen, kostet ja schließlich fast nix. Ich denke daher, dass es leider mehr Tote und Verletzte geben wird.

Und Fire hat Recht. Das starke Beschleunigen geht zu Lasten der Haltberkeit von den Reifen.
Ein Reifen braucht in der Produktion 27 Liter Erdöl. Zudem sondert man auch mehr Feinstaub ab.
Also dann fröhliches Gasgeben. :roll:
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Re: Ampelstart schnell o. langsam?Was braucht mehr Energie?

Beitragvon R240Pe » Mi 25. Okt 2017, 14:50

motion hat geschrieben:
Man sollte mit dem E-Auto in der Stadt ebenso nicht stark beschleunigen, das ist kindisch und hat kein Stil.
Es ist gefährlich für Passanten, welche unachtsam auf die Straße laufen. Gebildete Leute mit Verstand machen so etwas nicht.

...
Gebildete Leute mit Verstand fahren in der Stadt 30km/h und auf der Landstraße 70 km/h und mit 60 km/h vom Beschleunigungsstreifen in die Autobahn, warten an der grünen Ampel bis das vorausfahrende Fahrzeug die Kreuzung verlassen hat, setzen sich dann langsam in Bewegung und verzögern schon 500 m vor dem nächsten Kreisverkehr auf 30 km/h, um die Kurve zu kriegen.
Das macht man am besten elektrisch, dass jedes nachfolgende Fossil-Car mindestens den doppelten Benzinverbrauch hat.
:danke:
... OMG
Das Bessere ist der Feind des Guten ... :idea: ZOE R240 wird gefahren ... bis der D-Q90 Anfang 09/2017 hätte geliefert werden sollen ...
Alle sagten, das geht nicht! - Da kam einer, der wusste das nicht und hat´s einfach gemacht ... :?
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Re: Ampelstart schnell o. langsam?Was braucht mehr Energie?

Beitragvon Odanez » Mi 25. Okt 2017, 14:51

Ein leichter Fuß ist für alle Faktoren zum Vorteil, beim Beschleunigen, Bremsen, für den Verbrauch, und für die Reifen. Das kann man denke ich beim E-Auto recht pauschal behaupten
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