Aggressionen auf der Autobahn

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Aggressionen auf der Autobahn

Beitragvon AndreasDEG » Do 3. Dez 2015, 01:14

Gestern hab ich mit neuem neuen i3 zum ersten mal mit 500km einen längere Fahrt unternommen.
Dank 4 mal CCS-Laden (499,950 km elektrisch und 50 m mit Rex) verlief das Ganze auch relativ problemlos.

Einer meiner Eindrücke gegenüber meiner Verbrenner-Vergangenheit: Die Alphatiere der Autobahn mit ihren subtilen Kommunikationsmethoden (Lichthupe, Hupe, dichtes Auffahren etc ...) scheinen auf langsame E-Autos mehr Rücksicht zu nehmen als auf langsame Verbrenner; Überholvorgänge sind also entspannter.

Stimmt dieser erste Eindruck ?

Gruß
Andreas
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Beitragvon landwirt29 » Do 3. Dez 2015, 01:49

Haha :-), ja, das Gefühl hatte ich auch.

Wenn man knapp an der erlaubten Geschwindigkeit fährt, wird man immer wieder bedrängt und ähnliches.
Fährt man jedoch mit der Elektroauto-Geschwindigkeit (je nach Fahrer und Fahrweise zwischen 90 und 110 km/h) passiert etwas ganz interessantes: Die Autos fahren alle einfach an einem vorbei, ohne sich irgendwie länger damit aufzuhalten, dass hier jemand auf der Autobahn etwas langsamer unterwegs ist.
Finde ich persönlich richtig stressfrei, wenn alle einfach an einem vorbei fahren :-)

Von Zeit zu Zeit nehme ich dann doch die eine oder andere Herausforderung an und lasse sie etwas länger das gewählte Elektroauto von hinten bestaunen ;-).
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Re: Aggressionen auf der Autobahn

Beitragvon PowerTower » Do 3. Dez 2015, 02:34

Vor einigen Wochen fuhr ich auf der A38 mit 90 km/h. Hinter mir kam auf regennasser Fahrbahn ein Golf Fahrer mit etwa 130 km/h an, der das offenbar nicht realisiert hatte. Kurz vor dem Zusammenstoß mit mir riss er das Lenkrad herum und rutschte dadurch mit dem Heck direkt in die Leitplanke, ist aber anschließend weiter gefahren. Ob der Fahrer also tatsächlich entspannt war, kann ich nicht beurteilen - vielleicht auch einfach nur abgelenkt, übermüdet oder unter Alkoholeinfluss. Auf jeden Fall eine teure Unaufmerksamkeit für ihn, zum Glück ohne Personenschaden. Auf solche Begegnungen kann ich gern verzichten.
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Re: Aggressionen auf der Autobahn

Beitragvon imievberlin » Do 3. Dez 2015, 06:44

Genau so eine Situation wie PowerTower sie erlebte hatte ich auch. Schrecklich sowas im Spiegel zu sehen und irgendwie handlungsunfähig zu sein. Bei mir war es jedoch ohne Kontakt der Leitplanke.
Ansonsten kann ich das entspanntere fahren bestätigen.
Fahr ich mal mit dem Verbrenner die erlaubte Maximalgeschwindigkeit dann werde ich gehasst.
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Re: Aggressionen auf der Autobahn

Beitragvon Hachtl » Do 3. Dez 2015, 06:56

Ich hatte am WE bei meiner Fahrt nach München auch eine Situation, bei der ich mit hundert einen LKW überholt hatte (auf dreispuriger Autobahn, natürlich auf der mittleren Spur), und mich ein Verbrenner dermaßen knapp geschnitten hat, daß ich bremsen mußte. Das war so knapp .... Leider hab ich mir das Kennzeichen von dem Verkehrsrowdy nicht so schnell merken können ...
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Re: Aggressionen auf der Autobahn

Beitragvon Think » Do 3. Dez 2015, 07:32

PowerTower hat geschrieben:
Vor einigen Wochen fuhr ich auf der A38 mit 90 km/h. Hinter mir kam auf regennasser Fahrbahn ein Golf Fahrer mit etwa 130 km/h an, der das offenbar nicht realisiert hatte. Kurz vor dem Zusammenstoß mit mir riss er das Lenkrad herum und rutschte dadurch mit dem Heck direkt in die Leitplanke, ist aber anschließend weiter gefahren. Ob der Fahrer also tatsächlich entspannt war, kann ich nicht beurteilen - vielleicht auch einfach nur abgelenkt, übermüdet oder unter Alkoholeinfluss. Auf jeden Fall eine teure Unaufmerksamkeit für ihn, zum Glück ohne Personenschaden. Auf solche Begegnungen kann ich gern verzichten.


Wurde Dein Think umprogrammiert bezügl. der Vmax??? Der läuft doch real nur zwischen 84 u.85km/h bei Tacho 90!!
Das hat mich ohnehin besonders gestört, da die LKWs dann ständig zum Überholen angesetzt haben auf der Autobahn u.dann auch immer wieder mal gehupt haben.
Deshalb habe ich mir 155/80-13 eintragen lassen u. jetzt läuft er nach Navi 90-91 bei Tacho 90.
Dazu klemme ich mich immer hinter die LKWs auf der AB u. kann jetzt gut mithalten bei steigender RW durchs Windschatten -fahren. Wenn grade keiner da ist fahre ich etwas unter 80 u.in kürze überholt einer der mich dann mitzieht..... :idea:
Dadurch hatte ich auch noch keine solchen Umstand als den von Dir beschriebenen.
Vorzugsweise klemme ich immer hinter den schnellsten LKW, da ich dann auch einen deutl.höheren Sicherheitsabstand zwischen den Brummis habe.
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Re: Aggressionen auf der Autobahn

Beitragvon Maverick78 » Do 3. Dez 2015, 07:51

AndreasDEG hat geschrieben:
Gestern hab ich mit neuem neuen i3 zum ersten mal mit 500km einen längere Fahrt unternommen.
Dank 4 mal CCS-Laden (499,950 km elektrisch und 50 m mit Rex) verlief das Ganze auch relativ problemlos.

Einer meiner Eindrücke gegenüber meiner Verbrenner-Vergangenheit: Die Alphatiere der Autobahn mit ihren subtilen Kommunikationsmethoden (Lichthupe, Hupe, dichtes Auffahren etc ...) scheinen auf langsame E-Autos mehr Rücksicht zu nehmen als auf langsame Verbrenner; Überholvorgänge sind also entspannter.

Stimmt dieser erste Eindruck ?

Gruß
Andreas


Das kann ich nicht bestätigen. Ich wurde wegen meinem e-Auto Aufkleber, wie hier im Forum schon mal erwähnt, ja auch schon bei Nürnberg von der A3 vond er Mittelspur auf den Seitenstreifen abgedrängt von einem Viano V6 eines örtlichen Fußballvereins. Sind zwar Einzelfälle, aber da ich werktäglich ein Stück Autobahn habe, merkt man das viele unbedingt noch an dem e-Auto vorbei wollen und sei es 20m vor der Ausfahrt.
Seit der e-Auto Aufkleber runter ist hat sich das ganze wieder beruhigt, mit den e-Kennzeichen ist die Wirkung nicht so da, da ist wahrscheinlich die Verwunderung über das "komische" Kennzeichen größer.
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Re: Aggressionen auf der Autobahn

Beitragvon Herr Fröhlich » Do 3. Dez 2015, 08:27

Mache in der Regel positive Erfahrungen. Versuche bei langen Strecken eher in den Schutz eines LKWs zu "tauchen". Dann sehen die "Verbrenner" ( komisch, dass ich selber mal einer war ) früh ein Hindernis und es ist ein wunderbar entspanntes Fahren.
Einige Male habe ich mich gewundert, über PKWs die gar nicht mehr überholt haben und dann in "sightseeing" Tempo an der ZOE
vorbei "schauten". Das Thema elektrisiert schon die Menschen, im wahrsten Sinne des Wortes. Leider leiden noch heute einige
Vorstände der Autobilindustrie an einem schwachstrom Virus.
Da ich auch Hinweise auf ein eCar auf dem Wagen kleben habe - Strom für Werbung - empfinde ich die anderen Verkehrsteilnehmer eher interessiert, denn agressiv :)
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Re: Aggressionen auf der Autobahn

Beitragvon Tho » Do 3. Dez 2015, 08:49

Ich hab auf meinen längeren Touren öfter erlebt, dass Fahrzeuge die relativ schnell auflaufen dann 10-15min hinter einem mit der Zoe Geschwindigkeit 96kmh weiterfahren, bis sie dann irgendwann zum überholen ansetzen.
Nervig empfinde ich LKW, die dicht aufffahren und einen bedrängen, obwohl die Autobahn frei ist und sie ohne jemanden zu behindern überholen könnten. Wenn ich dann nach 2-3 Lichthupen und gedrängel das Warnblinklicht einschalte, dann überholen sie meist. Warum nicht gleich?
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Wir müssen uns für unseren Wunsch nach Glück nicht rechtfertigen.(Dalai Lama)
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Re: Aggressionen auf der Autobahn

Beitragvon FM-Electric » Do 3. Dez 2015, 08:51

Also mit Smart ED wird man oft rücksichtslos behandelt, natürlich nur von männlichen Möchtegerns. Mit unserem Erstwagen ist dies weit weniger dramatisch. Wir haben derzeit leihweise den GLE, ein ganz unmögliches Riesen Trum, würde ich mir niemals kaufen, ausgerechnet diese Megagliedverlängerung kommt von Benz als nächstes ED nach der B Klasse. Aber schon pervers: Vor allem Männer mittleren Alters und etwas darüber sabbern fast beim Anblick dieser Kiste. Das ist mir in der Stadt erheblich aufgefallen und geschnitten bzw abgedrängt wird man plötzlich überhaupt nicht mehr mit diesem Panzer.

Da kommt man echt ins Grübeln, welcher Film in den Köpfen der angesprochenen Personengruppe abläuft. Ich stell das Ding jedenfalls heute gerne wieder zurück auf den Händlerhof und fahre wieder leicht unentspannter mit Meinem vom Kundendienst zurück.
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