Afrika, Eauto und unsere Stromversorgung

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Re: Afrika, Eauto und unsere Stromversorgung

Beitragvon spark-ed » Sa 30. Dez 2017, 21:28

Schneemann hat geschrieben:
Kernkraft ist aber nicht nachhaltig. Aber wie Herr Sinn kann man alles so und so interpretieren. In Fukushima und Tschernobyl kann man jetzt wunderbar riesige Windparks bauen, da wird in den nächsten 500 Jahren eh keiner mehr leben.

Nicht die schlechteste Idee für eine Flächennachnutzung ;)
Schneemann hat geschrieben:
Die Menschen sind zum Mond geflogen, dann werden sie auch Möglichkeiten zur Energiespeicherung finden. Und das geht nun mal am besten mit einer dezentralen Energieerzeugung.

Saisonale Speicher wird es auch zukünftig nicht geben, aber einige Tage sollten irgendwann möglich sein.
Man wird um die fossilen "Parallelstrukturen" mittelfristig nicht ganz herum kommen. Aber das ist doch auch gar kein Problem.
Dann müssten die Schattenkraftwerke nur noch wenige Prozent der insgesamt benötigten Energiemenge erzeugen. Alles eine Frage der Lenkungsinstrumente.
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Re: Afrika, Eauto und unsere Stromversorgung

Beitragvon Alex1 » Sa 30. Dez 2017, 21:41

SirTwist hat geschrieben:
Warum hast Du es Dir nicht angeguckt?
Man muss sich nicht jeden Unsinn ganz reinziehen, wenn man schon von Weitem erkennt, dass es Un-Sinn ist.
Es geht insbesondere darum, wie man in Deutschland oder Europa mit Wind- und Sonnenenergie eine stabile Elektrizitätsversorgung aufbauen kann. Nämlich gar nicht.
Was für eine gequirlte Pampe!

Natürlich geht das! Wir haben das Solar- und das Windpotenzial noch lange nicht ausgeschöpft:
- Mach Dir mal den Spaß und zähle die Hausdächer, auf denen Solarzellen liegen. Und dann rechne mal hoch, wieviel da noch möglich ist. Und das nur mit Hausdächern. Und dann gibt es noch irrsinnige Flächen auf Gebäuden, die auch alle noch ungenutzt sind. Ganz abgesehen von Flächen für "Energiepflanzen", die mit Solarzellen den 50-fachen Ertrag hätten.
- Für Windräder ist noch jede Menge Platz, da ist noch das Zigfache möglich. Das wird nur von unbelehrbaren Don Quichottes blockiert.

Und was den Wärmemarkt angeht, die andere große Baustelle, da hätten wir mit konsequenteren Dämmmaßnahmen schon längst viel erreichen können. Dass andere als Passivhäuser noch genehmigt werden, ist mir schon lange ein Rätsel.

Wir haben heute schon fast 40% Regenerative im Strommix. Mit jährlich steigender Rate. Wenn Mutti ihre vollmundigen Versprechen als "Klimakanzlerin" nicht schamlos verraten hätte, wären wir wahrscheinlich schon bei 60%.
Herzliche Grüße
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Re: Afrika, Eauto und unsere Stromversorgung

Beitragvon Alex1 » Sa 30. Dez 2017, 21:52

spark-ed hat geschrieben:
Saisonale Speicher wird es auch zukünftig nicht geben, aber einige Tage sollten irgendwann möglich sein.
Doch, doch. Saisonale Wärmespeicher gibt es schon länger. Dafür ist allerdings regenerativer Strom ein wenig zu schade.

Aber dafür gibt es ja Windgas (H2, CH4) oder eFuels (Ethanol o.Ä.), mit denen man gut Monate überbrücken kann.

Und einige Tage gehen doch heute schon. Frag mal Marc oder Tho. Allein der kleine Zoe-Akku kann für 3 Tage den Strom einer Familie speichern.
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Re: Afrika, Eauto und unsere Stromversorgung

Beitragvon steuerzahler » Sa 30. Dez 2017, 22:48

Hallo
Das Sinn-vollste wäre wenn der konservative Herr Hans-Werner Sinn seinen wohlverdienten Ruhestand endlich geniessen und dem einen oder anderen Visionär Platz machen würde.
Gruss Urs
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Re: Afrika, Eauto und unsere Stromversorgung

Beitragvon Alex1 » Sa 30. Dez 2017, 23:27

Der ist nicht konservativ, der ist reaktionär. Lügen zu erzählen ist nicht konservativ.

Und visionär muss man nicht sein, um Realitäten zu akzeptieren. Z.B. die Machbarkeit einer 100% regenerativen Energieversorgung.
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Re: Afrika, Eauto und unsere Stromversorgung

Beitragvon Themse » Sa 30. Dez 2017, 23:57

Deutschland hat 2017 über 40 % seines Stromverbrauchs aus Regenerativen Kraftwerken gedeckt.
Und dies obwohl, unsere Bundesregierung in den letzten Jahren nichts unversucht gelassen hat,
um die Energiewende auszubremsen.
Windkraft spielt dabei mit ca 20 % Anteil die Hauptrolle und zwar besonders in der kalten Jahreszeit.
Solar- und Windstrom sind heute die billigsten Methoden Strom zu erzeugen.
Strom aus neuen Atomkraftwerken, ist demgegenüber wesentlich teurer bzw. wegen den Ewigkeitslasten unkalkulierbar.
Nicht umsonst ist 2017 weltweit der Zubau von Solarkraftwerken auf über 100 GW angestiegen,
mehr als alle anderen Erzeugunsarten :-)
Besonders China tut sich dabei hervor. Aber auch Indien ist inzwischen in der Spitzengruppe der Länder mit dem
stärksten Zubau an Solarkraftwerken.
Deutschland ist dagegen ins Mittelfeld abgefallen :-(
Jetzt wo die solare Stomerzeugung auf dem Hausdach eigentlich zum Standard gehören sollte,
ist unsere "Klimakanzlerin" voll auf die Ausbaubremse getreten.
Anstatt endlich die Braunkohle-Dreckschleudern stillzulegen, lässt man diese lustig weiterlaufen
und wenns nur für den Export ins benachbarte Ausland ist.
Gebraucht werden die Braunkohlekraftwerke schon heute nicht mehr,
da in Deutschland genügend andere flexible Kraftwerksleistung niedrig ausgelastet bereit steht.
Deutschland braucht auch keine saisonalen Stromspeicher, da die berühmte "Dunkelflaute" eine Erscheinung ist
die nahezu nur im Winter auftritt, bisher aber nie länger als 14 Tage andauerte und die regenerative Stromerzeugung
auch nie vollständig zum Erliegen kam, sondern nur stark reduziert war.
Als Speicher für diese "Dunkelflauten" steht das Deutsche Erdgasnetzt jetzt schon zur Verfügung und
kann in Zukunft in Zeiten von Regenerativen Stromüberschüssen, mit regenerativem Methan gefüllt werden.
Natürlich gibt es noch vieles zu tun, aber so zu tun, als dass 100 % Regenerativ nicht möglich wäre,
geht an der Realität vollständig vorbei, ist gelinde gesagt: Un-Sinn :?
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Re: Afrika, Eauto und unsere Stromversorgung

Beitragvon flechtlicht » So 31. Dez 2017, 00:11

Zu Hans Werner,

Afrika hat er nicht auf seiner Rechnung, kommt er auch mit dem ganzen Saal Bergianern (Roland Bergers 80zigster wurde gewürdigt) nicht drauf.

Seine tatsächliche Antwort auf die Energieversorgung der Zukunft: " das haben spätere Generationen zu lösen, evt. mit einer Technik die wir heute noch nicht kennen ". So wie beim Atommüll.


Alle Menschen die noch spüren können warum sie einmal hierher gekommen sind, fangen aber lieber schon mal an. Das Problem erneuerbarer Energieversorgung im Winter ist kein technisches mehr.
Afrika sei Dank.

Hans Werner bezweifelt in seiner Rendite - Horror - Picture - Show übrigens nicht die Möglichkeit einer 100%tigen Energieversorgung mit Erneuerbaren, sondern beschwört lediglich deren Unwirtschaftlichkeit. Im Kreis der geladenen Gäste das, was für den Teufel das Weihwasser.
Für wen Gewinn-Verlustdenken nicht zum Lebensinhalt geworden ist, ein amüsanter Blick auf die hypnotische Macht des Geldes und seinem erheiternden Marionettenspiel.
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Re: Afrika, Eauto und unsere Stromversorgung

Beitragvon Zoelibat » So 31. Dez 2017, 01:52

flechtlicht hat geschrieben:
Das Elektroauto wird sehr viel mehr sein als ein Elektroauto.

Extrem treffender Satz! Den rahme ich mir ein und hänge ihn mir neben die PV oder den Speicher.

Ich bin der Meinung, dass wir eine Abhängigkeit nicht mit einer anderen tauschen sollten. Besser Strom lokal erzeugen und lokal verbrauchen, ohne große Wege und Infrastruktur. Unabhängig und funktioniert auch im Krisenfall.
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Näheres hier: https://www.goingelectric.de/forum/renault-zoe-allgemeines/renault-aktion-bring-your-friends-t4960-160.html#p842101
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Re: Afrika, Eauto und unsere Stromversorgung

Beitragvon spark-ed » So 31. Dez 2017, 12:19

Zoelibat hat geschrieben:
Besser Strom lokal erzeugen und lokal verbrauchen, ohne große Wege und Infrastruktur. Unabhängig und funktioniert auch im Krisenfall.

O.K. Das halte ich für einen schwer haltbaren Standpunkt und es reizt mich, jetzt mal die Gegenseite zu vertreten.

Frage in die Runde, wo kam in dem markierten Zeitraum der regenerative (meinetwegen auch lokal erzeugte) Strom her?
Agora Januar 2017.jpg
10Tages Beinahe-Dunkelflaute im Januar 2017

Agora Mittelwert Dunkelflaute.jpg
Mittelwerte Verbrauch und Ertrag PV/Wind

Bitte bedenken, dieses ist ein Realszenario, kein worst case.
Selbst hier hätte man bei einem hypothetischen Speicher für die Glättung über den Betrachtungszeitraum einen PV und Wind Ausbau um einen Faktor >10 für eine 100% Versorgung benötigt.
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Re: Afrika, Eauto und unsere Stromversorgung

Beitragvon Schwarzwald-Stromer » So 31. Dez 2017, 12:35

Zoelibat hat geschrieben:

Ich bin der Meinung, dass wir eine Abhängigkeit nicht mit einer anderen tauschen sollten. Besser Strom lokal erzeugen und lokal verbrauchen, ohne große Wege und Infrastruktur. Unabhängig und funktioniert auch im Krisenfall.


Genau meine Meinung. Wir haben jetzt die Chance und sollten diese nutzen.

Wer nach Stromgewinnung in der Sahara für Europa ruft, sollte sich zuerst mal mit der Technik von Überlandtrassen beschäftigen. Das ist ne andere Nummer als mal kurz ein Verlängerungskabel zur Weihnachtsbaumbeleuchtung legen.
Technisch nicht ohne, außerdem verlieren wir nur durch die Leitung rund 1%/100km an el. Leistung.
Das Verlegen klappt das ja nicht mal ohne Probleme in Deutschland von N nach S.
Ich hab jedenfalls schon mal den Anfang gemacht:
Meine PV Anlage bringt rund 9000kW pro Jahr und mein Eigenbedarf fahren und wohnen liegt bei 7500kW.
Leider klappt’s mit der Verteilung von Erzeugung und Verbrauch nicht ganz ;)
Das ist nach meiner Ansicht aber nur eine Frage der Zeit, dann gibt es auch hierzu bezahlbare Lösungen die mir gefallen werden.
Ideen hätte ich schon. Ein kleiner Stromspeicher zu Hause und beide Fahrzeuge tagsüber irgendwo eingesteckt, wo ich dann laden könnte und gleichzeitig einen „Teil der Akkukapazität“ dem Netz als Puffer für die Erneuerbaren zur Verfügung stellen könnte.
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