ADAC vom 20.März 2018:Die erste Studie zur Ökobilanz unserer

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Re: ADAC vom 20.März 2018:Die erste Studie zur Ökobilanz uns

Beitragvon JoDa » Do 22. Mär 2018, 21:06

Wie gesagt, vergesst die Ergebnisse des ADAC und nehmt einfach die Ergebnisse einer vertrauenswürdigen Quelle wie dem Umwelbundesamt.

Oder rechnet euch den CO2-Gesamtausstoß der einzelnen Fahrzeuge selber aus!
Ein Tool mit dem man das einfach rechnen kann, habe ich bereits hier gepostet:
Interessierter Neuling hat 1000 Fragen
Ich traue jedenfalls keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe. ;)
Habe daher die Statistik CO2-Emissionen von PkWs erstellt.

Der Statistiker kann die relevanten Faktoren so wählen, dass das vom Auftraggeber gewünschte Ergebnis herauskommt.
So kann man den CO2-Ausstoß bei der Stromerzeugung beliebig zwischen 20 Gramm/kWh und 1000 Gramm/kWh annehmen.
20 Gramm unter der Annahme, das man als Stromlieferanten einen zertifizierten Ökostromanbieter wählt. (z.B. Stromanbieterempfehlung von Global 2000).
1000 Gramm unter der Annahme das Elektroautos hauptsächlich am späten Abend geladen werden, wodurch der zusätzliche Strombedarf hauptsächlich von Kohlekraftwerken gedeckt wird.
Üblicherweise (warum?) wird der Durchschnitt des Staates genommen in dem man lebt. Aber auch hier hat der Statistiker noch großen Spielraum (Inlandsstromerzeugung oder Inlandsstromverbrauch, Nettostrom oder Bruttostrom inkl. Verluste, mit oder ohne CO2-Zertifikathandel). Bei mir in Österreich sind damit Werte von 100 bis 300 Gramm/kWh wählbar.
Beim zweiten wesentlichen Faktor, dem CO2-Ausstoß bei der Fahrzeugherstellung, hat man das Problem das es dazu keine verpflichtenden Angaben der Autohersteller gibt. Löbliche Ausnahme ist die Mercedes B-Klasse in der Benzin und der EV Version (siehe Abb. 2.6). Üblicherweise wird über die CO2-Emissionen der großen Akkus von Tesla (60kWh-100kWh Energiespeicher) gestritten. Tesla baut daher bei seiner neuen Gigafactory zusätzlich regenerative Kraftwerke (Wind und PV) dazu um die Fabrik ausschließlich durch Ökostrom versorgen zu können. Die Rohstoffe (z.B. Kobalt) sollen "CO2 zertifiziert" werden. Tesla veröffentlichte jedoch bislang keine Zahlen zu den CO2-Emissionen seiner alten bzw. seiner neuen Akkus aus der Gigafactory. Die meisten Studien nehmen für die Batterieherstellung Werte von 50-200 kg/kWh an. (z.B. Das deutsche Umweltbundesamt hat sich 2016 sechs Studien angesehen und dann mit einem Wert von 140 kg/kWh weiter gerechnet. Das ICCT hat sich 2018 neun Studien angesehen die ab 2015 erstellt wurden und Ergebnisse von 30-500 kg/kWh aufwiesen.)
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Re: ADAC vom 20.März 2018:Die erste Studie zur Ökobilanz uns

Beitragvon motion » Sa 24. Mär 2018, 22:02

Um meine Neutralität zu untermauern, kritisiere ich diesen Arikel, mit einer irreführenden Überschrift.

CO2: Diesel sauberer als Elektro

http://www.autobild.de/artikel/co2-bila ... 29677.html

CO2 ist kein schmutziger (ungifitiger) Schadstoff, sondern ein Klimagas. :roll: Wenn man es korrekt formulieren würde, müsst es heissen: Die Kohlekraftwerke verhageln dem E-Auto eine bessere Klimabilanz.

Natürlich ist daran nicht die E-Mobilität schuld, sondern das Versagen der Politik. Dennoch finde ich es in Ordnung, dass man auf diesen Misstand hinweißt. Zumal die Vorkette der Kohleverstromung nicht in der CO2-Bilanz eingerechnet wird.

Deswegen ist ja auch CNG so viel besser als Diesel, zumal man hier noch die regenerative Komponente hat. Und weil der Realverbrauch näher an den Herstellerangaben ist, als bei Selbstzündern und Ottomotoren. Von den Schadstoffaustoß fangen wir erst gar nicht an, da ist CNG Benzin und Diesel haushoch überlegen.
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Re: ADAC vom 20.März 2018:Die erste Studie zur Ökobilanz uns

Beitragvon Alex1 » Sa 24. Mär 2018, 22:20

Netter Versuch. Leider fehlgeschlagen. Die Zeit für fossile Treibstoffe ist vorbei. Und mit jedem eAuto-Fahrer, der echten Ökostrom bezieht, wird die Bilanz besser.
Herzliche Grüße
Alex
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Re: ADAC vom 20.März 2018:Die erste Studie zur Ökobilanz uns

Beitragvon Vanellus » Sa 24. Mär 2018, 23:20

Tja, was will man von AutoBild erwarten.
Ihnen ist nicht aufgefallen, dass in der oberen Mittelklasse der Mercedes 220d mit dem Tesla Model X 100 D verglichen wurde auf der Basis des Strommixes von 2013. :roll:
Ich kann auch jedem vorrechnen, dass der Benziner die geringsten Kosten verursacht - auf Basis des Benzinpreis von 2000. Da kostete Benzin 1 €/l.
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Re: ADAC vom 20.März 2018:Die erste Studie zur Ökobilanz uns

Beitragvon Nordstromer » Sa 24. Mär 2018, 23:30

motion hat geschrieben:
Da steht es schwarz auf weiß. Bei CNG erst ab 70.000km. :)

Nur, man kann auch mit regenerativen CNG fahren. Und dann gewinnt das E-Auto auf Lebenszeit nicht, was den CO2-Austoß betrifft.

Bild

Umso größer das E-Auto (größere Batterie) ist, desto besser ist die Klimabilanz bei CNG, bei einem gleich großen Auto.

Ich sehe, alles richtig gemacht. :) Ganz entspannt zurücklegen, bis die interessannten E-Modelle verfügbar sind.
Von den Kosten liegt man auch sehr gut. :P :P :P


Ah die üblichen Nebelgranaten. Ich beziehe 100% regenerativ und zahle den Aufschlag gerne. Kein Geiz ist geil in diesem wichtigen Punkt! :mrgreen:
Und nach 26k km ziehe ich an CNG Verpennern vorbei :roll:
Alles richtig gemacht mit dem BEV. :D
Und noch einen schönen link für dich.
http://www.erdgasfahrer-forum.de/viewforum.php?f=4
Und Tschüß .... :lol: :lol: :lol:
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Re: ADAC vom 20.März 2018:Die erste Studie zur Ökobilanz uns

Beitragvon Nordstromer » Sa 24. Mär 2018, 23:34

Alex1 hat geschrieben:
Netter Versuch. Leider fehlgeschlagen. Die Zeit für fossile Treibstoffe ist vorbei. Und mit jedem eAuto-Fahrer, der echten Ökostrom bezieht, wird die Bilanz besser.


Korrekt! Und das ist auch ganz easy ... außer man geht auf Preisvergleichsportale und versuchert noch ein paar Cent rauszuholen ohne darauf zu achten wie der Strom erzeugt wird. Ist so ein bischen die Mentalität von Sex-Touristen. Immer dahin wo man am billigsten f***** kann.
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Re: ADAC vom 20.März 2018:Die erste Studie zur Ökobilanz uns

Beitragvon motion » Sa 24. Mär 2018, 23:41

@Nordstromer

Ich fahre mit 100% Bio-Methan. Da wird es nichts mit deinen 26.000km. :) Probleme hatte ich mit dem Gasantrieb auf über 100.000km auch noch keine. Und jetzt?

100km kosten 5-6€ (wegen vielen Kurzstrecken) mit einem größeren Mittelklassewagen. Bis zu 500km in 3min nachgetankt. Ladechaos? Fehlanzeige. Die KFZ-Steuer beträgt auch nur 28€. Gut du zahlst 0, hast in 10 Jahren also ganze 280€ gespart. Na ja.
Da ich ehrlich sein will kommt der Ölwechsel noch dazu und alle sechzigtausend km sind neue Zündkerzen fällig.
Aber im Vergleich zu den Mehrkosten eines E-Autos in der selben Fahrzeugklasse sind diese Instandhatungskosten Penuts.

Welches E-Auto fährst du eigentlich?

Das Auto wurde vor ein paar Jahren gekauft, als es keine vergleichbare E-Alternativen gab. Ein Jahr später kam das Model S auf den deutschen Markt, was 3x so viel kostete. ;)

Intelligent ist es eher, wenn man ein E-Auto kauft was allen Anforderungen in Zukunft gerecht wird. Dann heisst es, buy & forget auf Lebenszeit. Keine teuren Zwischenschritte zu machen und sich dann für eine finale Lösung entscheiden. Das ist meine Denkweise und die ist umweltschonend (weniger Ressourcenverbrauch).
Einen Zweitwagen benötigen wir auch nicht. Mit einem E-Auto wäre das aber Fall. :-) Wieder ein Vorteil für Umwelt.
Zuletzt geändert von motion am Sa 24. Mär 2018, 23:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: ADAC vom 20.März 2018:Die erste Studie zur Ökobilanz uns

Beitragvon Alex1 » Sa 24. Mär 2018, 23:51

Wieviele Autos können denn Deiner Meinung nach in D mit Biogas aus Abfällen betrieben werden? Ein Promille? Zwei Promille?
Herzliche Grüße
Alex
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Re: ADAC vom 20.März 2018:Die erste Studie zur Ökobilanz uns

Beitragvon Nordstromer » Sa 24. Mär 2018, 23:54

Ioniq. Erster Service, keine Probleme. Kein Ladechaos. 80% auswärts kostenlos geladen was einer Ersparnis von etwa 500€ bisher zusätzlich entspricht, 0 statt 300€ Steuern (vorher), 79€ Wartung statt 200-450€ (auch vorher), Bremsen die 100%ig mehr als doppelt so lange halten, totaler Fahrspaß, kostenloses Parken in HH (hat uns auch sicher schon fast 100€ in den bisher 8 Monaten gespart), kein Verpenner Motor mit vielen Teilen die kaputt gehen können. Und nun?
Ja klar ab ins http://www.erdgasfahrer-forum.de/viewforum.php?f=4
Viel Spaß noch dort. 8-)
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Re: ADAC vom 20.März 2018:Die erste Studie zur Ökobilanz uns

Beitragvon motion » So 25. Mär 2018, 00:00

Alex1 hat geschrieben:
Wieviele Autos können denn Deiner Meinung nach in D mit Biogas aus Abfällen betrieben werden? Ein Promille? Zwei Promille?


Das ist eine berechtige Frage. Für alle wird es keinesfalls reichen. Was du aver vergisst.

1. Habe ich nie behauptet das alle mit CNG fahren sollten, weil ich an den Antriebs-Mix glaube.
Zum Beispiel E-Mobilität für Städte (dazu gehört auch der Hybrid), CNG für Langstrecken-Pendler.
2. Auch Naturstrom würde nicht für alle Fahrzeuge in Deutschland reichen.
3. Bei Bio-Methan gibt es neue vielversprechende Technologien. Zum Beispiel aus Algen.
Es funktioiert, aber die Menge reicht noch nicht aus. Das Schöne ist, Algen wachen durch CO2.
CO2 wird also gebunden.

Aber ich weiß was jetzt kommt. Effizienz schlecht, nicht zukunftsfähig, verschwendetes Forschungsgeld.
:lol:

Deine Antworten sind alle vorhersehbar, darum gebe ich mir auch keine große Mühe mehr.
Du weißt allles und E-Mobilität wird alle unsere Probleme lösen und die Zukunft kannst du auch besser deuten, schon klar.
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