Ab 2018 lohnt sich E-Golf mehr als Golf mit Verbrenner!

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Ab 2018 lohnt sich E-Golf mehr als Golf mit Verbrenner!

Beitragvon midimal » Di 17. Mär 2015, 21:44

TOTAL COST OF OWNERSHIP ANALYSE FÜR ELEKTROFAHRZEUGE by M. Hackmann, H. Pyschny, R. Stanek

Die derzeit noch sehr hohen Anschaffungskosten schrecken viele Verbraucher vom Kauf eines Elektrofahrzeugs ab.
Dem gegenüber versprechen Elektrofahrzeuge einen Kostenvorteil bei den Betriebskosten. Um die Kaufentscheidung
des Endkunden transparent darzustellen, liefert der TCO-Ansatz (Total Cost of Ownership) einen wesentlichen Erklä-
rungsbeitrag. Die richtige Anwendung dieser Methode für den Vergleich eines batteriebetriebenen Elektrofahrzeugs
mit einem konventionellen Verbrennungsmotor (ICE) erfordert allerdings spezielle Kenntnisse.
Hierzu gehören die fixen und variablen Kostenanteile des Fahrzeugbetriebs sowie die Besonderheiten elektrischer
Fahrzeugantriebe mit dem Schwerpunkt Batterie und Energieverbrauch. Hierfür bietet das P3 TCO-Kostenmodell die
Möglichkeit einer Analyse der monatlichen Fahrzeugkosten aus Endkundensicht für verschiedene Elektrifizierungsstufen
(u.a. PHEV, BEV).
Vor dem Hintergrund erwarteter Kostenpotenziale bei Batteriesystemen für reine Elektrofahrzeuge (BEV) kann mit
Hilfe des Kostenmodells nachgewiesen werden, dass ab dem Jahr 2018 Elektrofahrzeuge aus Endkundensicht wettbewerbsfähig gegenüber den jeweiligen Verbrennerderivaten sind. Auf Basis der Kennzahlen für 2014 hat das Elektrofahrzeug (BEV) im Vergleich zum Verbrenner (ICE) Kostennachteile bei Wertverlust und Fahrzeugversicherung. Die
Kostenvorteile liegen dagegen in niedrigeren Verbrauchs- und Werkstattkosten des Fahrzeugs.

Quelle: http://www.electrive.net/
Link zum PDF-File : http://www.electrive.net/wp-content/uploads/2015/03/P3-TCO-Analyse-Elektrofahrzeuge-2018.pdf
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Re: Ab 2018 lohnt sich E-Golf mehr als Golf mit Verbrenner!

Beitragvon e-lectrified » Mi 18. Mär 2015, 00:06

Halte ich zwar für einen pessimistischen Ansatz, aber immerhin. Andere trauen sich mit Prognosen meist nur an das Jahr 2020 ran...
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Re: Ab 2018 lohnt sich E-Golf mehr als Golf mit Verbrenner!

Beitragvon Cavaron » Mi 18. Mär 2015, 09:41

Da steht ja "aus Endkundensicht wettbewerbsfähig" - das sagt ja nur aus, dass es die meisten Leute dann endlich auch kapiert haben. Wenn ende 2016 die ersten E-Autos mit 300km Reichweite im mittleren Preissegment kommen, halte ich das Einsickern der vielen Vorteile in die letzten Sprit-Köpfe bis 2018 für durchaus realistisch ;)
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Re: Ab 2018 lohnt sich E-Golf mehr als Golf mit Verbrenner!

Beitragvon Karlsson » Mi 18. Mär 2015, 13:16

Halte ich zwar für einen optimistischen Ansatz, aber immerhin. :lol: :lol:

Ne, mag beim Neuwagenkäufer ja vielleicht passen.
Bei Gebrauchtkäufern dann versetzt. Bzw da kommt dann noch der Effekt der sinkenden Nachfrage nach Verbrennern dazu, was den Tipping Point beim Gebrauchten Verbrenner weiter nach hinten verschiebt, da der Wertverlust einen großen Teil der Kosten ausmacht.

Cavaron hat geschrieben:
Wenn ende 2016 die ersten E-Autos mit 300km Reichweite im mittleren Preissegment kommen, halte ich das Einsickern der vielen Vorteile in die letzten Sprit-Köpfe bis 2018 für durchaus realistisch

Wird das nicht eher Ende 2017 und ausgeliefert in D wird dann erst 2018 und die ersten brauchbar teuren 1-2 Jahreswagen gibts 2020?
Das wäre so meine Erwartungshaltung. Weil werde wohl dieses oder nächstes Jahr ein hoffentlich letztes Mal einen Verbrenner-Erstwagen kaufen. Zb Golf Variant. Und der muss dann durchhalten bis es adäquaten elektrischen Ersatz gibt.

Und ich befürchte, dass es in 2020 noch keinen E-Golf Variant Jahreswagen mit 300km reell + CCS mit 22kW AC für 18.000€ zu kaufen gibt. Wobei der Passat GTE Variant ja kommen soll. Aber mit 150PS Benzängmotor (wozu?) und wenig E-Reichweite reizt mich das nicht sooo.
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Re: Ab 2018 lohnt sich E-Golf mehr als Golf mit Verbrenner!

Beitragvon Cavaron » Mi 18. Mär 2015, 13:40

Früher war ich eher über-optimistisch was EVs anging. Mit 300km Reichweite in der Mittelklasse habe ich schon 2015 gerechnet. Aber daran, dass Nissan/Renault ende 2016 die ersten 300km Leafs und Zoes Mk 2 ausliefern, zweifle ich eher nicht. GM Bolt und Tesla 3 werden es wohl erst 2018 nach Deutschland schaffen, dass sehe ich auch so. 2017 sehe ich im Zeichen einer stark steigenden Nachfrage und überforderter Batterie-Hersteller. Aber 2018 geht es dann richtig los.

Einen reinen Verbrenner würde ich aber nicht mehr kaufen. Wäre ja so, als würde man kurz vor Erscheinen des Ford Model T noch mal in ein Pferdegespann investieren ;)
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Re: Ab 2018 lohnt sich E-Golf mehr als Golf mit Verbrenner!

Beitragvon wasserkocher » Mi 18. Mär 2015, 14:25

Karlsson hat geschrieben:
Zb Golf Variant. Und der muss dann durchhalten bis es adäquaten elektrischen Ersatz gibt.


Wenn Verbrenner, wäre Erdgas eine durchaus nachdenkenswerte Alternative. Ist rein finanziell wahrscheinlich die günstigste Variante. Dazu kein DI-Feinstaub, Rußfilterproblem und etwas geringere CO2- sowie HC-Belastung. Und die Infrastruktur ist durchaus ausreichend.
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Re: Ab 2018 lohnt sich E-Golf mehr als Golf mit Verbrenner!

Beitragvon Karlsson » Mi 18. Mär 2015, 14:26

Cavaron hat geschrieben:
Einen reinen Verbrenner würde ich aber nicht mehr kaufen. Wäre ja so, als würde man kurz vor Erscheinen des Ford Model T noch mal in ein Pferdegespann investieren ;)

Geht nicht anders, wir werden unsere Familienplanung nicht 5 Jahre verschieben weil die Autoindustrie noch nicht so weit ist. Und unsere Kleinwagen sind dafür auch nicht geeignet.

Also ein Verbrenner Kombi kommt noch vors Haus und bleibt so lange, bis bezahlbare >300km Realreichweite Autos mit passendem Lader und Platz für Kind + Zubehör am Gebrauchtmarkt sind.

Unser zweiter Verbrenner soll beim nächsten Wechsel aber schon einem e-Auto weichen.

Welches Auto davon zuerst gekauft wird, ist noch unklar.

Und bevor einer fragt - der Ampera ist uns fürs Familienauto zu klein, der Outlander zu groß, teuer und auf Langstrecke zu durstig und die B-Klasse ED zu teuer und nicht Langstrecken geeignet.
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Re: Ab 2018 lohnt sich E-Golf mehr als Golf mit Verbrenner!

Beitragvon Karlsson » Mi 18. Mär 2015, 22:11

wasserkocher hat geschrieben:
Wenn Verbrenner, wäre Erdgas eine durchaus nachdenkenswerte Alternative. Ist rein finanziell wahrscheinlich die günstigste Variante. Dazu kein DI-Feinstaub, Rußfilterproblem und etwas geringere CO2- sowie HC-Belastung. Und die Infrastruktur ist durchaus ausreichend.

Ja, ist schon interessant, technisch gesehen. Es gibt nur keinen Gebrauchtmarkt. Beim Erdgas-Octavia gehts bei gut 20k los. So viel wollten wir nicht ausgeben. Für Elektro sehe ich Aufpreis ja ein, aber der Gas-Motor ist ja auch bloß ein Verbrenner.
Wegen Feinstaub - die modernen DI-Benziner sind da eher schlechter als Diesel. Es sind halt Direkteinspritzer ohne Filter.
Mag aber sein, dass der TGI dann im Gasbetrieb besser dasteht, obwohl es im Kern ja ein TSI ist.

Wenn wir schon ein familientaugliches Auto hätten, würde ich das auch behalten wollen, bis es elektrischen Ersatz gibt (und wenn es zum Youngtimer wird...). Aber haben wir halt nicht und so die unangenehme Situation, noch einen Verbrenner kaufen zu müssen.
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Re: Ab 2018 lohnt sich E-Golf mehr als Golf mit Verbrenner!

Beitragvon e-lectrified » Mi 18. Mär 2015, 22:42

Karlsson hat geschrieben:
aber der Gas-Motor ist ja auch bloß ein Verbrenner.


Aber ein effizienterer Verbrenner!
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Re: Ab 2018 lohnt sich E-Golf mehr als Golf mit Verbrenner!

Beitragvon Karlsson » Do 19. Mär 2015, 10:08

Nein, der ist nicht effizienter. Es bleibt ein Fremdzünder mit entsprechendem Wirkungsgrad.
Beim CO2 steht Gas halt besser da als Benzin, weil es mehr Wasserstoffanteile hat. Also bei der Verbrennung entsteht mehr Wasser und weniger CO2.

Ein Benziner steht für mich aber eh nicht zur Diskussion und der Diesel unterbietet das Gasfahrzeug durch den höheren Wirkungsgrad beim CO2 noch.
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