3sat macro über E-Autos

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Re: 3sat macro über E-Autos

Beitragvon Wackelstein » So 5. Mär 2017, 11:32

hat die deutsche Automobilwirtschaft jetzt Merkel als Chef-Lobbyistin vorgeschickt

Tja, die Dame muss halt schon einen Plan-B entwickeln, sollte sie die nächste Wahl verlieren. Da kann sie dann nahtlos bei Mercedes oder VW im Aufsichtsrat oder Vorstand unterkommen.
Letztens habe ich meinen rumänischen Kollegen versichert, dass es in D und A keine Korruption mehr gibt. Nein, bei uns heißt das Lobbyismus und ist legal :oops:

Ich finde bei solchen Berichten aus Deutschland ja immer den Hinweis auf die Arbeitskräfte interessant. Damit wird der Eindruck erweckt, dass man - nur um die Arbeitsplätze zu halten - auf E-Mobilität verzichten muss/kann und "ganz einfach" weiter an Benzin und Diesel festhält.
Tja, den Beschäftigten bei Nokia hat man vor 10 Jahren wohl auch gesagt, dass man um ihre Arbeitsplätze zu erhalten an den "modernen" Handys festhält und nicht auf den "Nischenmarkt" SmartPhones umsteigt.
Das Ergebnis kennen wir: Nokia ist tot und fast ALLE Arbeitsplätze gingen verloren.
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Beitragvon 150kW » So 5. Mär 2017, 13:58

Auch nach 100 Wiederholungen wird aus einem Auto noch kein Handy ;)

Würde China seinen Markt für ausländische E-Autos öffnen, wäre die chinesische E-Auto Produktion wohl schnell weg vom Fenster. Genau aus dem Grund gibt es doch die Strafsteuern und keine Subventionen für ausländische E-Autos. Wenn der Markt offen wäre, würde es evtl. so aussehen wie in Norwegen. Und wie sieht es dort aktuell aus:
"In the manufacturers ranking, Volkswagen (22%, up 2%) and BMW (20%, up 2%) are running for the leadership, while Mercedes (11% share) secured the Third Place over the Fourth Place Volvo (9%)."
http://ev-sales.blogspot.de/2017/03/nor ... -2017.html
Die "Smartphones" von VW, BMW und Mercedes kommen also sehr gut bei den Kunden an ;)
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Re: 3sat macro über E-Autos

Beitragvon cpeter » So 5. Mär 2017, 14:25

150kW hat geschrieben:
Die "Smartphones" von VW, BMW und Mercedes kommen also sehr gut bei den Kunden an ;)

Diese Charts zeigen sowohl BEVs als auch PHEVs.

Eingegrenzt auf reine Elektroautos ist dann BMW i3 vorne (1.119 Stück seit Jahresbeginn), gefolgt von Nissan Leaf (760), Renault Zoe (519), eGolf (459), Tesla Model X (281), dann erst Mercedes B250e (199).

Die Wachstumszahlen sind übrigens auch interessant. Dass Zoe, Model X und Ioniq mit mehr als 10% wachsen (Ioniq sogar mit 20%) habe ich erwartet, dass auch e-Up und sogar die Drillinge stark zulegen hingegen nicht.
Seit 01/2017 Nissan Leaf Tekna 30 kWh mit 6,6 kW AC Lader
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Re: 3sat macro über E-Autos

Beitragvon Schneemann » So 5. Mär 2017, 14:47

Wenn wir es hinbekommen, den Strom aus natürlich vorkommenden Ressourcen effizienter zu erzeugen, dann sollte damit eine Steigerung des Gesamtverbrauchs als sinnvoll angesehen werden.

Vanellus hat geschrieben:

Hallo Schneemann,
ich kenne die Studie der Uni Tübingen nicht. Die Angabe 23 kWh/Person und Tag deutet aber darauf hin, dass sie von der gesamten Fahrleistung aller Kraftfahrzeuge in DE (einschl. LkW und Busse) ausgehen und deren vollständiger Umstellung auf E-Mobilität.
Die lag 2015 bei 752 Mrd. km im Jahr:
Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten ... g-von-kfz/
durch 80 Mio. Einwohner geteilt ergibt das 9.400 km pro Einwohner im Jahr. Am Tag sind das (durch 365) 25,8 km.
Für 25,8 km/Einwohner und Tag brauch ich elektrisch gefahren bei angenommenen 20 kWh/100 km (einschl. Ladeverluste) rund 5,2 kWh/pro Einwohner und Tag. Die Uni Tübingen geht aber vom 4-5fachen aus. Eine breitere Bemessungsgrundlage als die gesamte Fahrleistung aller Kfz in DE kann ich mir nicht vorstellen. Die Bahn ist weitgehend elektrifiziert und Flugzeuge werden sie wohl nicht eingerechnet haben.
Fazit: nicht nachvollziehbar und für mich aktuell nicht vorstellbar, wie man auf 23 kWh/Einwohner und Tag kommen kann.

Aber selbst wenn man die gesamte Jahresfahrleistung aller Kfz in DE zugrunde legt, erscheint mir das überzogen. Das erinnert mich an folgende Szenario: wenn 20 Mio. Angestellte um 18 Uhr gleichzeitig ihr E-Auto an 22 kW anschließen, braucht man dafür 440 GW. Die Spitzenleistung in DE liegt aber bei "nur" 80, max. 90 GW.
Quelle: https://www.agora-energiewende.de/de/th ... gorameter/
Also bricht die Stromversorgung zusammen. Passiert aber nicht, weil sich das verteilt.

1 Mio. E-Auto brauchen im Jahr 2,7 TWh Strom (15.000 km/a und 18 kWh/100 km), das sind 0,45% des gesamten deutschen Stromverbrauchs in DE (600 TWh). Für 10 Mio. E-Autos sind dementsprechend 4,5 % und für 40 Mio. 18% anzusetzen.
Abzuziehen ist in jedem Fall der Stromverbrauch für die Ölraffinerien. Deren Verbrauch kenne ich nicht.
Gruß
Reinhard


Reinhard, diese Rechnung habe ich auch recherchiert. Ich weiß auch nicht, wie die auf diese Zahlen kommen. Mit dem reinen Prokopf-Tagesverbrauch kann ich nicht viel anfangen, wenn ich die Faktoren Kilometerleistung und Durchschnittsverbrauch nicht kenne. Von daher würde ich an die 25 Prozent-These glaube, die ich auch selbst so nachrechnen konnte.

Gruß

Martin
Meine Erfahrungen mit der E-Mobilität auf Kennzeichen E

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