3sat macro über E-Autos

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Re: 3sat macro über E-Autos

Beitragvon rolandp » Sa 4. Mär 2017, 10:23

Ich hab den Beitrag auch ganz gesehen,

die Zellforschung in D ist viel weiter als hier gezeigt, aber warum sollten die Konzerne bei lächerlichen Marktanteilen das Know How bekannt geben...in Österreich gibt es 10 000 E-Autos...und damit pro Einwohner mit Holland Marktführer in der EU...dazu aber über Millionen Verbrenner.

Das E-Autos nicht umweltfreundlich sind..war ein schlechter Witz, den doe 10 000 E-Autos und die Bindung an Ökostrom machen die Fahrzeuge 100% Umweltfreundlich...das man da den Kohlestrom mit einrechnet ist totale Manupulation, den die jetzigen E-Fahrer haben oft sogar selbst eine PV Anlage am Dach und Österreich hat genug Ökostrom für Millionen E-Fahrzeuge.

Das die Ankaufsförderung mit lächerlichen 4000,-€ und dazu dem Ausschluss für umgebaute oder importierte Fahrzeuge ein Flop ist und wird, verdanken wir den weitsichtigen Politikern und Lobbyisten...dazu sind die 4000,-€ nur die Mehrkosten für die Mehrwertsteuer bei höherem Anschaffungspreis.

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Re: 3sat macro über E-Autos

Beitragvon Neue-Jen » Sa 4. Mär 2017, 11:05

Die Berichte und Dokus von den staatlichen Rundfunkanstalten finde ich oft sehr gelungen. Leider gibts von deren Seite nur selten gute Beiträge zu diesem Thema
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Re: 3sat macro über E-Autos

Beitragvon Action Andy » Sa 4. Mär 2017, 13:49

Irgendwie hat mir der Beitrag die eigenen Aussagen zu wenig in Frage gestellt. Wenn doch Opel (GM) jetzt schon 500km liefern kann und Tesla sowieso, warum soll es dann in Deutschland noch bis 2025 dauern?
Warum hat man nicht mal kommentiert, dass die beiden Holländer zwar endlich eine schnelle Ladesäule in Deutschland gefunden haben, aber dafür im Gegensatz zu Holland schön im Regen stehen durften?
Das Thema, was passiert eigentlich mit den Werkstätten und kaufe ich mein Auto nicht lieber im Internet, hätte man auch weiter vertiefen können.
Zu guter letzt fehlte auch eine Übersicht, der sich bereits am Markt befindenden E-Autos. Vielleicht hat ja doch der ein oder andere zugesehen, der trotz aller Probleme mit dem Gedanken spielt sich ein solches zuzulegen.
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Re: 3sat macro über E-Autos

Beitragvon 150kW » Sa 4. Mär 2017, 18:03

Action Andy hat geschrieben:
Wenn doch Opel (GM) jetzt schon 500km liefern kann und Tesla sowieso, warum soll es dann in Deutschland noch bis 2025 dauern?
Da ging es doch glaube ich nicht um die Reichweite, sondern den Preis?
Mit dem Audi e-tron kommt ja nächstes Jahr schon ein deutsches E-Auto mit 500km Reichweite. Ansonsten hatte der R8 e-tron schon 450km.

rolandp hat geschrieben:
die Zellforschung in D ist viel weiter als hier gezeigt, aber warum sollten die Konzerne bei lächerlichen Marktanteilen das Know How bekannt geben...
Mercedes hat es mit den eigenen Zellen schon mal versucht. Die Zellen sollen sehr gut gewesen sein, aber der Preis halt nicht Konkurrenz fähig.
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Re: 3sat macro über E-Autos

Beitragvon rolandp » Sa 4. Mär 2017, 18:11

Hallo 150KW,

genau die Zellen waren nicht konkurenzfähig...aber aus dem Bundesland sind schon welche Konkurenzfähig...nur nicht auf dem Markt...

Wird schon werden mit den Zellen Know How...Tesla macht ja auch die neuen 21700 Zellen, nachdem die 18650 etwas teuer und weniger Engerie pro $ beinhalten.

2019 wird der Markt bei E-Auto alle großen Hersteller aus den Löchern zwingen...seis von der EU CO2 Abgabe oder von den Stückzahlen bei Tesla und Co her.

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Re: 3sat macro über E-Autos

Beitragvon Action Andy » Sa 4. Mär 2017, 19:37

Ja nur wie lange frickelt Tesla schon an der Gigafactory?
In nem halben Jahr baut man nicht mal eben ne riesige Zellfertigung. Es scheint ein wenig als hätten sich die deutschen Hersteller verpokert und auf 2030 statt auf 2020 gesetzt.
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Re: 3sat macro über E-Autos

Beitragvon Vanellus » Sa 4. Mär 2017, 20:04

Schneemann hat geschrieben:
Einige der wieder mal zahlreichen Reaktionen im dazugehörige Blog haben mal wieder zutage gefördert, wo die Abneigung gegen die E-Mobilität herkommt: Vermischung mit Carsharing und autonomem Fahren und damit Beschnitt der eigenen Freiheit. Dann wird jede Quarkstudie hervorgeholt und die Brennstoffzelle in den Himmel gehoben.

Einer der Schreiberlinge brachte das folgende Zitat zum Gesamtverbrauch bei einer Komlettelektrifizierug des deutschen Individualverkehrs: die Universität Tübingen – Physikalisches Institut Kepler Center for Astro and Particle Physics nennt folgende Werte: 23 kWh / Pers. / Tag, d.h. 23*80.000.000*365= 671,6 Mrd. kWh=671 TWh.

Kennt jemand dazu einen verlässlichen Link oder Hintergrund zu den Zahlen? Ich habe auf die Schnelle nichts ergoogeln können.


Hallo Schneemann,
ich kenne die Studie der Uni Tübingen nicht. Die Angabe 23 kWh/Person und Tag deutet aber darauf hin, dass sie von der gesamten Fahrleistung aller Kraftfahrzeuge in DE (einschl. LkW und Busse) ausgehen und deren vollständiger Umstellung auf E-Mobilität.
Die lag 2015 bei 752 Mrd. km im Jahr:
Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten ... g-von-kfz/
durch 80 Mio. Einwohner geteilt ergibt das 9.400 km pro Einwohner im Jahr. Am Tag sind das (durch 365) 25,8 km.
Für 25,8 km/Einwohner und Tag brauch ich elektrisch gefahren bei angenommenen 20 kWh/100 km (einschl. Ladeverluste) rund 5,2 kWh/pro Einwohner und Tag. Die Uni Tübingen geht aber vom 4-5fachen aus. Eine breitere Bemessungsgrundlage als die gesamte Fahrleistung aller Kfz in DE kann ich mir nicht vorstellen. Die Bahn ist weitgehend elektrifiziert und Flugzeuge werden sie wohl nicht eingerechnet haben.
Fazit: nicht nachvollziehbar und für mich aktuell nicht vorstellbar, wie man auf 23 kWh/Einwohner und Tag kommen kann.

Aber selbst wenn man die gesamte Jahresfahrleistung aller Kfz in DE zugrunde legt, erscheint mir das überzogen. Das erinnert mich an folgende Szenario: wenn 20 Mio. Angestellte um 18 Uhr gleichzeitig ihr E-Auto an 22 kW anschließen, braucht man dafür 440 GW. Die Spitzenleistung in DE liegt aber bei "nur" 80, max. 90 GW.
Quelle: https://www.agora-energiewende.de/de/th ... gorameter/
Also bricht die Stromversorgung zusammen. Passiert aber nicht, weil sich das verteilt.

1 Mio. E-Auto brauchen im Jahr 2,7 TWh Strom (15.000 km/a und 18 kWh/100 km), das sind 0,45% des gesamten deutschen Stromverbrauchs in DE (600 TWh). Für 10 Mio. E-Autos sind dementsprechend 4,5 % und für 40 Mio. 18% anzusetzen.
Abzuziehen ist in jedem Fall der Stromverbrauch für die Ölraffinerien. Deren Verbrauch kenne ich nicht.
Gruß
Reinhard
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Re: 3sat macro über E-Autos

Beitragvon wrzlpfrmft » Sa 4. Mär 2017, 21:14

Vor ein paar Tagen habe ich im Vorübergehen irgendwo gelesen, dass unsere Angela in China interveniert hat, damit die ihren Fahrplan zur Abschaffung von Verbrennern etwas moderater gestalten und somit unsere verschlafene Automobilindustrie einen kleinen Aufschub bekommt. Habt ihr darüber auch was gehört bzw. war diese Sache hier im Forum schon Thema?
Ich habe die Meldung nicht näher beachtet, weil ich dachte, ich würde sie am nächsten Tag in der Zeitung lesen. Da habe ich aba nix gefunden...

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Re: 3sat macro über E-Autos

Beitragvon bm3 » Sa 4. Mär 2017, 21:26

Ja, habe ich auch gelesen, ich denke das waren Merkel und der Gabriel im zweiten Anlauf. Die Chinesen haben jetzt so ungefähr 1 Jahr zusätzlich an Aufschub gewährt. Da können sie ja jetzt ne große Feier zusammen mit den Automanagern machen und die können sich wieder ruhig noch ein Jahr schlafen legen. ;)
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Re: 3sat macro über E-Autos

Beitragvon ev4all » Sa 4. Mär 2017, 21:36

Nachdem Gabriel wegen dem gleichen Thema in China zuvor scheinbar doch nicht so erfolgreich war, wie er selbst behauptet hat, hat die deutsche Automobilwirtschaft jetzt Merkel als Chef-Lobbyistin vorgeschickt, damit die es richtet. Ich meine, sie hat bewirken können, dass die deutschen Autobauer in China noch etwas länger Zeit bekommen, bis die Quote zuschlägt.

Zum Thema Strombedarf gibt es eine aktuelle Studie der Fraunhofer Institutes:
http://www.isi.fraunhofer.de/isi-de/ser ... hfrage.php

"... je nach Szenario sinkt der Strombedarf bis 2030 oder bleibt auf einem konstanten Niveau."

"Ausgehend von der Stromnachfrage im Jahr 2013 in Höhe von 523 Terawattstunden (TWh) zeigt sich in allen Szenarien ein Rückgang oder ein nahezu konstantes Niveau der Stromnachfrage: In Szenario A führt die weniger ambitioniert ausgestaltete Energiepolitik zu einem gedämpften Rückgang der Stromnachfrage bis 2030 auf etwa 504 TWh. Das Szenario B zeigt einen nahezu kontinuierlich sinkenden Trend auf etwa 490 TWh, der im Wesentlichen durch den Effizienzfortschritt bei bestehenden Technologien bedingt ist. Den geringsten Rückgang der Stromnachfrage gibt es im Szenario C, weil sich die Effizienzsteigerungen und die Verbreitung neuer Technologien im Wesentlichen gegenseitig kompensieren und somit die Stromnachfrage 2030 auf demselben Niveau liegt wie im Jahr 2013.

Während also der Zeitraum bis 2030 im Wesentlichen durch einen effizienzbedingten Rückgang der Stromnachfrage determiniert ist, zeigt ein Ausblick der Stromnachfrageentwicklung bis 2050, dass es mittel- und langfristig zu einem signifikanten Anstieg der Stromnachfrage kommen kann. Der Grund dafür sind weitere Sektorkopplungsoptionen wie die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen und Wärmepumpen."
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