300 km echte Reichweite in den nächsten 12 Monaten?

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Re: 300 km echte Reichweite in den nächsten 12 Monaten?

Beitragvon Karlsson » So 23. Apr 2017, 14:00

Ich finde den RE richtig cool, weil man dann keine Sicherheiten mehr einplanen muss.
Wenn ich unterwegs nachladen muss, plane ich immer so, dass ich noch mehrere Alternativen habe, falls die Ladung nicht funktioniert. Dadurch ist der mögliche Abstand zwischen zwei Säulen wesentlich geringer. Mit dem RE kann man darauf komplett verzichten und mit dem 33kWh Akku ist die Reichweite ja auch ein Stück gestiegen.

Ein Lderaumwunder ist er halt aber nicht.

Ich denke das gewünschte Auto gibt es einfach nicht. Thema beiseite schieben und in 2-3 Jahren noch mal schauen, dann könnte es besser aussehen.
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Re: 300 km echte Reichweite in den nächsten 12 Monaten?

Beitragvon HubertB » So 23. Apr 2017, 14:06

So sehr ich mich über jeden BEV Fahrer freue, mit Deinem Fahrprofil würde ich mich nach einem jungen gebrauchten Prius+ umsehen.
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Re: 300 km echte Reichweite in den nächsten 12 Monaten?

Beitragvon Langsam aber stetig » So 23. Apr 2017, 14:18

Pianist hat geschrieben:
Ich kann hier noch mal meine beiden Extremwochen von neulich darstellen


Habe mir Deine zwei Extremwochen nochmal angeschaut.

Deine zweite Woche halte ich für machbar mit einem Ioniq, unter der Annahme, dass Du in den Hotels immer Laden kannst. Die Anfahrt Berlin->Hennef dauert eben dann 8 Stunden statt 6 Stunden; das ist aber kein Problem, da es ja an einem Sonntag war.

Für Köln->Eifel->Marsberg wäre es natürlich gut, wenn Du an in der Eifel "Destination Charging" machen könntest. Denn nach Marsberg sind es dann immer noch fast 300 km. Da kommst Du dann abends mit zwei Zwischenladungen eben eine knappe Stunde später an als mit dem Verbrenner.

Für Paderborn->Emsdetten brauchst Du eventuell eine kurze Zwischenladung bei Osnabrück, je nachdem wieviel Du in und um Paderborn verbrauchst. Rückfahrt nach Berlin sind dann wieder 7 Stunden statt 5 im Verbrenner.

Die erste Woche habe ich mir nicht im Detail angeschaut, sieht mir aber etwas schwieriger aus. Insbesondere Trier-Nürnberg ist nicht so toll nach einem Termin am Nachmittag, wenn man am nächsten Tag zwei Termine hat. Da wird die Nacht schnell kurz.

Machbar scheint mir aber alles, aber wenn solche Extremwochen einmal im Monat vorkommen, würde ich mir ein Elektroauto nochmal gut überlegen. Tesla Model S würde natürlich gehen. Wenn es nur alle drei Monate ist, kann man sich aber vielleicht arrangieren.

Eine Frage ist auch noch, wie Du momentan mit dem Verbrenner fährst. Wenn Du es gewöhnt bist, 180 km/h zu fahren und wenige Pausen zu machen, wird ein Elektroauto eine große Umstellung. Entspannender werden die Fahrten auf jeden Fall, aber auch deutlich länger.
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Re: 300 km echte Reichweite in den nächsten 12 Monaten?

Beitragvon Pianist » So 23. Apr 2017, 14:32

Ich bin kein Schnellfahrer, in der Regel sind es 120 bis 135 km/h und ich mache eher mehr Pausen als weniger. Von daher glaube ich, dass der Unterschied gar nicht so groß ist. Solche Extremwochen sind auch nicht ständig.

Hin und wieder was mieten ist auch ok. Manchmal mache ich auch ICE plus Mietwagen.

Die Toyota HSDs sind nichts für mich, ich finde dieses aufgeregte Hochdrehen ganz schlimm.

Matthias
Wäre beinahe Ioniq-Fahrer geworden.
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Re: 300 km echte Reichweite in den nächsten 12 Monaten?

Beitragvon SL4E » So 23. Apr 2017, 16:53

Verabschiede dich von 120-135. Mit einem BEV auf Langstrecke wirst du auf unter 110km/h kommen müssen um vernünftig Reichweite zu haben.
Lieber jetzt elektrisch fahren, als noch länger warten!
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Re: 300 km echte Reichweite in den nächsten 12 Monaten?

Beitragvon Langsam aber stetig » So 23. Apr 2017, 17:00

SL4E hat geschrieben:
Verabschiede dich von 120-135. Mit einem BEV auf Langstrecke wirst du auf unter 110km/h kommen müssen um vernünftig Reichweite zu haben.

Das ist nicht unbedingt richtig. Wenn es von dem Abstand der Schnelllader passt, dann ist die optimale Geschwindigkeit im Ioniq über 120 km/h. Im Model S mit den Superchargern sogar bei fast 150 km/h.
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Re: 300 km echte Reichweite in den nächsten 12 Monaten?

Beitragvon SL4E » So 23. Apr 2017, 17:13

Ich habe es mehrfach probiert, fahre ich im Model S mit ~130 muss ich zwischen Nürnberg und Berlin 2x nachladen, sonst haut es nciht hin. Fahre ich 110 haut es gerade so hin bis Leipzig mit SOC von ~10%. Durch die Steigungen in Thüringen und Oberfranken geht die Reichweite förmlich den Bach runter. So ist man gezwungen 2 Ladestops zu machen. Im Winter sowieso.
Das mag im flachen Land nicht so gravierend sein, aber der TE spricht ja von der Strecke B <-> M und die Strecke kenne ich im Schlaf. Bei 130(+) sind von B bis M mindestens 3 Stops von nöten, wenn man sich rein auf die SuC beschränkt. Bei 110 reichen 2 Stops.

Klar kann man bei entsprechender SuC Dichte auch noch schneller fahren, aber dann steht man wiederum länger! Macht also keinen Sinn.
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Re: 300 km echte Reichweite in den nächsten 12 Monaten?

Beitragvon Pianist » So 23. Apr 2017, 17:54

Im Augenblick neige ich eher dazu, noch ein bis zwei Jahre abzuwarten. Für wie groß haltet Ihr das Risiko, dass in der Zeit der Markt für große Dieselfahrzeuge komplett zusammenbricht oder man übermäßige Abschläge hinnehmen muss?

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Re: 300 km echte Reichweite in den nächsten 12 Monaten?

Beitragvon Langsam aber stetig » So 23. Apr 2017, 17:56

Aber 3 Stopps können schneller sein als 2, wenn man entsprechend schneller fährt. Optimum sollte sein, wenn man etwa 140 km/h fährt und dann immer von 0 auf 50 % SOC lädt.
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Re: 300 km echte Reichweite in den nächsten 12 Monaten?

Beitragvon cpeter » So 23. Apr 2017, 18:17

Pianist hat geschrieben:
Für wie groß haltet Ihr das Risiko, dass in der Zeit der Markt für große Dieselfahrzeuge komplett zusammenbricht oder man übermäßige Abschläge hinnehmen muss?

Meine Sicht: nachdem mehr und mehr klar wird, dass auch bei Euro 6 Dieselfahrzeugen die Abgasreinigung unter 15 Grad abgeschaltet wird (von nahezu jedem Anbieter) und nachdem klar geworden ist, dass die NOx Belastung rasch adressiert werden muss, ist das Risiko hoch, dass Diesel-Fahrer (auch mit Euro 6) mit Einschränkungen konfrontiert werden.
Ich persönlich würde mir darum heute keinen Diesel mehr kaufen.

Außerdem werden in den nächsten Jahren mehr und mehr BEVs angeboten werden. Nahezu jeder marktrelevante Hersteller hat bereits Pläne dazu angekündigt. Akkus werden kontinuierlich billiger und damit wird es in absehbarer Zeit den Punkt geben, an dem BEVs nicht mehr teurer sonder gleich viel oder weniger bei der Anschaffung kosten und dann im Betrieb deutlich billiger sind. Die Meinungen gehen auseinander, wann das sein wird: schon 2020 oder erst 2025 oder erst 2030. Das wird sich aus meiner Sicht dann deutlich auf die Preise für gebrauchte Verbrenner durchschlagen.
Seit 01/2017 Nissan Leaf Tekna 30 kWh mit 6,6 kW AC Lader
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