300 km echte Reichweite in den nächsten 12 Monaten?

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Re: 300 km echte Reichweite in den nächsten 12 Monaten?

Beitragvon eDEVIL » So 23. Apr 2017, 11:23

Pianist hat geschrieben:
Also meine Referenz wäre, zwischen Berlin und München maximal zweimal nachzuladen, aber eben nicht vier Mal.

Wie oft im Jahr wird diese Strecke egfahren? Wieviel km sind es so an anderen tagen?

Wer jetzt einen Touareg fährt, könnte mit nem Outlander PHEV glücklich werden
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
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Re: 300 km echte Reichweite in den nächsten 12 Monaten?

Beitragvon Karlsson » So 23. Apr 2017, 11:34

Pianist hat geschrieben:
Und warum ich mit einem Kleinwagen nicht 600 km auf der Autobahn fahre, das erklärt sich doch wohl von selbst. Man braucht mich. Sowohl beruflich als auch privat.

Findest Du das nicht selbst etwas unsachlich? Ein Golf ist nicht groß anders.
Aber wenn Du so furchtbar wichtig bist, dann musst Du halt einen Q7 kaufen. Ist bloß blöd wenn die "Gegner" genauso hysterisch sind, dann musst Du zum Leopard Panzer greifen, um den Vorsprung wieder herzustellen...

Ich hatte früher auch Fernbeziehung und bin an sehr vielen WEs im Jahr 600km gefahren. Dafür habe ich einen Kleinwagen genommen, weil ich es bei so einem hohen Streckenaufkommen besonders wichtig finde, auf Effizienz zu achten. Eine fette Karre mit hohem Verbrauch kann ich mir höchstens an Bein binden wenn ich extrem wenig fahre.
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Re: 300 km echte Reichweite in den nächsten 12 Monaten?

Beitragvon Pianist » So 23. Apr 2017, 11:36

Outlander? Niemals. Der ist ja wohl das beste Beispiel für die Kritikwürdigkeit eines PHEV. Der verbraucht einfach zu viel Benzin. Und von außen wird man genau so als Umweltsau wahrgenommen wie vorher.

Zu meinem Fahrprofil: ich würde mal sagen, von den rund 25.000 bis 30.000 km im Jahr sind 80 Prozent auf der Autobahn und vor Ort auf den Dörfern, der Rest in Berlin. Mal fahre ich wochenlang nur in Berlin und dem Umland, dann wieder 3.000 km Autobahn in zwei Wochen. Für solche Wochen könnte ich auch einen Mietwagen nehmen. 30 Cent pro Kilometer stehen mir ja im Budget zur Verfügung auf der Langstrecke. Innerhalb Berlins ist das im Tagessatz mit drin.

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Re: 300 km echte Reichweite in den nächsten 12 Monaten?

Beitragvon Greenhorn » So 23. Apr 2017, 12:09

Erst mal: München - Berlin ist die mit Ladern bestausgebaute Strecke ever. Dort gibt es über die A9 so viele Lademöglichkeiten, das man dies zusammen mit dem Höhenprofil perfekt planen kann.

Wenn Du das das 300 km EV haben willst, musst du wohl auf den neuen Leaf warten. Oder auf die deutschen Chartbreakrer 2020.
Mit dem derzeitigen Ioniq wirst Du je nach Profil 180 - 250 km Etappen schaffen (geschätzt bei 115 km/h). Es geht mal nur bergauf und einige Teilstück stetig Bergab.
Du wirst, da komplett versorgt, auf dieser Strecke mit 50 kW Leben müssen. Glaube nicht, dass dort in nächster Zeit einer der neuen Lader gleich auf 100-150 kW getauscht wird.

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Re: 300 km echte Reichweite in den nächsten 12 Monaten?

Beitragvon Pianist » So 23. Apr 2017, 12:26

München war ja auch nur ein Beispiel, es kann genau so Berlin-Köln, Köln-München oder Berlin-Hamburg sein. Letztes Jahr musste ich mal von Hamburg in den Allgäu verlegen, hatte dafür aber einen Abend (erstes Drittel, dann Übernachtung) und den ganzen nächsten Tag Zeit.

Gäbe es ein PHEV mit echten 50 km elektrischer Reichweite und einem Benziner ohne Feinstaubrisiko (also kein Direkteinspritzer oder mit Filter) und sechs Litern echtem Verbrauch bei 130 km/h wäre das für mein Nutzungsprofil durchaus nachdenkenswert. Aber 30 bis 40 km reichen bei mir für fast gar nichts. Und acht bis zehn Liter will ich auch nicht vertanken.

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Re: 300 km echte Reichweite in den nächsten 12 Monaten?

Beitragvon SL4E » So 23. Apr 2017, 12:35

Das was du suchst gibt es (derzeit) nicht. Ich fahre öfters die Strecke Erlangen - Potsdam und Retour (mind. 1x im Monat). Mittlerweile nehme ich wieder einen (Miet)Verbrenner, weil es selbst mit dem Model S zeitlich~50% drauf lege. Da kann man diskutieren wie man will, auf Langstrecke sind BEV immer noch eine Notlösung.
Lieber jetzt elektrisch fahren, als noch länger warten!
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Re: 300 km echte Reichweite in den nächsten 12 Monaten?

Beitragvon phonehoppy » So 23. Apr 2017, 13:23

Generell würde ich anstatt die pure Reichweite eher den Gesamtzeitbedarf für eine bestimmte Langstrecke betrachten. Dabei schneidet z.B. Tesla sehr gut ab (aber immer noch nicht im Bereich eines gut motorisierten Verbrenners), und ZOE dürfte trotz der relativ großen Reichweite eher hinter IONIQ und i3 liegen.
Es ist leider so: Sobald eine Strecke gefahren werden muss, die auch nur eine Zwischenladung erfordert, wird man Stand heute mit einem reinen BEV immer langsamer sein, als mit einem Verbrenner, der eben diesen Stopp nicht braucht.

Noch eine kleine Anmerkung: Die Größe eines Autos hat meiner Erfahrung nach nicht unmittelbar mit dem Komfort auf der Langstrecke zu tun. Wenn Du z.B. allein oder zu zweit fährst und eine Menge Equipment mitnehmen musst, kannst Du auch mit einem BMW i3 sehr glücklich werden. Das Platzangebot für Fahrer und Beifahrer und der Komfort ist durchaus langstreckentauglich, und bei umgelegten Rücksitzen passt sehr viel ins Auto rein, was sich dank der diversen Festzurrösen und wegen des Türkonzepts auch gut verstauen lässt. So jedenfalls meine eigenen Erfahrungen (ich brauche übrigens mit dem i3 für eine typische Strecke, die ich oft fahre 460km, 5h30min inkl. aller Ladepausen).
Für eine 5-Köpfige Familie ist so ein Auto natürlich nichts...
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Re: 300 km echte Reichweite in den nächsten 12 Monaten?

Beitragvon phonehoppy » So 23. Apr 2017, 13:38

Pianist hat geschrieben:
Gäbe es ein PHEV mit echten 50 km elektrischer Reichweite und einem Benziner ohne Feinstaubrisiko (also kein Direkteinspritzer oder mit Filter) und sechs Litern echtem Verbrauch bei 130 km/h wäre das für mein Nutzungsprofil durchaus nachdenkenswert. Aber 30 bis 40 km reichen bei mir für fast gar nichts. Und acht bis zehn Liter will ich auch nicht vertanken.


Das gibt es. Der BMW i3 mit Range Extender. der Tank ist zwar etwas klein, aber man kann mit kurzen Nachtank-Pausen eine große Strecke überbrücken. Und der eingebaute Benziner ist wirklich eine Minimallösung...
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Re: 300 km echte Reichweite in den nächsten 12 Monaten?

Beitragvon Pianist » So 23. Apr 2017, 13:47

Ladungssicherung ist ein sehr wichtiges Stichwort. Daher will ich auch keine Bank umklappen, weil ich dann ein Trenngitter hinter dem Fahrersitz bräuchte. Es zählt nur der Platz im Kofferraum. Beim Ioniq kann keine der Taschen nach vorne fliegen, weil alles durch die hinteren Kopfstützen gebremst würde. Und ich kann vor Ort noch bis zu drei Leute für Binnenfahrten mitnehmen.

Ein i3 würde da wohl ausfallen. Ich kann mich damit aber noch mal beschäftigen, auch wenn mich das Design nicht so sehr begeistert.

Ich kann hier noch mal meine beiden Extremwochen von neulich darstellen, soll ich das mal aus der Ioniq-Rubrik umkopieren und Ihr Werft mal einen oberflächlichen Blick drauf? Ich bin mir echt nicht sicher, ob ich bei einem solchen Einsatz den Ioniq oder einen Mietverbrenner nehmen würde. Außer wenn es dann im Zielgebiet konkrete Fahrverbote gibt.

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Zuletzt geändert von Pianist am So 23. Apr 2017, 13:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 300 km echte Reichweite in den nächsten 12 Monaten?

Beitragvon Langsam aber stetig » So 23. Apr 2017, 13:50

Der Range Extender ist doch aber eine Notlösung. Der Verbrauch ist ziemlich hoch, und der Tank klein. Wenn man das regelmäßig benutzen will auf langen Strecken und dann mehrmals nachtanken, ist das auch nicht so viel besser als ein Verbrenner.

Der i3 ist ein Auto für kurze Strecken und nicht allzu hohe Geschwindigkeiten. Der REX ergibt dann Sinn, wenn man ihn normalerweise nicht benutzt, aber trotzdem ein paar Mal im Jahr eine längere Strecke fährt. Weil die CCS-Dichte auch noch nicht so hoch ist, wie sie sein sollte, kann das auch richtig praktisch sein. Wenn es irgendwann überall CCS-Säulen gibt, ist ein Range Extender nicht mehr wirklich sinnvoll.
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