EnBW Ladekarte: Einheitlicher Preis in Deutschland, Österreich und der Schweiz

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Der Stromanbieter und Ladesäulenbetreiber setzt alles auf eine Karte – und zwar auf die eigene Ladekarte. Mit der kann jetzt zum einheitlichen Tarif in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgeladen werden.

EnBW Elektronauten Ladekarte

Foto: EnBW

EnBW hat eine Reihe von Rahmenabkommen mit anderen Anbietern geschlossen, um ihren Kunden einen Weg aus dem Tarifdschungel zu bieten. An mehr als 8.000 Ladepunkten in Europa sollen sie künftig ihr Elektrofahrzeug immer zum selben Preis aufladen können. Rund 5.000 der inbegriffenen Ladepunkte liegen in Deutschland.

Es gilt immer der Preis, den ein Kunde auch an einer EnBW-Ladesäule zahlen würde – als 2 Cent/Minute bzw. 1,20 Euro/Stunde beim ein- oder zweiphasigen Laden an der AC-Säule. Bei drei Phasen geht der Preis hoch auf 5 Cent/Minute bzw. 3 Euro/Stunde. Dazu kommen pauschal 1 Euro für das Laden an Fremdsäulen.

„Niemand muss mehr eine ganze Sammlung von Karten verschiedener Anbieter dabeihaben oder sich mit unterschiedlichen Gebührenmodellen auseinandersetzen. Mit der neuen EnBW mobility+ Ladekarte machen wir Elektromobilität ein gutes Stück einfacher und geben den Fahrern Unabhängigkeit gerade auch bei längeren Fahrten“, so Christoph Ulusoy von der EnBW.

Um den Service zu nutzen, müssen Kunden nichts weiter tun, als beim nächsten Ladevorgang ihre EnBW-Karte zu zücken. Alle Prepaid-Karten sowie seit Dezember 2016 ausgegebenen EnBW Vertrags-Ladekarten werden automatisch freigeschaltet.

Noch gilt das Angebot nur für die DACH-Region, es soll laut EnBW mittelfristig jedoch auch auf andere Länder ausgeweitet werden.

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20 Gedanken zu “EnBW Ladekarte: Einheitlicher Preis in Deutschland, Österreich und der Schweiz

  1. Das geht in die richtige Richtung! Jetzt fehlen noch die Ladestationen.
    1000 Standorte sind bis 2020 angekündigt. 150 davon in BW und ich bin glücklich, wenn es DC – Lader sind. Das wäre ein Ladestation pro Stadt und 30.000 Einwohner. Dann beginnt fahren ohne Vorausplanung egal wie groß die Reichweite ist!

  2. Bei DC wären das also 30ct/kWh. Allerdings nur unter der Annahme, dass mit maximaler Geschwindigkeit (also 50 kW) geladen wird. Leider aber wird gegen 80% Füllstand die Geschwindigkeit gedrosselt. Dadurch steigt aber wieder der Preis pro kWh.

    Transparenter wäre eine saubere Abrechnung nach kWh. Diese Zeittarife sind extrem intransparent.

    Aber insgesamt ein lobenswerter Ansatz, um für den Anwender das Roaming zu vereinfachen. Man müsste dann mal direkt mit TheNewMotion vergleichen unter den verschiedenen Aspekten.

  3. Die AC Ladung ist mit der Prepaid-Karte doppelt so teuer, wie mit der Ladekarte.
    Persönlich mag ich Minutentarife nicht sonderlich. Das sorgt bei mir für Streß.
    Besonders die Fahrzeuge, die früh die Ladeleistung drosseln oder erst gar nicht das Mximul der Säule ausnutzen können, haben hier wieder das nachsehen. 0,35ct/min bzw 21,-/h bei CCS ist schon happig.
    20kWh Batterie in ca. 50 Minuten aufladen mach knapp 85ct/kWh …
    :-/

  4. Tja, Tarifdschungel obwohl es zunächst gut klingt. Wird sich wohl so lange nix dran ändern bis politisch jemand den Arsch in der Hose hätte zu sagen, dass alle Ladesäulen, egal welcher Art, dem Stromnetz zugeschlagen werden, wie Haushalte. Dann könnte jeder dort für genau so viel laden wie er zu Hause bei seinem Anbieter zahlt. Identkarte des eigenen Anbieters reicht dann deutschlandweit, und Karten aller in Deutschland tätigen Stromverkäufer würden akzeptiert vom Kartenleser. Aber ist wohl eine zu schöne Vorstellung von mir. Bin gespannt wie es weitergeht, der kleine Mann ist in Deutschland ja nicht sonderlich viel Wert in der Gunst der Mächtigen, aber vielleicht ändert sich was wenn die ersten Prommis elektrisch fahren, die Damen und Herren habens ja bekanntlich gern bequem und sind den politischen Entscheidungsträgern wesentlich wichtiger.

  5. Also für mich lohnt es sich auf gar keinen Fall. Ich fahr mit TMN und Charge&Fuel auf jeden Fall besser. Allein schon 7,90EUR Grundpreis…

  6. Servus Leute
    @ChristianF, schön für dich, Charge&Fuel bekommt man nur, wenn man Audi oder VW besitzt.

    @Redlin, Stefan, wie immer der Mann mit Durchblick! Nur braucht man einen Zeittarif oder vergleichbares damit die Ladesäulen nicht als Parkplatz genutzt werden.

    Repost:
    ______________
    EnBW Prepaid (die auch mit Tank&Rast das Ladenetz aufbauen)
    50kW DC für 21€/h (0,42€/KWh)
    43kW AC für 6€/h (0,14€/kWh)
    Das heißt DC-Ladung ist in dem Fall 3-mal so teuer wie AC-Ladung und nicht viel schneller!
    Und wer hindert „Die Energie Konzerne“ daran, die Preise noch mehr in die Höhe zu treiben?

    Ich appelliere an alle Menschen sich nicht abhängig zu machen!
    Bitte unterstützt AC-Ladung!
    Ja, auch wenn es bedeutet das die Ladung etwas länger dauern kann.
    Was meiner Meinung nach die Akku Entwicklung wieder wettmacht.
    ZOE: 22kWh (2012) zu 41kWh (2017) in 5 Jahren gleiches Akku Volumen, ca. 20kg mehr Gewicht und +86% mehr Kapazität!
    Leaf: 24kWh (2010) zu 40kWh (2018) in 8 Jahren gleiches Akku Volumen +67% mehr Kapazität!
    DC-Ladung entwickelt sich nicht! Die Ladeleistung steigt zwar, vermutlich aber langsamer als die Kosten dafür!

    Ich sage nicht, keine DC-Ladung. Sondern hohe ACDC-Ladung (ohne das der Akku platzt) in ein Auto. Technisch ist das kein Problem, hier geht es nur um Politik und Macht über den Verbraucher.

    Und warum kann ich mir das Ladegerät eigentlich nicht aussuchen?
    Die Zusatzausstattungslisten sind doch eh schon ewig lang.
    _______________

    Haben wir wieder was gelernt
    euer Deep Thought

  7. Zitat Deep Thought: „Nur braucht man einen Zeittarif oder vergleichbares damit die Ladesäulen nicht als Parkplatz genutzt werden.“

    Das mag für die Schnellladesäulen gelten. Beim Destination Charging braucht man einen Parkplatz mit Ladesäule an dem die Abrechnung nach Verbrauch erfolgt.
    Gegebenenfalls kann man eine Kombination aus geladener Energie und der Parkplatzmiete abrechnen. Das macht dann aber die Entscheidung zwischen ein- und dreiphasigen Laden schwieriger und stresst den Nutzer.

  8. nette idee.
    doch auch ich mag lieber preise /kwh
    und das die preise /kwh bei AC und DC unterschiedlich sind, ist ärgerlich. auch wenn DC-säulen teurer in der anschaffung sind, kann ich als endkunde ja nichts dafür, welchen anschluss mein auto hat…

    auch hier ist im übrigen die natrstrom.de-ladekarte besser: nicht nur, dass ich damit auch in NL z.B. günstiger lade, sondern auch habe ich keine freischaltegebühr für fremdsäulen.
    ist also einfach noch verbraucherfreundlicher.
    und: naturstrom.de-kunde kann jeder werden!

    also. wer wirkliche verbraucher-freundlichkeit bieten möchte bietet eine karte für alle säulen und ct/ kwh + keine freischaltgebühr. und wer dann zum dauerparker wird, bezahlt wie bei tesla ab der 5.min nach ladeende eine gebühr/ min.

  9. Ein installierter Hochleistungs DC Lader wird wohl pro kW günstiger als ein 50 kW Lader.

    Denn die Bau- und Installationskosten bleiben im wesentlichen gleich man braucht nur einen stärkeren Leistungsteil mit einem gekühlten Kabel.
    Ich schätze mal das ein installierter 150kW Lader weniger als 3 einzelne 50kW Lader kostet.
    Der Leistungsbedarf pro Ladestandort mit z.B. 300kW Gesamtleistung bleibt aber gleich.
    Da DC Lader keine 100% Verfügbarkeit haben macht es überhaupt keinen Sinn einzelne Lader an einem Ladestandort zu installieren.
    Weiterhin wäre es sinnvoll billigere Wochenendtarife anzubieten um den Stromverbrauch in Zeiten mit größerem EE Anteil zu verlegen.

    Entweder braucht man in Zukunft Elektroautos mit schneller AC Ladung oder 20kW DC Lader im Parkhaus oder am Supermarkt.

    Derzeit gibt es keine oft vernünftige Lademöglichkeit da:

    1) Tesla kann normalerweise nur 11kW Drehstrom laden, kein CCS und Supercharger oft weit entfernt

    2) Renault Zoe kann auch 22kW Drehstromladen, aber kein CCS

    2) BMW I3, Golf e. UP! e und Ampera e können nicht mit Drehstrom aufgeladen werden sondern nur 1-2 phasig, aber mit CCS per Aufpreis

  10. Das Zeitmodell ist ungerecht.

    Dieses Angebot ist völlig uninteressant für mich. Flopp.

    marxx

  11. Ein aus meiner Sicht fairer Weg:
    – Abrechnung pro kWh
    – Deckel: maximal. 50ct/kWh
    – frühestens 10 Minuten nach Ladeende Umstellung auf Minutenabrechnung: bis 30 Minuten Deckel: max. 50ct/Min, danach steht es dem Anbieter offen den Kunden zu schröpfen

  12. @wp-qwertz, Zitat: „kann ich als endkunde ja nichts dafür, welchen anschluss mein auto hat…“ Ich meine doch! Und super Sache mit der Gebühr nach Ladeende bei Tesla.

    @marxx, Klasse Beitrag!

    @Skodafahrer, stimmt.

    @Michael, warum willst du freiwillig 50ct/kWh zahlen? Du bist Kunde, Die wollen ihr Produkt verkaufen und zwar im Großen Stiel!

    Merkt den keiner was hier eigentlich los ist? Wir befinden uns am Anfang einer Globalen Marktverschiebung der Energiekonzerne! Alle Fossilenergieverkäufer werden ihre Kunden an elektrischen Strom Verkäufer verlieren! Und der Kunde soll noch dafür zahlen!? Geht’s noch? Das wichtigste Thema ist doch wie wir unsere Autos in Zukunft laden.

    Repost:
    ______________
    Und warum kann ich mir das Ladegerät eigentlich nicht aussuchen?
    Die Zusatzausstattungslisten sind doch eh schon ewig lang.
    ______________

    Mit „Ladegerät“ meine ich die Ladeelektronik im Auto. Also der Teil der zwischen Stecker (CSS, Typ2 etc.) und Akku sitzt. Warum kann ich mir nicht aussuchen was ich möchte?

    Beispiel:
    Man kann beim VW e-Golf 37 Aussenfarben, 9 Garantiezeiten, über 20 Technische Spielereien (Assistenten, Sound, Licht etc.) und über 30 Komfortzubehör aussuchen. Aber ums Verrecken nur 2 Optionen für die Ladung, CCS 40kW und/oder AC 7,2kW Schnarchladung.

    Beim BMW i3 6 Aussenfarben, über 40 Sonderausstattung Varianten. Aber ums Verrecken nur 2 Optionen für die Ladung, CCS 50kW und/oder AC 11kW. (besser als VW)

    Beim Hyundai Ioniq CCS 70kW und AC 6,6kW

    Bei der Zoe kein CCS „nur“ AC 22kW. (meine persönliche Favoritin wegen Freiheit und so)

    Ich weiß das es technisch nicht der Rede wert ist! Also muss es einen politischen Grund geben! Technisch haben wir immer AC im Netz und DC im Akku, also brauchen wir irgendwo eine AC/DC-Wandler. Ob der nun im Auto ist wie bei der Zoe (R90 22kW / Q90 43kW) oder wie bei den CCS-Autos in der Ladesäule ist doch wohl technisch egal aber eben nicht politisch! Zumal die CCS-Autos auch einen AC/DC-Wandler haben, nur eben einen kleinen.

    Also Leute lasst uns nicht von den Auto- und Energiefirmen diktieren wie wir laden, sondern fordert die Auswahl der Lademöglichkeiten im Fahrzeug beim Händler/Hersteller.Denn das ist was wir brauchen und nicht Debatten über sinnvolle und unnütze Ladung / Preisgestaltung!

    Ich will maximalen Auswahl an AC >43kW und DC >50kW Ladestrom und zwar auf der Sonderausstattungsliste! Sonst werde ich mir immer des schnellste AC Auto suchen, denn ich liebe meine Freiheit mehr als die Optik/Prestige der Karre!

    Haben wir wieder was gelernt
    euer Deep Thought

  13. Die ENBW-Schnelllader werden verwaisen, macht Euch keinen Kopf. Macht nix, wir haben sie mit unseren Steuern ja schon bezahlt! 🙂

  14. Das Egal-wie-Ladesystem gibt es schon von Continental. Die Frage ist welche Hersteller werden es in ihren Autos verbauen. Bei Renault könnte ich mir das gut vorstellen, denn in den Anfängen des ZOE war der Motor, Antriebsstrang und Chamäleon-Lader von Continental. Mit dem Q240 kam der Wechsel auf eigene Innereien sowie den abgespeckten Lader. Seit der Vergrößerung des Akkus sind 22 KW-Lader aber einfach zu langsam. Darum hoffe und glaube ich das bei der nächsten ZOE wieder alles auf Conti gehen könnte, inklusive des Egal-wie-Laders. (Weiss nicht wie der hieß, googelt mal).

  15. [zitat] Deep Thought sagte am 28. September 2017 um 12:17 :
    @Michael, warum willst du freiwillig 50ct/kWh zahlen? Du bist Kunde, Die wollen ihr Produkt verkaufen und zwar im Großen Stiel! [zitat]
    Ich will ja nicht 50ct/kWh zahlen, nur wenn ich schon überall unterschiedliche Kosten habe, dann bitte deckeln auf einen Maxwert für alle verbindlich.
    Ich versuche gerade eine Tour längs durch Deutschland zu planen und da sträuben sich mir die Haare! Keine Ahnung, was ich letztendlich dafür zahlen würde, wenn ich die Tour wirklich fahre. Geschweige denn, ob ich nun wirklich alle benötigten Karten im Vorfeld bestellt habe.

    Das ein Betreiber solch einer Säule auch Geld verdienen möchte finde ich OK, darum darf auch der Preis pro kWh gern höher als zu Hause sein.
    Ist ja ein Service der angeboten wird.
    Allerdings muss der Aufschlag in einem Rahmen bleiben, der akzeptabel ist.
    Für Dich sind 50ct/kWh für CCS zu viel, ich würde es zahlen, wenn ich denn nicht stundenlang auf einen freien Platz warten muss und an jedem Autobahnrastplatz eine Lademöglichkeit (>40kW) ist.

  16. Es ist ein Witz, wenn E-Autos mit >20kWh-Akku immer noch nur einphasig aufgeladen werden können! AC-11kW-Drehstrom sollte ab einer bestimmten Akkugröße verbindlich sein, mehr gern gegen Aufpreis.
    Ebenso sollte die CCS-Steckdose Standard sein und nicht hunderte Euro zusätzlich kosten!

    Wie will man sonst die Ladeinfrastuktur sinnvoll nutzen /auslasten, wenn die Autos mutwillig kastreiert werden? Mehr ist es nicht, denn 3×3,6kW als Bordlader kosten den Hersteller evtl. 50-100€ mehr als ein sowieso benötigter Einzellader 3,6kW!

    Warum muss die kWh an den öffentlichen Ladestellen deutlich teurer sein? Die Versorger zahlen nur einen Bruchteil des Haushaltpreises beim Einkauf!
    Schnelllader müssen sich über den Umdatz rechnen, AC-Lader in der Fläche sollten eher als Werbemaßnahme /Kundenbindung angesehen werden und könnten bspw, über die Parkgebühr abgerechnet werden.

    Bspw. ein abgetrennter Bereich mit 11kW-Ladestellen, in dem die Parkstunde 2,50€ kostet, ohne Ladestellen ist das Parken kostenlos oder preiswerter. Da reguliert sich auch das „Zuparken“, denn es wird nur bei voll besetztem Parkplatz geschehen.

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