Sono Motors lässt die Hüllen fallen

Bild: Sono Motors

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Das Münchner Startup hat gestern sein Elektroauto Sion offiziell präsentiert. 700 geladene Gäste durften einen ersten Blick auf den Sion werfen, der ab 2019 die Autoindustrie aufmischen soll.

Ein Auto, das sich selbst auflädt. Vor ein paar Monaten wurde die Idee noch von vielen belächelt, aber jetzt präsentierte sich der Sion-Prototyp live und in Farbe.

We made it: the SION. A solarcar for everyone.

We promised you a solarcar for everyone. There it is! The SION is an electric car that has a range of 250 km and integrated solarpannels in the body with the price of 16.000€. You can pre-order the SION here: http://bit.ly/2h6Ws0B

Posted by Sono Motors on Donnerstag, 27. Juli 2017

 

Das Solarmobil soll eine Reichweite von bis zu 250 Kilometern haben und bis zu 30 Kilometer am Tag nur mit Sonnenenergie fahren können. Das Dach, die Türen und die Motorhaube sind mit insgesamt 330 Solarzellen mit 24 % Wirkungsgrad bestückt, die wohl auch diffuses Licht, z.B. die Reflektion von Glasfassaden oder Schnee, in Energie umgewandelt können. Viele Pendler könnten so im Alltag ganz ohne Ladesäule auskommen.

Geschützt werden die Solarzellen von einer Schicht aus kratzfestem Polycarbonat. Das hat den netten Nebeneffekt, dass der Wagen nicht lackiert werden muss.

Zu den inneren Werten: Der Sion bietet Platz für bis zu fünf Personen und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 140 km/h. Zudem will Sono Motors einen Moosfilter im Armaturenbrett verbauen, der über elektromagnetische Anziehung bis zu 20 Prozent des Feinstaubs aus der Luft filtern soll.

Der Sion ist aber nicht nur ein Auto, sondern auch ein mobiler Stromspeicher. Über eine Smartphone-App soll man den Strom aus der Batterie auch wieder abgeben können – an Haushaltsgeräte per Schuko-Steckdose und mit einem Typ-2-Kabel sogar an andere Elektroautos. Die App kann übrigens auch genutzt werden, um Mitfahrgelegenheiten oder privates Carsharing anzubieten. Das funktioniert dann ohne Schlüsselübergabe.

Kosten wird der Wagen 16.000 Euro, allerdings ohne Batterie. Die kann gemietet oder für weitere 4.000€ gekauft werden.

2019 soll der Stromer in Serie gehen. Damit das auch gelingt, sind 5.000 Vorbestellungen nötig. Ab Mitte August will Sono Motors deswegen Fahrevents in 12 Städten in insgesamt sechs Ländern veranstalten, bei denen potentielle Kunden wohl auch mal ans Steuer dürfen.

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11 Gedanken zu “Sono Motors lässt die Hüllen fallen

  1. Das Design erinnert irgendwie entfernt an eine geschrumpfte b Klasse. Zur Technik wurde ja immer noch nicht wirklich viel gesagt. Trotzdem Alles tolle Ideen, aber ich warte erstmal lieber ab. Zumindest ist der Wagen schon Mal ein besseres Angebot als der IGo aus Aachen. Aber die Aachener haben schon bewiesen das sie es können.

  2. Steigende Absatzchancen bestehen aktuell auch in und um Stuttgart. …
    Aber nicht nur dort.

  3. Als Ausstattungsoption für meinen Wagen würde ich es vielleicht kaufen. Aber auch da stellt sich die Frage ob sich die Kosten der Energieerzeugung am Auto gegen eine weitaus effizientere Energieerzeugung anderswo rechnen. Nicht zu vergessen in einem Land wie Deutschland mit der Menge an Sonnenstunden pro Jahr vergleichbar mit Alaska.

  4. Bei Tesla 1000 USD Anzahlung war kein Problem. Aber hier 500 € ist schon riskant. Wer weiss wie lange es die Firma gibt.

  5. Die Sache mit den Fahrevents find ich gut, da kann man sich persönlich vor Ort davon überzeugen, wie ausgereift das Fahrzeug in etwa ist, auch wenn’s in der Produktion dann noch etwas besser wird. Der Preis ist auch nicht verkehrt. Bin mal gespannt wie es mit denen weiter geht.

  6. Interessant. Auch preislich. „Wie eine geschrumpfte B-Klasse“. Also wenn der so groß ist wie die gute alte A-Elch-Klasse, über ähnlich großen und am besten über genauso flexiblen Innenraum verfügt, dann wäre das ein echter Schlager. Bei 30km pro Tag Sonnenladung käme ich tatsächlich fast ohne Extraladung aus.
    Aber mal sehen, da kommen noch viele Parameter dazu, vor allem die Akkutemperierung wird viel ausmachen. Bei 20k inklusive Akku müssen die irgendwo gespart haben, hoffentlich nicht an der falschen Stelle…

  7. Laut Fact sheet sollen wassergekühlte Akkus drin sein. Also auch an dieser Stelle keinen Rotstift angesetzt. Ein tolles Detail jagt das nächste und dann dieser Preis. Bin echt gespannt, was daraus wird.

  8. Hi.

    Da wird das Apple-prinzip auf die Spitze getrieben… „we care about nothing“
    Wer produziert das Auto? Und wo? Unter welchen Umständen?
    Open-Source Ersatzteile… im Zulassungsvorschriftenverseuchten Deutschland… netter Versuch. Preisgestaltung… alleine der Multi-Lader müsste in ungeheuren Stückzahlen eingekauft werden! Und der Rest der spärlichen Infos liest sich wie die Werbung fur Handyverträge oder Internetzugänge… „bis zu“ und „optional“… Blablabla!

  9. Was ich merkwürdig finde ist dass die Leute bei Tesla breit waren 1000 $ anzuzahlen, obwohl sie noch viel weniger über das Model 3 wussten, als über den Sion. Ob Teala in der Lage ist eine halbe Mio Midel 3 zu produzieren, ist noch viel ungewisser, als dass eines der vielen existierenden Werke wie z.B. Roding 5000 Sion produzieren kann. Dabei hat Swatch das mit seinem Smart doch vor gemach. Die hatten doch auch keine Erfahrung mit dem Autobau.

  10. Hab einen preordered. Entspricht meinem Erfordernissen, deshalb genau mein Fahrzeug.
    AHK als Bonbon.

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