Zusatzakku 8 kWh netto

Volkswagens erstes Blue-e-Motion Elektroauto auf Basis des up!

Re: Zusatzakku 8 kWh netto

Beitragvon Cavaron » Mo 20. Jun 2016, 06:23

Timohome hat geschrieben:
Man sagt ja immer nie leer, nie ... Knalle voll laden.

Wer sagt das? Wenn du nicht planst zwei Wochen in Urlaub zu fahren, würde ich mich nicht groß sorgen, dass er vollgeladen ist. Klar gibt es diesen Effekt je nach Akku-Sorte und Puffer-Fenster mal mehr und mal weniger stark, aber das ist Optimierung im promille-Bereich.
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Re: Zusatzakku 8 kWh netto

Beitragvon Berndte » Mo 20. Jun 2016, 08:36

Hallo,

warum entdecke ich diesen Beitrag denn erst jetzt?
Hut ab vor deinem Mut und den Erfolgen!
Ich plane dieses jetzt auch bei einem meiner Fahrzeuge, da der Serienakku einfach keine größeren Touren zulässt.
Zusatzlader sind schon getestet und bei einem Schwestermodell in zwei verschiedenen Varianten erfolgreich im Einsatz.
Diese hängen bei uns direkt an der Batterieleitung und waren am Anfang "nur" 9kW, jetzt 22kW und in meinem finalen Ausbau 36kW. Alles über Typ2, da das französische Fabrikat sowieso keinen DC Anschluss benötigt.
Zusatzakku soll dann 20kWh haben, aber als mehrere Blöcke evtl. zu rausnehmen. Ideal wäre ein Zweitnutzen als Heimspeicher in Zusammenarbeit mit meiner PV Anlage... aber da scheitert es im Moment an Zeit und Geld.

Fragen:
- Warum hast du nicht die gleiche Zellenanzahl wie beim Serienakku verwendet? Der Up hat doch weniger als 104 Zellen in Reihe, oder?
- Schaltest du das Relais wirklich hart zu? Ich habe mir schon diverse Gedanken über Ausgleichströme und Vorladerelais gemacht... aber scheint zu klappen!
- Was für DC Ströme kannst du so während des Betriebes messen? Also "Normalfahrt", starkes Beschleunigen oder Rekuperieren.

Zu deinen Fragen:
- Ich vermute, dass es beim Laden zu Abschaltungen kommt, weil IN der Originalbatterie der Strom gemessen wird.
Also lädt dein Bordlader den Akku mit 3,7kW... die kommen aber nicht im Originalakku an, also muss da was verschwinden und das führt zur Sicherheitsabschaltung (Leckströme).
- Bei meinem Fahrzeug wird zB. der Bordlader auch beim Zuschalten der Zusatzlader zuerst gedrosselt und dann ganz runter gefahren. Führt aber zum Glück zu keiner Störmeldung.

Versuchsaufbau wäre also direkt mit dem Bordlader und gleichzeitig mit einem Zusatzlader beide Akkus gemeinsam zu laden, oder erst auch der Versuch mit dem Zusatzlader den Bordakku mit zu laden (ohne Zusatzakku).

Kannst du vielleicht noch die Bezugsquelle der Einzelzellen nennen?
Wie hast du die Pakete gebaut? Gibt es dazu noch Detailbilder?
Wie hat du die einzelnen Zellen abgesichert? Ich möchte dies mit "Sicherungsdraht" machen... gibt es ja zB noch in UK zu kaufen.

Zum BMS:
Ich werde vermutlich keines einbauen, weil bei der Anzahl der Zellen viel zu teuer!
Hier im Norden gibt es jemanden, der hat schon lange in einem umgebauten Fahrzeug Einzelzellen ohne BMS im Einsatz.
Wenn man Markenzellen nimmt und diese im Bereich von 20-80% nutz, dann driften die Zellen so gut wie nie auseinander.
Einmal im Jahr werden mit dem Multimeter die einzelnen Zellen gemessen und bis jetzt keine größeren Abweichungen festgestellt. Liest man mal im Umbauer-Bereich (elweb) rum, dann ist das Thema BMS seht kontrovers.

Bilder Bilder Bilder!

Gruß Bernd
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Re: Zusatzakku 8 kWh netto

Beitragvon xado1 » Mo 20. Jun 2016, 09:10

also ich habe bei meinem elektroboot 32 winston 200ah zellen verbaut.
immer 2 paralellgeschaltet ,macht 16 pakete mit max.58 volt und 400ah.
geladen wird mit einem normalen siemens ladegerät,das ich auf 58,4 volt und 9A eingestellt habe
auf jedem zellenpaket ist ein balancermodul,welches bei mehr als 3,6 volt die zelle wegschaltet,und den ladestrom mit widerständen in wärme umwandelt.
http://www.ev-power.eu/Battery-Manageme ... -1-7A.html

zur überwachung habe ich ein guanduo monitoring system,und betreibe das boot jetzt die 2 saison
von anfang an war der unterschied zwischen besten und schlechtesten zellenpaket max. 0,05 volt,und das hat sich bis jetzt ohne jedes balancieren nicht geändert.
ürsprüglich war mein plan auch der,wenn die zellen auseinanderdriften,einfach jede zelle einzeln auf 3,65 volt zu laden.
elektroauto-umbau/motorboot-umgebaut-auf-elektroboot-t6986.html?hilit=motorboot
das boot wird fast nie vollgeladen,somit haben die zellenmodule noch nicht oft angesprochen.

ich sitze gerade am boot und mache ein aktuelles bild von der zellenüberwachung
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Re: Zusatzakku 8 kWh netto

Beitragvon xado1 » Mo 20. Jun 2016, 09:20

off topic
mehr bedenken hab ich eigentlich beim momentanen wetter,hab keine lust den hafen zu verlassen
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Re: Zusatzakku 8 kWh netto

Beitragvon m.k » Mo 20. Jun 2016, 11:56

Cavaron hat geschrieben:
Timohome hat geschrieben:
Man sagt ja immer nie leer, nie ... Knalle voll laden.

Wer sagt das? Wenn du nicht planst zwei Wochen in Urlaub zu fahren, würde ich mich nicht groß sorgen, dass er vollgeladen ist. Klar gibt es diesen Effekt je nach Akku-Sorte und Puffer-Fenster mal mehr und mal weniger stark, aber das ist Optimierung im promille-Bereich.


20-80% und der Akku lebt doppelt so lang. Das ist kein Promillebereich. Das gilt auch für weitere Reduktionen des Nutzungsfensters. Klar lässt Volkswagen nicht bis 100% laden, aber wenn man dann zusätzlich noch einschränkt bekommt man auch mehr Lebensdauer raus. Wenn ich mal frech dem Threadersteller die Werte klauen darf: Bei 100% Ladung 4,04V/Zelle, ich mein das ist nicht randvoll aber man sieht auch konservativeres auf dieser Welt...
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Re: Zusatzakku 8 kWh netto

Beitragvon Timohome » Mo 20. Jun 2016, 17:55

Nun, das ist natürlich schwierig umsetzbar, weil wie gesagt, die Obergrenze lässt sich halt nur mit Profil einstellen, ansonsten eben nur händisch wenn man weiß, wie lange er zum laden braucht und dann dementsprechend früh die Ladung kappt.

Schöner wäre wenn man das grundsätzlich einstellen könnte.

Ich denke auch, dass kleine Hübe besser sind als volle, aber will mich auch nicht ständig drum kümmern müssen, und rechnen. Wenn ich allerdings gerade die 4,04 Volt sehe, das sind doch lange keine 100 Prozent, oder irre ich mich da von den handy Akkus? Die haben doch teilweise 4,35 Volt, dann dürfte tatsächlich noch viel Luft nach oben sein, wenn für uns 100 Prozent angezeigt werden.

Zum anderen ist eben auch die Frage, wenn es heißt, 3000 voll Zyklen, wird garantiert bis 80 Prozent, das schaffe ich niemals, dann müsste man den Akku täglich leer fahren. Demnach würde mir der Akku mit 6000 Zyklen 20 Jahre halten. Dass das nicht so sein wird ist relativ eindeutig. Das würde wieder dafür sprechen, immer ran an den Stecker und sich über maximale Reichweite freuen. Das wäre alles nicht soooo tragisch, wenn wir hier über 2 oder 3 tausend Euro sprechen würden. Das wäre dann irgendwo auch als Lehrgeld zu verbuchen. Nur weils 5 stellig ist, wirds eklig.

Zurück zum Thema hier, da ist man gerne der Nutznießer, wenn ihr das durch getestet habt und im kleinen vielleicht sogar klein Serien reif, dann kann man sich da gerne nochmal nen Euro verdienen. Ich glaub, ich wäre auch nen Kunde für dieses Zusatz Paket, allerdings muss das schon Mit dem Lader zu laden sein. Hab auch mal gerne gebastelt, aber so jetzt mit Familie wirds zeitlich und Aufwands technisch doch etwas enge.
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Re: Zusatzakku 8 kWh netto

Beitragvon Energist » Mo 20. Jun 2016, 20:27

Berndte hat geschrieben:
- Warum hast du nicht die gleiche Zellenanzahl wie beim Serienakku verwendet? Der Up hat doch weniger als 104 Zellen in Reihe, oder?

Der Up hat 204 Zellen, jeweils zwei Zellen sind parallel geschaltet.
Es gibt scheinbar ziemliche Unterschiede der Lithium - Zellen bezüglich der oberen und unteren Spannung. Ich habe (9x) 104 Zellen gewählt, weil ich diese in zwei Kisten mit je zwei Reihen untergebracht habe (4 x 26 = 104). Damit arbeiten meine Zellen von 0% bis 100% der Up Batterie zwischen 3.38 und 3.96 Volt. Und sie haben in der Reserveradmulde Platz. :)

Berndte hat geschrieben:
- Schaltest du das Relais wirklich hart zu? Ich habe mir schon diverse Gedanken über Ausgleichströme und Vorladerelais gemacht... aber scheint zu klappen!

Das klappt. Ich habe mit einem weiteren Relais abgesichert, dass die Batterien nur bei einer Spannungsdifferenz bis 30 V zusammengeschaltet werden können. Die Ströme liegen dann kurzfristig bei rund 30 A, bevor sie wieder zurückgehen. Meine montierte 35 A - Sicherung ist auf jeden Fall noch nie rausgeflogen. Ich denke, grundsätzlich werde ich, wenn BMS und Ladegerät eingebaut sind, immer beide Batterien gemeinsam aufladen, wodurch die Schaltströme praktisch gegen Null gehen.

Berndte hat geschrieben:
- Was für DC Ströme kannst du so während des Betriebes messen? Also "Normalfahrt", starkes Beschleunigen oder Rekuperieren.

Soweit ich das noch weiss, sind beim maximalen Beschleunigen gut 20 A (ca. 8 kW) geflossen. Wieviel es beim Rekuperieren war, kann ich nicht mehr sagen, aber es waren ganz sicher weniger. Die Messung zeigte, dass die Up-Batterie viel härter ist als die Panasonic - Zellen. Das kommt mir aber entgegen, denn das entlastet die Zusatzbatterie sowie die Leitungen.

Berndte hat geschrieben:
Kannst du vielleicht noch die Bezugsquelle der Einzelzellen nennen?

ENERdan GmbH
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Max-Planck-Str. 3
D-12489 Berlin
(Kann ich empfehlen. Hat gut geklappt)

Berndte hat geschrieben:
Wie hast du die Pakete gebaut? Gibt es dazu noch Detailbilder?

2016_03_30 Akku - Erweiterung (1).JPG
Block mit 9 parallelen Zellen

2016_03_30 Akku - Erweiterung (16).JPG
Zwei Kisten mit 9 x 104 Zellen


Berndte hat geschrieben:
Zum BMS:Ich werde vermutlich keines einbauen, weil bei der Anzahl der Zellen viel zu teuer!

Es ist richtig, das BMS ist bei mir auch sehr teuer. Dennoch werde ich das einbauen, denn ich habe so meine Bedenken. Es kann ja sein, dass die Zellen sehr gleichmässig arbeiten. Aber wenn mit den Jahren Einzelne zurückfallen, kann das im schlimmsten Fall beim Laden (Nachts) mit einem Brand enden. Mein Auto steht im Schuppen und rechts und links hat's Häuser. Ist mir auch bei einer Wahrscheinlichkeit von 1:1'000 noch zu riskant.

Hatte heute einen Termin beim BMS - Verkäufer. Ich habe hier auch schon geschrieben, dass ich den Zusatzakku gerne verdoppeln würde. Wollte diese Zellen einfach parallel dazu schalten. Nun haben wir (Verkäufer-Ing. und ich) festgestellt, dass ich dann auch ein zweites BMS brauchen würde. Da dies finanziell, aber auch platzmässig, absolut keinen Sinn macht, habe ich mich nun entschlossen, zuerst weitere 936 Zellen zusammenzulöten und in einen Kasten zu packen, bevor ich das BMS montiere. Dazu werde ich auch noch meine jetzigen Zellen umlöten müssen (18 Zellen parallel, anstelle 9er Blöcke). Somit werde ich die nächsten Monate keine Neuigkeiten verzeichnen können, da neben Job und Familie wirklich nicht sehr viel Zeit bleibt.
160 km Reichweite im Sommer, knapp 100 km im Winter => für mich zu wenig :!:
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Re: Zusatzakku 8 kWh netto

Beitragvon xado1 » Mo 20. Jun 2016, 20:54

Lebenskunst ist die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten

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Re: Zusatzakku 8 kWh netto

Beitragvon Timohome » Mo 20. Jun 2016, 21:26

Mit dem Akku wären 32 kwh für 12.000 zu haben. Nackte Zellen, ohne Einbau ohne bms und ohne Steuer. Also da. Muss noch was gehen zukünftig...
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Re: Zusatzakku 8 kWh netto

Beitragvon 1lukas1 » So 8. Jan 2017, 22:56

Bin über deine Leistung schwer begeistert. Es müsste doch ein Tesla zum ausschlachten zu finden sein :D. Da bleiben sogar noch genügend Zellen zum experimentieren über. ;)

Hier habe ich eine interessante Seite finden können. LG INR18650MG1 2900mAh zu 2,42€ die Zelle.

http://www.evvatech.com/sdp/1015379/4/p ... Li-io.html


Da könnte man auch glatt LG Chem in Korea für weitere Auskünfte anfragen, bzw. zu welchen Preis dort Zellen erworben werden können.
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