Neulich am CCS-Schnellader ...

Volkswagens erstes Blue-e-Motion Elektroauto auf Basis des up!

Neulich am CCS-Schnellader ...

Beitragvon dedetto » Fr 19. Aug 2016, 10:32

Hallo.
Was macht ihr eigentlich so während der e-UP! an der CCS Säule hängt?

Der e-UP! lädt seinen Akku ja so schnell, da lohnt es sich nicht immer wegzugehen. Also kommt man meist mit anderen Autofahrern in Kontakt. Dabei ergeben sich häufig interessante Gespräche.
Normal ist: "Wie lange dauert das Laden? Wie weit kommt man dann? Was kostet der Spaß?" Aber manchmal werden die Passanten auch nachdenklich. Speziell der e-UP! als praktischer Zweitwagen bring viele zum nachdenken.

Aber manchmal klappt es auch nicht ;). Heute stand da ein Tesla mit einem Adapter. Nichts gegen Tesla, aber wenn der nicht am Tesla-Supercharger hängt dauert das ja ewig bis der wieder weiter kann. Ein klarer Nachteil großer Akkus, zumindest für die Nachfolgenden Ladeinteressenten. Jedenfalls habe ich nach einem gemütlichen Cappuccino in der Raststätte das Warten aufgegeben und bin ohne aufzuladen weiter. Glücklicherweise kommt nach einem kleinen Umweg eine zweite CCS Ladesäule.
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Beitragvon Zoidberg » Fr 19. Aug 2016, 20:49

dedetto hat geschrieben:
Heute stand da ein Tesla mit einem Adapter. Nichts gegen Tesla, aber wenn der nicht am Tesla-Supercharger hängt dauert das ja ewig bis der wieder weiter kann.


Naja, wenn dein e-Up nicht gerade am CCS hängt, dann dauert es auch ewig bis er weiter kann. :lol:

Der Tesla hat vermutlich mit nem Chademo-Adapter geladen, und damit schneller als dein e-Up es mit CCS macht. ;)
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Re: Neulich am CCS-Schnellader ...

Beitragvon dedetto » Fr 19. Aug 2016, 22:41

Ja und nein.
Ja bzgl. des Adapters.
Nein den es dauert.
Die paar Watt (am 50kWh Lader) machen den Kohl nicht fett wenn man einen fetten Akku laden muss.
Ich wette der stand noch da als ich vollgeladen aif der anderen Autobahnseite wieder losgefahren bin.
Der Tesla braucht, überspitzt gesagt, doppelt soviel Energie pro km und kann auch mehr als doppelt so weit fahren.
Daher dauert es dann auch etwas bis er wieder weiterkommt....
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Re: Neulich am CCS-Schnellader ...

Beitragvon Ladeheld » Mo 22. Aug 2016, 13:02

dedetto hat geschrieben:
Der Tesla braucht, überspitzt gesagt, doppelt soviel Energie pro km und kann auch mehr als doppelt so weit fahren. Daher dauert es dann auch etwas bis er wieder weiterkommt....

Klar, aber das entscheidende ist: TESLA kann es (und läßt es sich bezahlen). Bei TESLA kann ich mir auch aussuchen wieviel Akku Kapazität ich haben möchte: S60, S70, S85, etc...
Bei VW kann ich das leider nicht. Auch nicht nach der aktuellen Modellpflege: Immer noch die gleiche (kleine) Akku-Größe, obwohl sich in den letzten drei Jahren seit Erscheinen des e-up! einiges bei der Akku-Kapazität getan hat. 30 % mehr wären mindestens drin gewesen und hätten einiges bei der Reichweite bewirkt. Jedoch: Nicht mal gegen Aufpreis zu haben! Das gleiche hier: Immer noch einphasiges 3,7 kW an max. 16 A laden, obwohl die 11 kW Ladestationen mittlerweile häufig anzutreffen sind. Das dauert... und die CCS Ladesäulen sind auch nicht so gut verteilt, wie einige hier lobend erwähnen. BMW hat hier beim i3 besser nachgelegt.

Fazit: Schönes und flottes Wägelchen, aber ab 100 km Reichweite gewinnt immer noch der der billigere Verbrenner-Kollege. Leider.
Seit 05.08.2014 mit Schnarchlader e-up! elektrisch unterwegs; soweit die Akkus halten. Fährst Du schon oder lädst du noch? :mrgreen: Oktober 2016 Model i3 94Ah bestellt! Es geht voran!
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Re: Neulich am CCS-Schnellader ...

Beitragvon Timohome » Mi 24. Aug 2016, 08:59

Tja das ist leider in der Tat so, dass man nicht mal gegen Aufpreis ein paar KWH mehr haben kann. Verstehe ich auch nicht, was ist daran so schwer??

Beim Laden, Phasig oder 3 Phasig, halte ich bei der Akku Größe noch für ok mit dem einen Lader. Bei dem E Golf müssen sie was machen. genau wie du sagst, der I3 hat jetzt 11 KW Ladeleistung. Was bei der Akku Größe auch erforderlich ist. Dennoch ist bei den meisten das einphasige Laden besser, weil es eben über die PV Anlage abgedeckt werden kann. Wer hat schon eine 11 KW/p Anlage und dann auch noch die Sonne, dass das möglich ist? Ich mache das mittlerweile echt gerne, wenn ich weiß, hab noch 6 Stunden Zeit, lass ich den Up gerne mal auch nur auf 8 oder gar 6 Ampere nuckeln. Gerade über die Mittagszeit perfekt, so komm ich nicht in die 70 % Begrenzung und habe keinen Bezug, auch wenn mal ne Wolke kommt.
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Re: Neulich am CCS-Schnellader ...

Beitragvon Poolcrack » Mi 24. Aug 2016, 09:17

Mit einem dreiphasigen 11 kW Bordlader kann man immer auch nur mit 3,7 kW einphasig laden. Der "alte" i3 kann sogar auf 6A runtergehen und damit stabil mit 1,38 kW laden. Ich nehme an, dass das mit dem 11 kW Lader immer noch so ist. Ich sehe da also kein Problem/Widerspruch zwischen 11 kW Bordlader und einer PV-Anlage.
i3 BEV (SW: I001-16-03-504), BJ 04/2014, LL >65.000 km, Gesamtdurchschnitt 12,8 kWh/100 km im BC (=netto)
Model ≡ r≡s≡rvi≡rt
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Re: Neulich am CCS-Schnellader ...

Beitragvon PowerTower » Mi 24. Aug 2016, 09:32

Der größere Akku wird kommen. Es steht ja schon fest, dass die Kapazität der Zellen von 25 auf 37 Ah steigt. Nur wird eben zuerst der Golf damit erscheinen und später dann sicher auch der e-up! damit ausgerüstet werden, schon allein aus dem Grund, dass man die 25 Ah Zellen sicher nicht ewig produzieren möchte. Aber selbst der e-Golf kommt wohl erst Anfang 2017 mit diesen neuen Zellen auf den Markt, deswegen lässt es sich vermutlich auch erklären, warum das Facelift vom e-up! diese noch nicht hat: sie sind noch nicht so weit. Die neue Zelle ist definitiv fertig entwickelt, aber wer weiß, vielleicht fehlt es einfach noch an entsprechender Produktionskapazität und die Fertigungslinie muss noch in Betrieb genommen werden.

Beim e-up! wären das sehr angenehme 27,7 kWh. Damit könnten dann auch die vollen 120 A der Schnelllader genutzt werden, aktuell wird ja bei etwa 100 A begrenzt.

Eventuell wird es auch beim "alten" Modell die Möglichkeit geben, entsprechend aufzurüsten, da ja ansonsten wohl alles identisch bleibt. Aber das ist Glaskugellesen und Wunschdenken. ;) Das bringt dann auch Vorteile bezüglich der Lebensdauer, da zum einen weniger Zyklen benötigt werden und zum anderen der Akku wegen geringerer Belastung beim Fahren und Laden kühler bleiben kann. Ich wundere mich sowieso, wie VW aktuell die 8 Jahre / 160.000 km garantieren kann, obwohl es keine Akkukühlung gibt. Zumindest im Forum ist wohl kein Fall dokumentiert, bei dem die Akkukapazität spürbar nachlässt.
Zuletzt geändert von PowerTower am Mi 24. Aug 2016, 09:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neulich am CCS-Schnellader ...

Beitragvon Super-E » Mi 24. Aug 2016, 09:39

Technisch sicherlich kein Problem, aber VW will vermutlich keine Ressourcen oder Geld in ein upgrade versenken. Man muss sich klar sein, dass die mit dem e-up sicher kein Geld verdienen. Und jetzt noch eine zweite Variante mit größerem Akku würde zwar den Verkauf ein wenig verbessern, aber sicherlich nicht den Gewinn. (technisch könnten die das vermutlich in einer Woche umbauen, aber der ganze formale Rattenschwanz für tests, Doku, Zulassung, Ersatzteilgarantie, etc... bekommen sie bei den Stückzahlen nie rein). Vielleicht fällt es ja tatsächlich später noch aufgrund der E-Golf Entwicklung ab. Ich würde aber nicht darauf wetten...

Und da sie gerade mit Hochdruck am MEB arbeiten werden sie beim E-up einfach gespart haben...
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Re: Neulich am CCS-Schnellader ...

Beitragvon PowerTower » Mi 24. Aug 2016, 09:43

Man wird sehen. Es bleibt die Frage, ob die 37 Ah Zellen die 25 Ah Zellen vollständig ablösen, oder ob beides parallel weiter gefertigt wird. Erfahrungsgemäß lässt man das alte Modell (und die 25er sind Stand ~2012) irgendwann auslaufen. Wenn man dann einen Akku als Ersatzteil benötigt, gibt es 2 Optionen.
1) Entweder ich bekomme keinen mehr. :shock:
2) Oder ich bekomme den besseren gegen entsprechendes Kleingeld. Siehe BMW.
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Re: Neulich am CCS-Schnellader ...

Beitragvon Zoidberg » Mi 24. Aug 2016, 22:37

Auch wenn ich es mir anders wünsche, ich halte das für Wunschdenken.

Vielleicht müssen wir akzeptieren, dass der e-Golf das Leuchtturm-Projekt ist, in das die gesamte Entwicklungsenergie fließt: nötiges Compliance Car für die USA, innovative Wärmepumpe, neue Batterie- und Ladetechnik...

Der e-Up war einfach ein Technologieträger mit etwas Vorlauf, bevor die E-Traktion im Golf mit höherer Stückzahl auf den Markt gebracht wurde. Für die Produktionseinstellung ist der Absatz zu groß, für eine technische Weiterentwicklung ist er zu gering. Jetzt können wir uns freuen, dass er noch im Programm ist und wie gewohnt vor allem als Jahreswagen oder Car Sharing Rückläufer vergünstigt auf den Markt kommt.
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