E-Up – Kosten der Batterie

Volkswagens erstes Blue-e-Motion Elektroauto auf Basis des up!

E-Up – Kosten der Batterie

Beitragvon dkt » Mi 20. Nov 2013, 08:51

Die Batteriezellen bezieht VW von Sanyo Panasonic und baut diese in Braunschweig in eine eigene Batterie ein. Geplantes Volumen der Fertigung sind 11.000 Batterien pro Jahr (Zum Vgl. Tesla über 20.000 wesentlich größere Batterien und Nissan 100.000 in den USA).

Der Preis für die fertigen Batterien in Euro pro gespeicherte kWh bewegt sich trotzdem nun schon in Richtung unter € 200. D.h. bei etwa 20 kWh (Größenordnung der meisten E-Autos) wären das unter € 4.000.

Deshalb verstehe ich nicht, warum der neue E-Up etwa doppelt so teuer ist als sein Verbrennerbruder. Manchmal drängt sich mir bei solchen Beobachtungen deshalb die Vermutung auf, dass über den Preis der alternativen Antriebe das „noch“ gewaltige Kerngeschäft der Verbrenner, geschützt werden sollte. Genährt wird diese Vermutung auch von den Jahresplanzahlen in Braunschweig. Lächerliche 11.000 Stück nur und ich vermute mal, für den E-Up und den E-Golf zusammen. Das sind homöopathische Dosen für solch ein Zukunftsgeschäft.

Nachfolgend aus den zwei Quellen die relevanten Zitate:


Zitat:

Zwar kauft VW die Zellen bei Sanyo-Panasonic, zusammengesetzt werden die Energiepakete aber im VW-Werk Braunschweig, wo 40 Mitarbeiter 11.000 Batterien pro Jahr produzieren. Das hat natürlich seinen Preis und deshalb ist auch der E-Up in der Anschaffung deutlich teurer als seine Geschwister mit Verbrennungskraftmaschine. 26.900 Euro kostet der E-Up. Im Äpfel-Birnen-Vergleich sind das etwa 17.000 Euro mehr als beim einfachsten und 10.000 Euro mehr als beim teuersten Normal-Up.

Zitat Ende

http://www.electrive.net/2013/10/13/vw- ... lkswagnis/


Zitat

Es gibt fünf große Hersteller, die den Weltmarkt beherrschen und 80 % des Bedarfes produzieren. Sanyo, Panasonic und Sony, also drei Japaner, dazu zwei Koreaner, Samsung und LG. Alle weiteren teilen sich die restlichen 20 % des Marktes. Litec, A123, Toshiba, Gaia sind nicht wirklich relevant.

Zitat Ende

http://adacemobility.wordpress.com/2011 ... interview/
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Re: E-Up – Kosten der Batterie

Beitragvon TeeKay » Mi 20. Nov 2013, 09:38

Der e-up wird in Norwegen relativ stark beworben. Ich habe die Plakate zigfach gesehen. Die Preise des Autos sind so bemessen, dass die staatlichen Subventionen vom Hersteller abgegriffen werden können, der Käufer aber einen ähnlichen Effektivpreis zahlt wie bei einem Verbrenner (oder ähnliche Kosten pro km hat). Nicht nur in Norwegen, sondern in den meisten Märkten.
Da es in Deutschland keine Subventionen gibt, ist das Auto entsprechend teuer.
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Re: E-Up – Kosten der Batterie

Beitragvon Twizyflu » Mi 20. Nov 2013, 15:34

Wir werden ja sehen ob und wie gut sich der e-up verkauft.
Ich glaube da nicht so sehr dran denn der Preis ist für viele wichtig.
Aber gut beim Zoe sind es halt zusätzliche Raten.
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Re: E-Up – Kosten der Batterie

Beitragvon JN1K » Mi 20. Nov 2013, 16:33

Wenn der Akku 4000 € EK kostet, bedeutet das nicht, das die Hersteller diesen auch für 4000 € verkaufen ... gerne wird EK x3 gerechnet - zum Geldtauschen sind die nicht da. Zudem sollte man fairerweise z.B. eventuelle Garantieleistungen berücksichtigen.

Ob der up nicht auch gewinnbringend für z.B. 23000 € auf den Markt gebracht werden könnte - who knows!
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Re: E-Up – Kosten der Batterie

Beitragvon helga1405 » Mi 20. Nov 2013, 17:29

Vw entwickelt die Idee des e up! jetzt zum Plug in Hybrid weiter. Schaut mal hierhttp://www.frauinfahrt.de/?p=5208
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Re: E-Up – Kosten der Batterie

Beitragvon Twizyflu » Mi 20. Nov 2013, 18:17

Ja

http://www.motor-talk.de/news/in-diesem ... 43457.html

Technik aus dem XL1
Gott sei dank ruckelt es da nicht so wie XL1 wenn der Dieselmotor anspringt.
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Re: E-Up – Kosten der Batterie

Beitragvon dkt » Mi 20. Nov 2013, 18:24

Nun, wenn es die Strategie von VW wäre, die Subventionen in Ländern wie Norwegen, in den Preis mit einzubeziehen, also, das E-Auto so hochpreisig zu machen, dass die Subventionen als „Windfall Profit“ anfallen, dann ist das gleichzeitig ein Hindernis für die große Verbreitung.

Denn z. Bsp. in Deutschland ist dann ein hoher Preis für das kleine Auto, das nicht subventioniert wird, ein Verkaufshindernis.

Wenn VW wirklich den Massenmarkt wollte, dann wäre das kontraproduktiv. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass der Einstieg in eine Massenproduktion weder geplant, noch gewollt ist. Es sieht so mickrig aus.

Da klingt der Werbeslogan der VW Tochter AUDI wie aus dem Kabarett „Vorsprung durch Technik“. Hildebrandt hätte das sicherlich „Seitensprung vor der Technik“ genannt.
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Re: E-Up – Kosten der Batterie

Beitragvon Guy » Mi 20. Nov 2013, 19:16

dkt hat geschrieben:
Deshalb verstehe ich nicht, warum der neue E-Up etwa doppelt so teuer ist als sein Verbrennerbruder. Manchmal drängt sich mir bei solchen Beobachtungen deshalb die Vermutung auf, dass über den Preis der alternativen Antriebe das „noch“ gewaltige Kerngeschäft der Verbrenner, geschützt werden sollte.

Ich glaube nicht, dass VW Angst um sein Kerngeschäft hat, die richten ihre Preise einfach an denen der Konkurrenz aus. Der e-Golf soll sich preislich ja auch am i3 orientieren. Warum also weniger verlangen als die anderen?

Bei VW sind e-up und e-Golf doch einfach nur eine Erweiterung der Motorenpalette, laufen sie gut, wird man sich freuen, laufen sie schlecht, freut man sich darüber, dass man einen Diesel / Benziner mehr verkauft hat (an denen man ganz sicher mehr verdient)
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Re: E-Up – Kosten der Batterie

Beitragvon wasserkocher » Mi 20. Nov 2013, 19:44

Guy hat geschrieben:
dkt hat geschrieben:
...freut man sich darüber, dass man einen Diesel / Benziner mehr verkauft hat (an denen man ganz sicher mehr verdient)


Wenn das so ist, dann bedeutet dass aber, dass das E-Auto doch wesentlich teuerer in der Produktion ist und der Preis nicht überzogen wäre.
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Re: E-Up – Kosten der Batterie

Beitragvon Guy » Mi 20. Nov 2013, 20:06

Davon gehe ich aus, ja. Da VW einfach das Volumen fehlt, werden sie für Elektromotor/Steuerung und Batterie sicher deutlich mehr bezahlen müssen als beispielsweise Renault oder Nissan. Ob sie den e-up günstiger verkaufen könnten? Vielleicht, vielleicht auch nicht, sicher weiß das nur VW selbst.

Ich gehe mal davon aus, dass der e-up mit seinen Geschwistern von einem Band läuft, daher dürfte es für VW fast egal sein, ob nun ein Benzin-, Diesel- oder Elektromotor eingebaut wird. Das sieht bei den Herstellern, die ein eigenständiges Auto entwickelt haben, sicher anders aus
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