Wer hat "Reichweitenangst" ohne Rex oder Hybrid ?

Re: Wer hat "Reichweitenangst" ohne Rex oder Hybrid ?

Beitragvon Tho » Do 5. Feb 2015, 16:47

Oder auch Ladesäulen die in abgeschlossenen Geländen errichtet werden, obwohl drum rum nutzbare öffentliche Parkplätze wären.

Ja, muss ehrlich sagen hier im Osten habe ich regelmäßig Reichweitenangst mit der neuen Zoe im Winter für mittlere Strecken, weil es einfach an Lademöglichkeiten fehlt.
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Reichweitenangst mal gaaanz anders

Beitragvon Poolcrack » Sa 6. Feb 2016, 00:50

Reichweitenangst mal gaaanz anders:
Heute nachmittag bei der Abfahrt von meiner Arbeitsstätte passierte es: die bekannte Anzeige im Auto geht an. Das kann nicht sein! Oweia! Gestern war die Welt noch in Ordnung, auf dem nach Hause Weg habe ich Dank zweier Staus sogar nur 9,8 kWh/100km verbraucht (37 km und das Ziel ist 100m tiefer gelegen) ! Schaffe ich es bis zur nächste Tankstelle? Und wenn ja, funktioniert dort die Säule? Und kommt die übernächste Säule dann hoffentlich auch schon nach weiteren 10 km?

Zur Aufklärung: Bei der "bekannten Anzeige" handelt es sich um die "Reifendruckverlust festgestellt, langsam zum Stehen kommen und Reifendruck überprüfen"-Anzeige oder so ähnlich. Und bei den Tankstellen geht es um die Luftdrucksäulen. Und bei der Reichweitenangst ging es um: "Schaffe ich es mit der restlichen Luft bis zur nächsten offenen Tankstelle?" :mrgreen: :lol:

Es hat sich doch tatsächlich eine Schraube in das linke Hinterrad reingestochen. Wahrscheinlich mit dem Vorderrad überfahren, aufgestellt um dann mit dem Hinterrad "perfekt" erwischt. :shock: Und alle 15-20 km musste ich Luft nachfüllen. Da es an der ersten Tankstelle gleich 1 € ohne Restzeit-Staubsaugen kostete, dachte ich der nach-Hause-Weg wird ein teurer Spass. :x

Doch dann hatte ich den Geistensblitz: schau Dir doch mal das Pannenset an. Und siehe da: das Reifenreparaturset hat keine Gasdruckflasche, sondern einen elektrischen Kompressor mit Zigarettenanzünderstecker! Dank der analogen Druckanzeige kann man den Zieldruck ganz gut bestimmen. Die Flasche mit dem Reifendichtungsmittel ist nur optional anzubringen. Klasse BMW! (Ist vielleicht bei anderen Autos auch so, aber bei mir definitv das Erste.) Und danke dafür, dass das teurere, direkte Reifendruckkontrollsystem beim i3 ab Modellstart zur Serienausstattung gehört. Dank Stau habe ich es leider nicht mehr zu Werkstattzeiten zum Autohaus geschafft, aber der Teileverkauf konnte mir noch mitteilen, dass 16 Reifen vorrätig wären. Morgen früh (Samstag!) kann ich den Reifen tauschen lassen.
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Re: Wer hat "Reichweitenangst" ohne Rex oder Hybrid ?

Beitragvon Alex1 » Do 11. Feb 2016, 14:15

Stimmt, hatte ich gar nicht mehr dran gedacht. Sowas hat die Zoe auch. Auch das Dichtmittel optional.

Muss man nur dran denken, wenn der Fall eintritt... :roll:
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Alex
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Re: Wer hat "Reichweitenangst" ohne Rex oder Hybrid ?

Beitragvon Karlsson » Do 11. Feb 2016, 14:20

lingley hat geschrieben:
Es gibt keine Reichweitenangst !
Die Reichweite ist dem E-Mobilisten bekannt !

Ich habe oft Ladesäulenangst, ja - die gibt es tatsächlich.

+100 :!: :!: :!:
Ein viel zu dünnes Netz, unzuverlässig und Karten-Chaos.

Bei den momentanen Reichweiten (außer Tesla) und der momentanen Infrastruktur (außer Tesla) hätte ich lieber einen RE ala i3 an Bord.
Ich denke aber, dass das mit dem Ampera-E zukünftig vielleicht auch anders aussehen könnte.
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Re: Wer hat "Reichweitenangst" ohne Rex oder Hybrid ?

Beitragvon Kellergeist2 » Di 24. Mai 2016, 15:07

Als Tesla-Fahrer traue ich mich schon fast gar nicht hier zu schreiben, aber eine Reichweitenangst steht ja immer im Verhältnis zur versprochenen Reichweite in Verbindung mit der verfügbaren Lade-Infrastruktur.

Mit einem Tesla von Reichweitenangst zu sprechen grenzt ja schon an Hohn, solange man nicht irgendwo im russischen Hinterland herumfährt, aber auch dort gibt es sicherlich Haushaltssteckdosen.

Ich habe auch eine Ladesäulenangst.
Bevor man irgendwo an einer Ladesäule aufladen kann, stellen sich mir immer folgende Fragen in der gegebenen Reihenfolge:
  1. Wo befindet sich die nächste Ladesäule?
  2. Kann ich die überhaupt freischalten oder brauche ich noch eine weitere Ladekarte?
  3. Ist die Ladesäule defekt?
Die drei Punkte kann man mit dem GE-Stromtankstellenverzeichnis im voraus recherchieren.
Bei Ankunft an der Ladesäule gibt es dann aber weitere Hürden, die es zu meistern gilt, bevor man laden kann:
  1. Existiert die Ladesäule überhaupt noch oder wurde sie zwischenzeitlich demontiert?
  2. Ist die Ladesäule von einem Verbrenner blockiert?
  3. Ist die Ladesäule durch ein anderes EV bereits belegt?
  4. Ist die Ladesäule wirklich nicht defekt oder hat es nur noch keiner auf GE gemeldet?
  5. Akzeptiert die Ladesäule wirklich eine meiner Ladekarten bzw. lässt sich mit einer meiner Apps freischalten?
  6. Liefert die Säule die angegebene Leistung?
  7. Läuft die Ladung bis zum Ende oder bricht die Säule irgendwann zwischendurch ab?
Da kann man sich also im Vorfeld noch so gut vorbereiten, es gibt noch zahlreiche Umstände, die verhindern, dass man dort laden kann.
Alle oben genannten Punkte habe ich schon an öffentlichen Ladesäulen erlebt.

Ich bin erst seit einigen Monaten EV-Fahrer und habe allergrößten Respekt vor den wahren Pionieren, welche schon seit vielen Jahren rein elektrisch unterwegs sind, zu Zeiten, als die Ladesäulen-Infrastruktur bei Weitem noch nicht so gut wie heute ausgebaut war, und mit Fahrzeugen, die nicht annähernd so weit kamen, wie die heute üblichen EVs (Tesla lasse ich da jetzt absichtlich mal außen vor).

In einigen Städten und bei einigen Ladesäulenbetreibern scheint es mir so, als wäre die Wahrscheinlichkeit auf einen 6er im Lotto höher als auf eine funktionierende, freie Ladesäule zu treffen.
In anderen Städten scheint es mir so (nach dem, was ich hier und dort so lese), als wären die o. g. Probleme eher eine Seltenheit.

Jetzt mögen viele denken "Was will der denn? Der kann doch an den Superchargern laden? Der kennt die Probleme doch nur aus der Theorie!"
Ja, die Supercharger sind von den o. g. Problemen selten bis nie betroffen.
Das Navi kennt alle Supercharger, ich brauche keine Ladekarte oder App und da sie immer im Rudel auftreten, ist dort meist noch ein Ladepunkt frei.
Auch SuC können mal defekt, zugeparkt oder voll ausgelastet sein, doch das hat bei mir bisher glücklicherweise noch nie zu einem Problem geführt.
Jedoch fahre ich die allermeiste Zeit keine Langstrecke und kann weder zuhause noch am Arbeitsplatz aufladen, somit bin ich auf öffentliche Ladesäulen angewiesen.
Der nächste Supercharger ist viel zuweit weg, als dass es sich lohnen würde, diesen für eine Nachladung anzufahren.

Aktuell habe ich wieder akute Ladesäulenangst:
Mangels Destination-Charging-Möglichkeit nutze ich aktuell eine CHAdeMO auf dem Heimweg, da die nächstgelegene Typ2 zum Arbeitsplatz nicht gerade in angenehmer Fußreichweite liegt.
Die CHAdeMO bricht aktuell jedoch nach ca. 10 Minuten Ladung einfach ab.
Die nächstgelegen Typ2-Säulen wurden leider (wegen unlösbarer technischer Probleme) dauerhaft stillgelegt.
Gruß, Kellergeist2
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Re: Wer hat "Reichweitenangst" ohne Rex oder Hybrid ?

Beitragvon Karlsson » Di 24. Mai 2016, 21:21

Kellergeist2 hat geschrieben:
Jedoch fahre ich die allermeiste Zeit keine Langstrecke und kann weder zuhause noch am Arbeitsplatz aufladen, somit bin ich auf öffentliche Ladesäulen angewiesen.

Sieh es mal so - mit einem anderen E-Auto als Tesla wärst Du unter den Bedingungen wahrscheinlich gar nicht erst auf die Idee gekommen, elektrisch zu fahren.
Supercharger sind dann ja auch immer gleich mehrere.
Ich stand neulich eine Stunde an einer einzelnen Typ2 Dose und hab mit ner Pinzette einen abgebrochenen Pin rausoperiert, damit ich genug Strom bekommen konnte, um notfalls den Weg zum Ziel und zurück ohne Ladung zu schaffen, weil ich da vorher auch noch nie war.
Wenn alle 5km ein Rudel (4 aufwärts) Säulen käme, wäre ich auch viel entspannter. Stattdessen plane ich so sehr genau und überlege mir diverse Rückfallpläne.
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Re: Wer hat "Reichweitenangst" ohne Rex oder Hybrid ?

Beitragvon Kellergeist2 » Mi 25. Mai 2016, 11:11

Karlsson hat geschrieben:
mit einem anderen E-Auto als Tesla wärst Du unter den Bedingungen wahrscheinlich gar nicht erst auf die Idee gekommen, elektrisch zu fahren.

Da muss ich dir leider Recht geben.
Zum Zeitpunkt, als ich mich nach einem Nachfolger für meinen VW Touran umgesehen hatte, hatte ich noch einen täglichen Arbeitsweg von 2 x 85 km. Mangels Heimlademöglichkeit brauchte ich also mindestens 170 km Reichweite, die ich auch unter den schlechtesten Bedingungen (Winter, Regen, Gegenwind) schaffe. (Ich konnte zu der Zeit noch am Arbeitsplatz laden.)
Das schaffte zu der Zeit nur ein Tesla.
Heute könnte man das vielleicht auch mit dem aktuellen Zoe 240 oder dem Kia Soul EV schaffen, aber dann hätte ich im Winter wohl täglich Reichweitenangst, und wenn dann am Arbeitsplatz die Ladesäule den ganzen Tag belegt ist, sogar Reichweitenpanik.

Mittlerweile habe ich meinen Arbeitgeber gewechselt.
Die tägliche Strecke ist zwar auf 2 x 16 km geschrumpft, jedoch fehlt mir zur Zeit noch die Lademöglichkeit am Arbeitsplatz.
Zum Laden extra zum Supercharger wäre ein zu großer Umweg, dank CHAdeMO-Adapter kann ich jedoch mit einem kleinen Umweg auf dem Heimweg mit bis zu 50 kW zwischenladen.
Leider ist dieser CHAdeMO zur Zeit defekt :-(
Die CHAdeMO-Säule bei mir zuhause um die Ecke ist leider schon länger defekt, als ich ein Elektroauto fahre.
Und da war sie wieder: Die Ladesäulenangst.
Gruß, Kellergeist2
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Re: Wer hat "Reichweitenangst" ohne Rex oder Hybrid ?

Beitragvon Datsun » Do 2. Jun 2016, 15:01

lingley hat geschrieben:
Es gibt keine Reichweitenangst !
Die Reichweite ist dem E-Mobilisten bekannt !

Ich habe oft Ladesäulenangst, ja - die gibt es tatsächlich.


Kann ich so unterschreiben!
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