Kaufbarrieren beim Elektroauto

Re: Kaufbarrieren beim Elektroauto

Beitragvon Cavaron » Do 30. Jun 2016, 16:15

Elektrokäfer hat geschrieben:
@Cavaron

Allerdings: Würden Sie wirklich immer das E-Auto kaufen? Auch wenn es deutlich teurer ist als beispielsweise ein Plug-In-Hybrid? ;)

Das klingt ein bisschen wie die Fragestellung zum Verweigern der Wehrpflicht damals: Mal angenommen eine Bande von Todes-Vergewaltigern droht ihrer Freundin habhaft zu werden und sie haben zufällig ein Maschinengewehr, dann schießen sie doch - oder? ODER??? :lol:

Sagen wir mal so: ich würde unter keinen Umständen mehr ein Fahrzeug KAUFEN, welches einen Verbrennungsmotor hat. Fahrrad, ÖPNV, Zug, zur Not mal einen Mietwagen/Car-Sharing vielleicht, waren aber alles keine anwählbaren Optonen.

Im Grunde glaube ich ohnehin, dass die wahre "Kaufbarriere beim Elektroauto" das unbegründete Gefühl der meisten Menschen ist, etwas schlechteres zu bekommen bzw. einen technischen/komfort-Rückschritt im Alltag zu machen. Das ist inzwischen aber nicht viel mehr als ein Allgemeinplatz, der durch die Klatschpresse getrieben wird. In Zeitschriften und Zeitungen mit höherem Niveau liest man durchaus schon ambivalente bis sehr positive Berichte über E-Autos.
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Re: Kaufbarrieren beim Elektroauto

Beitragvon Gausi » Do 30. Jun 2016, 16:30

Hi Marvin

Hypothetische Betrachtungsweisen hin und her ..... hier im goingelectric Forum geht es um die Gegenwart und um das, was schon funktioniert. Ein realistischer Einblick in die Zukunft ist sicher nicht verkehrt ..... aber ich habe mich auch mal mit einen Elektriker der Unibi unterhalten .... bei der aktuellen Durchflussmenge einer Zapfsäule pumpt man 22MW pro Minute in den Verbrenner ..... bei realistischer betrachtungsweise des Motorwirkungsgrade sinds bei E-Karren ca. 3,5MW ... das geteilt durch 5 ( ja die hypothetische Ladezeit von 5 min ) ....= Ladeleistung von 700kW

Jetzt bleiben wir mal aufm Campus ..... 23.06.2016 Campus Festival ......mal die Dieselagregate gesehen die das Festval mit Strom versorgten ? Die Höchstlast sind ca. 700kW ..... zu eine guten Studie gehört meiner Meinug auch ein realitischer Blick auf die Physik .....is mir ein klein wenig abgehoben ( hypothetisch ) die Studie ...

Organisiert lieber gute Partys( ehemals Westendparties ) .....das habt Ihr immer gut auf die Kette gekriegt.

mfg

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Re: Kaufbarrieren beim Elektroauto

Beitragvon Elektrokäfer » Do 30. Jun 2016, 17:51

@Gausi

Betrachten wir die Gegenwart. Der Anteil an Elektroautos beim Neuwagenkauf ist in Deutschland unfassbar gering. Deshalb gibt es ja diese Studie.

Es wird erhoben mit welchen mitteln der Anteil möglichst gut erhöht werden kann. Dafür muss man in die Zukunft schauen und gucken was theoretisch möglich sein könnte. Unter anderem werden dann auch Extremszenarien mit einbezogen um was wäre wenn Situationen darstellen zu können.

Beispielsweise: Was wäre wenn ein elektroauto in 5min wieder eine volle Batterie hätte? Würde das theoretisch alle Barrieren lösen könnte man überlegen ob man sich Alternativen zum laden (bspw. Batteriewechsel) näher anschaut etc...

Gerade bei der Ladezeit steht vor allem im Vordergrund, dass indirekt die Wichtigkeit abgefragt wird. Daher ist ein Wert von 5min (also ungefähr die Zeit die man für normales Tanken benötigt) wissenschaftlich sehr interessant.
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Re: Kaufbarrieren beim Elektroauto

Beitragvon rolandk » Do 30. Jun 2016, 18:44

Elektrokäfer hat geschrieben:
Betrachten wir die Gegenwart.
Beispielsweise: Was wäre wenn ein elektroauto in 5min wieder eine volle Batterie hätte? Würde das theoretisch alle Barrieren lösen könnte man überlegen ob man sich Alternativen zum laden (bspw. Batteriewechsel) näher anschaut etc...


Das ist genau das was ich vorhin gesagt habe. Denn das ist diese rückwärtsgerichtete Vorgehensweise. Also der Vergleich Tankstelle - Ladepunkt. Das ist für den alltäglichen (!!!) Gebrauch völlig irrelevant. Es muß darum gehen, diese veraltete Denkweise aufzubrechen. Wenn das Fahrzeug steht, wird es an Strom angeschlossen. Damit steht es im Prinzip jederzeit zur Verfügung.

Nur ist das, wie gesagt, eine Kopfsache. Man fährt nicht mehr einmal pro Woche zur Ladestelle (Tankstelle) um Strom für eine Woche zu haben. Eben, weil es nicht notwendig ist. Das ist ein Vorteil der E-Mobilität.

Und natürlich ist es trotzdem sinnvoll und nützlich, wenn man diesen Vorteil auch schnell nutzen kann, auch wenn andere Forumsteilnehmer es hier als "lustig" definieren.

D.h. erst einmal sollte man sich von aufgezwungenen Gewohnheiten verabschieden. Das kann man aḿ Besten, in dem man sich tiefergehend praktisch mit dem Thema auseinandersetzt.

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Re: Kaufbarrieren beim Elektroauto

Beitragvon twiker01 » Do 30. Jun 2016, 18:47

Tut mir leid, um die Studie nicht zu verfälschen, habe ich die Beantwortung abgebrochen.

Wer vor fast 10 Jahren schon ein TWIKE für 45.000 Euro gekauft hat und seitdem mit verschiedensten Elektrofahrzeugen eine deutlich 6 - stellige Kilometerzahl gefahren ist, der kann über stinkende und lärmende Zeitgenossen nur noch aufgrund der gebotenen Toleranz lächelnd hinwegsehen.

Ganz sicher aber nicht neutral diese Fragen beantworten.

Gerne leite ich aber den Link an weniger überzeugte Bekannte weiter.
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Re: Kaufbarrieren beim Elektroauto

Beitragvon wp-qwertz » Do 30. Jun 2016, 19:16

Elektrokäfer hat geschrieben:
...

Es wird erhoben mit welchen mitteln der Anteil möglichst gut erhöht werden kann. Dafür muss man in die Zukunft schauen und gucken was theoretisch möglich sein könnte....


das ist relativ einfach und eine studie dafür - ich weiß nicht.
ich werde sie mir gleich mal ansehen, sicherlich aber, nachdem ich dieses mal zuerst hier gelesen habe, abbrechen.

ev lassen sich gut verkaufen,
- wenn das preis- leitungsverhältnis stimmt
- eine tankkarte für ALLE tanken genutzt werden kann
- ein stecker vorhanden, der ordentlich wummst 50kw und weit drüber (s. tesla)
- ein ordentliches ladenetz ausgebaut ist (s. tesla)

aber jetzt will ich mal sehen, was ich für die studierenden theoretiker machen kann :mrgreen:
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Re: Kaufbarrieren beim Elektroauto

Beitragvon Elektrokäfer » Do 30. Jun 2016, 19:24

@Roland
Ich kann Ihre Argumentation bezüglich Tankstellen - Ladepunkt absolut nachvollziehen.

Die breite Masse hat allerdings nicht so viel Ahnung über Elektroautus, deren Lademöglichkeiten, etc. wie Sie oder auch die anderen Forumsmitglieder. Daher wird häufig eben genau dieser Vergleich (Ladepunkte- vs. Tankstellenanzahl) gezogen, weil sich darunter die meisten Leute derzeit am ehesten etwas vorstellen können.

@twiker01
Vielen Dank, wird auf der anderen Seite bestimmt auch Teilnehmer geben, die sich niemals vorstellen könnten ein Elektroauto zu fahren und immer den Verbrennungsmotor wählen. Sie würden die Studie übrigens nicht großartig verfälschen sondern eher in die Kategorie: absolute "Elektroauto-Fans" fallen.
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Re: Kaufbarrieren beim Elektroauto

Beitragvon Elektrokäfer » Do 30. Jun 2016, 19:34

@wp-qwertz

Die Frage ist, wann stimmt das Preis/Leistungsverhältnis?

Sind 100km mehr Reichweite wichtiger als doppelt so schnelles laden? Oder sind 100km mehr Reichweite wichtiger als eine Subvention von 4000 Euro? Oder ab welchem Ladenetz erreicht man die kritsche Masse?

Das versuche ich herauszufinden. Wichtig ist auch, was is wirtschaftlich machbar? 5000 supercharger in Deutschland aufzubauen würde sicherlich zu mehr Elektroautokäufern führen, aber ist das ein sinnvolles Kosten/Nutzenverhältnis? Wer würde das finanzieren?
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Re: Kaufbarrieren beim Elektroauto

Beitragvon wp-qwertz » Do 30. Jun 2016, 19:39

wer wird denn den umweltkollaps finanzieren, auf den wir zusteuern?, weil wir uns bis heute denken: "wer finanziert denn den ach so teuren ausbau von solch einer ladeinfrastrucktur." :D

ich habe die umfrage beendet und habe gemerkt, dass ich bei den "autos", die es gab, immer darafu geachtet habe, wie schnell kann ich wieviele km laden.
auf den preis habe ich deswegen nicht geachtet, weil ich ja keinen überblick hatte. also wurde der mir "egal".

vlt. gäb es eine realistischere rückmeldung, wenn die 13 autos nebeneinander direkt verglichen werden könnten?! ich denke schon.
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Re: Kaufbarrieren beim Elektroauto

Beitragvon Cavaron » Do 30. Jun 2016, 21:26

Elektrokäfer hat geschrieben:
Es wird erhoben mit welchen mitteln der Anteil möglichst gut erhöht werden kann...

Ob man das durch die Befragung von Leuten heraus bekommen kann ist fraglich. Henry Ford hat mal gesagt: “If I had asked people what they wanted, they would have said: a faster horse.”

Imho sollte man den Auto-Verkauf nicht anders ankurbeln als bisher auch. Da hat man ja Dekaden an Erfahrung. Dementsprechend E-Autos als begehrenswerte, sportliche Gefährte zeigen die zufällig auch praktisch und umweltfreundlich sind und mit denen man seinen Nachbarn in Status Anxiety bringen kann.
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