Model 3 erst 2020 massentauglich?

Re: Model 3 erst 2020 massentauglich?

Beitragvon graefe » Mo 2. Mai 2016, 21:00

Wer würde denn für einen VW Passat oder BMW 5er mit 90kWh-Batterie einen Aufschlag von 50.000€ bezahlen, also in Summe die 100.000€, die von Tesla aufgerufen werden?

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Re: Model 3 erst 2020 massentauglich?

Beitragvon Jack76 » Mo 2. Mai 2016, 21:40

graefe hat geschrieben:
Wer würde denn für einen VW Passat oder BMW 5er mit 90kWh-Batterie einen Aufschlag von 50.000€ bezahlen, also in Summe die 100.000€, die von Tesla aufgerufen werden?

Graefe


Also lt. Teslas Jeff Evanson kostet das fertige Pack (komplettes Packaging) Tesla derzeit bereits "unter 190 USD/kWh". 190*90 = 17.100,- USD. (http://insideevs.com/tesla-model-3-star ... er-190kwh/)
GM hatte ja bereits letzten Jahres durchblicken lassen, dass LG ihnen die Zellen für 145 USD/kWh anbieten. Gut, da kommt noch ein wenig was drauf bis das dann das fertige Pack ist, dürfte aber vermutlich sogar unter Teslas aktuellen Kosten liegen.

Wenn also VW in ähnlichen Stückzahlen produzieren wollen wollte, wäre ein möglicher Endundenpreis von 20-25kEUR (netto) für ein 90kWh-Pack durchaus erreichbar. Aber in die Extreme muss man da auch gar nicht bei gehen, der Passat als Mittelklasse-Limousine, mit nem 60kWh Akku, 140KW E-Motor, anständigen Lademöglichkeiten (22KW AC und Hallo SuCs!) für 50kEUR wäre möglich und VW würde den sicher auch recht schnell auf Stückzahlen produzieren und verkaufen können.

zumindest meiner Meinung nach... ;-)

Grüße
Jack
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Re: Model 3 erst 2020 massentauglich?

Beitragvon umberto » Mo 2. Mai 2016, 21:44

mitleser hat geschrieben:
Wenn ich deiner Logik folge, dann komme ich zu dem Schluss, dass VW überhaupt keine E-Autos à la Tesla bauen sollte. Habe ich dich richtig verstanden?


Fast richtig. VW sollte HEUTE keine E-Autos a la Tesla bauen, weil a) noch nicht wirtschaftlich darstellbar und b) in VWs Portfolio auch ziemlich unpassend.

Wenn VW 2020 ein E-SUV zwischen Tiguan/Touareg-Größe und -Preisregion und eine E-Limo etwas über Passat-Größe hat (und ganz schlau wäre noch ein elektrischer Transporter, weil das Thema gerade auch Schwung holt), haben sie mit ihren Möglichkeiten Einkaufspreise zu verhandeln, sogar die Chance, Autos anzubieten, die auf der Welt (nicht unbedingt in Deutschland - bis die Autobahnraserkunden hier aufwachen, dauert's eher länger) jemand haben möchte und die kein Loch in die Kasse reißen. Damit das klappt, muß allerdings irgendwo auf der Welt ab nächstes Jahr noch ne Akkufabrik entstehen...

Jetzt klarer?

Sorry Karlsson: kein Kombi.. :-)

Gruss
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Re: Model 3 erst 2020 massentauglich?

Beitragvon Jack76 » Mo 2. Mai 2016, 21:49

umberto hat geschrieben:
...Damit das klappt, muß allerdings irgendwo auf der Welt ab nächstes Jahr noch ne Akkufabrik entstehen...


Meinst Du vielleicht die hier: http://www.reuters.com/article/lg-chem- ... SL3N17H1IV

;-)
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Re: Model 3 erst 2020 massentauglich?

Beitragvon umberto » Mo 2. Mai 2016, 22:01

Jack76 hat geschrieben:


Vielleicht, in der Nähe entsteht ja auch das neue Crafter-Werk :-)

Gruss
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Re: Model 3 erst 2020 massentauglich?

Beitragvon Twizyflu » Mo 2. Mai 2016, 22:14

Und Fiat Ersatzteile kommen auch aus Polen
Und dort steht der erste Supercharger - so what...

Abwarten...
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Re: Model 3 erst 2020 massentauglich?

Beitragvon Jack76 » Mo 2. Mai 2016, 22:17

umberto hat geschrieben:
...Vielleicht, in der Nähe entsteht ja auch das neue Crafter-Werk :-) ....


Naja, vorher kriegt vermutlich der versammelte VW-Vorstand Pickel am .... VW baut Diesel und Benziner keine "elektrodingsbums"! Lieber lässt man die Typen von Roland Berger noch ne hübsche Studie erarbeiten, dass wir die nächsten 10 Jahre in der EU keine Elektroantriebe sondern Biosprit und supi-dupi Dieselmotoren brauchen: http://www.rolandberger.com/media/publi ... Study.html

Nur um das mal so klar zu stellen... ;-)
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Re: Model 3 erst 2020 massentauglich?

Beitragvon bernd71 » Mo 2. Mai 2016, 23:47

Jack76 hat geschrieben:
umberto hat geschrieben:
...Vielleicht, in der Nähe entsteht ja auch das neue Crafter-Werk :-) ....


Naja, vorher kriegt vermutlich der versammelte VW-Vorstand Pickel am .... VW baut Diesel und Benziner keine "elektrodingsbums"! Lieber lässt man die Typen von Roland Berger noch ne hübsche Studie erarbeiten, dass wir die nächsten 10 Jahre in der EU keine Elektroantriebe sondern Biosprit und supi-dupi Dieselmotoren brauchen: http://www.rolandberger.com/media/publi ... Study.html

Nur um das mal so klar zu stellen... ;-)


Na, wenn die eine Studie (mit einigen anderen zusammen) beauftragt haben, in der Fuel vorkommt, dann ist das natürlich was ganz anderes. ;)
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Re: Model 3 erst 2020 massentauglich?

Beitragvon moxl » Di 3. Mai 2016, 09:53

Jack76 hat geschrieben:
graefe hat geschrieben:
Wer würde denn für einen VW Passat oder BMW 5er mit 90kWh-Batterie einen Aufschlag von 50.000€ bezahlen, also in Summe die 100.000€, die von Tesla aufgerufen werden?

Graefe


Also lt. Teslas Jeff Evanson kostet das fertige Pack (komplettes Packaging) Tesla derzeit bereits "unter 190 USD/kWh". 190*90 = 17.100,- USD. (http://insideevs.com/tesla-model-3-star ... er-190kwh/)
GM hatte ja bereits letzten Jahres durchblicken lassen, dass LG ihnen die Zellen für 145 USD/kWh anbieten. Gut, da kommt noch ein wenig was drauf bis das dann das fertige Pack ist, dürfte aber vermutlich sogar unter Teslas aktuellen Kosten liegen.

Wenn also VW in ähnlichen Stückzahlen produzieren wollen wollte, wäre ein möglicher Endundenpreis von 20-25kEUR (netto) für ein 90kWh-Pack durchaus erreichbar. Aber in die Extreme muss man da auch gar nicht bei gehen, der Passat als Mittelklasse-Limousine, mit nem 60kWh Akku, 140KW E-Motor, anständigen Lademöglichkeiten (22KW AC und Hallo SuCs!) für 50kEUR wäre möglich und VW würde den sicher auch recht schnell auf Stückzahlen produzieren und verkaufen können.

zumindest meiner Meinung nach... ;-)

Grüße
Jack


Ich denke nicht das VW derzeit die marktbesten Batteriepreise hat. Auch gehen schnell mal 50-80% zusätzlich für die Packkosten drauf, so dass auch GM eher bei 250$/kWh Packkosten liegen wird.

Gehen wir mal davon aus, dass VW nicht weit hinter den andern liegen würde beim Einkaufspreis, dann wären wir bei rund 300€/kWh im Pack.

Macht 60*300€ = 18.000,-€ Batteriekosten.
Mit üblicher VW-Marge liegst du schnell bei 30.000€ Aufpreis. Die eGolf-Batterie soll ja auch in etwa 10.000€ als Ersatzteil kosten. Das kommt dann mit 30.000€ für 60kWh relativ gut hin. Ich gebe Karlson recht, das ist derzeit einfach noch zu teuer für VW. Sie haben einfach den Nachteil, dass Sie Nachzügler sind was Batterieproduktion angeht. Daher werden Sie die ersten paar Jahre einfach nix bringen oder mehr Verlust / deutlich weniger Gewinn schreiben als die anderen. Aus VW Sicht ist es wohl wirklich besser zu warten.
BEV 2020 - ik warte dir. Solange fahre ich jetzt Pedelec...

70-100 km Reichweite
ca. 0,5kWh/100km Verbrauch

10.10.2016 - 1000 km gefahren
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Re: Model 3 erst 2020 massentauglich?

Beitragvon Naheris » Di 3. Mai 2016, 10:52

Nachzügler ist VAG, aber nicht gegenüber GM. :) 2015 hat VAG ca. 0,8 GWh Zellen verbaut, womit sie weltweit auf Platz vier der Autohersteller gelandet sind. Die haben sie in ca. 58.600 EVs eingebaut, womit sie weltweit auf Platz #3 liegen. GM hat ca. 0,36 GWh in ca. 21.250 Fahrzeuge verbaut.

Wer war 2015 größer als VAG? Tesla (1 nach GWh, 4 nach Fahrzeugen), BYD (2 nach GWh, 2 nach Fahrzeugen), Nissan-Renault (3 nach GWh, 1 nach Fahrzeugen). Nissan-Renault verbaut ungefähr doppelt so viel GWh in 12k mehr Fahrzeuge verglichen mit VAG, die etwa doppelt so viel GWh in dreimal so viele Fahrzeuge wie GM verbaut haben. Am günstigstens dürfte BYD fahren, die ihre Zellen als einzige auch selber fertigen. Tesla kauft ja auch nur zu - und das inzwischen nicht nur von Panasonic (der Roadster-Upgrade kommt laut Tesla von LG Chem).

Die Zahlen sind (wie immer) etwas unscharf, aber die Abstände sind eigentlich recht klar.
Ladeleistung und Übersicht derzeit gängiger EVs (Link im Forum)
Fahrzeug: Passat GTE. Bild
... and I paced (#22).
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