Chronologie eines Batterie-Nachkaufes

Re: Chronologie eines Batterie-Nachkaufes

Beitragvon Karlsson » Sa 28. Nov 2015, 14:25

smarted hat geschrieben:
e.) Die Batterie wird beim Unterschreiten der 80% Grenze umgebaut und ersetzt meinen bisherige 21kWh netto Bleispeicher.

Was machst Du dann mit dem Auto?

Meine Mutter will ja auch gern einen 451 haben, von daher interessiert mich das. Ich bin nun eher ein Freund des Kaufakkus, aber die möglichen >10k€ für Ersatz unterbinden das sofort.
Insofern kann ich ihr da eigentlich nur zur Miete raten, die mir aber auch von vorne bis hinten nicht gefällt, gerade weil sie bislang sehr wenig gefahren ist.
Nach eigener Überzeugung müsste ich daher vom Kauf des Smart ED komplett abraten, bin damit aber natürlich auch nicht glücklich.
Wobei der Smart wahrscheinlich dem Diesel meines Vaters ziemlich viele Strecken abnehmen würde und dann sind es vielleicht doch nicht mehr so wenig Kilometer.
Sie ist auf den Smart auch ziemlich eingeschossen und ihr Roadster soll dafür dann weg. An dem nagt auch langsam schon der Zahn der Zeit.
Von daher kommt der neue Smart ED wohl dann schon etwas spät.
Zoe Q210 seit 06/15, elektrischer Erstwagen mit Langstreckeneignung, großem Kofferraum und AHK für max 20k€ als 2-jähriger mit max 30tkm gesucht
Benutzeravatar
Karlsson
 
Beiträge: 11443
Registriert: Fr 15. Mär 2013, 13:41

Anzeige

Re: Chronologie eines Batterie-Nachkaufes

Beitragvon spark-ed » Sa 28. Nov 2015, 15:22

Rein aus dem Bauch heraus würde ich mich mit einem Kaufakku auch wohler fühlen. Ich mag laufende Verbindlichkeiten eigentlich überhaupt nicht und traue dem Akku auch einiges zu. Da ich ausreichend viel fahre (> 15.000km/ Jahr) und ein Batterieausfall immer einen wirtschaftlichen Totalschaden darstellt, kann ich mich mit dem sale&care jedoch ganz gut anfreunden.

Aus rationellen Gründen darf man smarteds Entscheidung, insbesondere nach 3Jahren Miete, den vollen Ablösepreis zu bezahlen schon in Frage stellen.
Die Bedenken, den Akku nach 10Jahren zurückgeben zu müssen, kann ich nicht teilen. Warum sollte das passieren? Ein 10Jahre alter Akku unbekannter Historie ist für eine professionelle Restnutzung/ Weitergabe durch die Leasinggesellschaft ein zu hoher Risikofaktor.
Ich denke, nach 10Jahren und insgesamt €7800,- Mietzahlungen behalte ich den Akku und kann die Kiste noch 5Jahre weiterfahren. (Zu Betriebskosten, die nur noch ein Pedelec unterbieten kann)

Zum Thema Batteriemiete rechnet sich oder nicht, hatte ich schon einmal eine kleine Tabelle eingestellt:
http://www.goingelectric.de/forum/resources/file/19342
SmartED - einfach, wie für mich gemacht
Benutzeravatar
spark-ed
 
Beiträge: 1104
Registriert: Sa 2. Aug 2014, 09:39
Wohnort: Sehnde

Re: Chronologie eines Batterie-Nachkaufes

Beitragvon marxx » Sa 28. Nov 2015, 15:38

@smarted: Glückwunsch :)

Besonders den "second life" Gedanken kann ich gut nachvollziehen. Seitdem mir die zweite Nutzungsmöglichkeit der Akkus in Photovoltaikanlagen klar wurde habe ich viele Fragezeichen zum Thema Akkumiete ...

Du schreibst:
Nach dem Kauf kann ich auf die Barbus-Software updaten


Das klingt sehr spannend. Gibt es dazu nähere Infos? Evtl. Download, Flash-Dokumentation?

Es reizt den Nerd in mir :D

Merci ...

Marxx
Ladestation mit Raspberry Pi, Internet http://www.arachnon.de/charge.html
OVMS Leaf http://www.arachnon.de/ovms.html
AHK Leaf http://www.arachnon.de/ahk.html
GE App http://www.arachnon.de/app.html

Nissan Leaf Tekna 11/2013, Microlino reserviert.
Benutzeravatar
marxx
 
Beiträge: 428
Registriert: Do 12. Jun 2014, 21:59
Wohnort: 85395 Thalham / Attenkirchen

Re: Chronologie eines Batterie-Nachkaufes

Beitragvon leifur » So 29. Nov 2015, 03:09

Hallo smarted,
Wie und wo kauft man die Batterie? War deine 36 Monate alte Batterie billiger als eine Neue?
Gruß, Leif
leifur
 
Beiträge: 47
Registriert: Fr 31. Mai 2013, 23:15

Re: Chronologie eines Batterie-Nachkaufes

Beitragvon smarted » So 29. Nov 2015, 12:53

leifur hat geschrieben:
Hallo smarted,
Wie und wo kauft man die Batterie? War deine 36 Monate alte Batterie billiger als eine Neue?
Gruß, Leif


Die ablöse der Batterie kostet immer 4770€, egal ob am ersten Tag oder nach x Jahren. Einen Neuen bekommt man nie, außer du kaufst ihn im Teilevwrlauf für 12.000€ oder so.
Smart ED 3rd 12/2012 mit Kaufbatterie, 97,4% Restkapazität am 06.04.2016
KEBA KeContact P20 an 4,63kWp PV Ost/West mit Überschussladung
Hausspeicher 21 kWh nutzbar
Benutzeravatar
smarted
 
Beiträge: 1165
Registriert: So 17. Mär 2013, 17:48
Wohnort: Magdeburg

Re: Chronologie eines Batterie-Nachkaufes

Beitragvon Spüli » So 29. Nov 2015, 13:06

Moin!
Schön zu hören, das es nicht nur in der Theorie möglich ist den Akku zu kaufen. Die bislang guten Ergebnisse lassen ja auch auf ein langes Akkuleben schließen. Der Kaufpreis von 4770€ geht in meinen Augen auch in Ordnung, nur je später man kauft um so schlechter wird der Gesamtpreis. Das die Preise auf dem Gebrauchtmarkt den Kaufakku bevorzugen war eigentlich abzusehen. Die von Dir jetzt gewonnene Freiheit möchten viele Käufer einfach haben. Dazu würde ich insbesondere die frei Wahl der Werkstatt zählen.

Ob und in wie weit die Akkus ein leben nach dem Auto erfahren wird sich zeigen. Nach >5 Jahren möchte man dann vielleicht doch mal etwas neues vor der Tür stehen haben. Aber reich technisch ist das kein Problem, wie man ja bei Geschichten vom Leaf sehen kann. Auch wird es in ein paar Jahren einen Markt für Umrüstungen geben. Beim Twizy geht das ja jetzt wohl auch so langsam los.
Gruß Ingo
Benutzeravatar
Spüli
 
Beiträge: 2374
Registriert: Sa 22. Dez 2012, 17:23
Wohnort: Gifhorn

Re: Chronologie eines Batterie-Nachkaufes

Beitragvon Karlsson » So 29. Nov 2015, 13:28

Spüli hat geschrieben:
Schön zu hören, das es nicht nur in der Theorie möglich ist den Akku zu kaufen. Die bislang guten Ergebnisse lassen ja auch auf ein langes Akkuleben schließen. Der Kaufpreis von 4770€ geht in meinen Augen auch in Ordnung,

Ich finde den Preis auch noch akzeptabel. Aber nur wenn man noch im ersten Jahr kauft und auch nur, wenn man dann nach 8...12 Jahren für diesen Preis im Tausch gegen den alten einen neuen bekommen kann.
Auch wenn die ersten Ergebnisse gut aussehen, würde ich deswegen doch nicht davon ausgehen, dass der ein Fahrzeugleben hält.
Darauf muss man aber nach dem Kauf des Akku hoffen, weil der Wagen sonst im Falle eines Akkudefektes zum Ersatzteilspender wird.

Da muss es von Smart doch irgendein Konzept für geben??? Weil der Mondpreis ist doch wohl ein schlechter Scherz.
Zoe Q210 seit 06/15, elektrischer Erstwagen mit Langstreckeneignung, großem Kofferraum und AHK für max 20k€ als 2-jähriger mit max 30tkm gesucht
Benutzeravatar
Karlsson
 
Beiträge: 11443
Registriert: Fr 15. Mär 2013, 13:41

Re: Chronologie eines Batterie-Nachkaufes

Beitragvon smarted » So 29. Nov 2015, 18:06

Grundsätzlich habe ich auch schon über eine Übernahme nachgedacht, da mein Akku schonend lediglich schnarchgeladen wird und immer in der warmen Garage steht und auch nie auch nur ansatzweise leer gefahren oder vollgeladen länger herumsteht.


So ist es bei mir auch. Natürlich unterliegt ein Akku noch anderen Alterungsfaktoren.

Was machst Du dann mit dem Auto?


Wenn die Batterie als Hausspeicher umgebaut wird, schmeiße ich den Smart weg. Dann wird er 10 oder 12 Jahre alt sein. Aber das zeigt die Zeit. Ach hier kann noch so viel passieren: Totalschaden oder auch, dass Lithiumspeicher schon eher meinen Bleispeicher ablösen, usw.

Die von Dir jetzt gewonnene Freiheit möchten viele Käufer einfach haben. Dazu würde ich insbesondere die frei Wahl der Werkstatt zählen.


Das war auch einer der wesentlichen Punkte in meinem Kopf. Wie gesagt, es ist keine rein wirtschaftliche Rechnung.

Auch wenn die ersten Ergebnisse gut aussehen, würde ich deswegen doch nicht davon ausgehen, dass der ein Fahrzeugleben hält.


Da bin ich anderer Meinung. Ein Verbrenunngsmotor altert nach meinen Erfahrungen (ich betone, nach MEINEN) deutlich schneller. Aber auch hier wird es die Zeit zeigen. Derzeit ist der Smart mein Erstfahrzeug und wird wohl bald ein Zweitwagen werden. Die Fixkosten im Jahr sind nahe null. 179€ Versicherung im Jahr und Strom ist umsonst (noch!). Aber derzeit produziere ich den eigenen Strom ebenfalls nur für 0,07€/kWh.

Zusammenfassen möchte ich mit dem Thread nur sagen: ein Kauf ist möglich, auch wenn Daimler sich nicht gerade engagiert zeigt :mrgreen:
Smart ED 3rd 12/2012 mit Kaufbatterie, 97,4% Restkapazität am 06.04.2016
KEBA KeContact P20 an 4,63kWp PV Ost/West mit Überschussladung
Hausspeicher 21 kWh nutzbar
Benutzeravatar
smarted
 
Beiträge: 1165
Registriert: So 17. Mär 2013, 17:48
Wohnort: Magdeburg

Re: Chronologie eines Batterie-Nachkaufes

Beitragvon Karlsson » So 29. Nov 2015, 18:15

smarted hat geschrieben:
Wenn die Batterie als Hausspeicher umgebaut wird, schmeiße ich den Smart weg. Dann wird er 10 oder 12 Jahre alt sein.

Ok, wenn dieser Schritt für Dich akzeptabel ist, dann hast Du Deine Lösung gefunden. Ein Auto nach 10 Jahren zu entsorgen ist für mich eher nicht akzeptabel, sofern das dann nicht gerade schon 300tkm runter hat.

Wahrscheinlich wäre es optimal, den gemieteten Akku im Smart nach 8 Jahren kaputt zu kriegen (leicht wird es nicht...) und wenn man gerade kostenlos einen neuen bekommen hat, den zu übernehmen :lol:
Wenn der auch noch mal 10 Jahre macht, hat der Wagen seine Zeit rum.

smarted hat geschrieben:
Da bin ich anderer Meinung. Ein Verbrenunngsmotor altert nach meinen Erfahrungen (ich betone, nach MEINEN) deutlich schneller.

Ok, meine sind anders. Wir haben auch ein Auto in der Familie, das bald 20 wird. Der Motor ist da nicht so das Problem, eher der Rest. Ein Freund vonmir hat auch einen bald 40-jährigen Wagen. Der Motor ist nicht das Problem, Karosse und Interieur schon viel eher.
Zoe Q210 seit 06/15, elektrischer Erstwagen mit Langstreckeneignung, großem Kofferraum und AHK für max 20k€ als 2-jähriger mit max 30tkm gesucht
Benutzeravatar
Karlsson
 
Beiträge: 11443
Registriert: Fr 15. Mär 2013, 13:41

Re: Chronologie eines Batterie-Nachkaufes

Beitragvon smarted » So 29. Nov 2015, 18:18

Das mit dem Verbrenner bezog sich aber auf den Motor. Stell mal ein 10 Jahre alten Verbenner auf den Motorprüfstand. Da erreichst Du keine 80% mehr (wenn nichts am Motor gemacht wurde!) Klar, fährt der dann noch, aber das macht auch ein E-Auto mit 80% Restkapazität des Akkus bei gleicher Leistung. Dass der Rest eines Autos auch noch so seine Probleme hat, steht außer Frage, aber das ist ja unabhänig vom Antrieb, um den es hier ging, oder?
Smart ED 3rd 12/2012 mit Kaufbatterie, 97,4% Restkapazität am 06.04.2016
KEBA KeContact P20 an 4,63kWp PV Ost/West mit Überschussladung
Hausspeicher 21 kWh nutzbar
Benutzeravatar
smarted
 
Beiträge: 1165
Registriert: So 17. Mär 2013, 17:48
Wohnort: Magdeburg

Anzeige

VorherigeNächste

Zurück zu fortwo ed - Batterie, Reichweite

 
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: oliho und 2 Gäste