12V am Ende ... geplante Obszoleszenz?

Funktioniert dein Renault ZOE nicht wie er soll? Hier wird dir geholfen

12V am Ende ... geplante Obszoleszenz?

Beitragvon Cavaron » Sa 6. Feb 2016, 10:35

Vor ein par Wochen habe ich noch im "ELEC System prüfen"-Thema gepostet, dass die Meldung nach den tiefen Temperaturen erst kam und dann nach einem Besuch an der Ladesäule wieder verschwunden war. Jetzt ist nach einer längeren Fahrt und zwei Tagen Standzeit der Zoe gerade noch so aufgegangen. Dann ertönte ein dauer-Klacken und die Scheinwerfer spielten ca. zwei Minuten Disco. Die Knöpfe des Tasters waren funktionslos.

Zum Glück stehe ich bei Verwandten die ein 12V Ladegerät haben, das ich jetzt angeklemmt habe.

Letzte Woche beim vereinbaren des Werkstatttermins (EZ 2013/3) habe ich noch vollmundig das teure Wechseln der 12V abgelehnt (Termin ist erst noch). In meinem alten Verbrenner haben die schließlich immer ihre 6-8 Jahre gemacht. Aufgrund der relativ niedrigen Belastung der 12V ist mir der schnelle Verschleiß auch nicht erklärlich - allerdings habe ich hier irgendwo gelesen (glaube auch im "ELEC System prüfen"-Thema), dass die Ladespannung des internen DCDC für die 12V des Zoe niedriger ist als gewöhnlich.

Wir wissen ja alle, dass Blei-Akkus gerne nur wenig entladen werden und immer schön voll sein möchten, weil es sonst auf die Lebensdauer geht. Jetzt meine Frage - hat Renault (wie damals Apple beim ersten iPod) die Behandlung des Akkus durch die Bordelektronik (speziell Lade- und Entladestand) so manipuliert, dass die Lebensdauer ABSICHTLICH reduziert wurde?

Der Tausch der 12V des Zoe ist alle drei Jahre vorgeschrieben - warum? Elektroautos brauchen an sich ja nur wenig Wartung, will man mit dieser Maßnahme die Service-Einnahmen der Werkstätten sichern? Warum ist der Ausbau der 12V so kompliziert? Da sitzt ja eine menge Elektronik drauf und die Entnahme nach oben wird durch Flüssigkeitsbehälter und Laubfänger (absichtlich?) erschwert.

Was denkt ihr zu diesem Thema? Gibt es eine Ausbau-Anleitung für die 12V? Welche Muttern muss man lösen? Wie sieht die 12V-Akku-Gesundheit der anderen Zoes mit EZ 13/3 aus?

Edit: Für alle die in diesem Thema nach einer Aus-/Einbauanleitung suchen: http://www.goingelectric.de/forum/renault-zoe-probleme/12v-am-ende-geplante-obszoleszenz-t15253-130.html#p357417
Zuletzt geändert von Cavaron am Mo 6. Jun 2016, 12:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 12V am Ende ... geplante Obszoleszenz?

Beitragvon Cavaron » Sa 6. Feb 2016, 10:52

Angebot: Wenn der Zustand meiner 12V kein Einzelfall ist, dann bin ich gerne bereit gegenüber Renault mal auf den Zahn zu fühlen und etwas Druck zu machen. Mal schauen was mit belastbaren Daten und versiertem Nachfragen z.B. über die sozialen Medien, Pressestelle usw. zu erreichen ist.

Dazu wäre es super, wenn mir die Elektroniker hier mal ein par Messdaten zur Verfügung stellen könnten. Z.B. die Belastung einer 12V beim Starten eines Verbrenners und die Belastung der 12V beim Starten des Zoe. Dazu evtl. noch beim Vorheizen ohne angestöpselt zu sein (keine Ahnung was da die Bordelektronik zieht, bis der Antriebsakku wach ist und alles versorgt).
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Re: 12V am Ende ... geplante Obszoleszenz?

Beitragvon leny » Sa 6. Feb 2016, 11:41

Hallo
bei mir im Leaf hat der 12 V Akku auch nur knapp drei Jahre gehalten. Ich denke das die Laderegelung Murks ist.

Grüße Stefan
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Re: 12V am Ende ... geplante Obszoleszenz?

Beitragvon AbRiNgOi » Sa 6. Feb 2016, 12:17

na dann werde ich mir im Mitarbeiter Verkauf eine schöne rubuste Batterie aussuchen und einbauen. Batteriewechsel bein nächsten Service (07/16) nein Danke.
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Re: 12V am Ende ... geplante Obszoleszenz?

Beitragvon Cavaron » Sa 6. Feb 2016, 14:50

So, habe mir jetzt für 49,95 eine Banner 45Ah Bleibatterie geholt und mit einer Person als Hilfe eingebaut. Die Platzverhältnisse unter der Motorhaube sind grausam. Ich musste den Laubfang hochbiegen, damit die 12V jeweils raus und wieder rein gehoben werden konnte. Habe jetzt zwei Pflaster an der Hand O_o. Aber es geht und man spart nen Haufen Geld. Renault wollte knapp 200 Euro für Ersatzakku und Arbeitszeit.
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Re: 12V am Ende ... geplante Obszoleszenz?

Beitragvon Ratte » Sa 6. Feb 2016, 15:44

Cavaron hat geschrieben:
...gegenüber Renault mal auf den Zahn zu fühlen und etwas Druck zu machen. Mal schauen was mit belastbaren Daten und versiertem Nachfragen z.B. über die sozialen Medien, Pressestelle usw. zu erreichen ist.


Gehts noch?
Es ist von Anfang an bekannt, daß der 12V Akku nach drei Jahren ausgetauscht gehört, und so steht das auch im Wartungsplan drin. Wie die aktuellen Erfahrungen zeigen, ist das anscheinend auch notwendig. Mir schmeckt das auch nicht, werde versuchen den gebrauchten Akku in meinem Verbrenner weiter zu verwerten. Aber Renault jetzt da einen Strick draus zu drehen und quasi mit Shitstorm zu drohen, halt ich für übertrieben. Wenn es wegen jedem F...z einen Sturm im Wasserglas gibt verliert Renault am Ende noch die Lust, was dann? Jeder der sich auf E-Mobilität einläßt, weis, daß das eine neue junge Technolgie ist, mit try and error, also so what? Selbst mit Batterietausch können von so niedrigen Wartungskosten Verbrennerfahrer nur träumen.
Habe fertig.
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Re: 12V am Ende ... geplante Obszoleszenz?

Beitragvon eDEVIL » Sa 6. Feb 2016, 15:58

IMho ist sowas ein Konstruktionsfehler. Wie kann ein Bleiakku bei höherer Belastung im Verbrenner länger halten?
303,8km Q210 ZOE ohne Nachladen oder schieben 8-)
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt es nicht, das ich auch hier im Forum bin, sondern nur das einer meiner PCs oder mobilgeräte online ist.
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Re: 12V am Ende ... geplante Obszoleszenz?

Beitragvon Cavaron » Sa 6. Feb 2016, 20:11

Ratte hat geschrieben:
... es ist von Anfang an bekannt, daß der 12V Akku nach drei Jahren ausgetauscht gehört, und so steht das auch im Wartungsplan drin ... Jeder der sich auf E-Mobilität einläßt, weis, daß das eine neue junge Technolgie ist...

Ich möchte mindestens eine Erklärung, warum ein Blei-Akku (der keine junge Technologie ist) bei geringerer Belastung eine kürzere Lebensdauer hat. Wenn Renault das gut begründen kann, dann nehme ich gerne alles zurück.
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Re: 12V am Ende ... geplante Obszoleszenz?

Beitragvon Mei » Sa 6. Feb 2016, 20:21

Cavaron hat geschrieben:
....
Ich möchte mindestens eine Erklärung, warum ein Blei-Akku (der keine junge Technologie ist) bei geringerer Belastung eine kürzere Lebensdauer hat. Wenn Renault das gut begründen kann, dann nehme ich gerne alles zurück.


Wenn es ein Starterakku ist, der genau auch beim Verbrenner eingesetzt wird, dann stirbt der an Unterforderung.
Für Dauerladung und geringe Belastung hätte es ein Gel Akku sein müssen.

Der Starterakku aus einem meiner 3L ist jetzt 15 Jahre alt und hält noch trotz Start Stop.
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Re: 12V am Ende ... geplante Obszoleszenz?

Beitragvon HubertB » Sa 6. Feb 2016, 20:25

Beim Twizy ist ein Gel-Akku drin. Meiner war jetzt nach 3 Jahren und 9 Monaten hinüber. Das muss noch andere Gründe haben.
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