Dämmungsoptimierung

Serienmäßig ist dir der Renault ZOE zu langweilig? Hier geht es um besser, schneller, weiter, schöner

Re: Dämmungsoptimierung

Beitragvon Spüli » So 13. Apr 2014, 15:27

Moin!
Die Dämmung aus dem HiFi-Bereich ist nicht unbedingt für die Wäremdämmung geeignet. Meist handelt es sich um recht schwere Bitumen oder Alubutyl-Matten. Das ist prima für den Schall, aber nicht für die Wärmedämmung geeignet.

Wesentlich besser sind die Schaumstaoff-Matten für den Camping-Ausbau. Zum Beispiel die "Reimo X-Trem" genießen in den Camping-Foren einen sehr guten Ruf. Gibt es auch in verschiedenen Stärken.

Aber ob sich das wirklich lohnt? Gerade in den Bereich der Holme und Versteifungen wird man nichts unterbringen können. Bleiben also nur das Dach und Teilbereiche in den Türen.
Gruß Ingo
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Re: Dämmungsoptimierung

Beitragvon fbitc » So 13. Apr 2014, 15:29

ah, das mit der Wärmedämmung hab ich im Anfang überlesen; ja, da gibts im Camper-Bereich die besseren Materialen dafür.
Grüße Frank
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Re: Dämmungsoptimierung

Beitragvon evolk » So 13. Apr 2014, 15:45

Wäre das vielleicht auch eine gute Wahl, um das bei der Freieinsprechung zu dämmen, wie in einem anderen Thread beschrieben?

Von nicht brennbar steht aber nichts dabei. Aber schon mal danke für die Tipps. Muss mir mal die Tür anschauen, wie das drinnen aussieht.

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Re: Dämmungsoptimierung

Beitragvon white-zoe » Mo 14. Apr 2014, 07:59

Ich hab mal die Tür auseinander genommen da etwas geklappert hat. Hier ein paar Bilder von der Tür Innenseite.

DSC_0175.jpg


DSC_0174.jpg
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Re: Dämmungsoptimierung

Beitragvon Spüli » Mo 14. Apr 2014, 08:14

evolk hat geschrieben:
Von nicht brennbar steht aber nichts dabei.

Gemäß Datenblatt werden die Brandklassen B1 und B2 erfüllt.
Brennt demnach, erlischt aber selbständig. Würde ich daher also als geeignet einstufen.

Das Material sollte dem der einfachen Isomatten aus dem Campingbedarf recht ähnlich sein.
Gruß Ingo
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Re: Dämmungsoptimierung

Beitragvon Nik » Mo 14. Apr 2014, 09:28

Moin.
Als geeignet erweisen sich für eine Zusatzisolierung
geschlossenporige Schäume wie
-Melamin
-Armaflex
-styrodur
...
die gibt es in verschiedenen Stärken, selbstklebend und kaschiert (Alu,kohlefaser,aramid ...).
Wichtig sind bei zusätzlich eingebrachter Dämmung die Berücksichtigung von Taupunkt und Brandschutz.
wenn die original aufgebrachte trennfolie in der Tür zerstört wird - gaaaaanz wichtig: ersetzen.
Von offenporigen oder geschutteten Materialien rate ich dringend ab. die eignen sich für ein (meistens) still stehendes Gebäude aber keinesfalls ein so dynamisches Teil wie ein KFZ. Offenporig speichert Wasser und fördert die korrosion. deswegen sind di Autos der 80er weg
Gruß Nik
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Re: Dämmungsoptimierung

Beitragvon evolk » Mo 14. Apr 2014, 09:35

white-zoe hat geschrieben:
Ich hab mal die Tür auseinander genommen da etwas geklappert hat. Hier ein paar Bilder von der Tür Innenseite.

DSC_0175.jpg


DSC_0174.jpg


Das ist ja cool, dass du die Tür zerlegt hast. Was hat denn geklappert? Manchmal vibriert der Lautsprecher etwas bei mir. Vielleicht könnte da auch eine Dämmung helfen.

So wie das bei der Tür aber aussieht, ist da eigentlich nicht allzu viel Platz für eine zusätzliche Dämmung, oder wie sieht ihr das? Kann man jetzt auf dem Foto auch nicht so gut erkennen von vorne. Ist halt die Frage, ob sich da der Aufwand rentiert.
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Re: Dämmungsoptimierung

Beitragvon energieingenieur » Mo 14. Apr 2014, 10:03

Im Fahrzeug kommt all das zusammen, was es schon im Gebäudebereich einer Dämmung schwer macht: Viel Feuchtigkeit gepaart mit niedrigen Temperaturen und wenig Belüftung. Ein absoluter garant für Schimmelbildung.

Eine durchnässte Dämmung ist - außer, dass sie dann nicht mehr funktioniert - zwar erst einmal nichts schlimmes, aber sie muss danach unbedingt abtrocknen können. Dazu bräuchte es Wärme und stetige belüftung. Beides ist aber im abgestellten Fahrzeug nicht vorhanden. Im Gebäude wird stetig Wärme von Innen zugeführt und wen regelmäßig gelüftet wird, kann die Feuchtigkeit in der Wand auch wieder abtrocknen.

Bei der Fahrzeugnutzung im Winter, wird durch die Fahrer während der (kurzen) Benutzung viel Feuchtigkeit in die Fahrzeugluft und ggf. die Dämmung (Taupunkt) abgegeben. Dann wird das Fahrzeug abgestellt und kühlt aus. Dabei erhöht sich aufgrund der abnehmenden Temperaturen und des konstanten bleibenden absoluten Feuchtegehaltes stetig die relative Luftfeuchte im Fahrzeug. Und eine ggf. durchnässte Dämmung kann keine Feuchtigkeit mehr abgeben.

Die Frage ist auch, welchen Anteil die Transmissionswärmeverluste (durch die Außenflächen) im Vergleich zu den Ventilationswärmeverlusten (durch den Luftaustausch) wirklich haben. Habe derzeit keinerlei Vorstellung dazu.
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Re: Dämmungsoptimierung

Beitragvon eDEVIL » Mo 14. Apr 2014, 13:13

Dämmung ist sicher schon eine Herausforderung , aber ein Lösbares Problem. Mit einem kleinen Solardach könnte man auch im abgestellten Zustand (ohne Ladekabel) für etwas Belüftung fürs Austrocknen sorgen.

Denke mit entsprechend geschäumter geschlossenpreriger Dämmung kann man Teile wie die Türen mit relativ geringen Kosten entsprechend optimieren.
Bzgl. Lüftungsverluste müßte es auch ein entsprechendes Feuchtigkeitsmanagement geben bzw. eine automatische Umluftschaltung d.h. die Klimakompressor würde kurz entfeuchten, wenn die Luftfeuchtigkeit zu sehr anstiegt.
Automatischer Wechsel vom Umlauf auf Zuluft würde auch einiges sparen. Wenn es nicht gerade feuchtes Regenwetter ist, kann ich einen großen Teil der Strecke mit Umluft fahren.
Leicht temperierte Scheiben könnte da auch allerhand bringen, da diese dann nicht so schnell beschlagen.
Von den Temperaturverlusten her sind die Scheiben natürlich da recht problematisch. Weiß nicht, ob Isolierglas im Auto überhaupt sinnvoll realisierbar ist.
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Re: Dämmungsoptimierung

Beitragvon energieingenieur » Mo 14. Apr 2014, 13:57

eDEVIL hat geschrieben:
Bzgl. Lüftungsverluste müßte es auch ein entsprechendes Feuchtigkeitsmanagement geben bzw. eine automatische Umluftschaltung d.h. die Klimakompressor würde kurz entfeuchten, wenn die Luftfeuchtigkeit zu sehr anstiegt.
Automatischer Wechsel vom Umlauf auf Zuluft würde auch einiges sparen. Wenn es nicht gerade feuchtes Regenwetter ist, kann ich einen großen Teil der Strecke mit Umluft fahren.

Wobei die Umluft wieder massiv die Feutchtigkeit im Auto hält. Ich fände eine Regelung gut, wie sie in der Gebäudelüftung bereits nahezu Standard ist: Der Frischluftanteil wird mittels eines Feuchtigkeits- und CO2-Sensors auf das notwendige Maß beschränkt. Das heizt das Auto schneller auf und hält auch die Wärme besser drin.
Der Klimakompressor macht im Winter jedoch keinen Sinn, weil er auf Außenlufttemperaturniveau sowieso nicht entfeuchten kann. Es genügt die kalte Luft von draußen einzublasen und zu erwärmen. Dadurch sinkt die rel. Luftfeuchte stark ab. Wird auch energetisch günstiger sein, als die aktive Entfeuchtung bei kaltem Temperaturniveau -> Wärmeübertrager wird vereisen.

eDEVIL hat geschrieben:
Leicht temperierte Scheiben könnte da auch allerhand bringen, da diese dann nicht so schnell beschlagen.
Von den Temperaturverlusten her sind die Scheiben natürlich da recht problematisch. Weiß nicht, ob Isolierglas im Auto überhaupt sinnvoll realisierbar ist.

Wenn wenigstens die Frontscheibe Heizdrähte hätte, würde das extrem helfen (Renault Twizy, VW e-up!). Isolierverglasung halte ich im KFZ für schwierig umsetzbar. Es würde die Scheibendicke und -gewicht massiv erhöhen. Zudem würden bei zu guter Dämmung die Scheiben von Außen beschlagen/gefrieren, was dazu führt, dass man nicht mehr rausschauen kann. Das sieht man derzeit bei Passivhausfenster hin- und wieder mal.
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