Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon eDEVIL » Di 24. Jun 2014, 09:48

Ja, das ist richtig pervers. Mit 70 DC-Ladern könnte man ganz Niedersachsen luxuriös abdecken. :roll:
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon TeeKay » Di 24. Jun 2014, 09:57

kai hat geschrieben:
1. Das was Du da an Umsatz errechnest ist noch nicht einmal der Wartungsvertrag bei DC.
2. Bei DC hast Du noch weniger Umsatz, da es zumindest die deutschen gar nicht serienmäßig haben und der Tesla Großumsatz eh wo anders lädt (nämlich bei Tesla umsonst)


1. Und? Was hat der Umsatz an den AC-Ladesäulen mit dem Wartungsvertrag bei DC zu tun? Was der bei ABB kostet, weiß ich centgenau - das Angebot habe ich vorliegen. Aber wozu braucht ein Energiekonzern wie Vattenfall den ABB-Wartungstechniker? Haben die keine eigene Expertise mehr im Haus? Mir sagte ABB, dass sie selbstverständlich Wartungshandbücher zur Verfügung stellen, damit man die Säulen selbst warten kann.

2. Was hat die serienmäßige Ausstattung der Autos mit den Umsätzen an Schnellladern zu tun? Im 5er BMW gibts auch nicht serienmäßig Gäbe es mehr Schnelllader an vernünftigen Standorten, würde die Zusatzoption eben auch öfter geordert werden. Solange Vattenfall die Lader aber in Innenhöfen am Arsch der Welt aufstellt, die nur von 7-16 Uhr werktags geöffnet sind, brauchen sie sich über fehlende Umsätze nicht zu wundern. Die bauen die Lader dort, wo sie Flächen angeboten bekommen, um die wahrscheinlich hoch subventionierten Geräte aufzustellen, nicht dort, wo es sinnvoll ist. Die Nutzungsfrequenz ist ihnen dann offensichtlich völlig egal.

Es ist doch nicht so schwer, sich in die Lage eines Investors zu versetzen, der möglichst viel Gewinn, wenigstens aber möglichst wenig Verlust machen will. So ein Mensch nimmt sich die Karte von Deutschland, prüft logische Reisendenströme und baut die Lader dort, wo die Menschen auch vorbeikommen, wenn sie laden müssen. Das ist garantiert nicht im ehemaligen Industriegebiet im Osten Berlins im Innenhof der Elektro-Innung, die ihre AC-Säule bisher schon praktisch nie nutzte.

Man kann es machen wie Vattenfall: Die Wirtschaftlichkeit grundsätzlich absprechen aber willen- und gedankenlos mitmachen, weil es Subventionen gibt. Aber dieses Vorgehen sagt nichts darüber aus, ob der Betrieb von Ladestationen grundsätzlich sinnlos ist. Irgendwer muss beginnen und anfangs Verluste in Kauf nehmen. Klappt es, hat dieser jemand eine Monopolstellung in Deutschland. Klappt es nicht, ist es eben unternehmerisches Risiko gewesen.
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon Cavaron » Di 24. Jun 2014, 14:19

Turbothomas hat geschrieben:
Arbeitest Du bei einem Versorger der uns wieder in die gleiche Abhängigkeit treiben will wie beim Öl?

Also mal im Ernst, so ein Weltverschwörungsgeschwurbel und Diskussionsbeiträge a la "Wenn du ne andere Meinung hast, dann gehörst du bestimmt zu den Bösen!" verbitte ich mir. Also mal zurück zur Sachlichkeit:

Turbothomas hat geschrieben:
Da bin ich dagegen. AC habe ich selber und keine Kosten zum Laden des E-Autos. Bei einer Gleichstromladesäule in der Garage kämen unausweichlich höhere Kosten auf mich zu.

PV auf dem Dach habe ich, derzeit gibt es nur keine vernünftige Möglichkeit zur Speicherung der überschüssigen PV-Energie direkt aus PV in den Akku und industrieseitig ist auch nicht geplant das Thema anzugehen. Da gibt es derzeit gar keine Komponenten dafür (Zähler, Schaltglieder, Steuerungen, Speicher). Vielleicht ist das in 30 Jahren anders.
Derzeit ist Gleichstrom im EV-Bereich einfach tot.


Ok, du hast bestimmt auch nicht von Anfang an mit gelesen. Ich habe zunächst mal 22 kW AC-Ladung als heute schon praktikabel für Langstrecken mit EV gelobt, insbesondere da es ja CEE32 gibt, was noch dazu günstig bereitzustellen ist. Dann wurde mir vorgeworfen, dass CEE ja so von gestern ist und Typ2 viel komfortabler. Worauf ich geantwortet habe, dass wenn es um den Komfort für den Nutzer geht, man mit DC-Schnellladung wohl am Besten dran ist (Stecker und Ladelektronik in der Säule, nicht im Auto usw.).

Ganz abgesehen davon - man ließt es ja bei dir auch zwischen den Zeilen - von den PV-Modulen kommt Gleichstrom. DC-Ladung wäre also im Prinzip auch für den Heimanwender zu machen, wahrscheinlich sogar verlustärmer und leichter zu regeln (im Sinne davon, was die Sonne gerade her gibt und wieviel das Auto nimmt).

Also - ich bin nicht gegen AC und nicht "nur" für DC. Ich bin für alltagstaugliche Elektromobilität so schnell und günstig wie möglich und mit so viel grünem Strom wie möglich. Wenn du jetzt sagst, das geht mit Solaranlagen und AC (z.B. CEE 400/16/32) am Besten und günstigsten, dann sind wir da, wo ich am Anfang des Threads war ;)
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon Marcel_S » Di 24. Jun 2014, 23:14

kai hat geschrieben:
Gründe waren

1. Bei Gleichstromladung gibt es keinen Standard ( CCS, Tesla, CHAdeMO, Chinesen), bei Wechselstrom schon (TYP2)
2. ...


Dem ist nichts hinzuzufügen. Die (DC) Ladestrategie der deutschen Autohersteller ist vollkommen verfehlt.
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon ATLAN » Di 24. Jun 2014, 23:28

Noch ein wort zu den Bedenken mit CEE im Öffentlichen Raum:

infrastruktur/oeffentliche-cee-primitiv-ladestation-t2792.html

So ist ebenfalls alles Spannungsfrei, wie bei Typ2...

MfG Rudolf
18.11.13 - 1.3.15 Fluence , seit 16-6-2015 MS 85D :-D
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon midimal » Mi 25. Jun 2014, 00:20

kai hat geschrieben:
@eDevil

Hamburg stellt demnächst im Innenstadtbereich 70 DC Lader auf.
Damit man bei 10-30 KM Fahrtstrecke auch schnell wieder laden kann :)

Gruß

Kai


Aber wenn es viele E-Carsharing geben wird - sind auch 70 Säulen zu wenig
Bald heißt wann?
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon kai » Mi 25. Jun 2014, 07:39

Bis 2017. Aus Kostengründen wohl nur 20kw CHAdeMO / CCS.
BildZOE Zen, CrOhm Box mit 22kw, PV seit 2009 mit Eigenverbrauch und 9,43 kWp (Hausspeicher mit 25 kWh geplant)
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