Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon Karlsson » Di 29. Sep 2015, 20:23

Tja, siehste, Wohnwagen und Schiff hab ich nicht und hatte vor dem E-Auto auch noch keinen CEE-blau Adapter.

Was soll einer in der Tiefgarage denn groß Strom klauen? Geht doch quasi nur mit dem E-Auto. Oder soll man eine Tiefkühltrue dran anschließen?
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon PSD22G8 » Di 29. Sep 2015, 20:23

tylsen hat geschrieben:
PSD22G8 hat geschrieben:
tylsen hat geschrieben:
Moin zusammen,
Ich spiele mit dem Gedanken mir einen A3 e-tron zuzulegen. In meiner Garage (gemietet) findet sich ein eigener Stromkreis mit normaler Haushaltssteckdose. Ladezeit von rd. 4h über Nacht ist für mich unproblematisch. Es geht mit nur um grundsätzliche Risiken im Vergleich zu Wallboxen.

Danke für Antworten. :)

Gruß


Ich beantworte mal die Frage des Threadstarters ohne Fachzusimpeln.
Der ICCB vom e-tron hat Serienmäßig zwei Kabel dabei.
Einen 16A CEE (die sogenannte Industriesteckdose oder Stecker) -> Wenn man dieses Kabel und den ICCB zusammenbringt und an einer 16A CEE Steckdose das ganze anklemmt, kann man mit 3,7 kW laden.

Den ICCB kann man auch mit einem Schuko adaptieren. In diesem Fall kann man mit 10A laden. Das ist die Standardeinstellung am ICCB! 10A als Dauerlast (in dem Fall 4 Stunden) geht eigentlich bei fast jeder Schukosteckdose. Außer das Ding ist Asbach Uralt.
Den ICCB kann man wenn man denkt das die ganze Installation ein Problem haben könnte, auch mit nur 50% betreiben. In dem Fall dann mit 5A das entspricht ca. 1.150 Watt. Ladezeit = ca. 8 Stunden!
Wenn das eine Steckdose oder die Installation nicht durchhalten sollte, dann muss man sich Gedanken machen ob statt Stromkabel Telefonlitzen gezogen wurden. Außerdem hat der ICCB vom e-tron ein Schutzmechanismus. Sobald ein Kabel nicht genügend Power aushält, kommt der Fehler "F430" d.h. ich kann nicht laden :o

Ich klemme den ICCB an jede Steckdose die ich finde. Bis dato keine Probleme gehabt.

Generell sollte man natürlich eine Leitung die Ständig für ein EV genutzt werden soll, zur Sicherheit von einem Elektriker prüfen lassen.


Danke für die erkenntnisreiche Antwort. Da ich eh nur vor habe den e-tron über Nacht zu laden kann es mir herzlich egal sein (mit Ausnahme der Ladeverluste) ob der Ladevorgang 2, 4 oder 8 Std. dauert. Von daher werde ich das mal austesten. Die Dose welche in meiner Garage installiert ist sieht nicht Asbach-Uralt aus. Es ist auch lediglich eine weitere Neon-Röhre an dem Stromkreis angeschlossen mit einer eigenen 16A Sicherung. Von daher denke ich, dass das Laden mit 10A funktioniert.

Meinen neuen e-tron kann ich übrigens am Freitag abholen. *freu*


Viel Spaß mit dem e-tron

Es ist ein wunderschönes Fahrzeug wo es kleine Optimierungspotenziale gibt.
Für den ersten wurf aus dem hause audi ist dieser sehr gelungen.

Wenn du Fragen in der Praxis hast, einfach in dem entsprechenden Thread die Fragen stellen. Hier ist es zu unübersichtlich.
Mach dir keine Gedanken wenn an dem Stromkabel nur eine Leuchtstofflampe hängt und die Verkabelung ordentlich ist passiert nichts. Wenn du die Möglichkeit hast, würde ich das Kabel verfolgen. Wenn es z.B. nach 15 Metern am Zähler endet mach dir keine Sorgen.
Ich hatte am Anfang so einen kleinen IR Schlüsselanhänger thermometer wo ich ab und zu an neuralgischen Stellen die Temperatur gemessen habe. Ich habe fast nie Auffälligkeiten gehabt außer das Kabel wärmer waren als die Umgebungstemperatur.
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon Spürmeise » Di 29. Sep 2015, 20:29

Karlsson hat geschrieben:
Meist Du echt, dass Dir da einer groß Strom klauen wird? Meine Aussensteckdose ist nicht abschließbar.

Nein, den Strom stelle ich über den FI im Kellerabteil sowieso ab (dann meist für mehrere Monate). Das Abschließen soll dem mechanischen Schutz, auch bei langer Nichtbenutzung, dienen (die Wohnung ist normalerweise an Studis vermietet).
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon novalek » So 4. Okt 2015, 16:27

Alle zeigen auf das Pärchen Schukostecker - Dose -- unsere Steckdose wird mit Heimbügleranschluß auch recht warm ...

Schon bei der Nutzung der Elektrorasenmäher hab ich die Nase gerümpft und alles entsprechend umgebaut.
Wie denn ?
Stichleitung zur Verteilung 3 x 2,5 qmm - extra FI-A, extra Sicherung 16 Ampere.
Wir kaufen uns eine CEE-blau-WandaufbauSteckdose und ändern den Schukostecker in einen CEE-blau-Stecker.
(Die Wandsteckdose gibts auch abschließbar, wodurch evtl. eine öffentliche Umgebung zulässig wäre)

Für den Fall, daß man doch mal eine der morbiden Schukodosen im Nirwana braucht, kauft oder baut man sich einen wasserdichten Schuko-CEE-blau-Übergang.

Wer jemals die massiven CEE-Kontaktbuchsen gesehen hat, traut denen was zu, zumal alle Vorteile dabei sind - verpolungssicher, absolut sicherer Schutzerdebegleitung.
Selbstbauhinweis: Immer mit Aderendhülsen an den flexiblen Leitungen arbeiten und Kabel zum Schutzleiter immer ein wenig länger lassen (Abrißeigenschutz).
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon Michael_Ohl » So 4. Okt 2015, 16:41

Die Idee das die Größe der Kontakte etwas mit dem Strom zu tun hat kann ich schlecht nachvollziehen. Links Schuko daneben Belden (Hirschmann) 400V~ 16A daneben CEE 32A.
Der Belden ist nun deutlich kleiner als die anderen...


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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon Elektrofix » So 4. Okt 2015, 16:49

Michael_Ohl hat geschrieben:
Die Idee das die Größe der Kontakte etwas mit dem Strom zu tun hat kann ich schlecht nachvollziehen.
Es ist die Kontaktfläche, also die tatsächliche Berührung zwischen Buchse und Stecker, die entscheiden ist. Bei CEE sind die mm2 deutlich höher.

Gruß Elektrofix
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon Berndte » So 4. Okt 2015, 17:00

Genau, die Kontaktfläche ist entscheidend. Bei meinen Hartingadaptern sind diese bis 40A zugelassen.
Die Stifte sind wirklich extrem dünn... geschätzt 2-3mm. Aber die Buchsenfedern sind mehrfach ringsum angeordnet.
Bei 40A Dauerstrom kommt die Wärme hier eher vom Kabel als von den Kontakten.

Der klassische CEE-Stecker erfüllt ja durch seine Größe auch eine hohe mechanische Belastbarkeit im rauen Industriealltag.
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon Spürmeise » Mo 19. Okt 2015, 09:08

Spürmeise hat geschrieben:
ich war ja auf der Suche nach einer abschließbaren CEE blau 16A. Die sollte aber ähnliche - unaffällige - Abmessungen wie die bald 14 Jahre alte AP-Schukodose haben. Größere Umbauten will ich da nicht, das TG-UG ist auch vandalismusgefährdet (herausgerissene AP-Kabel aus Lichtschaltern etc).
Das ist sie dann wohl: http://www.mercateo.com/p/721-01580777/MENNEKES_4162_Cepex_Wanddose_16A3p_6H230V_IP44.html

Habe ich jetzt bekommen (110 EUR). Leider ragt der Deckel ca. 3 mm über das Gehäuse hinaus, so dass der (in einer Ecke) verriegelte Deckel einfach mit den Fingern ("formschlüssig") abgebrochen werden könnte (Vandalismus an Elektroinstallation war in bzw. an der TG leider häufiger zu beobachten). Bei der alten abschließbaren Schuko-Dose ist der Deckel bündig zum Gehäuse und muss "kraftschlüssig" angehoben werden.
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