Warum sind plug-In so uneffektiv?

Re: Warum sind plug-In so uneffektiv?

Beitragvon goehren » Mi 20. Apr 2016, 11:15

Ich weiß nicht, woher die Überschrifts-These kommt. Ein PHEV (will ich mir kaufen - den KIA Niro im nächsten jahr) ist doch perfekt für jemanden wie mich, der überwiegend kurze Strecken fährt, in der Garage ne Ladestration hat und gelegentlich mal längere Strecken, dann mit Verbrennerhilfe fährt.
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Re: Warum sind plug-In so uneffektiv?

Beitragvon PSD22G8 » Di 26. Apr 2016, 13:22

Eigentlich ist die Überschrift nicht korrekt. Der Threadstarter hat die Intention "ineffektiv" als Schlagzeile nutzen wollen.
Dem Threadstarter gebe ich recht wenn er diese ganzen neuen PHEVs meint die 15-30 km EV Reichweite zur Verfügung stellen. Idch vertrete die Meinung das PHEVs ab 30 km EV Reichweite vor allem wenn diese >7 kWh nutzbare Batteriekapzität haben, für eine Mehrzahl der Nutzer sehr effektiv sind. Mein Aktueller PHEV schafft 40-50 km locker. Das deckt meinen ganzen Bedarf an 6 Tagen der Woche. Ich will, muss, möchte immer laden wo es geht. Meine Langstrecken mit >100 bis 400 km deckt wunderbar der Benziner ab ohne dass ich irgendwelche Kompromisse eingehen muss. Mein Verbrauch pendelt zwischen 0,5 und 6,5 Litern auf 100 km.
Aus diesem Grund ist der PHEV für meine Bedürfnisse wie zugeschnitten. Viele bringen den Vergleich mit einem TESLA, es ist aber inzwischen langweilig solche Diskussionen zu führen. So wie wenn ich sage mir reicht eine Kompaktkamera und dann kommt einer, du musst aber die CANON DX MARKXXX kaufen. Auch wenn der TESLA3 250 sichere EV km Reichweite schaffen soll, deckt es nicht meine Bedürfnisse ab! mal ganz abgesehen davon dass hier oftmals von ungelegten Eiern gesprochen wird. Wenn Tesla das Fahrzeug im Januar 2018 auf Deutsche Straßen bringt "HUT AB und Ehre dem Musk"
Ich fahre manchmal beruflich 250 km hin und 250 km zurück auf meinem Rückweg muss ich kurzfristig wegen Stau oder sonstwas ungeplant andere Routen fahren. Auf meinen Strecken sehe ich so gut wie keine SUCs. Daher ist für mich der PHEV die ideale Lösung. Ob der PHEV effektiv ist oder nicht :D Aus meiner Sicht ist der höchst Effizient :D Ich fahre (kann) mit 15 kWh/100 km ich liebe das boosten auf der Landstraße. Die Beschleunigung zwischen 60-100 km/h ist genial und wenn ich will kann ich ganz sparsam 50 km elektrisch zurück legen.
Letzendlich hängt das von jedem persönlich ab was er aus dem PHEV macht. Man kann natürlich auch im reinen Benzinmodus fahren. Da wäre man aber nicht in diesem Forum hier und würde mitschreiben ;) Jedem das seine. Wir sind Erwachsene und schlaue Menschen einen BEV oder PHEV kauft man ja nicht, weil man gerade ein Auto kaufen wollte und das einem der Verkäufer empfohlen hat.
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Re: Warum sind plug-In so uneffektiv?

Beitragvon Priusfahrer » Di 5. Jul 2016, 17:43

Das uneffektiv kann ich so nicht unterschreiben.

Im reinen EV Modus benötige ich ca. 12kWh/100km. Im Hybridmodus (ohne externes Laden) im Sommer so um die 3,5L Benzin/100km. Im Winter dann so um die 4,5L.

Beides Werte, die weder die BEV noch die reinen Verbrenner unterbieten können.
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Re: Warum sind plug-In so uneffektiv?

Beitragvon Bernd_1967 » Di 5. Jul 2016, 18:01

Ich hatte einen Passat GTE getestet und nur 6l/100km verbraucht. Akku beim Losfahren fast voll , beim Ankommen genau so voll. Mit einem reinen Benziner hätte ich wahrscheinlich 2l/100km mehr verbraucht. Bin bis zu 200km/h gefahren.

Man muss auch hellhörig sein, ob jemand einen PHEV testet, wo der Akku anfangs leergefahren war, oder ob er einigermaßen geladen war und hinterher wieder genauso.

Bei leerem Akku hatte ich bei meiner Testfahrt mehr Benzin verbraucht, auch wenn in beiden Fällen der Akku hinterher wieder den gleichen Ladezustand hatte. Ist ja auch klar, warum.
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Re: Warum sind plug-In so uneffektiv?

Beitragvon BurkhardRenk » Fr 7. Okt 2016, 21:45

Also ich habe nicht den Eindruck mein A3 e-tron sei ineffektiv. Im rein elektrischen Betrieb komme ich auf 16-17 KWh/100 km, im reinen Benzinbetrieb bei Autobahnfahrt bis zu 150 km/h mit Staus und Stop and Go auf 6,2 l/100 km, erscheint mir alles im Rahmen.
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Re: Warum sind plug-In so uneffektiv?

Beitragvon eve » Sa 8. Okt 2016, 05:36

Könnte mir vorstellen, dass bei einem Hybrid die Rekuperationsleistung des relativ kleinen Akkus wegen im Vergleich zum BEV begrenzt ist. Allerdings dürfte sich das im Stadtverkehr - das Hauptarbeitsfeld für den elektrischen Modus - kaum bemerkbar machen, da die Geschwindigkeiten und damit auch die Leistung beim Verzögern eher verhalten sind.

Reine Vermutung. Bin bisher noch keinen Hybrid insbesondere der jüngsten Hybridisierungswelle gefahren. Hat jemand dazu Fakten?
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Re: Warum sind plug-In so uneffektiv?

Beitragvon BurkhardRenk » Sa 8. Okt 2016, 14:15

Nun, eine einfache Rechnung : E= 1/2 m v*v .
Mit v = 180km/h = 50 m/s und 1500 kg Masse sind das 1, 875 Mio Ws = 520 Wh. Also kann auch eine 8,8 KWh - Batterie mehr als 10 solcher Gewaltbremsungen puffern.
Bisher hatte ich eine längere Autobahnfahrt mit meinem -Etron, bei der ich mit leerer Batterie startete. Am Ende waren 75% der Strecke mit Benzin und 25% mit Strom gefahren, alles erbremst.
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Re: Warum sind plug-In so uneffektiv?

Beitragvon eve » Sa 8. Okt 2016, 16:13

BurkhardRenk hat geschrieben:
Mit v = 180km/h = 50 m/s und 1500 kg Masse sind das 1, 875 Mio Ws = 520 Wh. Also kann auch eine 8,8 KWh - Batterie mehr als 10 solcher Gewaltbremsungen puffern.


Energetisch korrekt. Es ging mir vor allem um die Leistung.

Wenn man in deinem Beispiel das Auto mit gewalt abbremst, also sagen wir mit 1g verzögert, dann entspräche das einer mechanischen Leistung von

F = m * a und P = F * v

P = 1.500 kg * 9,81 m/s² * 50 m/s ~ 735 kW

Da ist dann gleich klar, dass der Motor für solche Leistungen ausgelegt sein muss. Angenommen der Motor würde in dem Bereich mit dem entsprechenden Moment generatorisch bremsen, gäbs enorm hohe Ströme, mit welchen die Batterien geladen würden. Und so wie ich verstanden hab sind die Ströme das, was die Ladeleistung maßgeblich begrenzt. Je größer der Akku, desto größer können die Ströme sein.

Ist natürlich ein Extrembeispiel, weil man ja normalerweise sanfter bremst und auch nicht so schnell fährt. Außerdem werden so hohe Leistungen nur kurzzeitig umgesetzt, weil man bremst ja ab und dementsprechend nimmt die Leistung auch ab. Dennoch könnte ich mir vorstellen, dass aufgrund dieser Begrenzung weniger Energie rekuperiert werden kann.

Interessant wäre auch die Länge der Strecke, Durchschnittsgeschwindigkeit und der elektrische und Spritverbrauch absolut.
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Re: Warum sind plug-In so uneffektiv?

Beitragvon eDEVIL » Sa 8. Okt 2016, 16:27

Denke mal, dass keine Hersteller dem kleinen Akku mehr als 30 kW zumutet. Tendenziell eher 15 kW bei nur 9 kwh
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Re: Warum sind plug-In so uneffektiv?

Beitragvon Bernd_1967 » Sa 8. Okt 2016, 16:32

eve hat geschrieben:
BurkhardRenk hat geschrieben:
Mit v = 180km/h = 50 m/s und 1500 kg Masse sind das 1, 875 Mio Ws = 520 Wh. Also kann auch eine 8,8 KWh - Batterie mehr als 10 solcher Gewaltbremsungen puffern.


Energetisch korrekt. Es ging mir vor allem um die Leistung.

Wenn man in deinem Beispiel das Auto mit gewalt abbremst, also sagen wir mit 1g verzögert, dann entspräche das einer mechanischen Leistung von

F = m * a und P = F * v

P = 1.500 kg * 9,81 m/s² * 50 m/s ~ 735 kW

Da ist dann gleich klar, dass der Motor für solche Leistungen ausgelegt sein muss. Angenommen der Motor würde in dem Bereich mit dem entsprechenden Moment generatorisch bremsen, gäbs enorm hohe Ströme, mit welchen die Batterien geladen würden. Und so wie ich verstanden hab sind die Ströme das, was die Ladeleistung maßgeblich begrenzt. Je größer der Akku, desto größer können die Ströme sein.

Ist natürlich ein Extrembeispiel, weil man ja normalerweise sanfter bremst und auch nicht so schnell fährt. Außerdem werden so hohe Leistungen nur kurzzeitig umgesetzt, weil man bremst ja ab und dementsprechend nimmt die Leistung auch ab. Dennoch könnte ich mir vorstellen, dass aufgrund dieser Begrenzung weniger Energie rekuperiert werden kann.

Interessant wäre auch die Länge der Strecke, Durchschnittsgeschwindigkeit und der elektrische und Spritverbrauch absolut.


P(t)=F*v(t) besser, da sich die Geschwindigkeit beim Bremsen ändert.
Die Bremsleistung hast Du nur momentan bei 180km/h. Äh? Welches e-Auto fährt so schnell?
Danach geht die Leistung proportional mit der Geschwindigkeit runter:
Bei 90km/h also 735/2 kW = 367kW - Auch noch viel.
Mit 1/4g Verzögerung wären es dann rund 92kW (bei 90km/h)
Während des Verzögerns dann bei bsp. 45km/h nur noch 46kW usw.......
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