Studie zu realen elektrischen Fahranteilen von PHEVs

Re: Studie zu realen elektrischen Fahranteilen von PHEVs

Beitragvon Bernd_1967 » Sa 8. Okt 2016, 18:35

Priusfahrer hat geschrieben:
Ich hätte da noch einen Tipp für den TE. Mal einen Blick auf Spritmonitor werfen. Da tragen viele User ihre Betankungen (Benzin+Strom) ein. Daraus kann man recht einfach den elektrischen Fahranteil sortiert nach Fahrzeugmodellen erheben. Und das alles ohne aufwändige Technik, die hinterher ausgewertet werden muss. Excel reicht dafür :)


Wie machst du das denn?
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Re: Studie zu realen elektrischen Fahranteilen von PHEVs

Beitragvon soebe » Sa 8. Okt 2016, 19:47

Im Ampera Forum haben schon etliche ihre Ergebnisse hochgeladen. Da sieht man dann auch, dass ein paar weitere Daten ausgewertet wurden, als lediglich der elektrische Fahranteil:

http://www.opel-ampera-forum.de/viewtop ... 7&start=90
Viele Grüße

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Googlest Du noch? Oder pflanzt Du schon Bäume? - http://www.ecosia.org/
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Re: Studie zu realen elektrischen Fahranteilen von PHEVs

Beitragvon JoDa » Sa 8. Okt 2016, 23:10

@soebe
Danke für den Link!
Bin auch schon auf das Endergebnis der Studie gespannt.
Aufgrund der nicht repräsentativen Auswahl der Fahrer, wird man beim "elektrischen Fahranteil" als Ergebnis überdurchschnittlich hohe Werte bekommen.
Wobei mir nicht klar ist, wie dieser "elektrische Fahranteil" berechnet wurde.

@Priusfahrer, @Bernd_1967
Alleine aus dem Benzin- und Stromverbrauch kann man den "elektrischen Fahranteil" nicht einfach erheben!
Würde als Datenauswertung ein Punkt-Wolken-Diagramm vorschlagen. (Senkrechte Achse: Benzinverbrauch in l/100km, Waagrechte Achse: Stromverbrauch in kWh/100km. Jedes PHEV kann dann als Punkt im Diagramm eingetragen werden.)
Neben dem arithmetischen Mittelpunkt, wäre dann noch die Regressionsgerade einzuzeichnen.
(PHEV die unterhalb der Regressionsgerade liegen haben einen unterdurchschnittlichen Verbrauch. PHEV die in Richtung der Regressionsgerade rechts vom Mittelpunkt liegen haben einen überdurchschnittlichen "elektrischen Fahranteil".)
Werde dies spritmonitor.de vorschlagen.
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Re: Studie zu realen elektrischen Fahranteilen von PHEVs

Beitragvon Solarmobil Verein » So 9. Okt 2016, 07:54

JoDa hat geschrieben:
Aufgrund der nicht repräsentativen Auswahl der Fahrer, ...
Wieso nicht repräsentativ?
Es geht hier nur um PHEVs, nicht um E-Fahrzeuge allgemein. Alle Nicht-PlugIn-Priusse und ähnliche fallen auch raus.
In der Studie sind auch Outlander und Golf/Passat GTEs mit dabei. e-tron weiß ich nicht.

JoDa hat geschrieben:
Wobei mir nicht klar ist, wie dieser "elektrische Fahranteil" berechnet wurde.
Sehr reinfach.
Da die Daten vom OBDII abgeriffen werden, das Gerät zudem die GPS-Position mitschreibt, kann man sehen, ob beim Fahren der Motor lief oder nicht.
Macht der REX 0 Umdrehungen, aber das Fahrzeug hat sich bewegt, dann wird die Fahrweise wohl elektrisch gewesen sein ...

Die Daten kann man alle auslesen, kann man auch selbst, z.B. mit Torque+. Auch eigene Aufzeichnungen kann man damit machen.

Die Daten von Spritmonitor abziehen können die nicht so einfach.
Ein Export ist nur dem Nutzer möglich - oder sie müssen einen Parser schreiben, der Seite für Seite durchgeht und die Daten sozusagen manuell rausholt.
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Re: Studie zu realen elektrischen Fahranteilen von PHEVs

Beitragvon JoDa » So 9. Okt 2016, 09:15

... nicht repräsentativ in dem Sinne, dass vorwiegend "engagierte spritsparende" Fahrer an der Studie teilnehmen werden.
(z.B. Porsche Chayenne E-Hybrid Fahrer welche Fahrzeug nur wegen Steuervorteilen kaufen werden wohl nicht mitmachen.)

... "elektrischer Fahranteil" ist wegen Rekuperation nur schwer zu ermitteln. Vermute es wird einfach das Verhältnis "Stromverbrauch zu Gesamtenergieverbrauch" gebildet.

Nicht falsch verstehen. Freue mich auch darüber, dass das Frauenhofer Institut diese interessante Studie macht und hoffe das möglichst viele PHEV Fahrer daran teilgenommen haben.
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Re: Studie zu realen elektrischen Fahranteilen von PHEVs

Beitragvon Volt » So 9. Okt 2016, 11:29

Also wenn man sich die Auswertungen der Ampera anschaut, dann ist klar, dass die reinen ev strecken nicht zu verachten sind. Liegen die über dem Durchschnitt der reinen e-autos?

Gestern Mittag war meine lieblingssäule von einem e-tron und einem bmw plugin belegt. Wird eng werden demnächst an den rwe und vattenfaĺl säulen. Für die reinen e-autos bleiben zum Glück die be-emobil Plätze frei. Alles gut.

Stefan
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Re: Studie zu realen elektrischen Fahranteilen von PHEVs

Beitragvon Solarmobil Verein » So 9. Okt 2016, 11:55

JoDa hat geschrieben:
... nicht repräsentativ in dem Sinne, dass vorwiegend "engagierte spritsparende" Fahrer an der Studie teilnehmen werden.
(z.B. Porsche Chayenne E-Hybrid Fahrer welche Fahrzeug nur wegen Steuervorteilen kaufen werden wohl nicht mitmachen.)
Wie das Fraunhofer-Institut die Auswahl getroffen hat, weiß ich nicht.
Vielleicht mußten die Fahrzeuge auch eine Mindestreichweite haben. Und da schaut's dann mit den Porsche-Hybriden schon mau aus.

JoDa hat geschrieben:
... "elektrischer Fahranteil" ist wegen Rekuperation nur schwer zu ermitteln. Vermute es wird einfach das Verhältnis "Stromverbrauch zu Gesamtenergieverbrauch" gebildet.
Doch, das geht zumindest beim Ampera alles über das OBDII auszulesen. Dort kann man sehen, ob der Strom des Generator-Motors positiv (aus der Batterie raus) oder negativ (in die Batterie zurück) ist.
Man kann auch rauslesen, wieviel Strom vom Rex in die Batterie reinging.
Man kann ebenso herauslesen, mit welcher Ladeleistung und mit wieviel kWh der letzte Ladevorgang vorgenommen wurde.
Der Ampera bietet hier Tod und Teufel an Infos ...
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Re: Studie zu realen elektrischen Fahranteilen von PHEVs

Beitragvon Priusfahrer » Mo 10. Okt 2016, 05:50

Solarmobil Verein hat geschrieben:
JoDa hat geschrieben:
Macht der REX 0 Umdrehungen, aber das Fahrzeug hat sich bewegt, dann wird die Fahrweise wohl elektrisch gewesen sein ...


Da wirst Du aber gaaaanz falsche Ergebnisse bekommen!!!

Du könntest ja den Logger in einem normalen Hybriden einbauen und hättest mehr als 50% elektrischen Fahranteil obwohl der nie eine Steckdose gesehen hat.

Denn immer wenn der ICE aus geht, aber das Fahrzeug sich bewegt, kann das Ausrollen, Bergabfahrt u.s.w. gewesen sein. Zu dem erhöht die Rekuperation den elektrischen Fahranteil. Auch wenn die ursprüngliche Bewegungsenergie durch den ICE aufgebracht wurde.

Am einfachsten ist wirklich kWh vs. Liter auszuwerten. Jeweils im Verhältnis zum spezifischen Verbrauch der beiden Energiearten.
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Re: Studie zu realen elektrischen Fahranteilen von PHEVs

Beitragvon Solarmobil Verein » Mo 10. Okt 2016, 08:35

Als erstes Mal bitte oben das Zitat korrigieren. Da hast du dich etwas vertan ...
Priusfahrer hat geschrieben:
Da wirst Du aber gaaaanz falsche Ergebnisse bekommen!!!
Ne.
Hast du dir schon mal eine solche Auswertung angsehen? Oder einfach nur die Rohdaten? Das geht alles wunderbar auseinander zu dividieren.

Priusfahrer hat geschrieben:
Du könntest ja den Logger in einem normalen Hybriden einbauen und hättest mehr als 50% elektrischen Fahranteil obwohl der nie eine Steckdose gesehen hat.
Du kannst einen auf Ampera "geeichten" Logger gerne in ein anderes Auto einbauen. Da wird nicht viel bei rüberkommen ... das fällt sofort auf, weil die PIDs zu unterschiedlich sind.

Priusfahrer hat geschrieben:
Zu dem erhöht die Rekuperation den elektrischen Fahranteil. Auch wenn die ursprüngliche Bewegungsenergie durch den ICE aufgebracht wurde.
Ja und?
Das ist keine Analyse, um die maximale Reichweite gemäß irgendwelcher Normen zu ermitteln, bei denen in aller Regel nicht rekuperiert werden darf.
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Re: Studie zu realen elektrischen Fahranteilen von PHEVs

Beitragvon Priusfahrer » Mo 10. Okt 2016, 12:03

Den elektrischen Fahranteil allein an der Drehzahl des ICE festzumachen funktioniert einfach nicht. Egal bei welchem Hybriden.

Irgendwelche aktiven Fahrmodi als Anhaltspunkt zu nehmen ist ebenfalls sehr Fehlerbehaftet. Ich kann zum Beispiel im Hybridmodus auch den Akku leer fahren, wenn ich es darauf anlege. Andererseits springt bei höherer Geschwindigkeit und bei Vollgas im EV Modus auch der ICE an. Die Auswertung der Fahrmodi liefert also keine verlässlichen Egebnisse.

Wirklich sinnvoll ist nur den Verbrauch in kWh und L Kraftstoff heranzuziehen. Ob man diese Daten per Logger ermittelt oder sich auf diversen Webseiten rauszieht, bleibt dem TE überlassen.
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